Forms Larger and Bolder

Eva Hesse, No title, 1964|Pen, watercolor, gouache and collage on paper, 29.4 × 42.1 cm| Allen Memorial Art Museum, Oberlin College, Oberlin, OH. Gift of Helen Hesse Charash, 1983.106.1 © The Estate of Eva Hesse. Courtesy Hauser & Wirth

Forms Larger and Bolder:

EVA HESSE ZEICHNUNGEN aus dem Allen Memorial Art Museum am Oberlin College

16.11.–13.04.2020 mumok

Crazy like machines, forms larger and bolder“ – so beschreibt Eva Hesse 1965 eine Gruppe eben fertiggestellter Zeichnungen in einem Brief an ihren künstlerischen Weggefährten Sol LeWitt. Die Idee der „riskanten Formen“ lässt sich auf das gesamte grafische Werk der Künstlerin anwenden, dem das mumok nun eine eigene Ausstellung widmet.
Zu sehen ist eine Auswahl von Arbeiten auf Papier aus den umfangreichen Beständen des Allen Memorial Art Museum am Oberlin College, Ohio, wo sich auch die Eva Hesse Archives befinden. Von frühen figurativen Studien über abstrakt-expressive „Kritzeleien“ und suggestiv-erotische Diagramme bis hin zu Entwurfsskizzen für Skulpturen demonstriert der repräsentative Querschnitt, welch singuläre Rolle das Zeichnen in Hesses künstlerischer Praxis einnahm. So findet sich die Linie nicht nur als Schrift und grafische Markierung in ihren Arbeiten auf Papier, sondern auch als Schnur und Draht, als Geknotetes und Verwobenes in den postminimalistischen Skulpturen, für die sie bekannt ist.

www.mumok.at

René Magritte, La voix du sang, 1959 |116,5 x 89,5 x 2 cm, Öl auf Leinwand|mumok -Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben 1960 © Bildrecht Wien

Im Raum die Zeit lesen

Moderne im mumok 1910 bis 1955

16..11.–13.04.2020 mumok

Ist die Moderne eine Epoche? Wie sahen das Künstler_innen und Kurator_innen in den 1920er-Jahren? Im Raum die Zeit lesen beantwortet diese Fragen mit einer Referenz auf vier Ausstellungen bzw. Buchprojekte, die erste Gesamtdarstellungen der Moderne waren und zentrale Fragen an die eigene Zeit aufgriffen. Neue Konzeptionen von Raum und Zeit bestimmten diese vier Projekte, zu denen etwa El Lissitzkys und Hans Arps fiktives Ausstellungsprojekt von 1924 sowie Friedrich Kieslers legendäre Theaterausstellung aus demselben Jahr zählten. In einer Installation von Nicole Six und Paul Petritsch geht die mumok Ausstellung Zeitläufen und Raumsituationen nach, in der Elemente der Moderne den Rahmen setzen. Zu sehen sind etwa Werke von Giacomo Balla, Willi Baumeister, Max Ernst, Alberto Giacometti, Florence Henri, Josef Hofmann, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Yves Klein, Oskar Kokoschka, František Kupka, René Magritte, Oskar Schlemmer, Max Oppenheimer, Pablo Picasso, Felice Rix oder Sophie Taeuber-Arp uvm.

www.mumok.at

Vlassis Caniaris, Chicken Coop (Hühnerstall), 1974, Mixed Media, Maße variabel © Vlassis Caniaris

FEELINGS – Kunst und Emotion

08.11.–04.10.2020 Pinakothek der Moderne

Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet? Die Ausstellung FEELINGS möchte diesen unmittelbaren Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachtenden anregen, um eine intensive emotionale Auseinandersetzung zu motivieren. Geheimnisvolle Motive und atmosphärische Bildräume prägen die ausgestellten Arbeiten. Freude, Begeisterung, Ärger, Abscheu, Traurigkeit sowie unzählige weitere emotionale Reaktionen können sich bei der Betrachtung einstellen. Die Auswahl der Exponate ist subjektiv, auf den kunsthistorischen Kontext oder erklärende Wandinformationen wird bewusst verzichtet.

www.pinakothek.de

Die Ephrussis. Eine Zeitreise

06.11.–08.03.2020 Jüdisches Museum Wien

Dinge und die Geschichten, die sie über die Menschen erzählen, die sie einst gesammelt, in Händen gehalten, weitergegeben und wiedergefunden haben, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Jüdischen Museum Wien. Sie behandelt das Schicksal der ursprünglich aus Russland stammenden Familie Ephrussi und ihren freiwilligen und unfreiwilligen Reisen zwischen Russland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den USA, Mexiko, Japan und anderen Ländern. Anhand von ausgewählten Objekten, Dokumenten und Bildern wird der wirtschaftliche und gesellschaftliche Werdegang einer europäisch-jüdischen Familie nachgezeichnet, deren Nachfahren heute durch Flucht und Vertreibung während der NS-Zeit in der ganzen Welt verstreut leben. Heute finden sich in internationalen Museen und Kunstsammlungen Werke, die ursprünglich der Familie gehörten. Sie erzählen von ihren einstigen Besitzern und ihren Beziehungen zu den damaligen Künstler- und Intellektuellenkreisen in Odessa, St. Petersburg, Wien, Berlin, Paris, London, Madrid und anderen Orten. Kernstück der Ausstellung bildet das Familienarchiv der Ephrussis, das die Familie de Waal dem Jüdischen Museum schenkte, sowie 157 Netsukes, die dem Museum als Leihgabe von der Familie zur Verfügung gestellt wurden.

www.jmw.at

Hermann Glöckner, Rot über Schwarz und Blau, 1932 | Doppelseitige Tafel 498 x 350 mm | Seite A: Collage, Papier, Pappkörper | 2017 erworben mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung, München

Hermann Glöckner

Ein Meister der Moderne

24.10.–19.01.2020 Pinakothek der Moderne | Staatliche Graphische Sammlung München

Zweifellos zählt Hermann Glöckner (1889 Dresden–1987 Westberlin) heute zu den Ausnahmekünstlern unter den Avantgardisten der deutschen klassischen Moderne. Trotz widriger politischer Umstände in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und des darauf folgenden DDR-Regimes in Ostdeutschland hat er als ‚Nonkonformer‘ in Dresden über Jahrzehnte hinweg in Abgeschiedenheit kontinuierlich ein herausragendes künstlerisches Werk geschaffen, das es noch immer zu entdecken gilt. Lange Zeit faszinierten Glöckners Arbeiten zuvorderst Künstler. Hermann Glöckner eilt bis heute der noble Ruf eines ‚Artist’s Artist‘ voraus. Zugleich stand er von der Kunstgeschichte nahezu unbeachtet im Schatten der etablierten Meister der klassischen Moderne. Erst in den letzten Jahren wurde sein singulärer künstlerischer Beitrag über Grenzen hinweg in größere kunsthistorische Zusammenhänge gestellt und als Neuentdeckung auch einem internationalen Publikum vorgestellt. In der Münchner Ausstellung Hermann Glöckner – Ein Meister der Moderne begegnen sich in einer Zusammenschau Beispiele seines frühen Tafelwerks aus der Zeit von 1930 bis 1935 und eine Gruppe seiner Modelli der 1960er- und 1970er-Jahre, die als Entwürfe zu geplanten großformatigen skulpturalen Faltungen verstanden werden können. Erstmals werden diese zentralen Werkgruppen seines abstrakt-konstruktiven Œuvres einer konzentrierten kunsthistorischen Betrachtung unterzogen.

www.pinakothek.de

Lebensversicherung (LIC), Ahmedabad, 1973 © Vastushilpa Foundation

Balkrishna Doshi

Architecture for the people

17.10.–19.01.2020 Pinakothek der Moderne | Architekturmuseum der TU München

Balkrishna V. Doshi (*1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt, der weltweit renommiertesten Auszeichnung für Architektur. Seit den 1950er-Jahren hat Doshi mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich.
Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete. Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. Doshis Gesamtwerk wird in diesem Jahr erstmals in einer Retrospektive in Europa gezeigt. Anhand zahlreicher Architekturmodelle, Pläne, Malereien, Fotografien, Filme und Nachbauten seiner Architekturen in Originalgröße wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert.

www.pinakothek.de

Jeremy Deller, Putin’s Happy, 2019, Film, Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien, Foto: Mathias Völzke 

Jeremy Deller

Putin’s Happy (2019)
Film

19.09.–28.11.2019 Künstlerhaus Graz | steirischer herbst

Absurder Fremdenhass, irre Sehnsucht nach Abschottung: In seiner neuen Videoarbeit verschafft uns Jeremy Deller Einblick in die Verbreitung von Rechtspopulismus und möglicherweise auch Faschismus in Großbritannien. Er nimmt sich den fehlgeleiteten Patriotismus vor, der zum Ergebnis des Brexit-Referendums beigetragen hat und der unter rechtsgerichteten Kontinentaleuropäerinnen – auch in Österreich – weit verbreitet ist. Als lautstarker Gegner des britischen Austritts aus der EU war Deller auch direkt politisch aktiv, wie etwa 2017 mit einer „Fuck Brexit“-T-Shirt-Kampagne, die viel Aufmerksamkeit erregte. Der Künstler erforscht den faulen Zauber britischer Nationalmythen und politischer Geschichte, die die heutige Situation in seinem Land hervorgebracht haben. In diesem Film konzentriert er sich auf groteske Details und den exzentrischen Dekor der Fantasiewelt britischer Populistinnen, dessen tragikomische Wirkung auf die Realität in den täglichen Aufmärschen seiner Demonstrant*innen sichtbar wird. Eigens von Deller gestaltete Banner leiten die Installation ein und setzen so sein unverwechselbares und jahrelanges künstlerisches Engagement in politischen Kämpfen auf einer weiteren Ebene fort.

www.steirischerherbst.at | www.km-k.at

Jasmina Cibic, Das Geschenk – 1. Akt, Produktionsstill, Courtesy die Künstlerin und Espace Niemeyer

Jasmina Cibic

Das Geschenk1. Akt (2019)
Film, Installation

19.09.–28.11.2019 Künstlerhaus Graz | steirischer herbst

Jasmina Cibics Videoinstallation ist das erste Kapitel ihrer neuesten poetischen Studie über die unzähligen politisch motivierten Schenkungen, die sich in der Kunst- und Architekturgeschichte Europas finden lassen – insbesondere in Zeiten des Wiederaufbaus nach gesellschaftlichen Krisenmomenten. So hält sich übrigens auch in Graz hartnäckig das Gerücht, das Künstlerhaus sei ein „Abschiedsgeschenk“ der britischen Besatzungstruppen gewesen. Cibic wiederum geht der Frage nach, wie Kultur – getarnt als Spende – zum trojanischen Pferd werden kann. Einige besonders spektakuläre Bauschenkungen in ihrem Film werden zur Kulisse für einen allegorischen Wettstreit der personifizierten Kunstgattungen, die sich einer fiktiven gespaltenen Nation als perfektes Geschenk anbieten…

www.steirischerherbst.at | www.km-k.at

Riccardo Giacconi, Options, Klang- und Lichtchoreografie, 40’00”, 2019, Foto: Clara Wildberger, Bild Courtesy: steirischer herbst und Grazer Kunstverein

Riccardo Giacconi

Options (2019)
Installation

19.09.–22.11.2019 Grazer Kunstverein | steirischer herbst

Und wenn wir nur noch die Wahl zwischen zweierlei Faschismen hätten? Riccardo Giacconi widmet sich in seiner neuen Arbeit diesem hoffnungslosen Szenario. Während des Zweiten Weltkriegs hatten die Südtirolerinnen die Option, entweder ins nationalsozialistische Österreich oder in andere Teile des Dritten Reichs auszuwandern, oder aber im faschistischen Italien zu bleiben. Dort wurden sie gezwungen, sich der italienischen Kultur und Sprache anzupassen. In seiner Installation in den Räumen des Grazer Kunstvereins und einer Performance auf den Straßen von Graz erkundet Giacconi Resonanzen zwischen dem Zeitalter der sogenannten Südtirol-Option und dem gegenwärtigen politischen Klima in Europa. Seine Installation nutzt Volkskultur, politische Propaganda und Zeitzeugenberichte, Schattenspiele, Plakate, Film- und Tondokumente, um eine kritische Sicht auf Vorstellungen von Staatsbürgerschaft, Blut-und-Boden-Ideologie oder Migration zu gewinnen. Seine Performance spielt auf die Arbeit junger Zeitungsverkäuferinnen ohne Zeitungsstand an, die früher tagesaktuelle Nachrichten schreiend proklamierten. Dieses Format bemühend, dekonstruiert er zugleich „Die zehn Gebote des Umsiedlers“, ein historisches Merkblatt, das an Optanten aus Südtirol bei ihrer Rückkehr „heim ins Reich“ ausgehändigt wurde. Giacconi spielt mit Fiktion, Abstraktion und dem Erzählen im historischen Präsens und verbindet die beiden mehr als siebzig Jahre auseinanderliegenden Zeitpunkte miteinander. Unsere heutigen Verhältnisse werden dabei durch die Linse eines vergangenen Ereignisses betrachtet.

www.grazerkunstverein.org | www.steirischerherbst.at

Cora Pongracz|Ansicht der Ausstellung „Live“ im sogenannten 20er Haus, 1970|mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien© Nachlass Cora Pongracz, Fotosammlung OstLicht

Alfred Schmeller

Das Museum als Unruheherd

27.09.–18.02.2020 mumok

Als Alfred Schmeller 1969, nach Werner Hofmanns Abgang nach Hamburg, zweiter Direktor des 20er Hauses (heute mumok) wurde, hatte er bereits eine lange und ab- wechslungsreiche Karriere hinter sich: Er war Direktor des Art Club und hatte lange Jahre als Kritiker gearbeitet, bevor er schließlich als Landeskonservator für Wien und das Burgenland tätig war. Projekte, mit denen das Haus in seiner Ära Ausstellungsgeschichte schrieb, waren: Wiener Schule des Phantastischen Realismus, Harald Szeemanns legendäre Ausstellung Junggesellenmaschinen, auf die später Monte Verità oder Der Hang zum Gesamtkunstwerk folgten. Ein Schwerpunkt von Schmellers Ankaufspolitik galt den Chicago Imagists, die in den letzten Jahren neu entdeckt wurden: eine lose Formation von Künstler_innen, die an der Chicago Art School studiert hatten und vom Surrealismus, von der Art Brut sowie von Comics und Populärkultur beeinflusst waren.

www.mumok.at

Heimrad Bäcker, Stollen Gusen Innenansicht, undatiert / Fotografie s/w © mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Schenkung Michael Merighi

Heimrad Bäcker

es kann sein, dass man uns nicht töten wird und uns erlauben wird, zu leben*

27.09.–16.02.2020 mumok

Die Ausstellung widmet sich dem fotografischen Nachlass von Heimrad Bäcker, der sich seit der Schenkung im Jahr 2015 im mumok befindet: ein Konvolut, das mit über 14.000 Einzelobjekten Zeugnis einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Holocaust ablegt. Davon wird nun eine Auswahl an Fotografien, Notizen, Textarbeiten und Fundstücken gezeigt. Seit den 1960er-Jahren dokumentierte Bäcker das Gelände der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen. Seine Fotografien entstanden zum Teil lange bevor es eine öffentliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in Österreich gab. Sie zeigen brachliegende Anlagen, die von Pflanzen überwuchert oder aber bewusst einer anderen Verwendung zugeführt worden waren.
Die Bilder und Texte geben einen guten Einblick in Bäckers Herangehensweise und können ergänzend zu seinen Textarbeiten nachschrift und nachschrift 2 gesehen werden, die Aufklärung von Nationalsozialismus und Holocaust anstreben und Leerstellen erschließen.

www.mumok.at

Ashley Hans Scheirl, Goldfinger, 2019
Acryl und Öl auf Leinwand 160 x 240 cm

Ashley Hans Scheirl & Jakob Lena Knebl

15’th Lyon Biennial

18.09.–05.01.2020

Ashley Hans Scheirl and Jakob Lena Knebl are staging gender, identity and economic issues, together or separately. At the Biennale, they are intervening as a duo. Inspired by modernist design, dark romanticist painting and Glam Rock, they will set up a space of desire where bodies, objects and images are staged to form an alternative, queer reference system. Exuding an uncanny and parodic spirit, their installation humorously and flamboyantly combines scenography, painting, sculpture, video and fashion design to interrogate the dark side of the social value system and neoliberal economics.

www.biennaledelyon.com

Magdalena Odundo, Asymetrical Series, 2017 | Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (H. Rohrer)

Anders gesehen.

Afrikanische Keramik aus der Sammlung Herzog Franz von Bayern

27.09.–29.03.2020 Pinakothek der Moderne

Mit Juli 2017 ging die außerordentlich vielfältige und qualitätvolle Sammlung afrikanischer Keramik des 19. bis 21. Jahrhunderts aus der Sammlung S.K.H. Herzog Franz von Bayern als Schenkung und als Dauerleihgabe an Die Neue Sammlung – The Design Museum. Diesen großartigen Zuwachs an Gefäßkeramiken würdigt Die Neue Sammlung ab 27. September 2019 mit einer umfangreichen Ausstellung in der Pinakothek der Moderne. Der Titel „Anders gesehen. Afrikanische Keramik aus der Sammlung Herzog Franz von Bayern“ weist auf die Besonderheit der Kontextualisierung der Objekte in einem Designmuseum hin. Sie ermöglicht eine Präsentation, die einen neuen, auf die Gestaltung fokussierten Blick eröffnet. Ein ausführlicher Katalog, in dem internationale Experten einzelne Aspekte und Bereiche der Sammlung beleuchten, sowie ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzen die Präsentation.

www.pinkatohek.de

Karikatur von Paul Peter Porges|Inv. Nr. 27421|Tuschezeichnung

Lily Renée, Bil Spira und Paul Peter Porges

Die drei mit dem Stift.

08.05.–17.11.2019 Jüdisches Museum Wien

Lily Renée, Bil Spira und Paul Peter Porges haben einiges gemeinsam. Sie wurden in Wien geboren, als junge Menschen nach dem „Anschluss“ 1938 aus ihrer Heimatstadt vertrieben und schafften es, sich in der Emigration zu anerkannten KünstlerInnen zu entwickeln. Lily Renée (geboren 1921) zeichnete in den USA Superheldinnen-Comics und gestaltete Kinderbücher. Bil Spira (1913–1999) war Porträtist, Karikaturist – und ein begnadeter Fälscher, der vielen von den Nazis Verfolgten den Weg in die Freiheit ermöglichte. Paul Peter Porges (1927–2016) gelang der Sprung auf die große Bühne für Cartoonisten: dem New Yorker und Mad Magazine.
Diese drei Zeichner haben Erstaunliches zu Papier gebracht – enthüllende Karikaturen und liebevolle Porträts, Satiren auf die Gesellschaft, Comics und Dokumente des Schreckens. Aus Wien stammend, mussten und konnten sie sich anderswo behaupten. Während der Flucht bzw. Gefangenschaft und danach setzten sie ihre Fähigkeiten auch als künstlerische Waffen ein. Mit Feder, Bleistift und Pinsel, vor allem mit Witz und Courage, zeigten sie auf, was ist und was anders sein soll, was der Lächerlichkeit preiszugeben ist und was nicht vergessen werden darf.

www.jmw.at

Kunstvermittlungsprojekt YES, WE’RE OPEN!

Das interkulturelle Vermittlungsprojekt der Pinakothek der Moderne

Die Welt, in der wir leben, hat sich stark verändert. Flucht und Migration, kulturelle Vielfalt bei gleichzeitiger Radikalisierung, Integration, Globalisierung und Entwurzelung berühren unsere Gesellschaft. Nicht nur in Politik und Wirtschaft, auch in der Kultur findet ein Umdenken statt. Das Museum definiert seine Aufgaben neu. Mit Projekten, die eine Begegnungsplattform für Geflüchtete und Menschen aus Bayern anbieten, reagiert es auf die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Eine neue Perspektive für Europa muss den politischen, den ökonomischen und den kulturellen Blick miteinander in Beziehung setzen.

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne E.V.

www.pin-freunde.de

Praterstraße 23, 1902–1908|Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1911. Weitere Adressen: Rathausstraße 13, 1895 –1902; Krugerstraße 8, 1902–1903 aus: The Shabbat Room, 2013

The Shabbat Room.

Eine Rauminstallation von Maya Zack

Jüdisches Museum Wien

Die permanente Rauminstallation The Shabbat Room von Maya Zack verbindet das erste Jüdische Museum Wiens mit dem heutigen. Die 1976 in Israel geborene Künstlerin rückt mittels künstlerischer Recherche die sogenannte Gute Stube des um 1900 berühmten Malers Isidor Kaufmann wieder ins Bewusstsein. Diese zentrale Museumsinstallation war ein wichtiges Zeugnis von Kaufmanns Suche nach Bildern eines „ursprünglichen“ Judentums bzw. nach dem Background der Wiener Jüdinnen und Juden um 1900. Kaufmann unternahm diese Suche Jahr für Jahr in den nordöstlichen Kronländern. Mit seiner 1899 installierten Guten Stube schenkte er den Wiener Jüdinnen und Juden einen Raum für die Erinnerung an das Familienleben ihrer eigenen Kindheit oder an das ihrer Eltern. Die Installation der Guten Stube wurde 1938 bei der gewaltsamen Schließung des ersten Wiener Jüdischen Museums zerstört.

www.jmw.at

(c) Nikolaus Gansterer

THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

Forms Larger and Bolder:

EVA HESSE DRAWINGS
from the Allen Memorial Art Museum at Oberlin College

16.11.–13.014.2020 mumok

“Crazy like machine forms larger and bolder.” This is how Eva Hesse described a group of finished drawings in 1965 in a letter to her artist friend Sol LeWitt. The idea of “bold forms” can be applied to the artist’s entire oeuvre of drawings, to which mumok is devoting this exhibition. On view is a selection of works on paper from the comprehensive collection at the Allen Memorial Art Museum at Oberlin College, Ohio, which also houses Hesse’s archive. From early figurative studies to abstract and expressive “doodles” and suggestive and erotic diagrams to preliminary sketches for sculptures, this representative overview shows the special role drawing played in Hesse’s artistic practice. The line, for example, is not used just as sign or marker in Hesse’s works on paper, but also as a thread or a wire, knotted and woven, in the artist’s well-known post-minimalist sculptures.

www.mumok.at

Reading Time in Space
Modernism at mumok 1910 to 1955

16.11.- 13.04.2020 mumok

Is modernism an epoch? How did artists see this in the 1920s? Reading Time in Space answers these questions by referring to four exhibitions and book projects that constituted the first global presentations of modernism and raised key questions in their own time. These projects rested on new concepts of space and time. They include El Lissitzky’s und Hans Arp’s fictitious exhibition project of 1924 and Friedrich Kiesler’s legendary theater exhibition of the same year. In an installation by Nicole Six/Paul Petritsch, this mumok exhibition explores temporal and spatial coordinates whose parameters are constituted by elements of modernism. Referring to a time of upheaval in the arts, sciences, and society, the concept of modernism is an ongoing point of reference in the art history of the twentieth and twenty-first centuries, as works by Werner Feiersinger, Andreas Fogarasi, and Ulrike Grossarth show.

www.mumok.at

FEELINGS

08.11.–04.10.2020 Pinakothek der Moderne | Sammlung Moderner Kunst

100 paintings, objects, and films from around 40 international contemporary artists invite us to intuitively approach art from an emotional perspective. What does art provoke in us? To what extent does our view of art depend on our personal experiences and memories? Which feelings emerge as we contemplate works of art, if our gaze is led by intuition alone? The exhibition FEELINGS seeks to encourage this direct dialogue between artwork and viewer in order to stimulate an intense emotional engagement. The works exhibited are characterized by enigmatic motifs and atmospheric visual spaces. Joy, excitement, anger, revulsion, sadness, and numerous other emotional reactions may ensue upon viewing the works. The choice of exhibits is subjective; the art historical context and explanatory wall texts have been deliberately omitted.

www.pinakothek.de

The Ephrussis. Travel in Time

06.11.–08.03.2020 Jewish Museum Vienna

Things and the stories that tell about the people who once collected them, held them in their hands, passed them on and found them again are the focus of the exhibition at the Jewish Museum Vienna. It examines the fate of the Ephrussi family, who originated from Russia, and their voluntary and involuntary travels between Russia, Austria, France, Great Britain, Spain, the USA, Mexico, Japan and other countries. On the basis of selected objects, documents and pictures, the economic and social development of a European-Jewish family, whose descendants now live scattered throughout the world as a result of flight and expulsion during the Nazi era, is traced. Works once belonging to the family can be found today in international museums and art collections. These recall the former owners and their relationships with the artistic and intellectual circles of that time in Odessa, St. Petersburg, Vienna, Berlin, Paris, London, Madrid and other places.

www.jmw.at

Balkrishna Doshi

Architecture for the people

17.10.–19.01.2020 Pinakothek der Moderne | Architekturmuseum der TU München

Balkrishna V. Doshi (b. 1927 in Pune, India) is an architect, city planner, and teacher. He is among the most influential pioneers of modern architecture in India. In 2018, his life work was recognized with the Pritzker Prize, the world’s most prestigious architecture award. Since the 1950s, Doshi has completed more than 100 buildings, among them cultural and administrative institutions, housing estates, and residential properties. He became internationally renowned through his visionary city plans and social housing projects, as well as through his active engagement in the area of education. Doshi’s architectural sensibility is greatly influenced by Le Corbusier and Louis Kahn, with whom he worked as a young architect. Taking their modernist formal language as a starting point, he then developed his own unique aesthetic idiom, in accordance with both local needs and Indian traditions. Doshi’s complete oeuvre will be shown this year for the first time in a European retrospective. With numerous architectural models, plans, paintings, photographs, films, and replicas of his architecture in original scale, the exhibition will comprehensively present Doshi’s achievements in architecture, city planning, art, and design.

www.pinakothek.de

Jeremy Deller

Putin’s Happy (2019)
Film

19.09.–28.11.2019 Künstlerhaus Graz | steirischer herbst

Jeremy Deller’s new single-channel film provides a unique view of the rise of right-wing populism and, possibly, fascism in the United Kingdom. It looks at the often-absurd xenophobia, isolationism, and misplaced patriotism fueling the vote to leave the European Union, sentiments ironically shared by many Continental Europeans on the right, including those in Austria. A vocal opponent of Brexit, Deller has intervened directly in the political process—as with his highly publicized “Fuck Brexit” T-shirt campaign of 2017—and also delved into the “magic” of British national myths and political history that have produced the present moment. In his new film, Deller focuses on the grotesque details and eccentric decor of British populism’s fantasy world, showing its tragicomic effects in reality as its protesters reappear day in and day out. Banners designed by Deller in reference to the film preface the installation, continuing another means with which the artist has lent his unique voice to political struggles over the years.

www.steirischerherbst.at | www.km-k.at

Jasmina Cibic

The Gift– Act I (2019)
Film, Installation

19.09.–28.11.2019 Künstlerhaus Graz | steirischer herbst

Jasmina Cibic’s video installation is the first chapter of her new poetic study of the many “political gifts” found in European history of art and architecture, especially during times of rebuilding after political upheaval. There is a persistent and unsubstantiated rumor in Graz that the Künstlerhaus was also such a “gift” from the departing British occupation forces. Cibic’s installation looks at how culture turns into a Trojan horse with such donations. Some of the most spectacular architectural examples of this become the backdrop for a poetic narrative guided by “Four Fundamental Freedoms”—allegorical characters based on a speech by Franklin D. Roosevelt in 1941. These protagonists devise a plan for a cultural battle between different worldviews, where three personifications of Art, Architecture, and Music face off to tender themselves as the perfect presents for an imaginary, divided nation. They are judged by the Freedoms, who offer increasingly aggressive populist criticisms of culture’s complicity in politics, and in the end, their verdict is damning. Cibic’s film follows this contest, while a wrought metal sculpture represents the perfect gift with a quote drawn from the political debates around one of the film’s locations: “Everything that you desire and nothing that you fear.”

www.steirischerherbst.at | www.km-k.at

Riccardo Giacconi

Options (2019)
Installation

19.09.–22.11.2019 Grazer Kunstverein | steirischer herbst

Riccardo Giacconi’s new work looks at a hopeless alternative: the one between fascism and fascism. In the 1940s the people of South Tyrol were given the option of either emigrating to neighboring Nazi Austria (and other Third Reich territories) or remaining in fascist Italy (and being forcibly integrated into mainstream Italian culture). Giacconi explores the resonances between the era of this so-called Option Agreement and the contemporary political climate in Europe today through an installation in the galleries of the Grazer Kunstverein and a performance in the streets of Graz during the opening days of the festival. Giacconi’s installation draws upon folk culture, political propaganda, and eyewitness accounts, using shadow plays, posters, film, and audio to question ideas of citizenship, nativism, and migration. His performance in public space will vaguely resemble the work of young street vendors of newspapers without a fixed newsstand who would cry out daily headlines. Using this format, Giacconi deconstructs “The Ten Commandments for Repatriants,” a set of practical tips taken from a historical leaflet for those who opted to relocate from Southern Tyrol to the Reich. Playing with fiction, abstraction, and the historical present, he thus creates a constellation between two points in time, examining the contemporary situation through the lens of a past event.

www.grazerkunstverein.org | www.steirischerherbst.at

Alfred Schmeller

The Museum as a Flashpoint

27.09.–16.02.2020 mumok

When Alfred Schmeller became the second director of the 20er Haus (today’s mumok) in 1969, he had already enjoyed a long and varied career. He had been influential in the Art Club, and had worked for many years as a critic. Alongside his extensive collecting and exhibition activities, Schmeller was one of the first directors to realize the significance of presenting museums to different groups of potential visitors. An important aspect of his work was, as he himself called it, “total cultural work.” He saw the museum as a “flashpoint” in which many different issues could be articulated. Schmeller opened the museum up in many ways. He invited the Vienna Festwochen to hold the avant-garde festival Arena there, and he was particularly concerned to attract young people via painting actions and other events. In 1970, the sensational work Giant Billiard by Haus-Rucker-Co was shown in the exhibition Live, which Schmeller had advertised with the slogan “The Prater is closed. Come to the museum!” This work is reconstructed for this exhibition at mumok today.  Visitors are expressly invited to use it! Alongside Schmellers most important acquisitions, documentation of his exhibitions, events and art education projects will be shown.

www.mumok.at

Heimrad Bäcker

it is possible that they won’t kill us and they might allow us to live*

27.09.–16.02.2020 mumok

This exhibition is devoted to the photographic legacy of Heimrad Bäcker, which was given to mumok as a gift in 2015. It includes more than 14,000 items and is a witness to Bäcker’s lifelong critical inquiry of the Holocaust. The exhibition presents a selection of photographs, notes, texts, and found items. Bäcker began to document the sites of the concentration camps at Mauthausen and Gusen in the 1960s. His photographs were taken long before any public reappraisal of the Nazi past in Austria. They show desterted buildings, overgrown by vegetation or used for different purposes. These images and texts provide insight into Bäcker’s approach and methods and can be seen to complement his texts nachschrift (postscript) and nachschrift 2 (postscript 2), which intend to shed light on National Socialism and the Holocaust and to fill in the gaps in history.

www.mumok.at

Ashley Hans Scheirl & Jakob Lena Knebl

15’th Lyon Biennial

18.9.2019 – 05.01.2020

Ashley Hans Scheirl and Jakob Lena Knebl are staging gender, identity and economic issues, together or separately. At the Biennale, they are intervening as a duo. Inspired by modernist design, dark romanticist painting and Glam Rock, they will set up a space of desire where bodies, objects and images are staged to form an alternative, queer reference system. Exuding an uncanny and parodic spirit, their installation humorously and flamboyantly combines scenography, painting, sculpture, video and fashion design to interrogate the dark side of the social value system and neoliberal economics.

www.biennaledelyon.com

A different perspective.

African ceramics from the collection of Franz, Duke of Bavaria

27.09.–29.03.2019 Pinakothek der Moderne

In July 2017, HRH Franz, Duke of Bavaria permanently donated his extraordinarily exquisite and diverse collection of ceramic objects dating from the 19th to the 21st century to Die Neue Sammlung – The Design Museum. Starting on 27 September 2019, Die Neue Sammlung will be honouring this generous gift with a major exhibition at the Pinakothek der Moderne. The title, “A different perspective. African ceramics from the collection of Franz, Duke of Bavaria”, refers to the special contextualization of the objects in a design museum. It enables a presentation that opens up a new design focused perspective. An extensive catalogue, in which international experts provide insight on individual aspects and areas of the collection, as well as an extensive accompanying programme complete the presentation.

www.pinakothek.de

Lily Renée, Bil Spira und Paul Peter Porges

Three with a Pen.

08.05.–17.11.2019 Jüdisches Museum Wien

The three artists in “Three with a Pen” shared the same fate. They all grew up as Jewish children in Vienna, had to leave their home after the “Anschluss,” the annexation of Austria to Nazi Germany, and became successful elsewhere. They used their pens as tools for survival but also as sometimes trenchant weapons. Wilhelm “Bil” Spira (1913–1999), portraitist and caricaturist, painter and not least a gifted counterfeiter who forged innumerable visas and passports to enable those stranded in Vichy France to escape to freedom, survived denunciation and extermination camps to continue his successful career in Paris after the war. Finally, Paul Peter Porges (1927–2016): at the School of Applied Arts in Vienna as a child, in the “Children’s Republic” and later in internment camps in France as a teenager, and at art school in Geneva as a young man. Armed with native wit and his pen, he went on to contribute cartoons and illustrations to some of the most prominent magazines in the USA, first and foremost The New Yorker. The Jewish Museum Vienna is showing a representative selection of the works of these three outstanding artists, who have been rediscovered for the Austrian public.

www.jmw.at

The Shabbat Room.

A permanent installation by Maya Zack

The permanent installation The Shabbat Room by Maya Zack, born in Israel in 1976, offers a link between the first Jewish Museum and the present one. Through her artistic research, she revives the early twentieth-century Gute Stube by the artist Isidor Kaufmann. This installation, which was central to the museum, was the fruit of Kaufmann’s search for a more authentic Judaism and was intended to remind the Jews of the time of their origins. It took the artist from Vienna to the north-eastern crown lands. The installation offered the Jews of Vienna a place where they could reflect on family life during their own childhood or that of their parents. It was destroyed in 1938 when the first Jewish Museum was shut down. Maya Zack’s The Shabbat Room re-interprets this no longer existing room. In this journey back-through-time, Zack retraces the path of Kaufmann’s work, its wandering and its ultimate fate, and she also reveals the Gute Stube’s origins in Kaufmann’s studio and in his paintings, as well as the mystical roots of Shabbat with which it was imbued. The artistic medium chosen by her is a computer-generated visualization suggesting a new room—designed as a contemporary tribute to a core project within the old Jewish Museum. It is based on photographs and also the few surviving objects from the original Gute Stube, which were confiscated in 1938 and dispersed among various  museums in Vienna. After 1945 they were returned to the Jewish Community, which gave them to the Jewish Museum Vienna in 1992 on permanent loan.

www.jmw.at

THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Permanent Installation | Jewish Museum Vienna

The Jewish Museum Vienna has received a very special gift: the work Memory Map by the artist Nikolaus Gansterer (born 1974, who lives in Vienna and Berlin). The 2 x 3 meter three-dimensional “city map” was commissioned and donated by The Vienna Project and its director Karen Frostig. Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, that were collected by Karen Frostig from descendants of survivors living in the United States. This donation was made by Karen Frostig, Director of The Vienna Project, on behalf of Nikolaus Gansterer and is incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

La Strada 2019

© Johannes Bellinkx La Strada 2019 26.07.–03.08.2019 Graz Die kinetische Energie der Stadt. Die Bewegung des menschlichen Körpers in Beziehung zum Umraum bildet ein zentrales Element vieler Produktionen im Programm von La Strada 2019. Viele Künstler gehen dabei an die physischen und physikalischen Grenzen und fordern auch das Publikum auf, sich neuen Herausforderungen der Wahrnehmung…

My Summer is your Winter

… Krõõt Juurak und Alex Bailey, Performances for Pets | Foto: Erich Malter. Bildcourtesy figuren.theater.festival. und die Künstler…   My Summer is your Winter Summer at Grazer Kunstverein 24.06.–01.08.2019 Grazer Kunstverein Diesen Sommer präsentiert der Grazer Kunstverein ein Jahreszeitenprogramm aus Performances, bildender Kunst, Bewegtbild, Sound, Text und Workshops, welches Fiktion als Methode oder Werkzeug auslotet. Und dabei…

My Summer is your Winter

Krõõt Juurak und Alex Bailey, Performances for Pets | Foto: Erich Malter. Bildcourtesy figuren.theater.festival. und die Künstler…   My Summer is your Winter Summer at Grazer Kunstverein 24.06.–01.08.2019 Grazer Kunstverein Diesen Sommer präsentiert der Grazer Kunstverein ein Jahreszeitenprogramm aus Performances, bildender Kunst, Bewegtbild, Sound, Text und Workshops, welches Fiktion als Methode oder Werkzeug auslotet. Und dabei der…

Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520  –1970

.   Marina Apollonio | Dinamica Circolare 4S | 1968 © Marina Apollonio   Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520  –1970 25.05.– 26.10.2019 mumok Unter den Kunstströmungen der 1950er- und 1960er-Jahre wurde der Op Art bislang die geringste Aufmerksamkeit zuteil. Häufig hat man sie als zu spektakulär und oberflächlich deklassiert. Zu Unrecht, denn diese Kunst…

Die drei mit dem Stift.

Karikatur von Paul Peter Porges | Inv. Nr. 27421 | Tuschezeichnung (21,5 x 28,7) . Die drei mit dem Stift. Lily Renée, Bil Spira und Paul Peter Porges 08.05.– 17.11.2019 Jüdisches Museum Wien Lily Renée, Bil Spira und Paul Peter Porges haben einiges gemeinsam. Sie wurden in Wien geboren, als junge Menschen nach dem „Anschluss“…

Peter Doig

…. © Peter Doig   Peter Doig 12.04.–16.06.2019 Secession Peter Doig malt gegenständliche Bilder, als wären sie abstrakt. Seine Kompositionen bestechen durch flächige Formen, eine ebenso intensive wie nuancierte Farbigkeit und die Präsenz des malerischen Duktus. Oft zeigen die Gemälde Landschaften – spiegelnde Teichoberflächen, schemenhafte Figuren im Schnee oder dicht tropische Wälder. Die Szenen erscheinen…

Peter Doig

© Peter Doig   Peter Doig Eröffnung 11.04.2019 Secession Peter Doig malt gegenständliche Bilder, als wären sie abstrakt. Seine Kompositionen bestechen durch flächige Formen, eine ebenso intensive wie nuancierte Farbigkeit und die Präsenz des malerischen Duktus. Oft zeigen die Gemälde Landschaften – spiegelnde Teichoberflächen, schemenhafte Figuren im Schnee oder dicht tropische Wälder. Die Szenen erscheinen…

Mark Rothko

Mark Rothko, Self-Portrait, 1936 © 1998 Kate Rothko Prizel and Christopher Rothko/Bildrecht Wien, 2019 . Mark Rothko 12.03.–30.07.2019 Kunsthistorisches Museum Wien Zum ersten Mal in Österreich präsentiert das Kunsthistorische Museum eine Ausstellung des großen amerikanischen Künstlers Mark Rothko. Gemeinsam mit seinen Zeitgenossen Jackson Pollock, Barnett Newman und Willem de Kooning wurde er zu einem der…

Diagonale | Festival des österreichischen Films

Johann Lurf | Diagonale’19 Festivaltrailer | Nationalismus ist Gift für die Gesellschaft.   Diagonale | Festival des österreichischen Films 19.03.–24.03.2019 Graz Die Diagonale – Festival des österreichischen Films versteht sich als Forum für die Präsentation und Diskussion österreichischer Filmproduktionen. Ziel und Aufgabe der Diagonale ist die differenzierte, vielschichtige und kritische Auseinandersetzung mit dem heimischen Kino…