Sandra Lahire, Celeste Burlina

Sandra Lahire, Serpent River (still), 1989 | Courtesy of the artist and LUX, London.

Sandra Lahire, Celeste Burlina

we sat rigid except for the parts of our bodies that were needed for production

9.4.–29.5.22 Grazer Kunstverein

Wir sind darauf trainiert, langweilige Arbeit zu ertragen. Wörter aus hundert Buchstaben erscheinen wie Buchstabensuppe, wie Gesichter in einem Zerrspiegel, die sich in meinem Körper noch weiter verzerren. Alles um uns herum erscheint ziemlich klein, so als sähe man es durch ein Schlüsselloch. Wir saßen regungslos, außer die Teile unseres Körpers, die wir für die Produktion benötigten. Wir saßen auf diese Weise, um Menschen wieder zusammenzusetzen. Lichter flackerten über unsere Augen. Und gestützt durch unsere Einstellungen fälschten wir das Leben,” wird es von einer weiblichen Stimme in Sandra Lahires Terminals (1986) rhythmisch vorgetragen.

we sat rigid except for the parts of our bodies that were needed for production ist eine Ausstellung, die die Arbeiten der verstorbenen britischen Experimentalfilmemacherin Sandra Lahire und der italienischen Künstlerin und Designerin Celeste Burlina zusammenführt. Aus zwei unterschiedlichen Epochen feministischer Praxis kommend, vereinen sich ihre durchdringenden Meditationen über die Porosität des Körpers, die Arbeit und Umweltprobleme in einer gemeinsamen Erzählung.

www.grazerkunstverein.org

Stefan Edlis & Maurizio Catellan © Gael Nesson

Eine (un-)erfreuliche Reise. Stefan Edlis‘ Leben nach IHM

13.04.–2.10.2022 Jüdisches Museum Wien

Die Ausstellung erzählt die bewegte Lebensgeschichte von Stefan Edlis, der mit 16 Jahren mit seiner Mutter und Geschwistern aus Wien flüchten musste und in den folgenden Jahrzehnten in den USA zu einem der international bedeutendsten Sammler zeitgenössischer Kunst wurde.

Durch seine 1965 gegründete Firma Apollo Plastics zu Reichtum gekommen, baute er mit seiner Ehefrau Gael Neeson eine spektakuläre Sammlung auf, die auch vor provokanten Kunstwerken nicht zurückschreckte. Im Film The Price of Everything aus dem Jahr 2019 erzählt Edlis in Zusammenhang mit der Skulptur HIM des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan – einer knienden Hitler-Figur – von seiner dramatischen Flucht in die USA. Stefan Edlis starb im Oktober 2019 im Alter von 94 Jahren in Chicago. Einer seiner letzten Wünsche war, dass sein 1941 in Wien ausgestellter Pass mit dem Stempel J im Jüdischen Museum Wien aufbewahrt wird. Die jahrelangen Bemühungen seiner verwitweten Mutter, ihn und seine Geschwister aus Wien in die USA zu retten, ermöglichten eine Flucht in letzter Minute. Eine begleitende Publikation zur Ausstellung erzählt vom bewegten Leben Stefan Edlis‘, dem er stets mit unerschütterlichem Optimismus und Humor entgegentrat, sei es als Neuankömmling in New York, als Soldat der US-Armee in Iwo Jima, als Tänzer, Rennfahrer, innovativer Unternehmer oder großer Philanthrop. Mit Unterstützung von Gael Neeson wird als Highlight der Ausstellung erstmals HIM  in Österreich präsentiert.

www.jmw.at

Siggi Hofer, Orange 3, 2021, Acrylfarbe auf Spanplatte, 50 x 50 cm, Photo: Michael Strasser

Siggi Hofer

Still Life

3.4.–12.6.2022 Secession

Siggi Hofer arbeitet mit Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installation, Video, Performance, Text und Kuratieren als künstlerischer Praxis. Er setzt sich mit der Analyse gesellschaftlicher Prozesse und vermeintlicher Wirklichkeiten in unserem Lebensumfeld auseinander und versucht so, neue Denkansätze zu entwickeln.

Hofers bunte, grafische Bildsprache, seine gemalten, auf einem Rastersystem basierenden Piktogramme ebenso wie seine gemalten Textbotschaften suggerieren unmittelbare Lesbarkeit, vor allem vor dem Hintergrund einer zunehmend bildlastigen Kultur, die mehr und mehr auf die universelle Lesbarkeit von Zeichen setzt. Die Ordnung und Klarheit der vermeintlich einfachen Bildbotschaften Hofers erweist sich bei näherer Betrachtung als überaus mehrdeutig und enigmatisch. Durch alle Medien hindurch praktiziert der Künstler ein subtiles und medienreflexives Spiel mit Bedeutungen und Referenzen, mit Erzählformen, autobiografischen Verweisen und gesellschaftlichen Beobachtungen und Kommentaren.

www.mumok.at

Dineo Seshee Bopape, Sky and Earth, 2022

Dineo Seshee Bopape

Lerato le le golo (…la go hloka bo kantle)

4.3.–12.6.2022 Secession

n ihren eindrücklichen Installationen und Videoarbeiten beschäftigt sich Dineo Seshee Bopape ausgehend von der Geschichte ihres Heimatlands Südafrika mit Erinnerung und Herrschaftsmacht über Land und Körper in Bezug auf die Lebenserfahrungen afrikanischer Völker. Ihre Arbeit ist geprägt von der Suche nach einer visuellen, klanglichen und materiellen Sprache, die eine eigenständige Ästhetik beschwört. Sie bringt die Wiederstandfähigkeit und Heilung der afro-diasporischen Völker ebenso zum Ausdruck wie die anhaltenden Energien des Widerstands und der Emanzipation von der Gewalt des übermächtigen kapitalistischen Patriachats.

www.secession.at

DIS, Everything But The World, 2021

DIS

Everything But The World

4.3.–12.6.2022 Secession

In der Ausstellung How To Become A Fossil präsentiert das Kollektiv DIS sein bedeutendes neues Werk Everything But The World (2021, 38 min) in einer ortsspezifischen Installation sowie eine Skulptur im Außenbereich der Secession.

Der als TV-Pilot konzipierte Film Everything But The World will Geschichte(n) neu erzählen. Mit dem Format einer genreübergreifenden Doku-Science-Fiction-Serie hat man sich noch dazu weit von den Prämissen einer Natursendung entfernt, ist doch der Blick der Kamera auf die am wenigsten natürliche Erfindung der Natur gerichtet: auf uns.

www.secession.at

Wolfgang Tillmans, Moon in Earthlight, 2015

Wolfgang Tillmans

Schall ist flüssig

27.11.2021–28.8.2022 mumok

In Wolfgang Tillmans künstlerischer Arbeit kommt der Beobachtung von Menschen, deren Beziehungen

zueinander und deren Verhältnis zu den Dingen, die sie umgeben, zentrale Bedeutung zu. Diese subjektiven Beziehungen und Modi der Wahrnehmung von Körpern, Bildern, Materialien oder Oberflächen ändern sich angesichts der aktuellen Gesundheitskrise, der Forderung nach Social Distancing sowie der Verlagerung unseres Alltags und Miteinanders in den virtuellen Raum massiv.

Die Entwicklungen der letzten Monate beschleunigen die bereits seit geraumer Zeit zu beobachtende Mediatisierung unseres Alltags. Wir erleben räumliche Umstrukturierungen und mediale Veränderungen, die nicht zuletzt auch den Status der Fotografie und deren Verhältnis zu Materialität und Visualität betreffen.

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Haubitz + Zoche, High Tide, 2014/15, Installationsansicht | Erworben 2015 als Programmankauf, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München | Photo: Stefanie Zoche © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

MEDIENKUNST IM FOKUS – Teil III

Haubitz + Zoche, Adeela Suleman

25.1.22–26.6.22 Pinakothek der Moderne

Das Meer spielt in der Bildenden Kunst immer wieder eine tragende Rolle. Als Symbol des Lebens sowie des Todes hat es auch in der aktuellen Kunstproduktion nicht an Kraft verloren und bildet den motivischen Ausgangspunkt des 3. Teils der Reihe „Medienkunst im Fokus“.
Emblematisch ist das Meer heute mit der Unmittelbarkeit des Klimawandels verbunden. Die Metropolen New York City und Mumbai liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Schon im Jahr 2050 sollen Teile beider Städte von Sturmfluten und Überschwemmungen betroffen sein. Haubitz + Zoche setzten die drohende Gefahr mit der Installation HIGH TIDE bereits 2014/15 ins Bild und steigern das filmische Erlebnis im Ausstellungsraum um eine dreidimensionale Seherfahrung.
Adeela Suleman wiederum bezieht sich in ihrer Videoarbeit THE OCEAN WOULD RUN DRY (2015) auf eine Redensart ihrer Großmutter, nach welcher das blutrote Meer, das sich täglich ereignende tödliche Unrecht der Welt reflektiere und schließlich austrockne.

www.pinakothek.de

Die Wiener Rothschilds. Ein Krimi | Ausstellungsansicht Jüdisches Museum, Wien 2021 © David Bohmann

Die Wiener Rothschilds. Ein Krimi

12.2.21.–5.6.22 Jüdisches Museum Wien

Die Ausstellung präentiert die Geschichte der Familie Rothschild in Wien und Österreich. Da die Leistungen und Errungenschaften der Wiener Rothschilds in Vergessenheit geraten sind, gilt es, sie mit dieser Ausstellung in Erinnerung zu rufen und ihre Spuren sichtbar zu machen.

Der Aufstieg der Familie Rothschild setzte am Beginn des 19. Jahrhunderts ein. Am Anfang stand mit Mayer Amschel Rothschild ein aus bescheidenen Verhältnissen stammender Frankfurter Jude. Er machte durch viel Fleiß Karriere und schickte seine fünf Söhne in die Welt, einen davon nach Wien: Salomon von Rothschild. Er wurde Bankier des österreichischen Staatskanzlers Metternich und stieg schnell zu einem der führenden Unternehmer Österreichs auf. Der Name Rothschild wurde zum positiven Symbol für eine jüdische Erfolgsgeschichte, aber auch zum negativen Klischee in der antisemitischen Propaganda…

www.jmw.at

Martha Jungwirth, Grüner Schuh, 1970 | Buntstift, Bleistift auf Transparentpapier, 87cm x 62cm |
© mumok, erworben 1974, Bildrecht Wien 2021

Enjoy

Die mumok Sammlung im Wandel

19.6.21–12.6.22 mumok

Zehn Jahre nach ihrem Antritt präsentiert Karola Kraus zusammen mit ihrem Team eine Sammlungsausstellung, die zentrale Schenkungen und Ankäufe des letzten Jahrzehnts integriert und mit Werken von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart die Sammlung in ihrer Entwicklung präsentiert. 20 Jahre nach der Eröffnung des mumok im MuseumsQuartier und 40 Jahre nach Gründung der Österreichischen Ludwig-Stiftung ist diese Ausstellung Resümee und Ausblick zugleich. Sie blickt auf die vergangenen Jahre zurück und stellt neue Perspektiven zur Diskussion, auf deren Grundlage die zukünftige museale Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit gestaltet werden kann. Die Sammlungsausstellung Enjoy zielt darauf ab, die Verzahnung von Geschichte und Gegenwart als einen lebendigen Prozess der Um- und Neubewertung zu vermitteln, in dem sich gesellschaftspolitische, soziokulturelle und philosophische Entwicklungen und Diskurse – sowie deren Wandelbarkeit – widerspiegeln. Zeit- und medienübergreifende Themenfelder sind dabei die Darstellung des gesellschaftlichen Lebens, des Körpers und der Natur sowie der Umgang mit Migration und Grenzziehungen.

www.mumok.at

Kunstvermittlungsprojekt YES, WE’RE OPEN!

Das interkulturelle Vermittlungsprojekt der Pinakothek der Moderne

Die Welt, in der wir leben, hat sich stark verändert. Flucht und Migration, kulturelle Vielfalt bei gleichzeitiger Radikalisierung, Integration, Globalisierung und Entwurzelung berühren unsere Gesellschaft. Nicht nur in Politik und Wirtschaft, auch in der Kultur findet ein Umdenken statt. Das Museum definiert seine Aufgaben neu. Mit Projekten, die eine Begegnungsplattform für Geflüchtete und Menschen aus Bayern anbieten, reagiert es auf die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Eine neue Perspektive für Europa muss den politischen, den ökonomischen und den kulturellen Blick miteinander in Beziehung setzen.

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne E.V.

www.pin-freunde.de

Lichtzeichen Wien | Gedenkprojekt OT | The commemorative project OT
© JMW/Katharina Lischka

Lichtzeichen Wien

Gedenkprojekt OT

Das Gedenkprojekt OT setzt ein dauerhaftes Lichtzeichen an die Stelle der 1938 zerstörten Synagogen Wiens. Die fünf Meter hohe „Sternstele“ des Künstlers Lukas Kaufmann trägt einen ineinander verflochtenen leuchtenden Davidstern. Das Projekt des Jüdischen Museums Wien in Kooperation mit der Universität für Angewandte Kunst wurde am 8. November 2018 im Rahmen des Gedenkens an das Novemberpogrom in Betrieb genommen.

OT steht in der hebräischen Sprache für Symbol. Dieses benennt im Judentum nicht nur ein Zeichen, sondern auch ein sichtbares religiöses Merkmal der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Im Gedenkjahr 2018 wurden an den 25 ehemaligen Standorten der Synagogen, die im Novemberpogrom 1938 mutwillig zerstört wurden, in 16 Wiener Bezirken Licht-Zeichen zum Gedenken an diese Orte sowie ihre Geschichte errichtet.

www.jmw.at

Praterstraße 23, 1902–1908 | Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1911. Weitere Adressen: Rathausstraße 13, 1895 –1902; Krugerstraße 8, 1902–1903 aus: The Shabbat Room, 2013

The Shabbat Room.

Eine Rauminstallation von Maya Zack

Jüdisches Museum Wien

Die permanente Rauminstallation The Shabbat Room von Maya Zack verbindet das erste Jüdische Museum Wiens mit dem heutigen. Die 1976 in Israel geborene Künstlerin rückt mittels künstlerischer Recherche die sogenannte Gute Stube des um 1900 berühmten Malers Isidor Kaufmann wieder ins Bewusstsein. Diese zentrale Museumsinstallation war ein wichtiges Zeugnis von Kaufmanns Suche nach Bildern eines „ursprünglichen“ Judentums bzw. nach dem Background der Wiener Jüdinnen und Juden um 1900. Kaufmann unternahm diese Suche Jahr für Jahr in den nordöstlichen Kronländern. Mit seiner 1899 installierten Guten Stube schenkte er den Wiener Jüdinnen und Juden einen Raum für die Erinnerung an das Familienleben ihrer eigenen Kindheit oder an das ihrer Eltern. Die Installation der Guten Stube wurde 1938 bei der gewaltsamen Schließung des ersten Wiener Jüdischen Museums zerstört.

www.jmw.at

Nikolaus Gansterer, THE MEMORY MAP, 2013 © Nikolaus Gansterer

THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Nikolaus Gansterer

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

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Siggi Hofer

Still Life

3.4.–12.6.2022 Secession

In his artistic practice, Siggi Hofer works with drawing, painting, sculpture, installation, video, performance, text, and curating. He deals with the analysis of social processes and supposed realities in our living environment and thus tries to develop new approaches.

Hofer’s colorful, graphic pictorial language, his painted pictograms based on a grid system as well as his painted text messages suggest immediate readability, especially against the background of an increasingly image-heavy culture that relies ever more on the universal legibility of signs. The order and clarity of Hofer’s “simple” pictorial messages on closer inspection turns out to be extremely ambiguous and enigmatic. Throughout all media, the artist practices a subtle and media-reflective play on meanings and references combining narrative forms, autobiographical material, and social observations and commentaries.

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Dineo Seshee Bopape

Lerato le le golo (…la go hloka bo kantle)

4.3.–12.6.2022 Secession

In Dineo Seshee Bopape’s haunting installations and videos, the history of her native South Africa prompts reflections on memory and hegemony over land and bodies in relation to the lived experiences of African people. Her work is informed by her quest for a visual, acoustic, and material language that evokes an autochthonous aesthetic. It articulates the African diaspora’s peoples’ resilience and healing as well as their sustained energies of resistance to and emancipation from the violence of white supremacist capitalist patriarchy.

Bopape makes art out of carefully selected everyday materials such as soil, clay, fabric, plastic, containers, paint and digital media. Their properties align to ideas about politics, aesthetics, the metaphysics of self/spirit, sovereignty, presence, home, land and waters, language, song, and memory.

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DIS

Everything But The World

4.3.–12.6.2022 Secession

How To Become A Fossil presents the DIS collective’s major new work — Everything But The World (2021, 38min) with a site-specific installation and outdoor sculpture.

The film, Everything But The World was conceived as a TV pilot plotting new narratives for new histories. A multi-genre docu-sci-fi, the series departs from the premise of a nature show by turning the camera onto nature’s least natural invention: us.

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Wolfgang Tillmans

Sound is liquid

27.11.2021– 28.8.2022 mumok

Wolfgang Tillmans’s artistic practice attributes central importance to the observation of people, their relationship to one another, and their connection to the things around them. These subjective relations and modes of perceiving bodies, images, materials, or surfaces are undergoing massive shifts in light of the current health crisis, calls for social distancing, and the relocation of our everyday life and interaction into virtual space.

Recent developments have exacerbated the mediatization of our everyday lives, which we have been witnessing for some time. We are experiencing a spatial restructuring and changes in the media landscape that also affect the status of photography and its relationship to materiality and visuality.

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MEDIA ART IN FOCUS – PART III

Haubitz + Zoche, Adeela Suleman

25.1.22.–26.6.22 Pinakothek der Moderne

The sea has always been a core motif in visual art. As a symbol of life as well as death, it has lost nothing of its power in current art production and forms the starting point of the third edition in the curatorial series “Media Art in Focus”. In today’s world the oceans have become urgent symbols and indicators of climate change. New York City and Mumbai lie just a few meters above sea level. Large swathes of both cities are expected to be impacted by storm surges and flooding by 2050. With their installation HIGH TIDE from 2014/15, Haubitz + Zoche visualize the imminent danger faced by these two cities. Conceived as an installation with a glass partition, the projection becomes a three-dimensional visual experience within the exhibition space.
Meanwhile, in her video work, THE OCEAN WOULD RUN DRY (2015), Adeela Suleman recalls a saying by her grandmother, whereby the sea, tainted red by the repeated injustices of the world, will eventually dry up.

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The Vienna Rothschilds. A Thriller

12.2.21–5.6.22 Jewish Museum Vienna

The exhibition presents the history of the Rothschild family in Vienna and Austria. Since the activities and accomplishments of the Viennese Rothschilds have faded from memory, it is important to call them to mind with this exhibition and to make their traces visible.

The rise of the Rothschild family began in the early 19th century with Mayer Amschel Rothschild, a Jew from a humble background in Frankfurt. He carved out a career through hard work and sent his five sons out into the world, one of them to Vienna: Salomon von Rothschild. As a banker to the Austrian State Chancellor Metternich, he quickly became one of Austria’s leading entrepreneurs. The name Rothschild served as a positive symbol for a Jewish success story, but also a negative cliché in antisemitic propaganda…

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Enjoy

The mumok Collection in Change

19.6.21.–19.6.22 mumok

Ten years after joining the museum, Karola Kraus is organizing with her team a collection presentation that includes central donations and acquisitions from the past decade. The selected works range from classical modernism to the present day, following the path of the collection’s development. Twenty years after mumok opened in Vienna’s MuseumsQuartier, and forty years after the founding of the Austrian Ludwig Foundation, this exhibition is both a survey of the past and a glimpse ahead to the future. As the past years are reviewed, new perspectives are proposed as basis for the museum’s future collection and exhibition activities. The collection exhibition Enjoy sets out to convey the intertwining of past and present as a living process of continual reassessment and revaluation that reflects everchanging socio-political, socio-cultural, and philosophical developments and discourses. The main themes cut across time and media: the depiction of life in society, the human body, and nature, as well as migration and the drawing of boundaries.

www.mumok.at

Lichzeichen Wien

Commemorative project OT

The commemorative project “OT” places a permanent light symbol marking the place where Viennese synagogues once stood before they were destroyed beyond recognition in 1938. The five-meter-tall (16.5 feet) light sculptures, created by the artist Lukas Kaufmann, feature an intertwined, illuminated Star of David. The project of the Jewish Museum Vienna in cooperation with the University of Applied Arts officially began on November 8, 2018 to commemorate the November Pogrom.

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The Shabbat Room.

A permanent installation by Maya Zack

Jewish Museum Vienna

The permanent installation The Shabbat Room by Maya Zack, born in Israel in 1976, offers a link between the first Jewish Museum and the present one. Through her artistic research, she revives the early twentieth-century Gute Stube by the artist Isidor Kaufmann. This installation, which was central to the museum, was the fruit of Kaufmann’s search for a more authentic Judaism and was intended to remind the Jews of the time of their origins. It took the artist from Vienna to the north-eastern crown lands. The installation offered the Jews of Vienna a place where they could reflect on family life during their own childhood or that of their parents. It was destroyed in 1938 when the first Jewish Museum was shut down. Maya Zack’s The Shabbat Room re-interprets this no longer existing room. In this journey back-through-time, Zack retraces the path of Kaufmann’s work, its wandering and its ultimate fate, and she also reveals the Gute Stube’s origins in Kaufmann’s studio and in his paintings, as well as the mystical roots of Shabbat with which it was imbued. The artistic medium chosen by her is a computer-generated visualization suggesting a new room—designed as a contemporary tribute to a core project within the old Jewish Museum. It is based on photographs and also the few surviving objects from the original Gute Stube, which were confiscated in 1938 and dispersed among various  museums in Vienna. After 1945 they were returned to the Jewish Community, which gave them to the Jewish Museum Vienna in 1992 on permanent loan.

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THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Permanent Installation

Jewish Museum Vienna

The Jewish Museum Vienna has received a very special gift: the work Memory Map by the artist Nikolaus Gansterer (born 1974, who lives in Vienna and Berlin). The 2 x 3 meter three-dimensional “city map” was commissioned and donated by The Vienna Project and its director Karen Frostig. Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, that were collected by Karen Frostig from descendants of survivors living in the United States. This donation was made by Karen Frostig, Director of The Vienna Project, on behalf of Nikolaus Gansterer and is incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

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