Blühendes Gift

003ansichten_ebene-1b_claurentziegeler KopieAusstellungsansicht / Blühendes Gift. Zur feministischen Appropriation des österreichischen Unbewussten / mumok, Wien © mumok / Laurent Ziegler

klklk

Blühendes Gift

Zur feministischen Appropriation des österreichischen Unbewussten

10/09 – 24/04/2016 mumok

„Carte Blanche“ für die Studierenden des Programms Master in Critical Studies an der Akademie der bildenden Künste Wien: Auf zwei Ebenen zeigt das mumok ab 10. September 2015 ihren Blick auf die Werke der Sammlung nach 1945. Fünf Themenschwerpunkte – Taking Pictures of the Boys, Imitating the Imitations of the Imitators, Love, Taking Care: Capitalistic Yoga and Anger Issues und Schlachten Material Prothesen – entwerfen ein Vexierbild aus einander überlagernden Ausstellungen, die in der Sammlung vorgefundene Themen zuspitzen oder zerstreuen.

www.mumok.at

 

 

1.celminsVija Celmins / Untitled, 1970 / zweifarbige Lithografie

klklk

Vija Celmins

20/11 – 31/01/2016 Secession

Vija Celmins ist seit den 1970er-Jahren für ihre eingängigen Sujets – Meere, Wüsten, Nachthimmel und Spinnennetze –, die sie in diversen Medien umsetzt, bekannt. In ihrer ersten Einzelausstellung in Österreich zeigt die Künstlerin über 70 Arbeiten aus ihrem druckgrafischen Oeuvre. Die von Vija Celmins selbst zusammengestellte Retrospektive in der Secession umfasst fünf Jahrzehnte ihres Schaffens: von Radierungen aus ihrer Studienzeit in den frühen 1960er-Jahren hin zu einer Reihe neuer, bislang nicht gezeigter Editionen.

Vija Celmins’ Motive basieren auf Fotografien und gefundenen Drucksachen: Sie isoliert diese Vorlagen von ihrem Ursprungskontext und führt sie in einem neuen Medium wieder zusammen. Durch die wiederholte Interpretation weniger Motive verschiebt sie die Aufmerksamkeit vom Motiv auf das Material, das sie in seinen spezifischen Eigenheiten und auf seine Wirkung hin untersucht. Innerhalb der großen Bandbreite an Medien, in denen Celmins arbeitet, kommt der Druckgrafik daher große Bedeutung zu: Sie steht gleichrangig neben Zeichnung, Malerei und Skulptur.

Celmins’ Werke halten das Gleichgewicht zwischen Abstraktion und Abbild, zwischen Oberfläche und Proportion, zwischen der Andeutung von Bewegung und Reglosigkeit. Trotz ihrer kleinen Formate haben sie eine relativ große Weite. Viele der Bilder lassen an grenzenlose Räume und Handlungen denken, die eine neue, physisch gegenwärtige und unwandelbare Gestalt angenommen haben. Mit einer Struktur aus gleichwertigen Elementen und ohne perspektivische Fluchtpunkte bietet der Bildraum den BetrachterInnen keine räumliche Orientierung, sondern setzt sie der Totalität der Erfahrung von Meer, Wüste oder Sternenhimmel aus.

www.secession.at

 

 

1.k8hardy-druck-1-1K8 Hardy / Portrait of the Artist Ulrike Müller, 2015 / Collage, 25 x 20 cm © K8 Hardy

 

Ulrike Müller

The old expressions are with us always and there are always others

10/10/2015 – 31/01/2016 mumok

In Ulrike Müllers künstlerischer Arbeit geht es um das Verhältnis von Abstraktion und Körper sowie um einen Malereibegriff, der nicht an Pinsel und Leinwand gebunden ist. Die geometrisch anmutenden Figuren und Farbflächen in ihren Kompositionen sind nie „reine“ Abstraktion; sie rufen erotische und sexuelle Assoziationen wach, sie necken, berühren und durchdringen einander, ohne sich allerdings in einfache Gegensatzpaare auflösen zu lassen. Müller verwendet Abstraktion als ein Vokabular, das – je nach Kontext und Betrachter_in – gegenständlich besetzt, affektiv aufgeladen und politisch konnotiert sein kann.

Müllers Personale im mumok zeigt eine malerische Praxis, die sich nicht über Technik definiert, sondern bewusst Medien und Formate sucht, die Verbindungen zu anderen Lebens- und Produktionsbereichen herstellen. So führt die Künstlerin ihre Kompositionen etwa in Emaille aus, die sowohl bei der kommerziellen Schilderherstellung wie bei der kunsthandwerklichen Fertigung von Schmuck Verwendung findet. Auch in textile Objekte wie Quilts oder Teppiche hat sie ihre Entwürfe übersetzt. Müllers malerische Produktion stellt sich außerkünstlerischen Standards und Fertigungsweisen: In den Emaillebildern lotet sie die Möglichkeiten einer industriell produzierten Farbpalette aus; ihre Teppiche greifen auf die traditionellen Kenntnisse von Weber_innen in Oaxaca, Mexiko, zurück, die Müllers Entwürfe umsetzen. Die gezielte Konfrontation mit dem „Anderen“ – mit vermittelnden und regulierenden Instanzen – wirft die Frage nach der „künstlerischen Hand“ auf: danach, wie Bilder innerhalb eines solchen Set-ups „expressiv“ werden, wie subjektiver Ausdruck ins Spiel kommt.

www.mumok.at

 

 

004

Walter Dahn / Die Mülheimer Freiheit (Zeitungsleser), 1981 / Kunstharzfarbe auf Nessel, 180,5 x 130 cm / Seit 2008 Sammlung Michael und Eleonore Stoffel in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
© Walter Dahn / Courtesy Sprüth Magers

klkl

Aufruhr in Augsburg. Deutsche Malerei der 1960er bis 1980er Jahre

02/07/2015 – 16/10/2016
Pinakothek der Moderne

Zwei Generationen deutscher Künstler der Nachkriegszeit stehen sich im Glaspalast Augsburg mit Hauptwerken aus den Sammlungsbeständen der Pinakothek der Moderne gegenüber. Was sie vereint, ist die Tendenz zur figürlichen Malerei, die weder persönliche noch politische Kommentare ausklammert und damit den Ansätzen der Concept- und Minimal Art der sechziger Jahre begegnet.
Mit Markus Lüpertz, A. R. Penck und Jörg Immendorff zeigt die Ausstellung Positionen einer bewegten Zeit, in der sich die Malerei neben einer Vielzahl aufkommender Kunstströmungen und neuer Medien behauptet. Stil wie Inhalt werden kritisch hinterfragt, neu definiert, revolutioniert. Diese Veränderungen lassen die Werke der nachfolgenden Generation, der sogenannten »Neuen Wilden«, in neuem Licht erscheinen. In Berlin, Köln und Hamburg entstehen drei künstlerische Zentren, deren Vertreter wie Salomé, Rainer Fetting, Markus Oehlen und Walter Dahn ihre Reflexion auf gesellschaftliche Umbrüche in expressiven, lauten und farbintensiven Werken zum Ausdruck bringen.

www.pinakothek.de

 

lklk
klklk
06_01green_import_export_funk_office_1992 KopieAndrea Fraser / museum in progress: Cash Flow, Nr. 9, 1991, S. 146, 147 / magazines, each issue28 x 21,2cm Photo: mumok © museum in progress, Andrea Fraser
hkjkk

to expose, to show, to demonstrate, to inform, to offer

Künstlerische Praktiken um 1990

09/10 – 24/01/2016 mumok

Im Herbst 2015 blickt das mumok auf das internationale Kunstgeschehen um 1990. Auf drei Ebenen werden Installationen, Publikationen, Objekte, Projekte, Filme und Interventionen von über 50 KünstlerInnen und KünstlerInnengruppen gezeigt. Sie alle stellen die herkömmlichen Formen des Ausstellens infrage und widmen sich den drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit.

So klar die Begriffe to expose, to show, to demonstrate, to inform, to offer die Funktionen einer Ausstellung scheinbar umreißen, so offen und fraglich war es um 1990, was Kunst anbieten sollte, wie sie präsentiert und an die Öffentlichkeit gelangen sollte.

Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Herausforderungen fand um 1990 eine Auseinandersetzung mit den sozialen Funktionen und Grundlagen künstlerischer Arbeit statt. Die Reflexion von künstlerischen Rahmenbedingungen und Ausstellungsfragen verschränkte sich dabei auf vielfache Weise mit der Bearbeitung konkreter gesellschaftlicher Anliegen. Es wurden der Objektstatus und die ökonomischen Bedingungen des Kunstwerks hinterfragt; soziale Ausschlussmechanismen wurden zu einem zentralen Thema; Identitäts- und Genderfragen wurden heftig diskutiert; und die AIDS-Krise steuerte ihrem Höhepunkt entgegen. Ebenso waren die Folgen der Osteuropaöffnung und die rasant voranschreitende Globalisierung allerorts spürbar.

www.mumok.at

 

klkl

1.AA-Bronson_Blue KopieAA Bronson und Ryan Brewer, „Blue“ (detail), 2011
Duratrans-Folie in Leuchtbox, 180 x 240 cm
Courtesy: Esther Schipper, Berlin

jkjkk

AA Bronsons Sacre du Printemps

26/09 – 29/11/2015  Grazer Kunstverein

Die fortlaufende Erkundigung des Grazer Kunstvereins in Vorstellungen der sozialen Abstraktion reagiert dieses Jahr auf das neue Leitmotiv des steirischen herbstes 2015, der sich mit dem Begriff der „Hinterlassenschaft‟ beschäftigt, ausgehend von Fragen der Eigentümerschaft, des Wissenstransfers und von unserem Umgang mit kulturellem Erbe.

In Zusammenarbeit mit dem Salzburger Kunstverein hat der Grazer Kunstverein den Künstler und Heiler AA Bronson (1946, Vancouver, CA) eingeladen, ein groß angelegtes Projekt an beiden Veranstaltungsorten gleichzeitig zu entwickeln. AA Bronson operiert bei diesem Hybridprojekt als Künstler und Kurator, als Subjekt und Objekt zugleich, und integriert in die Arbeit seine eigenen Werke, seine Kooperationen mit jüngeren KünstlerInnen und Arbeiten von Freunden. Als begründendes und letztes noch lebendes Mitglied des Künstlerkollektivs General Idea (1969–1994) blickt AA Bronson auf eine lange Geschichte mit politischen und sozialen Themenstellungen in der Kunst und im Verlagswesen wie auch mit der AIDS-Krise zurück. Seit damals hat er mit vielen Generationen von KünstlerInnen über viele Disziplinen hinweg zusammengearbeitet. In den letzten fünfzehn Jahren hat er sich in seinen Kooperationen und in seiner künstlerischen Produktion vor allem mit Spiritualität als zentralem Thema beschäftigt.

Mit AA Bronson sowie Igshaan Adams, Ryan Brewer, Elijah Burgher, Nicolaus Chaffin, Michael Dudeck, K8 Hardy, Matthias Herrmann, Reima Hirvonen, Yeonjune Jung, Mark Jan Krayenhoff van de Leur, Chrysanne Stathacos, Scott Treleaven und JX Williams.

www.grazerkunstverein.org

klkl

 

1.Fischli_Weiss_SummerprojektionPeter Fischli und David Weiss / Sommer-Projektion 2 (flowers), 1998, Diainstallation (162 Farbdias), Edition 2/4. Erworben 2000 von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. © Fischli/Weiss, Courtesy Sprüth Magers

Fischli

A PERFECT MATCH

Die Sammlungen der Pinakothek der Moderne gratulieren PIN. zum 50. Jubiläum

30/07/2015 – 06/03/2016 Pinakothek der Moderne

50 Jahre PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne! Das Jubiläum bietet Anlass, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Museum und seinem größten Freundeskreis anhand wichtiger Erwerbungen zu erzählen. Anlass auch, an entscheidende Wegmarken zu erinnern und Dialoge aufzuzeigen, die im Lauf der Jahrzehnte entstanden sind. Gezeigt werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei (Peter Doig, Neo Rauch, Andy Warhol), Skulptur (Elmgreen & Dragset, Wade Guyton, Donald Judd), Medienkunst, Fotografie und Rauminstallationen, darunter »The 4 Seasons of Veronica Read« (2001) von Kutlug Ataman, »Pilze/Funghi« (1997-1998) von Peter Fischli / David Weiss oder die »München Installation« (1991–2005) von Wolfgang Tillmans.

Mit freundlicher Unterstützung von Legero Schuhfabrik GmbH / con-tempus.eu

www.pinakothek.de

Lessin

 

(c) Nikolaus Gansterer

THE

THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

 

 

 

Vija Celmins

20/11 – 31/01/2016 Secession

Vija Celmins has been known since the 1970s for memorable subjects—seas, deserts, nocturnal skies, spider webs—she renders in a variety of media. Celmins’s retrospective at the Secession is her first solo exhibition in Austria, for which she has selected over seventy works of graphic art from five decades; it surveys this strand of her oeuvre from work she created as a student in the early 1960s to several recent editions that have never been on public display.

Celmins uses images from photographs and found printed matter, stripping the sources of their original contexts and reassembling them in a new medium. The repetitive interpretation of a small number of motifs shifts attention from the image to the material for a probing examination of its specific qualities and effects. Printmaking thus occupies a central position among the many media Celmins works with, on a par with drawing, painting, and sculpture.

www.secession.at

 

Uproar in Augsburg. German Painting of the 1960s to 1980s

02/07/2015 – 16/10/2016
Pinakothek der Moderne

This exhibition in the Glaspalast Augsburg features the work of two generations of post-war German artists, shown alongside masterpieces from the collection of the Pinakothek der Moderne. Linking the works is a tendency towards figurative painting which excludes neither personal nor political commentary, providing a point from which to engage with the Conceptual Art and Minimalism of the sixties.

www.pinakothek.de

 

to expose, to show, to demonstrate, to inform, to offer

Artistic Practices around 1990

09/10 – 24/01/2016 mumok

The words to expose, to show, to demonstrate, to inform, to offer may seem to define the functions of an exhibition very clearly, but around 1990 there were many open questions as to what art should be offering, how it should be exhibited and made public.

In the context of larger societal changes around 1990, artists increasingly discussed the social functions and base of their work. Reflecting on the conditions of artistic production and art’s presentation was, in various ways, intertwined with work on actual social issues. The status of the object of art and its economic foundation was a subject of contentious debate, as were the mechanisms of social exclusion, identity politics, and gender issues—and the AIDS crisis was reaching a pivotal point. In addition, the consequences of the fall of the Iron Curtain as well as a rapidly advancing globalization left their traces throughout.

www.mumok.at

 

AA Bronson’s Sacre du Printemps

 26/09 – 29/11/2015  Grazer Kunstverein

The Grazer Kunstverein’s continuous investigation into notions of social abstraction is carried further in response to the new ‘Leitmotiv’ of the steirischer herbst 2015, which investigates the notion of ’inheritance’ by starting out from questions of property, transfer of knowledge and our handling of cultural heritage.

Featuring AA Bronson with Igshaan Adams, Keith Boadwee, Ryan Brewer, Elijah Burgher, Nicolaus Chaffin, Michael Dudeck, K8 Hardy, Matthias Herrmann, Reima Hirvonen, Yeonjune Jung, Mark Jan Krayenhoff van de Leur, Chrysanne Stathacos, Scott Treleaven and JX Williams.

www.grazerkunstverein.org

 

A PERFECT MATCH

THE COLLECTIONS AT THE PINAKOTHEK DER MODERNE CONGRATULATE PIN. ON ITS 50TH ANNIVERSARY

30/07/2015 – 06/03/2016  Pinakothek der Moderne

 50 years of PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne! The anniversary is the perfect opportunity to demonstrate the success of the collaboration of the museum with its Friends through important acquisitions, to remember significant milestones and to revisit pertinent discussions on art from over the decades. The show features works from the areas of painting (Peter Doig, Neo Rauch, Andy Warhol), sculpture (Elmgreen & Dragset, Wade Guyton, Donald Judd), new media art, photography and room-sized installations such as ‚The 4 Seasons of Veronica Read‘ (2001) by Kutlug Ataman, ‚Pilze/Funghi‘ (1997–1998) by Peter Fischli and David Weiss, and the ‚Munich Installation‘ (1991–2005) by Wolfgang Tillmans.

With friendly support by Legero Schuhfabrik GmbH / con-tempus.eu

www.pinakothek.de

 

THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

Dieser Beitrag wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Beitrag kommentieren

Möchten Sie HTML in Ihrem Kommentar verwenden?

Trackback URL http://www.con-tempus.eu/bluehendes-gift/trackback/