David Lieske

David Lieske / Platoon (RL-X)  / Ausstellungsansicht, Photo: mumok / Laurent Ziegler

David

David Lieske

Platoon (RL-X)

21/02 – 14/06/2015 mumok

Ab Februar 2015 zeigt das mumok eine Einzelausstellung des deutschen Künstlers David Lieske (*1979 in Hamburg). Unter dem Titel Platoon (RL-X) wird der enge Nexus zwischen Legende und Werk, zwischen Person und Produkt des Künstlers verhandelt. Dass Künstler und Werk in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen, dass mehr noch der Übergang von Leben und Werk heute fließend erscheint, ist die zentrale Prämisse dieser Ausstellung. In ihrem Zentrum steht das Buch I tried to make this work  – Lieskes Autobiografie, in der sein Leben auch im Sinne einer retrospektiven Verklärung erzählt wird. Basierend auf mehrwöchigen Gesprächen, wurde es von dem Schriftsteller Ingo Niermann aufgezeichnet und von Michael Ladner ins Englische übersetzt. In einer Auflage von 300 Exemplaren wird der Band in der Ausstellung präsentiert. Unter erhöhten Sicherheitsbedingungen kann diese autobiografische Skizze allerdings ausschließlich vor Ort eingesehen werden, was ihre spezifische Auftrags-und Produktionsbedingung ebenso in Erinnerung ruft wie ihre Anbindung an eine ortsspezifische Situation.

Im Zuge seiner Lebensbeschreibung offenbart sich auch das soziale Netzwerk, innerhalb dessen Lieske als Labelmitbegründer von Dial Records, als Künstler und als Betreiber der Mathew Gallery agiert. Aus diesem erweiterten Freundeskreis hat er die von seiner Galerie vertretene Villa Design Group eingeladen, parallel zu seiner Personale eine architektonische Intervention in der Ausstellung Ludwig Goes Pop zu realisieren.

www.mumok.at

 

 

John Giorno at Dial-A-Poem, Patrick A. Burns/The New York Times, 1969

Artists

Artists and Poets

12/02 – 12/04/2015 Secession

Für Dichter und Künstler ist die Welt eine Collage von vorbeiziehenden Fragmenten.
Es gibt keinen größeren Plan und keine lineare Logik, nur flüchtige Bilder,
wie sie jenseits des Zugfensters vorübereilen.

(Ugo Rondinone)

Ugo Rondinone ist nicht nur einer der international erfolgreichsten zeitgenössischen Schweizer Künstler, er ist zudem in den letzten Jahren überaus erfolgreich als Kurator in Erscheinung getreten, wobei er seine kuratorischen Projekte in erster Linie als Erweiterung seiner künstlerischen Praxis versteht.

Artists and Poets ist nach the third mind (Palais de Tokyo, Paris, 2007) und the spirit level (Gladstone Gallery, New York, 2011) die dritte Ausstellung, die Rondinone im weitesten Sinne der Beziehung zwischen Kunst und Lyrik widmet und mit der er seiner Überzeugung von der spirituellen und transzendentalen Macht der Kunst Ausdruck verleiht. Indem er die Begriffe „Künstler“ und „Dichter“ mit großer Selbstverständlichkeit zusammenbringt, betont Rondinone das Gemeinsame ihrer beiden Tätigkeitsfelder, getragen von dem festen Glauben, dass schöpferische Leistung sei es in Form eines Gedichts, einer Skulptur oder eines Gemäldes, etwas im Menschen bewirken kann.
(Fast) vergeblich sucht man allerdings in Artists and Poets eine „wörtliche“ Verbindung zum Titel. Mit Ausnahme von John Giornos Dial-A-Poem gibt es in der Ausstellung weder Werke Konkreter Poesie noch andere sprach- und textbezogene Arbeiten. Rondinone postuliert einmal mehr, dass Kunstwerke – wie Gedichte – gefühlt und intuitiv verstanden werden können und keiner vorgefertigten Interpretation bedürfen.

Jede Erklärung reduziert das Gedicht und das Kunstwerk auf das Sagbare,
wo jedes Gedicht und jedes Kunstwerk grundsätzlich das Unsagbare umfasst.

Dass es ihm um vorrangig das Zeigen von Kunst geht, macht er in der großzügigen Form der Präsentation deutlich: Alle KünstlerInnen sind mit größeren Werkgruppen vertreten und werden jeweils paarweise in einen Dialog und miteinander in Beziehung gesetzt.

www.secession.at

 

 

Robert Rauschenberg / Axle, 1964 / Siebdruck und Öl auf Leinwand / Museum Ludwig, Köln © Robert Rauschenberg Foundation / Bildrecht Wien, 2015 Photo: © Rheinisches Bildarchiv

klk

Ludwig Goes Pop

12/02 – 13/09/2015 mumok

Ab Februar 2015 zeigt das mumok auf vier Ebenen einen der weltweit bedeutendsten Bestände der Pop Art: die Sammlung des deutschen Industriellenpaars Peter und Irene Ludwig. In der groß angelegten Überblicksausstellung werden rund 100 Werke aus sieben Häusern zusammengeführt, die mit dem Namen des deutschen Sammlerpaars verbunden sind. Exponate aus dem Museum Ludwig, Köln, dem Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, dem Ludwig Museum im Deutschherrenhaus Koblenz, dem Kunstmuseum Basel, dem Ludwig Múzeum, Budapest, sowie dem Ludwig Museum für internationale Kunst, Peking, und dem mumok sind bis September 2015 in Wien zu sehen.

Schneller als jede andere Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts setzte sich die Pop Art auf dem Kunstmarkt durch und wurde gleich nach ihrem Auftauchen vielfach und unter großem Publikumsandrang in den USA ausgestellt. Peter und Irene Ludwig begannen Anfang der 1960er-Jahre die Kunst amerikanischer Pop-Art-KünstlerInnen für sich zu entdecken – zu einer Zeit, als man diese Kunstrichtung in Deutschland kaum kannte. Erst mit Auftritten auf der Biennale di Venezia 1964 und der documenta 4 (1968) in Kassel wurde die Pop Art auch in Europa einem breiten Publikum bekannt. Das Interesse des Ehepaars Ludwig betraf jene Künstler, die heute als legendäre Protagonisten der Pop Art gelten: Jim Dine, Robert Indiana, Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, Robert Rauschenberg, James Rosenquist, Andy Warhol und Tom Wesselmann. Ihrem Gespür für die Bedeutung dieser Künstler ist die größte Sammlung amerikanischer Pop Art außerhalb der USA zu verdanken.

www.mumok.at

 

 

 

Terry Winters / Dublin 1, 2009 / Photopolymerdruck © Terry Winters, New York

Terry Winters

Terry Winters. Das druckgraphische Werk 1999-2014

18/12/2014 – 01/03/2015  Pinakothek der Moderne

Nach der Münchner Schau der Zeichnungen im Jahr 2003 präsentiert die Ausstellung num mit ca. 150 Blättern das druckgraphische Œuvre von Terry Winters (geb.1949 in New York), wobei ein Catalogue Raisonné den Bestand der vergangenen 15 Jahre dokumentiert. Winters hat neben seinem Rang als Maler auch als einer der bedeutendsten Meister der graphischen Künste seiner Generation zu gelten. In seiner Arbeit verbinden sich Ratio und Intellekt mit dem Intuitiv-Sinnlichen, wobei die graphischen Techniken in allen ihren experimentellen Facetten ausgelotet werden. Neuartige, virtuelle Welten des Computers verbinden sich auf bisher ungeahnte Weise mit Natur und Konstruktion. Gefördert durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.

www.pinakothek.de

 

 

 

Vera Undritz

Tales of

Tales of 2 Cities

21/01 – 19/04/2015 Jüdisches Museum Wien

Sechs Künstler aus Russland und Österreich konfrontieren sich mit Objekten des 20. Jahrhunderts aus zwei Sammlungen in Moskau und Wien. Mit Mitteln der künstlerischen Recherche und im Dialog mit den KuratorInnen der Sammlungen identifizieren sie Objekte, die zum Ausgangspunkt für neue künstlerische Projekte bzw. Objekte werden. Die beiden Sammlungen sind Speicher mit Dingen, die von verdrängten oder an den Rand gedrängten Geschichten erzählen.

Das 1988 gegründete Jüdische Museum Wien, in dessen Mittelpunkt die jüdische Geschichte Wiens und Österreichs steht, und die 1990 entstandene Gesellschaft Memorial in Moskau, deren Archiv Dinge zur Geschichte der politischen Repression und der Verletzung der Menschenrechte in der UdSSR sammelt. Ziel der künstlerischen Recherche ist es, Dingen auf den Grund zu gehen, die zwar in ihrer sinnlichen Erscheinung heute einen vielleicht sogar täuschend ähnlichen Eindruck hinterlassen können, deren Geschichte sich aber mit zunehmend genauer Betrachtung stärker zu unterscheiden und widersprechen vermag.
Eine Ausstellung des Jüdischen Museum Wien, des Österreichischen Kulturforum Moskau und Memorial Moskau.

www.jmw.at

 

 

 

 

 

Lina Bo Bardi, ESC Pompéia © Markus Lanz

LINA

Lina Bo Bardi 100.

Brasiliens alternativer Weg in die Moderne

14/11/2014 – 22/02/2014  Pinakothek der Moderne

Die italienisch-brasilianische Architektin Lina Bo Bardi (1914-1992) prägte ab Mitte des 20. Jahrhunderts einen eigenen gestalterischen Weg. Vor allem in der Architektur, aber auch in ihren graphischen Arbeiten, in Entwürfen für Bühnenbild sowie Mode und Möbeldesign nahm sie Impulse der Moderne auf, verarbeitete diese aber ganz individuell. Grundlage ihres Schaffens bildete die reflektierte Auseinandersetzung mit ihrer Wahlheimat Brasilien, d.h. mit der Kultur des Landes und mit seinen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Lina Bo Bardis zum Teil radikale Ansichten zeichnen sich in den architektonischen Aufgaben gleichermaßen ab wie in ihren Entwürfen und Schriften.
Das Architekturmuseum der TU München stellt zentrale Aspekte aus dem Schaffen dieser vielseitigen Architektin und Gestalterin vor, die brasilianische Architekturgeschichte schrieb. Mit rund 100 Originalzeichnungen bedeutet diese Ausstellung die größte Würdigung Lina Bo Bardis außerhalb Brasiliens anlässlich ihres 100. Geburtstages.

www.pinakothek.de

 

 

 

(c) Nikolaus Gansterer

THE

THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

Das Kunstwerk wird am 3 November im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Karen Frostig, Nikolaus Gansterer, Danielle Spera and Werner Hanak-Lettner im Palais Eskeles präsentiert.

www.jmw.at

 

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Ludwig Goes Pop

12/02 – 13/09/2015 mumok

From February 2015, mumok is presenting on four levels one of the world’s most significant holdings of Pop Art—the collection of the German industrialists Peter and Irene Ludwig. In this extensive overview, around 100 works from six different institutions associated with the Ludwigs will be brought together. Exhibits from the Museum Ludwig Cologne, the Ludwig Forum for International Art, Aachen, the Ludwig Museum in the Deutschherrenhaus Koblenz, the Kunstmuseum Basel, the Ludwig Múzeum in Budapest, and mumok will be on show in Vienna to September 2015.

Pop Art was quicker than any other art movement of the twentieth century to gain entrance to art markets, and was widely exhibited and enthusiastically received as soon as it began to emerge on the scene in the USA. Peter and Irene Ludwig began to discover American Pop artists in the mid-1960s, when this movement was still largely unknown in Germany. It was only with presentations at the 1964 Biennale di Venezia and documenta 4 (1968) in Kassel that Pop Art was presented to a broader European audience.

www.mumok.at

 

 

Artists and Poets

12/02 – 12/04/2015 Secession

poets and artists express a view of the world as a collage of passing fragments.
there is no bigger picture or a linear logic here, only transitory images and words,
seen as if rushing past the windows of a train.

(Ugo Rondinone)

Ugo Rondinone is not only one of the most successful Swiss artists working today; in recent years, he has also made a name for himself with curatorial projects that he conceives primarily as an extension of his artistic practice. After the third mind (Palais de Tokyo, Paris, 2007) and the spirit level (Gladstone Gallery, New York, 2011), Artists and Poets is Rondinone’s third exhibition dedicated to a wide-ranging exploration of the relationship between visual art and lyric poetry and the articulation of his conviction that the arts possess a spiritual and transcendental power. Rondinone takes it for granted that “art” and “poetry” naturally go together, emphasizing what both lines of work have in common: he firmly believes that creativity, whether it takes the form of a poem, a sculpture, or a painting, can affect us deeply.

www.secession.at

 

 

Lina Bo Bardi 100.

Brazil´s alternative path to Modernism.

14/11/2014 – 22/02/2014  Pinakothek der Moderne

The Italian-Brazilian architect Lina Bo Bardi (1914-1992) defined her own particular artistic path through outstanding designs starting at the mid-twentieth century. In architecture as well as stage sets, graphic art, fashion and furniture design, she implemented impulses of Modernism, but interpreted them quite individually. The conscious examination of her adopted country, Brazil, its culture, society and politics, provided the base for her creativity. Her partly radical views manifested themselves in her designs, exhibitions and writings.
The Architekturmuseum der TU München focuses on key aspects in the work of this multifaceted designer who made Brazilian architectural history. Featuring about 100 original drawings, this exhibition will provide the most extensive recognition of this famous architect outside Brazil on the occasion of her centennial.

www.pinakothek.de

 

 

THE MEMORY MAP A – Topology of Remembrance

Opening: 03/11/2014 Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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