Die Gegenwart der Moderne

John Baldessari / Color Corrected Studio (with Window), 1972-1973 /Color photograph, painted / Photo: mumok © John Baldessari

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Die Gegenwart der Moderne

14/3 – 08/02/2015  mumok

In der Sammlungspräsentation Die Gegenwart der Moderne befragt das mumok das große utopische Projekt der Moderne nach seiner Aktualität und seinem Potenzial für nachfolgende Generationen. In der Neuaufstellung der Sammlung steht eine produktive Auseinandersetzung mit der Moderne zur Diskussion. Ästhetische und formale Übernahmen werden als Transfer des Repertoires der Moderne in neue Fragestellungen begriffen, die weit über die bloße Umwandlung von Moderne in selbstreferenzielle Modernismen hinaus gehen. Ein roter Faden, der sich durch das 20. Jahrhundert zieht, ist in dieser Hinsicht die Duchamp-Rezeption, die im Nouveau Réalisme und Fluxus eine große Rolle spielt. Marcel Duchamp, der die Produktion verweigerte, antworteten diese KünstlerInnen mit einer Überzahl von ihm gewidmeten Werken.

Die Gegenwart der Moderne zeigt die bei unserem Publikum beliebte Sammlung der klassischen Moderne in einer Neuaufstellung, die Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Möbel und Architekturmodelle umfasst. In der Verschränkung der alten mit den neuen Medien kommt der Fotografie eine besondere Aufgabe zu, die in der Ausstellung an Werken von Karl Blossfeldt oder René Magritte besonders deutlich hervortritt.
Erstmals setzt das mumok in einer Sammlungspräsentation auch einen Österreichschwerpunkt: Zu sehen sind Zeichnungen von Josef Hoffmann, Architekturmodelle von Adolf Loos oder Fotografien von Dora Kallmus.

Zentrale Themen sind darüber hinaus Architektur und urbanes Leben sowie Design und Konstruktion. So stellt Runa Islam in ihrem Film Empty the Pond to Get the Fish (2008) die modernistische Architektur des 20er Hauses, wo das mumok 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde, in Bezug zu ausgewählten Werken aus der mumok Sammlung und gibt somit das Ausstellungsthema paradigmatisch vor. In seiner fotografischen Arbeit Color Corrected Studio (with Window) (1972–1973) überträgt John Baldessari die für Mondrian typische Strukturierung von Horizontalen und Vertikalen in sein Atelier. Die Fotoserie konterkariert dessen Funktionalität, indem sie ihm den Spiegel der Moderne vorhält.

www.mumok.at

 

 

 

  © Mark Okoh / Camera Press

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Amy Winehouse (GB)

Ein Familienporträt

11/3 – 20/08/2014

Jüdisches Museum Wien

Das Jüdische Museum Wien porträtiert die 2011 jung verstorbene Musikerin, wie sie kaum jemand kennt: tief verwurzelt in der jüdischen Geschichte ihrer Familie, die in den 1890er-Jahren aus Weißrussland nach England einwanderte. Alex Winehouse, der Bruder der Musikerin, und seine Frau Riva haben in enger Zusammenarbeit mit dem Jewish Museum London an Hand vieler Objekte und persönlicher Erinnerungsstücke einen ganz speziellen Blick auf das Leben von Amy Winehouse ermöglicht. Ihre Lieblingsgitarre und die Plattensammlung ihrer Jugend, ein Koffer voller Familienfotos, legendäre Outfits ihrer Auftritte und Gegenstände aus ihrer Wohnung in Camden machen ihre Leidenschaft für Musik, Mode, ihre Stadt London, aber auch für die jüdische Tradition greifbar. Sie war stolz auf ihre Londoner jüdische Identität, sagt Alex Winehouse. In dieser Ausstellung wird dieser vielfach unbekannte Aspekt von Amy Winehouse nachvollziehbar.

www.jmw.at

 

 

Kerstin von Gabain / Installationsansicht Secession 2014 © Jorit Aust

 

Kerstin von Gabain (USA)

Raver geht ins archäologische Museum

11/4 – 08/06/2014 Secession

In der Ausstellung Raver geht ins archäologische Museum zeigt die in Wien lebende Künstlerin Kerstin von Gabain neueste Fotografien in Verbindung mit Gipsplastiken. Das performative Spiel mit Skulpturen und die Übersetzung dieser Interaktion in das Medium der Fotografie sowie der unorthodoxe Brückenschlag zwischen dem klassischen Altertum und gegenwärtiger Kultur stehen im Mittelpunkt dieser eigens für das Grafische Kabinett der Secession konzipierten Installation. Skulpturen und Fotos in dialogischer Verbindung bilden eine Raumsituation, deren ambiguer Charakter von fast beiläufigen Interventionen wie einer Soundinstallation im Treppenaufgang (in Zusammenarbeit mit Johann Neumeister) und von wie zufällig platzierten Objekten noch verstärkt wird.

Die Verbindung von „high and low“, Hoch- und Populärkultur findet bei von Gabain ganz selbstverständlich statt und ist weniger Kritik an Kategorisier ungsmodellen als das Ergebnis gelebter Praxis und Lebensrealität. Die Verbindung von bildender Kunst und Musik, in diesem Fall als Referenz auf eine musikalische Subkultur, findet sich häufig in ihren Arbeiten, die selbst wiederum musikalischen Praktiken wie dem Sampling nahestehen. Ihre Inspiration für die neuesten Arbeiten und den Ausstellungskatalog fand von Gabain in einer Publikation aus den 1960er-Jahren zu einem Symposium über archaische griechische Kunst, die zunächst ihr Interesse an archäologischen Präsentationsformen weckte. Standen am Beginn griechische Skulpturen und Darstellungskonventionen archäologischer Museen Pate für die Abgüsse und die Fotografien, emanzipierte sich die Künstlerin im Lauf der Arbeit zunehmend davon zugunsten grotesk-makaberer Inszenierungen. Ihre spielerische Auseinandersetzung entwickelte sich im Verlauf der Arbeit zu einem humorvollen „culture clash“ zwischen Antike und der Musikkultur von Rave und Techno.

www.secession.at

 

 

  Heinrich Dunst / Installationsansicht Secession  © Michael Michlmayr

HEINRICH

Heinrich Dunst (AT)

DA

11/4 – 08/06/2014 Secession

In seinen Rauminterventionen und Performances verhandelt Heinrich Dunst die Bedeutungshierarchien und Sinngrenzen in ästhetischen System- und Wissensordnungen und im Besonderen den Dualismus von Wort und Bild. Aus verschiedenen medialen Elementen wie ausgeschnittenen Kunststoffbuchstaben, Alltagsobjekten, gestisch-monochromen Gemälden, Projektionen oder Wänden aus Spannplatte konstruiert er dramaturgische Gefüge, die die herkömmliche Logik des Sinns entkräften. Er erreicht dies unter anderem durch paradoxe Formspiele mit Erst- und Nachrangigkeit, Einschluss und Ausrahmung, Vervielfachung und den sich verschiebenden Größenrelationen zwischen Modell und Ausstellung. Seine Setzungen kennzeichnet eine gezielt konzipierte Varianz und Offenheit von Bedeutungen. Häufig sind sie gleichermaßen als souveränes schriftliches Zeichen zu lesen, als skulpturales Objekt und Spur des Künstlersubjekts zu betrachten und im Wahrnehmungszusammenhang mit ihrer räumlichen Nachbarschaft zu verorten.

Seine Wurzeln hat der konzeptuelle Ansatz von Heinrich Dunst in der Wiener Szene der 1980er Jahre und dem für sie charakteristischen Bestreben, die abstrakte Malerei in den Ausstellungsraum zu erweitern und kontextuell zu bestimmen. Malerei und die Funktionsanalyse von Ausstellungsbestandteilen bleiben als Bezugsrahmen auch in seinen jüngsten Arbeiten wie der Ausstellung About A B order (2013, Galerie nächst St. Stephan, Wien) relevant. Dunst verleiht diesen Fragestellungen jedoch eine neue Aktualität, indem er ein mehrschichtiges Bild zeichnet und die aufgerufenen Referenzen in ihrer Eindeutigkeit hinterfragt, um so letztlich die der Kunst eigenen Voraussetzungen offenzulegen.

www.secession.at

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Little Warsaw & Miklós Erhardt / Ship of Fools – A Recuperation, 2008, Filmstill

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Little Warsaw (HU)

Naming You

11/4 – 08/06/2014 Secession

Seit 1999 realisieren die beiden in Budapest lebenden ungarischen Künstler András Gálik und Bálint Havas unter dem Namen Little Warsaw gemeinsam künstlerische Projekte. In Filmen, Performances und Installationen beschäftigen sie sich mit Geschichte und Geschichtsinterpretation, mit kollektivem Bewußtsein und etablierten Bildsprachen und -traditionen. Die Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Geschichte ist ein treibender Faktor ihrer Arbeit, wobei die Rolle des Künstlers als Produzent von Bildern, Objekten oder Situationen, die in einem (historischen) Kontext eingebettet sind oder diesen abbilden, ebenso zur Disposition steht wie die Rezeption künstlerischer Werke als dynamischer (sich sozialpolitisch ändernden Realitäten unterworfener) Prozess.

Eine von Little Warsaw bevorzugt praktizierte Strategie, um in Vergessenheit Geratenes und nicht Wahrgenommenes (wieder) in das kollektive Bewußtsein zu holen, ist die Re- bzw. Neukontextualisierung von Monumenten und künstlerischen Artefakten. Die Verlagerung, der örtliche – und damit kontextuelle – Transfer ist dabei ihre wichtigste Methode. Die physische Integrität des Objekts bleibt bei diesen temporären Interventionen stets unangetastet.

www.secession.at

 

 

 

Nathalie Djurberg & Hans Berg Studio © Petter Cohen
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Nathalie Djurberg & Hans Berg (SE)

Maybe This Is A Dream

09/04 – 01/06/2014 Kölnischer Kunstverein

Das Künstlerduo Nathalie Djurberg & Hans Berg, das durch eindringliche Trickfilme international große Bekanntheit erlangte und 2009 mit einem Löwen der Biennale Venedig ausgezeichnet wurde, zeigt im Rahmen seiner Ausstellung im Kölnischen Kunstverein eine Auswahl an Filmarbeiten sowie großformatigen Skulpturen.

In den in Stop-Motion gefertigten Filmen, die bislang den größten Teil der Produktion der beiden Künstler ausmachten, treten zumeist Figuren aus Knetmasse in Erscheinung, die formal die Welt von Kinderfilmen nachklingen lassen. Durch ihre Inhalte und Handlungsstränge verweisen sie allerdings auf zum Teil skurrile Traum- und Albtraumwelten. Die Themen dieser filmischen Arbeiten sind die elementaren Fragestellungen des menschlichen Daseins, die um Liebe, Macht und Gewalt kreisen. Die jüngste Arbeit „The Black Pot“, die im Zentrum der Kölner Ausstellung steht, kommt hingegen ohne Figurenarsenal aus und weist quasi abstrakte Züge auf. Der auf Zeichnungen basierende Animationsfilm zeigt den sich stetig wiederholenden Prozess der Entstehung, Veränderung und Auflösung von Formen und spielt damit auf die vielfältigen Kreisläufe der Natur und des Universums an.

www.koelnischerkunstverein.net

 

 

 

Martin Kippenberger / Spiderman Atelier, 1996 / Photo: mumok/Laurent Ziegler © Estate Martin Kippenberger/Galerie Gisela Capitain, Köln

MUSEE

Musée à vendre pour cause de faillite

Herbert Foundation und momok im Gespräch

21/02 – 18/05/2014 mumok

Die Sammlung Annick und Anton Herbert ist eine der bedeutendsten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst in Europa. Das belgische Ehepaar begann im Sog der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der späten 1960er-Jahre erste Ankäufe zu tätigen. Seine Begeisterung und Interesse galten jenen künstlerischen Entwicklungen, die – parallel zu den gesellschaftlichen Erneuerungsbestrebungen der Zeit – die Erweiterung des Kunst- und Werkbegriffs vorantrieben. Mit besonderem Feingefühl und Know-how erwarben die Herberts bedeutende Werke von amerikanischen wie europäischen Vertretern der Minimal Art sowie konzeptueller Tendenzen – darunter Arbeiten von Carl Andre, Marcel Broodthaers, Hanne Darboven, Donald Judd, On Kawara, Sol LeWitt, Michelangelo Pistoletto, Niele Toroni und Lawrence Weiner wie auch von Art & Language, Dan Graham, Bruce Nauman oder Gerhard Richter. Ab Mitte der 1980er-Jahre kamen mit Werken von Martin Kippenberger, Franz West und Mike Kelley noch wesentliche Werkgruppen einer späteren KünstlerInnengeneration hinzu. Der letzte in die Sammlung aufgenommene Künstler ist Heimo Zobernig.

www.mumok.at

 

 

 

James Benning / Stemple Pass / 2012 (Filmstill), Einkanal HD-Video; 121 min, © Courtesy des Künstlers und neugerriemschneider, Berlin

JAMES

James Benning (US)

Decoding Fear

07/03 – 01/06/2014 Kunsthaus Graz

Mit James Benning. Decoding Fear setzt das Kunsthaus Graz die Auseinandersetzung mit bewegten Bildern im Raum fort. In einer von Peter Pakesch kuratierten Ausstellung wird nun James Bennings in Österreich bereits sehr bekanntes filmisches Werk zu anderen bildnerischen Aspekten seines Schaffens in Beziehung gesetzt. Der Filmemacher James Benning (*1942 in Milwaukee, Wisconsin, lebt in Valencia, Kalifornien) ist ein aufmerksamer Beobachter. Seine Filme, die in kontemplativen Totalen das Außergewöhnliche in alltäglichen Situationen aufspüren, sind von Präzision und Ruhe geprägt und geben den Blick frei auf (amerikanische) Lebensmodelle, Landschaften sowie Phänomene der Natur und des Menschen. James Bennings Rolle ist dabei die eines Augenzeugen. Fast würde sein Beobachten dokumentarisch wirken, wäre da nicht die mathematische Präzision, die beim Betrachten seiner Filme augenscheinlich wird. Der Bildausschnitt – meist in der Zentralperspektive – ist stets vollkommen ausgewogen, das Zusammenspiel von Bild- und Tonspur exakt, das Motiv im richtigen Moment mit der Kamera eingefangen. Bennings perspektivische Panoramen, die in ihrem Aufbau einer malerischen Tradition verpflichtet zu sein scheinen, werden nur durch bewegliche Objekte gebrochen, die dem Film eine dritte Dimension verleihen: ein Zug, der ins Bild hinein- und wieder herausfährt.
Alles in allem zeigt die Ausstellung die Bedeutung der Aussagen dieses Filmemachers mit seinem scheinbar so zeitlosen Werk gerade für die heutige Zeit, die von technischen Möglichkeiten – im positiven wie im negativen Sinn – geprägt ist.
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Lisa Oppenheim / Smoke, 2013 / Looped double HD video animation / Courtesy the artist, The approach and Galerie Juliètte Jongma

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Lisa Oppenheim (US)

From Abigail to Jacob (Works 2004–2014)

15/03 – 18/05/2014 Grazer Kunstverein

Im letzten Jahrzehnt hat die Künstlerin Lisa Oppenheim (geb. 1975, US) beständig einen einzigartigen Werkkorpus entwickelt, in dem sie den Gebrauch (historischer) Bilderwelten erforscht. Angesiedelt zwischen Aneignung und Rekonstruktion basiert ihre Arbeit auf Ersetzungen, die bei filmischen und fotografischen Aufzeichnungen zum Einsatz kommen, welche Geschichtliches und die Gegenwart übertragen und in einer zeitgenössischen Formensprache darstellen. Ihre Arbeit ließe sich auch als eine Archäologie von Zeit und visueller Kultur definieren. Indem sie unterbewertetes, verborgenes Archivmaterial ans Licht bringt, überbrückt Oppenheim die Wahrnehmung von Zeit und verleiht dem Material eine neue Bedeutung. Diese Vorgangsweise hat Zelluloid-Arbeiten, Filme und Fotografien zum Ergebnis, welche die Vergangenheit in der Gegenwart kommunizieren und ein bedeutungsloses Dokument zu einer Dokumentation transformieren. ‚From Abigail to Jacob (Works 2004–2014)‘ ist Lisa Oppenheims erste große Arbeit für eine Institution und spannt sich über eine Produktionszeit von einem Jahrzehnt. Die Arbeit umfasst frühe Drucke und Diaproduktionen bis zu neueren Fotogrammen und Filmen.

www.grazerkunstverein.org

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© Moyra Davey K. with Genet, 2013

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Moyra Davey (US)

Burn the Diaries

21/02 – 25/05/2014 mumok

Für die in New York lebende Künstlerin Moyra Davey sind Fotografie, Film und Video ebenso wichtig wie Literatur. Ihre konzentrierten, oftmals auf das Detail gerichteten Beobachtungen thematisieren die Formen der Erinnerung und beziehen sich zumeist auf persönliche Erfahrungen oder Situationen. Daveys Werke hinterfragen unseren Umgang mit Zeit und Geschichte. Sie lassen das Verhältnis von Bild und Sprache ebenso in neuem Licht erscheinen wie die Beziehung von Produktion und Rezeption. Wesentlicher Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit sind die sogenannten Mailer, zu Umschlägen gefaltete Fotos, die sie per Post an Familienmitglieder, FreundInnen oder Bekannte schickt. Für ihre erste Einzelausstellung in Österreich entwickelt Moyra Davey mehrere neue Werke, die sich auf das Schaffen des französischen Literaten, Aktivisten und Diebs Jean Genet (1910–1986) beziehen. Moyra Daveys Präsentation im mumok beinhaltet einen neuen Film, der den Prozess der Schreibens und des Erinnerns in den Mittelpunkt rückt. Ihre subtil verwobenen Bilder, Texteinblendungen und Schilderungen Dritter korrespondieren darin eng mit Details aus dem Leben und dem Werk des Romanciers und Kriminellen, Dramatikers und politischen Aktivisten Genet. Als zweites Element ihrer Ausstellung präsentiert Davey neue Fotografien und mehrere Mailer, die sowohl Bezüge zu ihrem Film als auch zu einem von ihr verfassten Text mit dem Titel Burn the Diaries aufweisen. Zu lesen ist dieser Text in einem eigens für ihre Ausstellung im mumok konzipierten Künstlerbuch, das neben einem weiteren Textbeitrag der Literatin Alison Strayer auch umfangreiches Bildmaterial enthält.

www.mumok.at

 

 

 

El Lissitzky / Proun, ca.1922-1923 (Detail) / Sammlung Van Abbemuseum © Peter Cox

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El Lissitzky – Ilya und Emilia Kabakov

Utopie und Realität

07/02 – 11/05/2014 Kunsthaus Graz

Die Ausstellung El Lissitzky – Ilya und Emilia Kabakov. Utopie und Realität ist ein Zwiegespräch zweier russischer Künstler über mehrere Generationen und nun fast ein Jahrhundert hinweg. Der jüngere Ilya Kabakov steht dabei im Dialog mit dem Vordenker der russischen Avantgarde El Lissitzky, der mit seinen Entwürfen maßgeblich das Formenvokabular einer Zeit des Aufbruchs bestimmte und die Kunst direkt in den Dienst einer Gesellschaftsreform stellte. El Lissitzky und Ilya Kabakov gehören zu den bedeutendsten Künstlern aus der ehemaligen Sowjetunion. Sie stehen für zwei aufeinanderfolgende Generationen des Aufbruchs und die Implementierung der kommunistischen Visionen – für deren bildgewaltige Konstruktion einerseits und spätere Dekonstruktion andererseits. Die Ausstellung im Kunsthaus Graz zeigt eine von Ilya und Emilia Kabakov für Graz adaptierte Version der 2013 gezeigten Ausstellung im Van Abbemuseum in Eindhoven (NL), die zuletzt auch in der Eremitage (St. Petersburg)  und im Multimedia Art Museum in Moskau zu sehen war. In über 40 Originalarbeiten El Lissitzkys aus den Jahren 1919–1930 sowie beeindruckenden Rekonstruktionen seiner Modelle als räumliche Gesamtkunstwerke werden allgemein verständliche geometrische Formen als konstruktivistische und zugleich politische Visionen spürbar. Dem gegenüber entwerfen die installativen und malerischen Arbeiten von Ilya Kabakov, der seit seiner Emigration in die USA (1988) mit seiner Frau Emilia zusammenarbeitet, ein Bild von bodenständiger Realität, gepaart mit konzeptueller Metaphysik.

www.museum-joanneum.at

 

 

 

Heinrich Dunst (AT)

DA

11/4 – 08/06/2014 Secession

Heinrich Dunst’s spatial interventions and performances address the hierarchies of signification and boundaries of meaning in aesthetic systems and orders of knowledge, and more particularly, the dualism of word and image. Assembling elements made from a variety of media, such as letters cut from synthetic materials, everyday objects, gestural-monochrome paintings, projections, or particleboard walls, he constructs dramaturgic ensembles that invalidate the conventional logic of meaning. To this end, he stages paradoxical formal plays, for example, between what is primary and what is subordinate, between inclusion and exclusion from the frame, between multiplication and the shifting proportions between model and exhibition. The distinctive quality of his artistic choices is the deliberate variance and openness of meaning they generate. His works may often equally well be read as standalone graphemic signs, sculptural objects, or traces of the artistic subject set in a perceptual context that includes their spatial surroundings.

www.secession.at

 

Little Warsaw (HU)

Naming You

11/4 – 08/06/2014 Secession

Since 1999, the two Budapest-based Hungarian artists András Gálik and Bálint Havas have realized joint art projects under the name Little Warsaw. In films, performances, and installations, they explore history and its interpretations, the collective consciousness and established visual languages and traditions. The analysis of society’s engagement with history is a crucial factor in their work; the role of the artist as a producer of images, objects, or situations that are embedded in, or illustrate, a (historical) context is up for debate, as is the reception of works of art as a dynamic process (one that is subject to changing sociopolitical realities).
One preferred strategy Little Warsaw use to generate (new) collective awareness of what has faded into obscurity or was never perceived in the first place is the re- or novel contextualization of monuments and artistic artifacts. The displacement or spatial—and hence contextual—transfer is one of their preferred methods whereas these temporary interventions always leave the physical integrity of the object untouched.

www.secession.at


Musée à vendre pour cause de faillite

Herbert Foundation and momok in Dialogue

21/02 – 18/05/2014 mumok

The Annick und Anton Herbert Collection is one of the most significant private collections of contemporary art in Europe. This Belgian couple began to purchase art during the political and social upheavals of the late 1960s. They were fascinated by the movements and trends in art at the time that promoted new concepts of art and the artwork—in parallel to contemporary endeavors for social renewal. With great expertise and care, the Herberts began to acquire important works by European and American representatives of Minimal Art and Conceptual Art—including works by Carl Andre, Marcel Broodthaers, Hanne Darboven, Donald Judd, On Kawara, Sol LeWitt, Michelangelo Pistoletto, Niele Toroni, Lawrence Weiner, Art & Language, Dan Graham, Bruce Nauman, and Gerhard Richter. From the mid-1980s, the Herberts added significant groups of works by a younger generation—including Martin Kippenberger, Franz West, and Mike Kelley. The last artist to join their collection was the Austrian Heimo Zobernig.

www.mumok.at

 

James Benning (US)

Decoding Fear

07/03 – 01/06/2014 Kunsthaus Graz

With James Benning. Decoding Fear, the Kunsthaus Graz continues its involvement with moving images in space. Remarkable positions on this theme have already been presented. In an exhibition curated by Peter Pakesch, the link is now made between James Benning’s filmic work – already very well known in Austria – and other artistic aspects of his creative output. In this way the exhibition shows the importance of this director’s themes for our life today, shaped as it is by technical possibilities both positive and negative.

www.museum-joanneum.at

 

Moyra Davey (US)

Burn the Diaries

21/02 – 25/05/2014 mumok

For New York artist Moyra Davey (born 1958 in Canada), photography, film, and video are just as important as literature. Her concentrated and often very detailed observations question forms of memory, and refer mostly to personal experiences and situations. Davey’s works explore our approach to time and history. They shed new light on the relationship between image and language, and also on that between production and reception. An important part of Davey’s artistic work are the Mailers, photographs folded as envelopes that she sends to family members, friends, and acquaintances.

www.mumok.at

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 El Lissitzky – Ilya und Emilia Kabakov

Utopia and Reality

07/02 – 11/05/2014 Kunsthaus Graz

El Lissitzky and Ilya Kabakov are representatives of the former Soviet Union, who stand for the two generations to follow that brought revolution and the implementation of the Communist visions, and who construct and deconstruct these visions by means of powerful visuals. The exhibition in the Kunsthaus Graz is a version of the 2013 exhibition shown in the Van Abbemuseum in Eindhoven, specially adapted to our museum, which set up a dialogue between the two giants of Russian art at the beginning and end of the Soviet Union respectively, El Lissitzky and Ilya Kabakov.

www.museum-joanneum.at

 

 

 

 

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