Diese Sonne strahlt immer

©David Claerbout

Diese Sonne strahlt immer / David Claerbout

Eröffnung: Donnerstag, 3. Mai, 19.00 Uhr, Secession

Der belgische Künstler David Claerbout arbeitet vorwiegend mit zeitbasierten Medien wie Animation, Video und Sound ebenso wie mit Fotografie. In kontemplativen Installationen erkundet er die Qualitäten dieser ehemals autonomen Medien kurz vor ihrer Auflösung. Die Arbeiten erfordern Ruhe und Ausdauer; oft werden Charakteristika wie Bewegung versus Stillstand, Dauer versus Moment, Vergänglichkeit und Veränderung versus Beständigkeit und Kontinuität parallel eingesetzt. In seiner ersten Einzelausstellung in Österreich zeigt David Claerbout eine Auswahl zumeist jüngerer Arbeiten. Der Ausstellungstitel Diese Sonne strahlt immer ist ein Verweis auf elektrisches Licht als Ersatz für die Sonne. Den Künstler fasziniert, dass im Gegenlicht gefilmte Aufnahmen als besonders intensiv empfunden werden, obwohl es sich nur um schwache, projizierte Lichtstrahlen handelt, die auf einer gewöhnlichen weißen Wand reflektiert werden. In seinen Arbeiten drückt sich ein Bedauern um den Verlust an Sinneserfahrung aus, beschäftigt sich Claerbout doch mit natürlichen Phänomenen wie Spiegelung, Wind und Sonnenlicht.

Seine frühen medienkritischen Videoarbeiten, wie z.B. Kindergarten Antonio Sant’Elia, 1932 (1998), basieren auf gefundenen Fotografien, während seine Spielfilme das Konzept der Simultaneität von Antagonismen noch einen Schritt weiterführen: die Narration tritt dabei in den Hintergrund und natürliche, nicht kontrollierbare Phänomene wie beispielsweise das Sonnenlicht im 13-stündigen Bordeaux Piece (2004) werden zum Hauptakteur in Echtzeit. Um Claerbouts Arbeiten erfahren zu können, ist daher eines besonders wichtig: sich Zeit zu lassen.

David Claerbout, geboren 1969 in Kortrijk (BE), lebt und arbeitet in Antwerpen (BE) und Berlin (DE). www.secession.at

 

Not Moscow Not Mekka

Underwater Prayers for Overwater Dreams (the mulberry tree) © Slavs and Tatars, 2012

 

Slavs and Tatars

Eröffnung: Donnerstag, 3. Mai, 19.00 Uhr, Secession

Das Kollektiv Slavs and Tatars versteht sich als „eine Faktion der Polemik und Intimität, die sich mit dem als Eurasien bekannten Gebiet östlich der ehemaligen Berliner Mauer und westlich der Chinesischen Mauer beschäftigt.“ Die Arbeit des Kollektivs erstreckt sich über unterschiedliche Medien und Disziplinen und deckt ein breites Spektrum kultureller Register von U bis E ab. Gegenwärtig arbeiten Slavs and Tatars an ihrem dritten Zyklus, The Faculty of Substitution, über mystischen Protest und die revolutionäre Rolle des Heiligen und des Synkretistischen. Der neue Zyklus von Arbeiten beinhaltet sowohl Beiträge bei Gruppenausstellungen  als auch Einzelbeiträge wie Not Moscow Not Mecca in der Secession, Wien, Khhhhhhh in der Moravia Galerie, Brünn, Beyonsense im MoMA, NY und im Künstlerhaus Stuttgart.

Mit der Ausstellung Not Moscow Not Mekka im Grafischen Kabinett sowie mit einer Installation im Außenraum der Secession schreiben Slavs and Tatars die Autobiografie einer hierzulande nur wenig bekannten Region, die viele Namen trägt: von Zentralasien bis Chorasan, von Turkestan bis Ma Wara‘ al-Nahr – einem Ort, der auf Arabisch „das Land hinter dem Fluss“ bedeutet. Das Kollektiv geht dabei von der Kraft der Flora aus, die für diese Region steht und die aus dieser Region auf sinnliche Art und Weise zu uns spricht. In konzeptueller Klarheit und gleichzeitiger formaler Überschwänglichkeit aktivieren sie Früchte wie etwa den Granatapfel, die Quitte, die Maulbeere oder die Wassermelone als WissensträgerInnen aus fernen Welten und präsentieren sie als Opfergaben in einem offenen Schrein, der die BesucherInnen zum Verweilen und zur gemeinschaftlichen Diskussion im Ausstellungsraum einlädt. Ausgehend von der Frucht als Medium, um überkommene Vorstellungen von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung herauszufordern, öffnen Slavs und Tatars Themenfelder wie den Einfluss von Landschaft auf die Erinnerung oder die Dichotomie zwischen heiligem und profanem Wissen und konfrontieren diese mit den Hinterlassenschaften der westlichen Moderne. Die Ausstellung ist eingebettet in einen mehrteiligen Ausstellungszyklus mit dem Titel The Faculty of Substitution, mit dem die KünstlerInnen dem Thema der Selbsterkenntnis im weitesten Sinne nachgehen. Stets auf der Suche nach einer Vergleichsbasis zwischen den Kulturen, zwischen Orient und Okzident, zwischen der Moderne und dem Islam, entdecken sie Ähnlichkeiten im scheinbar Unvergleichbaren. Diese Gleichsetzungsprozesse führen zu einer Aneignung und Neuauslegung der Geschichte, die im Widerspruch zu den bekannten und großen Erzählungen der Mächtigen und Siegreichen steht.

Das Kollektiv Slavs and Tatars wurde 2006 gegründet.    www.slavsandtatars.com

 

 

 

Stephan Dillemuth, Ausstellungsansicht 2010, cc-by-sa

 

Stephan Dillemuth

Eröffnung, 2. Mai 2012, 19.00 Uhr, Secession

Stephan Dillemuth begreift seine Möglichkeiten als bildender Künstler vor dem Horizont der sich verändernden modernen Öffentlichkeit. Im Nachdenken über die eigene Rolle und künstlerische Handlungsmöglichkeiten geht er beispielweise der Frage nach, inwieweit Selbstorganisation und persönliche und kollektive Integrität im Rahmen unserer Kontrollgesellschaft herzustellen sind. Kunst schafft für ihn mit den ihr innewohnenden Methoden der Reflexion, Analyse und des Experiments zwar Schönheit, besitzt aber auch ein gesellschaftsveränderndes Potenzial.

Mitunter untersucht Dillemuth zur Überprüfung aktueller Fragestellungen historische Bewegungen (z.B. Lebensreformbewegung, alternative Erneuerungsversuche der 1970er Jahre) und gesellschaftliche Umbruchsituationen (Räterepublik), stellt seine eigenen Recherchen jedoch stets mit experimentellen künstlerischen Mitteln in Frage und führt sie so zu neuen Ergebnissen. Das Resultat dieser Experimente sind Installationen, Inszenierungen und kollaborative Arbeiten ebenso wie Videos, Vorträge und Publikationen.

Stephan Dillemuth, geboren 1954 in Büdingen (DE), lebt und arbeitet in München (DE).
www.societyofcontrol.com

 

 

Grazer Kunstverein

©Rudolf Steckholzer

eine von euch / Tanja Widmann


Grazer Kunstverein
Eröffnung: Freitag, 20. April 2012

Tanja Widmanns Arbeiten entstehen aus einem Interesse am Potential von Sprache und
ihrer Rolle in der performativen Konstruktion von Subjektivität. Im Anschluss an historische
Konzepte der videobasierten Performance untersucht sie Techniken der Reproduktion,
Erinnerung und Wiederholung, indem sie das Gegenüber der (Kamera) Apparatur als
Aufzeichnungs-, Affekt- und Interpretationsmaschine situiert. Sprache zeigt sich in
Widmanns Arbeiten in ihrer Konventionalität und Regelhaftigkeit, zugleich aber auch in
ihren Brüchen und Sprüngen als grundlegend ambivalente und offene Struktur. Während
das Subjekt vor der und für die Kamera agiert – spricht – scheint es zugleich in einer
Bewegung zwischen Vermögen und Unvermögen, Identifikation und Distanz, Sinn und
Unsinn als Leerstelle auf, die sich im ständigen Übergang zwischen Aktion und Reaktion
befindet. In Widmanns installativen Arbeiten stellen sich diese Videoperformances mit
Objekten im Raum ein, setzen sich in Relation, reflektieren einander und nehmen neue
Verknüpfungen vor.

Für ihre Einzelausstellung im Grazer Kunstverein entwickelt Tanja Widmann unter dem Titel
eine von euch eine gänzlich neue Arbeit. Ausgangspunkt der Installation bildet das Script
einer psychoanalytischen Sitzung von Felix Guattari mit seinem Patienten R.A., in der das
Aufnahmegerät selbst eine zentrale Stellung einnimmt. Über die Grundkonstellation dieser
Anordnung zwischen ‚wissenden’ und ‚unwissenden’ Subjekten sowie den Formen der
Medialisierung dieser Beziehung erkundet Widmann in einer raumgreifenden Assemblage
feministische wie auch kunst- und medientheoretische Fragestellungen, die auf den ersten
Blick so unterschiedliche Elemente wie Psychoanalyse, Primatenforschung, eine H&M
Kollektion sowie Stickereien und Makramee-Arbeiten in einer spekulativen Konstellation
zusammen ziehen.

Set-Up: Johannes Porsch
Stickereien: Tonio Kröner

Die Ausstellung Tanja Widmann: eine von euch wird in Kooperation mit dem Badischen
Kunstverein, Karlsruhe und tranzitdisplay, Prag produziert.
Tanja Widmann (*1966, Villach/A) lebt und arbeitet in Wien. Sie ist Künstlerin, Autorin,
Kuratorin und Dozentin an der Universität für angewandte Kunst, Wien. Zahlreiche
Performances, Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, zuletzt u.a. Generali
Foundation, Wien (2011), Manifesta 8, Murcia (2010), Augarten Contemporary (2009) und kunstraum lakeside, Klagenfurt (2009).

04.05.2012, 20:00 Uhr;  Performance von Tanja Widmann im Grazer Kunstverein

www.grazerkunstverein.org

 

eine von euch / Tanja Widmann

Grazer Kunstverein
Opening:  20. April 2012

Tanja Widmann’s work emerges from an interest in the potential of language and its role in the performative construction of subjectivity. Drawing on historical concepts of video-based performance, she analyses technologies of reproduction, memory and repetition situating the (camera)apparatus as a recording, affective and interpretational machine. In Widmann’s works, language shows itself in its conventionality as a rule-governed system, but surfaces at the same time as a fundamentally ambivalent and open structure through its ruptures and fissures. While the subject acts – speaks – for and before the camera, it turns into an empty signifier in constant flux between competence and incompetence, identification and distancing, sense and nonsense, finding itself in a permanent transition between action and reaction. In Widmann’s installations, these video performances are arranged as a speculative constellation creating a network of actions, objects and documents that are relating to and reflecting each other.

For her solo exhibition at Grazer Kunstverein, Tanja Widmann is developing a new large-scale installation entitled eine von euch [one of you]. The starting point of the piece is provided by the script of a psycho-analytical session between Felix Guattari and his patient R.A., in which the recording equipment itself takes on a central role. Via this basic configuration of ‚knowing‘ and ‚unknowing‘ subjects and the concurrent ways of medialisation, Widmann brings together such seemingly diverse elements as psychoanalysis, primatology, an H&M collection as well as embroidery and macramé works in a speculative constellation that explores gender- and media-related questions of identity construction within the performative dynamics of social groups.

Set-up: Johannes Porsch
Embroideries: Tonio Kröner

The exhibition Tanja Widmann: eine von euch is co-produced with Badischer Kunstverein, Karlsruhe and tranzitdisplay, Prague.

Tanja Widmann (*1966 in Villach, Austria) lives and works in Vienna. She is an artist, author, curator and lecturer at the University of Applied Arts, Vienna. Numerous performances, exhibitions and contributions to exhibitions, most recently including Generali Foundation, Vienna (2011), Manifesta 8, Murcia (2010), Augarten Contemporary (2009) and kunstraum lakeside, Klagenfurt (2009). www.grazerkunstverein.org

 

 

 

Truth is concrete

 

Ein 24/7-Marathon-Camp über künstlerische Strategien in der Politik und politische Strategien in der Kunst

„Kunst ist ein linkes Hobby“
(Geert Wilders)

Die Niederlande, Ungarn, Spanien, Großbritannien, Griechenland, Tunis, Ägypten, Syrien, Japan… eine Liste in progress von Ländern als Synonyme für Krisen, Hoffnungen, Katastrophen, die unsere Welt schneller ändern, also wir folgen können. Der Aufstieg der populistischen Rechten, finanzielle Kahlschläge, die das gesamte europäische Projekt bedrohen, strukturelle Zerstörung von Bildung und Kultur, demokratische Aufstände, islamischer und christlicher Fundamentalismus, Umweltkatastrophen: Wo anfangen, wo aufhören?

Welche Rolle spielt Kunst in diesem Rausch von Ereignissen, dem wir kaum folgen und den wir noch weniger verstehen können? Zu einer Zeit, in der die Theorie und die Praxis der Realität nur noch hinterherlaufen? In der Kunst eher als linkes Hobby denn als Fundament der Menschheit angesehen wird?

„Die Wahrheit ist konkret“ stand in großen Buchstaben über Bertolt Brechts Schreibtisch im dänischen Exil – Lenin zitierend, Hegel zitierend, Augustinus zitierend. Wir nutzen die Möglichkeit konkreter Wahrheit als Arbeitshypothese und suchen nach direktem Handeln, konkretem Wandel und Wissen. Im Großen wie im Kleinen, laut und aggressiv oder intim und vorsichtig. Offenkundig oder diskret. Eine Kunst, die nicht nur präsentiert und dokumentiert, sondern sich in spezifische politische und soziale Kontexte einmischt, und ein Aktivismus, der nicht nur um des Agierens willen agiert, sondern nach intelligenten, kreativen Mitteln der Selbstermächtigung sucht.

„Truth is concrete“ ist ein 7 Tage/24 Stunden-Marathon-Camp: Rund 200 Künstlerinnen und Künstler, Aktivisten und Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen vor, performen, spielen, produzieren, debattieren, sammeln künstlerische Strategien in der Politik und politische Strategien in der Kunst. Tag und Nacht. Es ist eine Plattform, eine Werkzeugkiste ebenso wie ein performatives Statement; eine extreme Anstrengung in einer Zeit, die extreme Anstrengungen zu erfordern scheint. Der Marathon ist eine Maschine im Zentrum, die läuft und läuft, inspirierend und frustrierend. Inmitten einer camp-artigen Lebens- und Arbeitsumgebung als sozialem Raum, der seine eigenen Bedürfnisse und Forderungen definiert.

Vorträge, Diskussionen, Performances, Filme und Konzerte werden von eintägigen Workshops, Open Spaces und einer Ausstellung begleitet. Im Rahmen eines Stipendienprogrammes werden zudem 100 junge Studierende, Künstler, Aktivisten und Theoretiker aus aller Welt eingeladen. Um nicht einfach eine weitere Veranstaltung über Politik sondern selbst politisch zu sein, untersucht das Festival auch sein eigenes Format und seine alltäglichen Entscheidungsfindungen.

Weitere Informationen:  www.truthisconcrete.org  / www.steirischerherbst.at

 

Truth is concrete

A 24/7 marathon camp on artistic strategies in politics and political strategies in art.

“Art is a left-wing hobby.”
– Geert Wilders

The Netherlands, Hungary, Spain, Great Britain, Greece, Tunis, Egypt, Libya, Syria, Japan… A list in progress of countries as synonyms for crises, hopes, disasters that are changing the world so fast, we can’t keep track: Financial devastations threatening the whole European project, the rise of the populist right, fundamental destruction of economical, educational and cultural structures, democratic uprisings, Islamic fundamentalism, threats of technological and ecological catastrophes – where to start, where to end?

 What is the role of art in this race of events that we can barely follow, let alone properly understand? At a time when theory and practice are constantly running behind reality? When art is seen rather as a mere leftist hobby than a foundation of humanity?

 “Truth is concrete” is the sentence written in big letters over Bertolt Brecht’s working desk in his Danish exile – quoting Lenin quoting Hegel quoting Augustin. We take the possibility of truth as a working hypothesis and look for direct action, for concrete change and knowledge. Big or small scale, loud and aggressive, or intimate and careful. Obscure or obvious. An art that not only presents and documents but that engages in specific political and social situations – and an activism that not only acts for the sake of acting but searches for intelligent, creative means of self-empowerment: artistic strategies and tactics in politics, political strategies and tactics in art.

 “Truth is concrete” is a 24-hour, 7-day marathon camp: 200 artists, activists and theorists lecture, perform, play, produce, discuss, collect artistic strategies in politics and political strategies in art. All day long, all night long. It is a platform, a toolbox as well as a performative statement, an extreme effort at a time that seems to need some extreme efforts. The marathon is a machine, running in the centre, inspiring and frustrating. Surrounded by a camp-like living and working environment as a social space, that defines its own needs and demands. Having to miss is part of having to make choices.

 Lectures, discussion, performances, films and concerts will be accompanied by one-day-workshops, open spaces and an exhibition. A full grant program invites additionally 100 students and young professionals from all over the world In an attempt to not create just another event about politics, but a political event itself, the festival also investigates its own format and its own everyday decision making.

 More information: www.truthisconcrete.org / truthisconcrete@steirischerherbst.at  / www.steirischerherbst.at

 

PINAKOTHEK DER MODERNE

Garry Winogrand, Los Angeles, California, 1969  ©Estate of Garry Winogrand

 

TRUE STORIES

Amerikanische Fotografie aus der Sammlung Moderner Kunst

02.03.2012 – 30.09.2012
PINAKOTHEK DER MODERNE

Die amerikanische Fotografie bildet einen umfangreichen und zugleich hochkarätigen Sammlungsschwerpunkt, der nun erstmals in einem konzentrierten Überblick vorgestellt wird. In den 1960er Jahren beginnt eine junge Generation von Fotografen, sich den veränderten politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Bedingungen der amerikanischen Lebensrealität anzunähern. Inspiriert durch den dokumentarischen Stil Walker Evans‘ entwickeln sie neuartige Bildformen, die nicht nur nachfolgende Generationen, sondern auch die deutsche Fotografie für Jahrzehnte stark beeinflussen. Während die schon heute zu den modernen Klassikern zählenden Fotografen Robert Adams, Lewis Baltz, Larry Clark, Lee Friedlander und Garry Winogrand weiterhin der Schwarzweißfotografie verpflichtet bleiben, haben William Eggleston und Stephen Shore für ihre visuellen road movies die Farbfotografie als künstlerisch eigenständige Ausdrucksform etabliert. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Straßenfotografie der späten 1960er Jahre bis hin zu den erst vor einigen Jahren entstandenen New York Fotografien der Künstlerin Zoe Leonard.

Mit freundlicher Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.

www.pin-freunde.de

 

TRUE  STORIES

AMERICAN PHOTOGRAPHY FROM THE SAMMLUNG MODERNE KUNST

02.03.2012 – 30.09.2012  PINAKOTHEK DER MODERNE

A concise overview of American photography, that forms a comprehensive and high-calibre focal point within the collection, is now to be presented for the first time. At the beginning of the 1960s, a young generation of photographers started to take a close look at the changing political, social and environmental conditions that reflect the reality of American life. Inspired by Walker Evans‘ documentary style, they devised revolutionary pictorial forms that not only greatly influenced subsequent generations for decades but German photography as a whole. Whereas Robert Adams, Lewis Baltz, Larry Clark, Lee Friedlander and Garry Winogrand, who are now seen as classical modern photographers, were committed to black-and-white photography, William Eggleston and Stephen Shore established colour photography as an artistic form of expression of their own in their visual road movies. The exhibition covers the whole spectrum from street photography in the late 1960s to the pictures taken by the artist Zoe Leonard just a few years ago in New York.
Generously sponsored by PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. 

www.pin-freunde.de

 

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