Emily Roysdon

EMILY ROYSDON Comedy of Margin Theatre Secession, Wien, 2015

Emiliy Roysdon / Comedy of Margin Theatre / Secession, Wien, 2015 © Iris Ranzinger

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Emily Roysdon
Comedy of Margin Theatre

11/09 – 01/11/2015 Secession

Für ihre erste Einzelausstellung in Österreich entwickelte Emily Roysdon eine räumliche Inszenierung, deren Charakter zwischen Installation und Bühne oder Performanceraum bewusst offen bleibt. Konzeptueller Ausgangspunkt der Ausstellung ist Roysdons Text Uncounted, in dem sie ein Vokabular ihrer Vorstellungen von Performance und Zeit entwickelte. In 23 kurze Kapitel unterteilt, umschreibt er in offener Form anhand von Zitaten, poetischen Gedanken und philosophischen Betrachtungen ihre Refle-xionen zu Zeit, Theater, Performance, Hierarchien, Widerstand und emanzipatorischen Praktiken. Mit der Zeit wurde der Text für die Künstlerin zu einer Art Drehbuch. Für die Ausstellung in der Secession hat sie sich speziell auf drei Punkte des Textes konzentriert: „Lebendigkeit überschreitet Grenzen, ist sich ihrer Randständigkeit nicht bewusst“, „als ungelöstes Problem performen“ und „eine Struktur, in der Leben möglich ist“.

How can we build a structure to be alive inside?
To to to-wards a building of space and commons that privileges movement and margins.

(Emily Roysdon, aus Uncounted)

www.secession.at

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06_01green_import_export_funk_office_1992 KopieAndrea Fraser / museum in progress: Cash Flow, Nr. 9, 1991, S. 146, 147 / magazines, each issue28 x 21,2cm Photo: mumok © museum in progress, Andrea Fraser
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to expose, to show, to demonstrate, to inform, to offer

Künstlerische Praktiken um 1990

09/10 – 24/01/2016 mumok

Im Herbst 2015 blickt das mumok auf das internationale Kunstgeschehen um 1990. Auf drei Ebenen werden Installationen, Publikationen, Objekte, Projekte, Filme und Interventionen von über 50 KünstlerInnen und KünstlerInnengruppen gezeigt. Sie alle stellen die herkömmlichen Formen des Ausstellens infrage und widmen sich den drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit.

So klar die Begriffe to expose, to show, to demonstrate, to inform, to offer die Funktionen einer Ausstellung scheinbar umreißen, so offen und fraglich war es um 1990, was Kunst anbieten sollte, wie sie präsentiert und an die Öffentlichkeit gelangen sollte.

Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Herausforderungen fand um 1990 eine Auseinandersetzung mit den sozialen Funktionen und Grundlagen künstlerischer Arbeit statt. Die Reflexion von künstlerischen Rahmenbedingungen und Ausstellungsfragen verschränkte sich dabei auf vielfache Weise mit der Bearbeitung konkreter gesellschaftlicher Anliegen. Es wurden der Objektstatus und die ökonomischen Bedingungen des Kunstwerks hinterfragt; soziale Ausschlussmechanismen wurden zu einem zentralen Thema; Identitäts- und Genderfragen wurden heftig diskutiert; und die AIDS-Krise steuerte ihrem Höhepunkt entgegen. Ebenso waren die Folgen der Osteuropaöffnung und die rasant voranschreitende Globalisierung allerorts spürbar.

www.mumok.at

 

 

1.StephaneBenaHanlyStéphane Béna Hanly, Length of a Legacy (Thomas Midgely), 2015 / Unfired clay, water tank, water © Project Arts Centr

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Hall of Hall-Life

27/09 – 01/11/2015 Festivalzentrum

Wir sind von Zeugnissen der Vergangenheit umgeben. Auf der Folie dieser Hinterlassenschaften zeichnet die herbst-Ausstellung eine Archäologie der Zukunft. Tief in der Erde vergraben, werden atomare Abfälle noch tausende Jahre radioaktive Strahlung abgeben. Werden künftige Generationen die heutigen Atommülllager als solche erkennen? Welche Materialien und Botschaften könnten Bestand haben, selbst wenn sie dem Wandel der Zeit und der Evolution des Lebens unterworfen sind? Heute stellen uns die Zeugnisse der Vergangenheit oft vor ein Rätsel, wobei natürlichen und menschengemachten Objekten sowohl nachgewiesene als auch imaginierte Bedeutungen zukommen, in denen sich die im Wandel begriffenen Erkenntnisse und Ideologien der Menschen widerspiegeln. „Hall of Half-Life“ konfrontiert uns mit einer Entwicklung von Formen, Bedeutung und Sprache und zeigt Kunstwerke im Sog eines sich ändernden Stroms an geologischen und planetarischen Wirkkräften, dessen Wucht im noch jungen Zeitalter des Anthropozäns nur erahnt werden kann. Ein Großteil der gezeigten Arbeiten wurde eigens in Auftrag gegeben, die Künstlerinnen und Künstler haben dafür nach den Knochen der Vergangenheit gegraben, sich die einstigen Korallenriffe imaginiert, auf denen das heutige Graz steht, den Geschichten gelauscht, die mit vermeintlich banalen Alltagsgegenständen verknüpft sind, oder alte Reliquien und sogar Moorleichen inspiziert. „Hall of Half-Life“ erkundet das Terrain jener Markierungen, Bedeutungsträger, Monumente, Ruinen und Brachen, die man als die Inschriften der heutigen Zeit verstehen kann.

www.steirischerherbst.at

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1.AA-Bronson_Blue KopieAA Bronson und Ryan Brewer, „Blue“ (detail), 2011
Duratrans-Folie in Leuchtbox, 180 x 240 cm
Courtesy: Esther Schipper, Berlin

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AA Bronsons Sacre du Printemps

26/09 – 29/11/2015  Grazer Kunstverein

Die fortlaufende Erkundigung des Grazer Kunstvereins in Vorstellungen der sozialen Abstraktion reagiert dieses Jahr auf das neue Leitmotiv des steirischen herbstes 2015, der sich mit dem Begriff der „Hinterlassenschaft‟ beschäftigt, ausgehend von Fragen der Eigentümerschaft, des Wissenstransfers und von unserem Umgang mit kulturellem Erbe.

In Zusammenarbeit mit dem Salzburger Kunstverein hat der Grazer Kunstverein den Künstler und Heiler AA Bronson (1946, Vancouver, CA) eingeladen, ein groß angelegtes Projekt an beiden Veranstaltungsorten gleichzeitig zu entwickeln. AA Bronson operiert bei diesem Hybridprojekt als Künstler und Kurator, als Subjekt und Objekt zugleich, und integriert in die Arbeit seine eigenen Werke, seine Kooperationen mit jüngeren KünstlerInnen und Arbeiten von Freunden. Als begründendes und letztes noch lebendes Mitglied des Künstlerkollektivs General Idea (1969–1994) blickt AA Bronson auf eine lange Geschichte mit politischen und sozialen Themenstellungen in der Kunst und im Verlagswesen wie auch mit der AIDS-Krise zurück. Seit damals hat er mit vielen Generationen von KünstlerInnen über viele Disziplinen hinweg zusammengearbeitet. In den letzten fünfzehn Jahren hat er sich in seinen Kooperationen und in seiner künstlerischen Produktion vor allem mit Spiritualität als zentralem Thema beschäftigt.

Mit AA Bronson sowie Igshaan Adams, Ryan Brewer, Elijah Burgher, Nicolaus Chaffin, Michael Dudeck, K8 Hardy, Matthias Herrmann, Reima Hirvonen, Yeonjune Jung, Mark Jan Krayenhoff van de Leur, Chrysanne Stathacos, Scott Treleaven und JX Williams.

www.grazerkunstverein.org

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1.Fischli_Weiss_SummerprojektionPeter Fischli und David Weiss / Sommer-Projektion 2 (flowers), 1998, Diainstallation (162 Farbdias), Edition 2/4. Erworben 2000 von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. © Fischli/Weiss, Courtesy Sprüth Magers

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A PERFECT MATCH

Die Sammlungen der Pinakothek der Moderne gratulieren PIN. zum 50. Jubiläum

30/07/2015 – 06/03/2016 Pinakothek der Moderne

50 Jahre PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne! Das Jubiläum bietet Anlass, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Museum und seinem größten Freundeskreis anhand wichtiger Erwerbungen zu erzählen. Anlass auch, an entscheidende Wegmarken zu erinnern und Dialoge aufzuzeigen, die im Lauf der Jahrzehnte entstanden sind. Gezeigt werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei (Peter Doig, Neo Rauch, Andy Warhol), Skulptur (Elmgreen & Dragset, Wade Guyton, Donald Judd), Medienkunst, Fotografie und Rauminstallationen, darunter »The 4 Seasons of Veronica Read« (2001) von Kutlug Ataman, »Pilze/Funghi« (1997-1998) von Peter Fischli / David Weiss oder die »München Installation« (1991–2005) von Wolfgang Tillmans.

Mit freundlicher Unterstützung von Legero Schuhfabrik GmbH / con-tempus.eu

www.pinakothek.de

 

 

MARK LECKEY + ALESSANDRO RAHO We Transfer Secession, Wien, 2015

Mark Leckey, We Transfer, Installationsansicht Living Within The Ecstasy of Always Bursting Forth, Secession 2015, © Iris Ranzinger

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MARK LECKEY + ALESSANDRO RAHO

We Transfer

11/09 – 01/11/2015 Secession

We Transfer, Mark Leckeys erste Einzelausstellung in Österreich, kreist um die Idee von Verwandlung, Konversion, Transzendenz. Die für die vernetzte, digitale Welt charakteristische Gleichzeitigkeit verschiedener Formen von Existenz (virtuell vs. faktisch-real) und Bewusstseinszuständen ist Ausgangspunkt vieler Arbeiten des britischen Künstlers, den der Guardian kürzlich zum ‚Künstler der YouTube-Generation‘ kürte. Der Annahme, dass wir durch smarte Technologien und ein stets dichter werdendes Raster von Algorithmen als UserInnen zunehmend rationalisiert und in inhumane Cyborgs verwandelt werden, stellt Leckey eine andere Vorstellung entgegen: Für ihn bringen dieses Raster und seine Koordinaten vielmehr etwas chaotisch Irrationales, etwas Unbewusstes hervor. Jedem Menschen sei ein individuelles Rasternetz eigen (ein „autistic grid“, wie der Künstler es nennt), in dem Bilder, Informationen und Erinnerungen abgelegt sind.

www.secession.at

 

 

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RINGSTRASSE. Ein jüdischer Boulevard

25/03 – 31/10/2015  Jüdisches Museum Wien

Als nach der Schleifung der Wiener Stadtmauern rund um die Wiener Innenstadt ein Prachtboulevard entstand, wurde dieser zur ersten Adresse des Adels und des Großbürgertums. Unter den Bauherren der prächtigen Palais‘ entlang der Ringstraße waren auch zahlreiche jüdische Unternehmer und Bankiers, die zum wirtschaftlichen Aufschwung der Gründerjahre beitrugen und als Kunstsammler und Mäzene in Erscheinung traten. Die Kehrseite der glanzvollen Ringstraßenfassaden waren soziale Probleme und eine zunehmende politische Radikalisierung, die im Zuge der massiven ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts auftraten.
Besonders das Kleinbürgertum war als klassischer Modernisierungsverlierer empfänglich für den politisch geschürten Antisemitismus, der sich gleichermaßen der Stereotype des „armen, zerlumpten Ostjuden“, des „sozialistischen, jüdischen Aufwieglers“ oder des „kapitalistischen Wiener Börsejuden“ bediente. Glanz- und Schattenseiten der Ringstraßenära, der gesellschaftliche Aufstieg einer kleinen jüdischen Elite und der alltägliche Überlebenskampf der breiten jüdischen Massen, die politische Instrumentalisierung des Antisemitismus und ihre Folgen sind Thema der Ausstellung im Jüdischen Museum Wien.

www.jmw.at

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(c) Nikolaus Gansterer

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THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

 

 

 

AA Bronson’s Sacre du Printemps

 26/09 – 29/11/2015  Grazer Kunstverein

The Grazer Kunstverein’s continuous investigation into notions of social abstraction is carried further in response to the new ‘Leitmotiv’ of the steirischer herbst 2015, which investigates the notion of ’inheritance’ by starting out from questions of property, transfer of knowledge and our handling of cultural heritage.

Featuring AA Bronson with Igshaan Adams, Keith Boadwee, Ryan Brewer, Elijah Burgher, Nicolaus Chaffin, Michael Dudeck, K8 Hardy, Matthias Herrmann, Reima Hirvonen, Yeonjune Jung, Mark Jan Krayenhoff van de Leur, Chrysanne Stathacos, Scott Treleaven and JX Williams.

www.grazerkunstverein.org

 

A PERFECT MATCH

THE COLLECTIONS AT THE PINAKOTHEK DER MODERNE CONGRATULATE PIN. ON ITS 50TH ANNIVERSARY

30/07/2015 – 06/03/2016  Pinakothek der Moderne

 50 years of PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne! The anniversary is the perfect opportunity to demonstrate the success of the collaboration of the museum with its Friends through important acquisitions, to remember significant milestones and to revisit pertinent discussions on art from over the decades. The show features works from the areas of painting (Peter Doig, Neo Rauch, Andy Warhol), sculpture (Elmgreen & Dragset, Wade Guyton, Donald Judd), new media art, photography and room-sized installations such as ‚The 4 Seasons of Veronica Read‘ (2001) by Kutlug Ataman, ‚Pilze/Funghi‘ (1997–1998) by Peter Fischli and David Weiss, and the ‚Munich Installation‘ (1991–2005) by Wolfgang Tillmans.

With friendly support by Legero Schuhfabrik GmbH / con-tempus.eu

www.pinakothek.de

 

MARK LECKEY + ALESSANDRO RAHO

We Transfer

11/09 – 01/11/2015  Secession

We Transfer, Mark Leckey’s first solo show in Austria, focuses on the notion of transformation, conversion, transcendence. The simultaneity of different modes of existence (virtual vs. real), or of consciousness, that is significant for the present networked digital era is an issue inherent in a number of works by this British artist, whom the Guardian recently labelled ‘the artist of the YouTube generation.’ Leckey counters the view that smart technologies and an ever denser network of algorithms increasingly rationalises us users and transforms us into inhuman cyborgs with an alternative account: the network and its coordinates, he proposes, in fact engender a chaotic irrationalism, an unconscious. Everyone has his or her own individual—and, as the artist puts it, “autistic”—grid in which images, information, and recollections are stored.

www.secession.at

 

Zilla Leutenegger

RING MY BELL

26/06 – 04/10/2015  Pinakothek der Moderne

Combining drawing, photography, sculpture, and projections, the complex installations of Swiss artist Zilla Leutenegger (b. 1968) successfully expand the two-dimensional picture plane into three-dimensional space and set it in motion. Developed between 2004 and 2007, the series Apartment comprises seven projections, each dedicated to a specific area of a dwelling; a kitchen, a bathroom, a library, a hallway, etc. Inhabited by the alter-ego of the artist – who we observe performing quotidian, repetitive acts – subtle, atmospherically charged narratives about existence begin to emerge. The group of works, whose acquisition by the Free State of Bavaria was made possible through a generous donation by the Goetz Collection, is now on display for the first time at the Pinakothek der Moderne. Specifically for this exhibition, the artist is also showing new sculptures and prints, furtherdeveloping the idea of a living artwork that unfolds in time.

www.pinakothek.de

 

THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

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