Frühling im Grazer Kunstverein

Isabel Nolan / Spare Rug for Marie Lieb’s room / Psychiatrische Klinik Heidelberg, 1894 (a.k.a. Circumstances shape an emptiness), 2012.

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Frühling im Grazer Kunstverein

10/03 – 09/06/2017

Der Frühling im Grazer Kunstverein ist eine Saison, die von der Wirkung der Kunst im Kontext 
eines Erbauens von Welten und einer gelebter Umgebung inspiriert ist. Im Geist der 
österreichischen Café-Kultur und in der irischen Tradition des Pubs beschäftigt sich 
diese Periode damit, wie Kunst unsere Denkprozesse gleichzeitig bereichern und 
verwirren kann, wie am Beispiel vom Werk Isabel Nolans; uns durch die Arbeit Isabella 
Kohlhubers unterstützen, befähigen und stärken kann; und durch eine Reihe von 
Forschungsinitiativen und Kooperationen darüber reflektiert, was es heißt, zusammen 
lebendig zu sein. Außerdem wird ein außergewöhnlich schönes Gedicht Adam Zagajewskis 
unsere diesjährigen Aktivitäten begleiten. Auf Anfrage wird es gerne in Englisch und Deutsch 
vom Team des Grazer Kunstvereins rezitiert.

www.grazerkunstverein.org

 

 

 

Gabriel Sierra / The First Impressions of the Year 2018 (During the early days of the year 2017) / Ausstellungsansicht, Secession 2017 © Oliver Ottenschläger

Gabriel Sierra

The First Impressions of the Year 2018 (During the early days of the year 2017)

02/02 – 26/03/2017  Secession

Das Projekt fungiert als Szenerie, als abstrakte Situation, in der es um die Wahrnehmung der Zukunft in der Gegenwart geht, wobei die Ausstellungsräume und ihre Begrenzungen als Behältnis dienen, das der Zukunft für die Dauer der Ausstellung metaphorischen Raum gibt. Die Ausstellung ist ein fiktives Ereignis, das mittels der Einfügung ortsspezifischer Werke verfährt, in deren kastenähnlicher Gestalt die physischen Eigenschaften des Raums und das von außen eindringende Licht Widerhall finden, um eine bestimmte Atmosphäre entstehen zu lassen. Raum und Zeit prallen während der Öffnungszeiten in einer phänomenologischen Erfahrung aufeinander, während jenseits der Wände, in den benachbarten Räumen und außerhalb des Secessionsgebäudes, die Gegenwart des Jahres 2017 wartet.“ (Gabriel Sierra)

Gabriel Sierras eigens für die Secession konzipierte Installation entspringt seinen philosophischen Reflexionen über Raum und Zeit. Im Mittelpunkt seiner Überlegungen stehen die Gegenwart und der Augenblick, in dem die Besucher die Galerieräume betreten, um die Vorstellung zu sehen. Darüber hinaus bezieht Sierra den konkreten Ort, die Ausstellungsräume im Untergeschoss des Hauses, gezielt in den Entwicklungsprozess seiner jüngsten Installation mit ein.

www.secession.at

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Angelika Loderer / Ausstellungsansicht / Secession 2017 © Matthias Bildstein

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Angelika Loderer

02/02 – 26/03/2017  Secession

Die Werke von Angelika Loderer könnte man als medienreflexive Skulpturen bezeichnen, insofern als die Künstlerin die Materialeigenschaften und Verarbeitungsprozesse ihrer Werkstoffe als grundlegende Parameter ihrer Arbeit in den Gestaltungsprozess einfließen lässt. Ihre Skulpturen sind häufig aus Metall gegossen oder bestehen aus „sekundären“ Materialien aus dem Bereich der Metallgießerei wie beispielsweise Wachs oder einem speziellen Gusssand, der sich durch hohe Formstabilität auszeichnet und im Sandgussverfahren verwendet wird. Er ist essentiell für die Herstellung der eigentlichen Gussform, hinterlässt im fertigen Objekt aber keine Spuren – er bleibt also unsichtbar. Loderer macht das Hilfsmittel zum Medium und „baut“ damit fragile und temporäre Skulpturen, die durch ihre Bestimmung als Gusssand auf den Werkstoff Metall verweisen und dieses gleichzeitig in einen spannenden und paradoxen Dialog zwischen der Dauerhaftigkeit des einen und der Flüchtigkeit des anderen bringen. Ihr unbefangener und experimenteller Umgang mit Materialien kennzeichnet ihre Arbeitsweise: Ungewöhnliche Materialkombinationen erzeugen reizvolle Objekte, die mitunter an „performative Skulpturen“ denken lassen.
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Svenja Deininger / Echo of a Mirrow Fragment / Ausstellungsansicht / Secession 2017 © Markus Wörgötter

Svenja Deininger

Echo of a Mirror Fragment

02/02 – 26/03/2017  Secession

Mit Svenja Deininger wird im Hauptraum der Secession eine Vertreterin österreichischer Malerei der jüngeren Generation präsentiert. Die 1974 in Wien geborene Künstlerin studierte zunächst in Münster beim Konzeptkünstler Timm Ulrichs, später Malerei bei Albert Oehlen in Düsseldorf. Charakteristisch für ihre Arbeiten, die zwischen Abstraktion und – zumindest angedeuteter – Gegenständlichkeit balancieren, ist zum einen ihre eigenwillige Bildkomposition, zum anderen der spezielle Bildaufbau, den die Künstlerin in mehreren Schichten anlegt. Die Arbeitsweise kommt ihrem Interesse entgegen, auf der flachen Leinwand Räumlichkeit oder eine gewisse Stofflichkeit zu behaupten, die stets in der Schwebe zwischen einem Konkretwerden und Unbestimmtsein bleibt.

Deininger versteht Malerei als Prozess: ihre Bilder, an denen sie oft über lange Zeiträume arbeitet, betrachtet sie nicht als abgeschlossene Einheiten. Vielmehr dient ihr die Bildwerdung selbst zum Nachdenken und als gedankliche Weiterführung einer Form oder Komposition – das Imaginieren des zukünftigen Bildes und wie es in einem räumlichen Kontext steht, sind somit essenzielle Elemente des künstlerischen Prozesses. Wie an einem Text feilt die Künstlerin an der Sprache ihrer Kunst. Ihre Arbeiten versteht sie als Teile eines Systems, deren Beziehung zueinander es zu untersuchen gilt, wenn sie aufeinander treffen. Sie variiert wechselweise kleine und große Formate und erzeugt durch deren Kombination und Anordnung im Raum eine Spannung, die zusammen mit ihrer Formenpalette ein „Deiningersches Idiom“ ergeben.

www.secession.at

Untitled, 2016  © Wade Guyton

WADE GUYTON – Das New Yorker Atelier

 ‐    Museum Brandhorst

Wade Guyton hat in den letzten beiden Jahren eine neue Bildserie geschaffen, die im Museum Brandhorst erstmals in ihrer ganzen Breite und Komplexität vorgestellt wird. In seinen bisherigen Werken hatte Guyton sich vor allem auf minimalistische Zeichen konzentriert – den Buchstaben X, monochrome Flächen oder Streifen –, seine neuen Leinwände überraschen mit vielfältigen Motiven und Techniken: Schnappschüsse aus seinem New Yorker Atelier, Screen Shots der Homepage der „New York Times“ aber auch abstrakten Formen. Letztere sind Zooms in die Matrix digitaler Bilder und gewähren gleichsam einen Blick in die „Anatomie“ der digitalen Bildsprache.
In der Ausstellung im Museum Brandhorst werden insgesamt 33 Bilder auf Leinwand, eine Serie von 16 Vitrinen mit Zeichnungen und eine Filmprojektion zu sehen sein. Es erscheint ein Katalog mit einem Gespräch zwischen Johanna Burton, Wade Guyton und Achim Hochdörfer, der die jüngsten Entwicklungen in Guytons Werk umfassend dokumentiert.

www.museum-brandhorst.de

Seth Price / Like Whiskey Poured from a Rice Paper Flask, 2013 /102 x 122 x 2,5 cm © Seth Price

Schiff Ahoy
Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst

09/06 — 23/04/ 2017  Museum Brandhorst

Mit „Dark Pop“ und „Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich“ stand das Museum Brandhorst 2015 ganz im Zeichen der Pop Art. Kontrapunktisch dazu setzt „Schiff Ahoy – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst“ bei Positionen der Minimal Art und des Postminimal, der Arte Povera und der Konzeptkunst an. Mit rund 150 Werken aus der Sammlung richtet „Schiff Ahoy“ den Blick auf die ungebrochene Relevanz der Kunst der 1960er- und frühen 1970er-Jahre für die zeitgenössische Kunstproduktion. Künstler wie Carl Andre, Joseph Beuys, James Lee Byars, Andre Cadere, Mario Merz, Ed Ruscha, Niele Toroni, Richard Tuttle oder Lawrence Weiner experimentierten in dieser Zeit mit neuen Materialien, Fertigungsmethoden und Arbeitsfeldern, aber auch mit einem neuen Körperbegriff. Sie stellten den statischen und abgeschlossenen Werkcharakter infrage, adressierten offensiv die Rolle des Betrachters und beschäftigten sich mit alternativen künstlerischen Formaten und Distributionswegen. Diese Aspekte sind nach wie vor virulent und fruchtbar und offenbaren zahlreiche Verbindungslinien innerhalb der Sammlungsbestände von 1958 bis heute.

www.museum-brandhorst.de

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Museum Judenplatz zeigt in neuer Ausstellung Fotografien von Michael Horowitz

© Horowitz

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50 Jahre Menschenbilder

02/12 – 28/05/2017 Jüdisches Museum Wien

Diese Ausstellung im Museum Judenplatz bietet einen Einblick in die Porträtfotografie von Michael Horowitz. Der 1950 in Wien geborene Fotograf, Journalist und Autor – er verfasste u.a. Biographien über Heimito von Doderer, Egon Erwin Kisch, Karl Kraus sowie Helmut Qualtinger und H.C. Artmann – ist geprägt durch die Geschichte seines Vaters, eines bekannte Theaterfotografen. Die Familie stammte aus Galizien, kam in den 1920er Jahren zu Verwandten nach Wien, die hier eine Textilfirma betrieben und überlebte in Shanghai und Frankreich den 2. Weltkrieg. Michael Horowitz begann mit 16 zu fotografieren und hat später durch seinen Beruf als Journalist und Chefredakteur der „Freizeit“ unzählige der wesentlichen Protagonisten getroffen, sei es aus Politik, Wissenschaft, Kunst oder Kultur. Und: er hat sie alle fotografiert. Seine Art von Fotografie ist dokumentierte Zeitgeschichte.

www.jmw.at

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Tauba Auerbach

Eiserner Vorhang

30/11 – 30/06/2017  Wiener Staatsoper

Die Künstlerin Tauba Auerbach wurde vom museum in progress eingeladen, den Eisernen Vorhang der Wiener Staatsoper für die Opern- und Ballettsaison 2016/2017 zu bespielen. Seitdem das museum in progress die Ausstellungsreihe für den Eisernen Vorhang im Jahr 1998 ins Leben gerufen hat, wurden u. a. Joan Jonas, Maria Lassnig, Jeff Koons und David Hockney eingeladen, die Brandschutzbarriere zu einer zeitgenössischen Ausstellungswand zu transformieren.

Tauba Auerbach setzt sich mit der hybriden Identität des „Eisernen Vorhangs“ auseinander – einerseits suggeriert „Vorhang“ einen weichen Stoff und andererseits handelt es sich hierbei um eine massive Wand aus Eisen. Für ihr Großbild fotografierte die Künstlerin ein Fließband einer Fabrik, das aus einem biegsamen Material aus festen, spiralförmigen Metallteilen besteht. Leicht gehoben, angewinkeltund in leuchtenden Farben präsentiert sich Auerbachs „Eiserner Vorhang“ als porös und beinahe surreal-ornamental.

„Eiserner Vorhang“ ist ein Projekt des museum in progress in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding, 2016 ermöglicht durch Phileas – A Fund for Contemporary Art in Partnerschaft mit Legero Schuhfabrik | con-tempus.eu.

www.mip.at

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1-sujet Bettina Ehrlich-Bauer / Selbstportrait © Jüdisches Museum Wien

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Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938

04/11 – 01/05/2017 Jüdisches Museum Wien

Wien um 1900 war auch eine Stadt der Frauen. Am Aufbruch in die Moderne waren viele Künstlerinnen beteiligt, die sich trotz der schlechten Rahmenbedingungen für Frauen im Kunstbetrieb durchsetzen konnten. Ein überdurchschnittlicher Anteil dieser Künstlerinnen kam aus assimilierten jüdischen Familien. Malerinnen wie Tina Blau, Broncia Koller-Pinell, Marie-Louise von Motesiczky oder die Keramikerinnen Vally Wieselthier und Susi Singer haben heute ihren Platz in der Kunstgeschichte. Doch viele andere sind – zu Unrecht – in Vergessenheit geraten wie die Bildhauerin Teresa Feodorowna Ries, die Malerinnen Grete Wolf-Krakauer und Helene Taussig oder die Malerin und Graphikerin Lili Réthi. Die Ausstellung „Die bessere Hälfte“ stellt mehr als 40 Künstlerinnen vor und zeichnet deren außergewöhnliche Ausbildungs- und Karrierewege nach, die vom Kampf um Anerkennung in einer männlich dominierten Kunstszene erzählen, aber auch von vielversprechenden Karrieren, die durch Vertreibung und Exil unterbrochen oder in den Vernichtungslagern des Nationalsozialismus für immer beendet wurden. Eine Ausstellung mit vielen neuen Erkenntnissen und Wiederentdeckungen.

www.jmw.at

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01_jk_antihappening_1965Július Koller Antihappening. Systém subjektívnej objektivity / Antihappening. System of Subjective Objectivity, 1965 / Grüner Briefmarkenstempel, Tinte, auf Papier / 11,5 x 16,5 cm © Bratislava City Gallery und/and Július Koller Society

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Julius Koller

One Man Anti Show

24/11 – 17/04/2017 mumok

Július Koller (1939–2007) ist eine der zentralen Künstlerpersönlichkeiten Osteuropas seit den 1960er-Jahren, deren Werk von großer internationaler Bedeutung ist. Diese bisher umfassendste Retrospektive des slowakischen Künstlers dokumentiert seinen eigenständigen Beitrag zur Neoavantgarde anhand einer grundlegenden Aufarbeitung künstlerischer und archivalischer Materialien.
Kollers Werk entwickelt sich in kritischer Distanz zur kommunistischen Herrschaft und deren offizieller Kunst, stellt aber auch Traditionen der Moderne und Konventionen des westlichen Kunstbetriebes infrage. Seit Mitte der 1960er-Jahre gestaltet er mit Antihappenings und Antibildern ein von spielerischer Ironie und Skepsis geprägtes Werk, das mit dadaistischem Gespür seine radikal-skeptische Haltung mit innovativen Ansätzen verbindet. So malt er Objekt-Bilder in weißer Latexfarbe und Bilder mit dem Motiv des Fragezeichens, das zum universellen Symbol seiner Alltags- und Realitätsbefragung wird.

www.mumok.at

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Ozan Mermer © 2016

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Kunstvermittlungsprojekt YES, WE’RE OPEN! 

Das interkulturelle Vermittlungsprojekt der Pinakothek der Moderne

Die Welt, in der wir leben, hat sich stark verändert. Flucht und Migration, kulturelle Vielfalt bei gleichzeitiger Radikalisierung, Integration, Globalisierung und Entwurzelung berühren unsere Gesellschaft. Nicht nur in Politik und Wirtschaft, auch in der Kultur findet ein Umdenken statt. Das Museum definiert seine Aufgaben neu. Mit Projekten, die eine Begegnungsplattform für Geflüchtete und Menschen aus Bayern anbieten, reagiert es auf die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Eine neue Perspektive für Europa muss den politischen, den ökonomischen und den kulturellen Blick miteinander in Beziehung setzen.

Die Pinakothek der Moderne hat mit dem Vermittlungsprojekt „YES, WE’RE OPEN!“  Anfang dieses Jahres eine interkulturelle Plattform für Ankommende und Anwesende, für Geflüchtete und Menschen aus Bayern geschaffen. Im Herzen des Museum wurde ein Kunstvermittlungsraum für dieses Programm geschaffen. Ein Novum in der Museumslandschaft. Kinder und ihre Eltern, Jugendliche und Erwachsene finden hier mehrmals wöchentlich offene Türen, um in geschütztem Umfeld die Begegnung mit einer neuen Kultur zu wagen. Mit YES, WE‘ RE OPEN! setzt das Museum ein Zeichen für die Bedeutung der Kunst als Ausdruck menschlicher Kreativität, Toleranz und Offenheit jenseits sprachlicher und kultureller Barrieren. Das Programm ist unbefristet und soll durch eine Vielzahl einzelner, vernetzter Angebote und Projekte stetig weiterentwickelt und ausgebaut werden. Allen Projekten ist der Fokus auf Kommunikation und das Miteinander der Kulturen sowie die Verknüpfung mit Kunstwerken und Objekten aus der Pinakothek der Moderne gemein.

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne E.V.

www.pin-freunde.de

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Eva Leitolf, Überfahrt, Melilla – Almería, Mittelmeer 2009 (aus: „Postcards from Europe“)  

GLOBAL PREKÄR. FLUCHT, TRAUMA UND ERINNERUNG IN DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE

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Politische und gesellschaftliche Konflikte zu dokumentieren gehört seit jeher zu den zentralen Aufgaben von Fotografie. Die neu eingerichtete Präsentation aus den Sammlungsbeständen widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Vertreibung sowie Entwurzelung und Flucht. Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Arbeiten aus der Beschäftigung mit den noch immer nachwirkenden Folgen des 2. Weltkriegs. Sie fokussieren ihren Blick jedoch auch auf die Konflikte zwischen der sogenannten Ersten und der Dritten Welt, sei es entlang des amerikanisch-mexikanischen Grenzzauns oder an den europäischen Außengrenzen. Ihre vielschichtigen visuellen Erzählungen gehen von konkreten Ereignissen aus, deren historische Überlieferung und gesellschaftliche Relevanz sie kritisch reflektieren. Den Bildern der Medien wie den offiziellen Verlautbarungen setzen sie eine andere, aus der persönlichen Perspektive gewonnene Lesart entgegen.

Mit Werken von Roy Arden, John Gossage, Anselm Kiefer, Eva Leitolf, Michael Schmidt, Jeff Wall

www.pinakothek.de

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1-9898-1475566686Albert Renger-Patzsch / Bohrerstraße und Zeche Victoria Mathias, Essen, 1929 © Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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ALBERT RENGER-PATZSCH. Ruhrgebietslandschaften

‐    Pinakothek der Moderne

Am 27. September 2016 jährt sich zum 50sten Mal der Todestag des Industrie- und Sachfotografen Albert Renger-Patzsch (1897 Würzburg – 1966 Wamel). Er zählt mit Karl Blossfeldt und August Sander zu den bedeutendsten Vertretern der Fotografie der Neuen Sachlichkeit. Renger-Patzschs sachlich klare Darstellungen von industriellen Objekten, Alltagsgegenständen und Architektur waren richtungsweisend für die Bildästhetik der Fotografie der Moderne und wirken bis heute nach.

Den Jahrestag zum Anlass nehmend, weisen wir auf die Ausstellung »Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften« aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne hin. In den Jahren 1927-1935 nahm Albert Renger-Patzsch eine umfassende fotografische Serie von Stadtrand- und Haldenlandschaften, Vorstadtsiedlungen, Schrebergärten und Zechenanlagen im Ruhrgebiet auf. Diese Werkgruppe stellt eine der wenigen nicht auftragsgebundenen Arbeiten Renger-Patzschs dar. Mit ihrer zurückhaltenden Emotionalität und kompositionellen Klarheit markieren die Aufnahmen eine signifikante Position im künstlerischen Genre Landschaft, wie sie beispielsweise in der zeitgleichen Malerei selten zu finden ist. Rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung sind Albert Renger-Patzschs Ruhrgebietsfotografien aktueller denn je; sie geben einen visuellen Kommentar zur heutigen Diskussion um Urbanität, Zersiedlung und Umnutzung von Folgelandschaften.

www.pinakothek.de

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JMW_Postkarte_final.inddPraterstraße 23, 1902–1908; Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1911. Weitere Adressen: Rathausstraße 13, 1895 –1902; Krugerstraße 8, 1902–1903 aus: The Shabbat Room, 2013

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The Shabbat Room.

Eine Rauminstallation von Maya Zack

Jüdisches Museum Wien

Die permanente Rauminstallation The Shabbat Room von Maya Zack verbindet das erste Jüdische Museum Wiens mit dem heutigen. Die 1976 in Israel geborene Künstlerin rückt mittels künstlerischer Recherche die sogenannte Gute Stube des um 1900 berühmten Malers Isidor Kaufmann wieder ins Bewusstsein. Diese zentrale Museumsinstallation war ein wichtiges Zeugnis von Kaufmanns Suche nach Bildern eines „ursprünglichen“ Judentums bzw. nach dem Background der Wiener Jüdinnen und Juden um 1900. Kaufmann unternahm diese Suche Jahr für Jahr in den nordöstlichen Kronländern. Mit seiner 1899 installierten Guten Stube schenkte er den Wiener Jüdinnen und Juden einen Raum für die Erinnerung an das Familienleben ihrer eigenen Kindheit oder an das ihrer Eltern. Die Installation der Guten Stube wurde 1938 bei der gewaltsamen Schließung des ersten Wiener Jüdischen Museums zerstört.

www.jmw.at

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(c) Nikolaus Gansterer

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THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

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Gabriel Sierra

The First Impressions of the Year 2018 (During the early days of the year 2017)

02/02 – 26/03/2017  Secession

Conceived especially for the Secession, Gabriel Sierra’s installation grows out of his philosophical reflections on space and time. He is concerned with the idea of the present time and the moment when the visitor—as spectator—enters the gallery to see the show. As Sierra developed this most recent installation, he also worked closely with the concrete site, the downstairs galleries at the Secession.

www.secession.at

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Svenja Deiringer

Echo of a Mirror Fragment

02/02 – 26./03/2017  Secession

With Svenja Deininger the Secession is presenting an artist who represents a younger generation of Austrian painters in its main exhibition space. Deininger, who was born in Vienna in 1974 first studied in Münster under conceptual artist Timm Ulrichs and later painting under Albert Oehlen in Düsseldorf. Her idiosyncratic pictorial composition on the one hand and, on the other, the specific way in which the painting is designed layer by layer is characteristic of her works, which balance between abstraction and a figuration that is – at least – hinted at. This method of working corresponds to her interest in suggesting spaciality on the flat canvas or asserting a certain materiality that is permanently poised between becoming concrete and remaining indefinite.

www.secession.at

WADE GUYTON – Das New Yorker Atelier

  Museum Brandhorst

Over the last two years, Wade Guyton has created a new series of paintings that will be on view at the Museum Brandhorst for the first time in its full range and complexity. While minimalist symbols such as the letters X and U, stripes, and monochrome surfaces were the prominent features in his previous work, Guyton’s new canvases surprise with an array of diverse motifs and techniques: cell phone snapshots of his New York studio, screen captures of the online edition of the New York Times, as well as abstract forms.

www.museum-brandhorst.de

Schiff Ahoy
Contemporary Art from the  Brandhorst collection

09/06 – 23/04/ 2017  Museum Brandhorst

With the 2015 exhibitions ‘Dark Pop’ and ‘Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich’, Museum Brandhorst immersed itself in Pop Art. ‘Schiff Ahoy – Contemporary Art from the Brandhorst Collection’ provides a counterpoint, taking works of minimal and post-minimal art, Arte Povera, and conceptual art as its point of departure. With approximately 150 works from the collection on display, ‘Schiff Ahoy’ [Ship Ahoy] confirms the continued relevance that art from the 1960s and early 1970s holds for contemporary artists working today.

www.museum-brandhorst.de

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Horowitz: fifty years of portrait photos

02/12 – 28/05/2017 Jewish Museum Vienna

This exhibition at Museum Judenplatz offers an insight into the portrait photography of Michael Horowitz, photographer, journalist, and author, born in Vienna in 1950. He has written biographies of Heimito von Doderer, Egon Erwin Kisch, Karl Kraus, Helmut Qualtinger, and H.C. Artmann, inspired by his father, a well-known theater photographer. The family came from Galicia to Vienna in the 1920s to join relatives who managed a textile company. Forced to leave Austria, they survived World War II in Shanghai and France. Michael Horowitz started taking pictures at the age of sixteen and through his job as a journalist and editor-in-chief of Freizeit met countless celebrities from the world of politics, science, art, and culture—and photographed them all. His photography is effectively a document of contemporary history.

www.jmw.at

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Tauba Auerbach

Safety Curtain

30/11 – 30/06/2016 State Opera House Vienna

Artist Tauba Auerbach was commissioned by museum in progress to design the Safety Curtain for the Vienna State Opera House for its 2016/2017 opera and ballet season. Since the Safety Curtain project was inaugurated in 1998, artists including Cy Twombly, Joan Jonas, Maria Lassnig, Jeff Koons, and David Hockney have been among those invited to transform the curtain into a contemporary exhibition screen. From autumn 2016 until summer 2017, a new work by Auerbach will be on display in the Opera House.

“Safety Curtain” is a project of museum in progress in cooperation with the Vienna State Opera and the Bundes- theater-Holding, made possible in 2016 by Phileas –A Fund for Contemporary Art with its partner Legero The Footware Company | con-tempus.eu.

www.mip.at

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The Better Half: Jewish Women Artists Before 1938

04/11 – 01/05/2017 Jewish Museum Vienna

Female artists in Vienna had a very difficult time of it before 1938. It is therefore all the more surprising how many women managed to succeed in this métier. A large number of them came from assimilated Jewish families. Painters like Tina Blau, Broncia Koller-Pinell, Marie-Louise von Motesiczky, or ceramic artists Vally Wieselthier and Susi Singer have established a place for themselves in the history of art. But many others have unjustifiably sunk into oblivion—the sculptor Theresa Feodorowna Ries, the painters Grete Wolf-Krakauer and Helene Taussig, or the painter and graphic artist Lili Rethi. The exhibition presents forty artists and describes their unusual training and careers, marked by a struggle for recognition in a male-dominated art world. It also looks at promising careers that were interrupted through exile or ended forever in the Nazi extermination camps. An exhibition with lots of new discoveries.

www.jmw.at

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Julius Koller

One Man Anti Show

24/11 – 17/04/2017  mumok

Július Koller (1939–2007) is one of the most important Eastern European artists working since the 1960s, whose art had and has considerable international significance. This is the most comprehensive exhibition of the Slovak artist’s work to date, documenting his independent contribution to the neo-avantgarde and based on painstaking research into his art and archives.

wwww.mumok.at

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The Shabbat Room. An installation by  Maya Zack

Jewish Museum Vienna

The permanent installation The Shabbat Room by Maya Zack, born in Israel in 1976, offers a link between the first Jewish Museum and the present one. Through her artistic research, she revives the early twentieth-century Gute Stube by the artist Isidor Kaufmann. This installation, which was central to the museum, was the fruit of Kaufmann’s search for a more authentic Judaism and was intended to remind the Jews of the time of their origins. It took the artist from Vienna to the north-eastern crown lands. The installation offered the Jews of Vienna a place where they could reflect on family life during their own childhood or that of their parents. It was destroyed in 1938 when the first Jewish Museum was shut down.
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THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

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