herbst-Eröffnung

(c) Wonge Bermann & Grace Ellen Barkey

Grace

Grace Ellen Barkey / Jan Lauwers / Needcompany

All Tomorrow’s Parties I + II

herbst-Eröffnung

Part I: If Art Is My Lover Then Who The F*** Are You?
Fr 26/09, 19.30

Part II: All Tomorrow’s Parties
Fr 26/09, 22.30

Die legendäre Needcompany, ein Künstlerkollektiv unter der Leitung von Jan Lauwers und Grace Ellen Barkey, hat sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder neu erfunden. Und in den letzten 25 Jahren mit grenzüberschreitenden Performances auch die Theaterwelt entscheidend verändert und bereichert. Für dieses dem Experiment verpflichteten Lebenswerk wurde Jan Lauwers heuer mit dem Goldenen Löwen in der Theatersektion der Biennale in Venedig ausgezeichnet.
In „All Tomorrow’s Parties I + II“ wird die Needcompany nicht nur ihrem Wagemut treu bleiben, sondern auch ihr Spiel der Grenzüberschreitung weitertreiben und wieder einmal neues Terrain betreten. Schauspiel, Tanz, Musik, Text, Bühnenbildkunst und nicht zuletzt jede Menge an Videomaterial verwenden sie in einer eigens für den steirischen herbst entwickelten und auf die Stadt Graz zugeschnittenen Produktion – in einem lustvollen Umherschweifen, in einem über Stunden hinweg zelebrierten Happening, in dem die Grenzen zwischen Kunst und Unterhaltung verschwimmen werden. Auch um so auf die Bedrohung durch eine beständig mahlende Unterhaltungsmaschinerie, durch die immerwährende Party aufmerksam zu machen.
Ein Volk, das sich selbst in einer Party verliert, hört auf zu existieren. Das sagt die Needcompany. Doch gleichzeitig gilt es auch zu feiern, was uns noch verbindet, was wir Menschen teilen und was wir noch nicht verloren haben. Ein Abend, der den Zusammenprall von Widersprüchen kraftvoll zelebriert. Eine Festivaleröffnung als Drahtseilakt ohne Netz, ein in jedem Wortsinn singuläres Ereignis.

www.steirischerherbst.atjkj

 

 

 

steirischer herbst 2014

I prefer not to … share!

„I prefer not to … share!“ Ich ziehe es vor, nicht zu teilen. Wenn der steirische herbst  mit seinem Leitmotiv 2014 Anleihen an Herman Melvilles Verweigerer Bartleby nimmt, dann weil wir zerrissen sind – zwischen dem Wissen, dass wir mehr teilen und gleichzeitig auf mehr verzichten müssen, wenn wir das Auseinanderdriften der Reichsten und Ärmsten auf diesem Planeten stoppen wollen. Wir wissen, dass wir selbst im Konkreten und Privaten umkehren müssen, unsere Konsumgewohnheiten, das Ausbildungs- und Karrieredenken für unsere Kinder einem ethischen Realitätscheck unterziehen müssen. Rund um die Diskussionen zu Privatisierungen, Verstaatlichungen, dem Allgemeingut und einer Open Society im weitesten Sinne stellt sich die entscheidende Frage: Bin ich überhaupt bereit zu teilen? Was und wie viel? Nur die Verluste? Auch die Gewinne? Und wenn ja, mit wem? In der Folge stellt sich die Frage, wie wir denn wirklich Gemeinschaft verstehen, welchen Gruppen wir uns zugehörig fühlen.

Das ist nicht nur eine persönliche Frage. Die Identitätskrise Europas, der Gruppe, der die meisten von uns angehören, ist unter zunehmend verschärften ökonomischen Bedingungen eskaliert, die das Teilen zum zentralen, politisch brisanten Thema werden ließen. Hier geht es um ökonomische Fragestellungen, um die Definition dessen, was Europa ausmacht, zusammenhält, was mit wem denn geteilt wird. Es geht um Inklusion und Exklusion, um permanente Grenzziehungen. Denn die geografische Karte Europas sieht anders aus als jene, die unter ökonomischen, sozialen Blickwinkeln erstellt wird. Von Europas Abgrenzung und zunehmender Abschottung vom Rest der Welt ganz zu schweigen. „I prefer not to share!“ mag da der Leitsatz jener sein, die einem erstarkten Nationalismus frönen – solange sie nicht zu den ökonomisch schwachen Mitgliedsstaaten gehören. Während aber Europa mit sich beschäftigt ist, entstehen jenseits der Abschottung ganz andere und neue Kartografien, die den kulturellen Eurozentrismus in seiner weltweiten Bedeutung redimensionert.

Und doch bestimmt Teilen unseren Alltag. Sharen heißt das in Zeiten von Social Media. In unserer virtuellen Verbundenheit mit der Welt sind wir permanent dazu angehalten zu teilen, was uns wichtig erscheint und zugleich definiert. Wer wenig teilt, verliert an Status. Wer gar nie teilt, macht sich verdächtig.
Das Nicht-Teilen ist im digitalen Heute nicht mehr vorgesehen. Doch: Wohin gehe ich heute, wenn ich nicht teilen will, wenn ich mich nicht mitteilen, nicht vernetzen will, wenn ich raus will aus der Großgemeinschaft vermeintlicher Freunde und Communitys? Wohin führt der Weg eines kategorischen „Lieber nicht“? Raus in den Wald, rein ins Gefängnis oder können wir nur im System verschwinden? Gibt es eine Individualisierung ohne Entsolidarisierung? Was muss passieren, dass wir ganz real etwas abgeben – selbst dann, wenn es wehtut?

Wie immer haben ambivalente Gedanken das Leitmotiv des steirischen herbst geprägt, waren Ausgangspunkt für den Dialog mit den Künstlern, Kuratoren und künstlerischen Partnern des Festivals und führten zu einem vielstimmigen Programm. Diese Gedanken durchziehen einmal offensichtlicher, dann wieder versteckter oder um die Ecke kommend den steirischen herbst 2014.

www.steirischerherbst.at

 

 

 

Das Südbahnhotel (c) Yvonne Oswald

DAS

Das Südbahnhotel. Am Zauberberg der Abwesenheit.

Fotografien von Yvonne Oswald

10/09 – 11/01/2015 Jüdisches Museum Wien

Das Südbahnhotel auf dem Semmering vor den Toren Wiens steht als Symbol einer modernen und künstlerisch inspirierenden Epoche. Persönlichkeiten wie Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Karl Kraus, Alfred Polgar, Peter Altenberg, Gustav Mahler, Franz Werfel, Stefan Zweig, Sigmund Freud, Ludwig Wittgenstein, Felix Salten oder Robert Musil, die das Kultur- und Geistesleben des 20. Jahrhunderts prägten, sind in ihrem Schaffen eng mit dem Semmering verbunden. Nur 75 Jahre nach der Erschließung des Semmerings durch die Eisenbahn erklärten die Nationalsozialisten die Region als „judenrein“. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte der Semmering nie wieder zu einer solchen Blüte gelangen – die Abwesenheit der früheren Gäste hinterließ auch dort eine Lücke, die nicht zu schließen war.

Die Fotografin Yvonne Oswald hat sich auf eine intensive Spurensuche begeben und fing die verbliebene Aura im Südbahnhotel mit der Kamera ein. „Das Südbahnhotel“ ist eine fotografisch-künstlerische Arbeit über das im historischen Kontext wichtigste weitgehend original erhaltene Palasthotel Mitteleuropas. Es versinnbildlicht die Leere, die durch die Ermordung und Vertreibung der Jüdinnen und Juden entstanden ist.

www.jmw.at

 

 

 

Katharina Grosse , untitled, 2008 Ausstellungsansicht, New Orleans Biennale, Acryl auf Holz, Wand und Boden, Foto: Studio Grosse © Katharina Grosse und Bildrecht, Wien, 2013

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Katharina Grosse (DE)

„Wer, ich? Wen, Du?“

06/06 – 12/10/2014 Kunsthaus Graz

Alles fließt: Katharina Grosse lässt Böden in das Bild wachsen, Farbe legt sich unscharf über Leinwand-Landschaften, Räume und Funktionsobjekte erfahren eine skulpturale Kleidung. Durch minimale Perspektivwechsel wird groß zu klein. Der analytische Blick auf das Detail fließt in die metaphysische Erkenntnis des Gesamten. Das Publikum begreift das Bild als eigenständiges Wahrnehmungsereignis, der den Farbraum dynamisiert. Brutal, direkt, evolutionär und physisch festzumachen. Wie das Leben selbst.

Aus der Malerei kommend und sich auch als Malerin verstehend weitet sie ihre raumgreifenden Arbeiten seit den 1990er-Jahren als mächtige Farb-Vorstöße in den körperlich erfahrbaren Raum aus. Dabei schafft sie Situationen, die Farbe physisch spürbar machen. In ihren Arbeiten sind Grenzen dazu da, gefunden, betont und gleichzeitig gesprengt zu werden. Im Kunsthaus Graz beschäftigt sich Katharina Grosse mit der Bedeutung der reduzierten Anspielung und des Theatralischen in der Farbe, indem sie einen Farbraum zum Bühnenraum ausbaut. Dabei stellen sich Fragen nach der Erfahrbarkeit von Materie und Existenz ebenso wie nach der ästhetischen Führung von Licht und Linearität.

Katharina Grosse, geb 1961 in Freiburg im Breisgau, zählt seit den 1990er Jahren zu den international bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation. Neben zahlreichen internationalen Ausstellungsprojekten im musealen, wie auch im öffentlichen Raum, erhielt sie den Oskar Schlemmer Preis, Großer Staatspreis Baden-Württemberg, 2014.

www.museum-joanneum.at

 

 

Karl Neubacher, Zimmerlinde, 1975, Filmstill, Film, 16 mm, Farbe © Karl Neubacher

KARL NEUBACHER

Karl Neubacher (AT)

Medienkünstler, 1926-1978

18/06 – 12/10/2014 Kunsthaus Graz

Karl Neubacher zählt neben Richard Kriesche und Peter Gerwin Hoffmann zu den Pionieren der Avantgarde bzw. der Konzeptkunst in der Steiermark. Die Tatsache, dass sich in Graz in den 1960er- und 1970er-Jahren auf diesem Gebiet Maßgebliches und weit über den regionalen Zusammenhang hinaus Wirksames entwickelte, gibt den Protagonisten Relevanz und hebt sie aus der Enge der Provinzialität deutlich heraus.

Neubacher, der sich 1969 mit Goeschl, Kriesche, Haberl, Hoffer u. a. zur Produzentengruppe pool zusammenschloss, war hauptsächlich als Grafik-Designer tätig. Als solcher hat er maßgebliche Arbeiten für die Kunstzeitschrift pfirsich, das Avantgardefestival steirischer herbst, die Firma HUMANIC u. a. realisiert.  Seine Plakate, die immer künstlerische Konzepte zur Grundlage hatten, wurden international bekannt und ausgezeichnet. Die Zusammensicht von Gebrauchskunst und strengen Formen der bildenden Kunst erzeugte ein einzigartiges Spannungsfeld, das für Karl Neubachers künstlerische Praxis bestimmend wurde.

Sein hauptsächlich eingesetztes Medium war die Fotografie. Daneben aber mindestens genauso wichtig war ihm der eigene Körper, den er in Performances einsetzte und mit den Medien Fotografie und Film dokumentierte – er selbst als „öffentliche Kunstfigur“.  Die in den 1970er-Jahren entstandenen Kurzfilme machen Karl Neubacher zu einem bis dato unentdeckten Avantgardefilmer.

Der Künstler wurde durchaus international rezipiert, jedoch ist Neubachers Werk heute nahezu in Vergessenheit geraten. Auch aufgrund seines frühen Todes handelt es sich um ein recht schmales Werk, das nicht zuletzt durch die Verweigerungshaltung des Künstlers niemals Eingang in den Kunstmarkt gefunden hat.
Die umfangreiche Retrospektive dieses spannenden und avancierten Werkes ist somit höchst angezeigt und ruft Graz als ehemalige Hauptstadt der Avantgarde in Österreich in Erinnerung.

www.museum-joanneum.at

 

 

 

Flaka Haliti, I See a Face. Do You See a Face.  2014, Series of 10 digital photographs, edited, mounted on PVC-Forex board, 85 × 100 cm each Photo: Flaka Haliti © Flaka Haliti

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Flaka Haliti (KO)

I See a Face. Do You See a Face.

06/06 – 05/10/2014 mumok

Flaka Haliti, die Gewinnerin des Henkel Art.Award. 2013, bezieht sich in ihren gesellschafts- und medienanalytischen Arbeiten auf ihre Erfahrungen als Grenzgängerin zwischen unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Die 1982 geborene Künstlerin lebt und arbeitet sowohl in ihrer Heimatstadt Pristina als auch in München und Wien.

In der Gegenüberstellung einer Installation aus imitierten Betonwänden und einer Fotoserie mit Wolkenmotiven, in die Gesichtszüge als Computergrafiken eingezeichnet sind, konstruiert sie ein raumbezogenes Szenario von bedrohlicher Enge mit vermeintlichem Ausblick ins Offene und Weite. Das zwischenmenschliche Verhältnis von Nähe und Distanz unter den Bedingungen der Mediatisierung thematisiert eine Videoinstallation, die sich mit Fernbeziehungen im Internet auseinandersetzt.

Der Ausstellungstitel I See a Face. Do You See a Face. leitet sich von der Fotoserie mit den Wolkenporträts her und stellt eine Frage, die durch ihre Schreibweise zugleich eine Feststellung beinhaltet. Mit dieser bewussten Auflösung eindeutiger Verhältnisse und Zuordnungen unterstreicht Flaka Haliti ihr Interesse, ein Spiel zwischen Realität und Fiktion, zwischen imaginärer Nähe und räumlicher Distanz in Gang zu setzen.

www.mumok.at

 

 

 

John Baldessari, Color Corrected Studio (with Window), 1972-1973, Color photograph, painted, Photo: mumok © John Baldessari

Die

Die Gegenwart der Moderne

14/3 – 08/02/2015  mumok

In der Sammlungspräsentation Die Gegenwart der Moderne befragt das mumok das große utopische Projekt der Moderne nach seiner Aktualität und seinem Potenzial für nachfolgende Generationen. In der Neuaufstellung der Sammlung steht eine produktive Auseinandersetzung mit der Moderne zur Diskussion. Ästhetische und formale Übernahmen werden als Transfer des Repertoires der Moderne in neue Fragestellungen begriffen, die weit über die bloße Umwandlung von Moderne in selbstreferenzielle Modernismen hinaus gehen. Ein roter Faden, der sich durch das 20. Jahrhundert zieht, ist in dieser Hinsicht die Duchamp-Rezeption, die im Nouveau Réalisme und Fluxus eine große Rolle spielt. Marcel Duchamp, der die Produktion verweigerte, antworteten diese KünstlerInnen mit einer Überzahl von ihm gewidmeten Werken.

Die Gegenwart der Moderne zeigt die bei unserem Publikum beliebte Sammlung der klassischen Moderne in einer Neuaufstellung, die Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Möbel und Architekturmodelle umfasst. In der Verschränkung der alten mit den neuen Medien kommt der Fotografie eine besondere Aufgabe zu, die in der Ausstellung an Werken von Karl Blossfeldt oder René Magritte besonders deutlich hervortritt.
Erstmals setzt das mumok in einer Sammlungspräsentation auch einen Österreichschwerpunkt: Zu sehen sind Zeichnungen von Josef Hoffmann, Architekturmodelle von Adolf Loos oder Fotografien von Dora Kallmus.

Zentrale Themen sind darüber hinaus Architektur und urbanes Leben sowie Design und Konstruktion. So stellt Runa Islam in ihrem Film Empty the Pond to Get the Fish (2008) die modernistische Architektur des 20er Hauses, wo das mumok 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde, in Bezug zu ausgewählten Werken aus der mumok Sammlung und gibt somit das Ausstellungsthema paradigmatisch vor. In seiner fotografischen Arbeit Color Corrected Studio (with Window) (1972–1973) überträgt John Baldessari die für Mondrian typische Strukturierung von Horizontalen und Vertikalen in sein Atelier. Die Fotoserie konterkariert dessen Funktionalität, indem sie ihm den Spiegel der Moderne vorhält.

www.mumok.at

 

 

steirischer herbst 2014

Festival of new art

26/09 – 19/10/2014

steirischer herbst has re-invented itself many times in its history – an amorphous institution in progress that poses the question as to its conditions and necessities as a very individual platform for new art every year.

As a festival, steirischer herbst is special in many respects: by dint of its many voices, its promotion of communication between the various disciplines of art, thanks to the link-up of aesthetic positions and theoretical discourse. Its clear-cut positioning as a festival of production and processes, of facilitation and initiation is also special – and increasingly necessary in the international politico-cultural situation.

The incorporation and networking of both international and regional artists, scenes and contexts is a central issue – steirischer herbst did, after all, emerge from an initiative of local scenes, on the one hand, and has taken productive advantage of its proximity to Slovenia, Croatia and the Central and Eastern European regions (long before the opening of most borders), on the other.

www.steirischerherbst.at

 

 

Südbahnhotel. The Magic Mountain Abandoned.

Photographs by Yvonne Oswald

10/09 – 11/01/2014 Museum Judenplatz

The Südbahnhotel in Semmering near Vienna is the symbol of a modern and artistically inspiring epoch. Artists like Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Karl Kraus, Alfred Polgar, Peter Altenberg, Gustav Mahler, Franz Werfel, Stefan Zweig, Sigmund Freud, Ludwig Wittgenstein, Felix Salten, and Robert Musil, all of whom helped shape twentieth-century cultural and intellectual life, are closely linked with Semmering.
Just seventy-five years after the railway opened up the region, the Nazis declared Semmering “free of Jews.” After World War II, Semmering was never able to regain its former glory. The absence of earlier guests left a vacuum that has never been filled.

The photographer Yvonne Oswald set off to seek the traces of this bygone era and capture the residual aura of the Südbahnhotel with her camera. “Das Südbahnhotel” is an artistic photographic work with the extensively intact palace hotel, within its historical context one of the most important in Central Europe, as its subject. It is also a metaphor for the vacuum created through the murder and expulsion of the Jews.

www.jmw.at

 

 

Katharina Grosse (DE)

Who, I? Whom, you?

06/06 – 12/10/2014 Kunsthaus Graz

Everything flows: painter Katharina Grosse grows floors into pictures, blurs paint over canvas landscapes, while spaces and functional objects are given sculptural clothing. Minimal shifts in perspective transform large into small. An analytical view of detail flows into metaphysical understanding of the whole. The public perceive the picture as an independent cognitive event that dynamises the colour space. Capturing it in a brutal, direct, evolutionary and physical way. Like life itself.

Grosse originally comes from painting and sees herself as a painter. Since the 1990s has expanded her three-dimensional works as powerful incursions of colour into physically experienced space. In doing so she creates situations that make colour physically palpable. In her works, boundaries exist in order to be found, accentuated and at the same time blown open. At the Kunsthaus Graz, Grosse addresses the meaning of reduced allusion and the theatrical side of colour by developing a colour space into a stage space, raising questions about the experiential nature of matter and existence and also about the aesthetic control of light and linearity.

www.museum-joanneum.at

 

 

A Singular Form

27/06 – 24/08/2014  Secession Wien

A Singular Form brings together works of art and ‚everyday‘ objects that, because of their nature and of the way they have been displayed, pursue potential uses and meanings that go beyond those usually assigned to them. On display at Secession, these objects should not only propose a particular approach or specific use by virtue of their mere materiality and compositional form; they also enact a release from such determinations and suspend established notions of intention, authorship, purpose and function.

A critical engagement with the form and potential meanings of art and non-art objects might be an all too generic and abstract undertaking. A Singular Form attempts to make it concrete by focusing on the sculptural form and its singularity, accompanied by a displacement from the sculptural to the functional. This shift intends to present the material structures of the objects as a starting point for mapping a series of relations in which the object can begin to act in both expected and unexpected ways.

www.secession.at

 

Karl Neubacher (AT)

Media Artist, 1926-1978

18/06 – 12/10/2014 Kunsthaus Graz

Along with Richard Kriesche and Peter Gerwin Hoffmann, Karl Neubacher is considered one of the pioneers of the avant-garde and of conceptual art in Styria. That something representative in this area developed in Graz in the 1960s and 1970s, its effects spreading way beyond the regional context, gives the protagonists relevance, lifting them clearly out of the narrow confines of provincialism.

www.museum-joanneum.at

 

 

Flaka Haliti (KO)

I See a Face. Do You See a Face.

06/06 – 05/10/2014 mumok

 Flaka Haliti, winner of the Henkel Art.Award. 2013, takes an analytical approach to society and media in her work, and refers in particular to her own experiences as an interloper between different countries and cultures. The artist, who was born in 1982, lives and works in her home city of Pristina and also in Munich and Vienna.

The exhibition title I See a Face. Do You See a Face. is taken from the photo series with cloud motifs and poses a question that is formulated so that it can also be taken as a statement of fact. In this deliberate dissolution of all clear parameters and ascription, Flaka Haliti emphasizes her interest in initiating games between reality and fiction, and imaginary proximity and spatial distance.

www.mumok.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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