How to Wear Red

Marge Monko (Detail) / Shaken not Stirred, 2012 / Courtesy the artist © Marge Monko

 Marge Monko

Marge Monko (EST)

How to Wear Red

25/10 – 02/02/2014
mumok

2012 ging der Henkel Art.Award. zum ersten Mal nach Estland: Die 1976 in Tallinn geborene Film- und Fotokünstlerin Marge Monko erhielt den mit 7.000 Euro und zwei Einzelausstellungen dotierten Preis. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen der historische Wandel vom Kommunismus zum Kapitalismus und die damit verbundene Veränderung gesellschaftlicher Rollenbilder. Sorgsam recherchiert die Künstlerin die Alltagsgeschichte der Arbeitswelt in ihrem zeitgenössischen politischen Kontext und unterzieht sie einer kritisch-analytischen Betrachtung aus weiblicher Perspektive. Dabei werden die Propaganda und das Pathos kommunistischer Ideologie ebenso einer Revision unterzogen wie die Fortschrittsgläubigkeit kapitalistischen Gewinnstrebens. Die einstigen Versprechen des Kommunismus und seiner kulturellen Industrie von Glück, Zufriedenheit und Selbstbestimmung werden als hohle und dem Verfall unterworfene Gesten erkennbar. Im Karrieredenken neoliberaler Eliten kehren sie nun unter veränderten Bedingungen und in neuen Erscheinungsformen wieder. So hat Monko bereits 2009 in der Videoarbeit Shaken Not Stirred die Brüche im Leben einer weiblichen Existenz nachgezeichnet: Nach außen dem Bild einer erfolgreichen Geschäftsfrau entsprechend, entpuppt sich die Hauptfigur als privat gescheitertes und zutiefst enttäuschtes menschliches Wesen, in dessen Umfeld die Verwerfungen zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten tiefreichender sind als je zuvor.

www.mumok.at

 

 

 

 

Guido van der Werve / Nummer veertien / home, 2012

Guido

Guido van der Werfe (NL)

at war with oneself

23/11 – 19/01/2014
Secession

Der niederländische Video- und Performance-Künstler Guido van der Werve stellt sich als Protagonist seiner Filme großen körperlichen Anforderungen. In seinen Arbeiten sucht er Zugänge zur Welt- und Selbsterfahrung, indem er den existenzialistischen Wettbewerb mit sich selbst in Szene setzt. Die Umsetzung der konzipierten Ereignisse wird von ihm jedoch nicht nur dokumentiert, sondern vielmehr als Ausgangspunkt genommen, um sie in komplexen Erzählungen über physisches Durchhaltevermögen, den Kampf mit der (eigenen) Natur, das Vergehen von Zeit und die unkontrollierbare Dynamik des Zufalls zu verdichten. Strukturell verankert van der Werve, der auch über eine klassische Ausbildung als Pianist verfügt, seine Erzählungen häufig durch Bezüge zu Biografien von Komponisten wie Rachmaninow oder Chopin sowie durch eigene Kompositionen. So entstehen Arbeiten, die mittels körperlicher Anstrengung die Determinanten von Raum und Zeit vermessen und zugleich von einer tiefen Melancholie und der Verarbeitung von Einsamkeit zeugen.
„Die Zusammenfassung persönlicher Erinnerungen und Erfahrungen ist ein Prozess, den ich in meinen Arbeiten regelmäßig anwende. Ich versuche, meine Arbeiten dadurch so offen wie möglich zu halten; ich verdichte die Erzählung derart, dass nur die Stimmung übrig bleibt. Die Stimmung ist ein Medium, das jeder nachempfinden kann, und vor allem haben alle eine ganz eigene Beziehung zu einer Stimmung. Der Künstler ist dabei nicht mehr wichtig.“ (Guido van der Werve, Interview mit Xander Karskens)
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Pratchaya Phinthong / Tod tee sweden mend thung mor-chit /2010–2013 Variable Objekte, angeordnet von Richard Birkett / Courtesy der Künstler und gb agency, Paris / Installationsansicht © Gregor Titze

 

and Materials and Money and Crisis

08/11 – 02/02/2014
mumok

Die Gruppenausstellung and Materials and Money and Crisis ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit Fragen der Materialität und der Bedeutung des Kapitals in der Kunst.Die vom New Yorker Kurator Richard Birkett in Zusammenarbeit mit dem Künstler Sam Lewitt kuratierte Ausstellung zeigt Arbeiten von elf KünstlerInnen, darunter eigens für die Ausstellung in Auftrag gegebene sowie frühere Werke, die für das mumok neu bearbeitet werden.

Der Begriff „Material“ hat in diesem Ausstellungsvorhaben eine doppelte Bedeutung: Zum einen können die Flüsse von Material und Geld –wie auch die Krisen, die zu ihrer Unterbrechung führen  – als Motiv dienen. Zum anderen beinhaltet das Thema die weiterführende Frage, in welcher Beziehung das physische Material des Werks zur Ablösung des Kapitals von der Produktion steht, wie sie sich in der globalisierten Finanzwelt beobachten lässt.

and Materials and Money and Crisis rückt die Arbeit von KünstlerInnen ins Blickfeld, die den Zusammenhang dieser drei Begriffe auf unerwartete Art und Weise darstellen  – von der Umwandlung eines Ausstellungsraums in eine Klimakammer über die Verwendung unbeständiger Materialien bis hin zu Skulpturen, deren Form durch Algorithmen festgelegt werden. Die Arbeiten in der Ausstellung versuchen technische Bedingungen und Organisationssysteme zu erfassen, indem sie Brüche inszenieren, interne Konflikte verstärken sowie Beschleunigungen und Stockungen als Abweichungen von einem idealisierten Zirkulationsaustausch in  den Vordergrund stellen. Das bedeutet, sowohl von außen wie auch von innen auf den Apparat zu wirken, der ein Kunstwerk definiert: wie die „Hard -“ und „Software“ der Produktion und der Rezeption der Malerei, die entscheidende Beziehung zwischen KünstlerIn und KuratorIn, oder die in kulturelle Institutionen eingebetteten flexiblen und zugleich hemmenden Komponenten. Das Kunstwerk wird hier als ein Ort materieller Entsprechung aufgefasst, als unbeständiges Bezugsfeld zwischen dinglichen und intellektuellen Kräften, die sich aus den zunehmend ungreifbarer und schneller werdenden Kapitalflüssen ergeben.

www.mumok.at

 

 

 

Jeff Wall / An Eviction, 1988 /2004 / Grossbilddia in Leuchtkasten, 229 × 414 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München © Jeff Wall

 

Jeff Wall in München

07/11 – 09/03/2014
Pinakothek der Moderne

Wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation hat der Kanadier Jeff Wall (geb. 1946) die Möglichkeiten bildnerischer Gestaltung, die Grenzen zwischen den Gattungen Malerei, Fotografie, Skulptur und Film, zwischen Fiktion und Realität thematisiert und das fotografische Bild neu definiert. München hat sich früh zu einem Zentrum der Jeff Wall-Rezeption entwickelt, bereits seit den frühen 1980er Jahren war sein Werk hier präsent, wurde ausgestellt, gesammelt und publiziert.

Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entsteht, vereint erstmals die in Münchner Sammlungen vertretenen Arbeiten. Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren entstanden, gibt diese 20 Werke umfassende Auswahl einen pointierten Überblick über die wichtigsten Aspekte in Jeff Walls Schaffen, teils mit heute berühmten, oftmals gezeigten Arbeiten wie »The Thinker« oder »Restoration«, aber auch durch Werke, die zu den weniger bekannten und selten gezeigten zählen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch im Schirmer/Mosel Verlag.

www.pinakotek.de

 

 

 

Ausstellungsansicht Angelika Loderer © UMJ/N. Lackner

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Förderungspreis des Landes Steiermark für zeitgenössische bildende Kunst 2013

08/11 – 09/02/2013
Kunsthaus Graz

Die Wettbewerbsausstellung zeigt Werke, die verschiedene Ästhetiken oder sogar Kunstphilosophien repräsentieren. Das einzige, was die Künstler/innen tatsächlich miteinander verbindet, ist eine mehr oder weniger formelle Zugehörigkeit zu einem bestimmten, administrativ abgeteilten Territorium – der Steiermark. In der globalisierten Welt der Kunst ist das ein Faktor, der den Charakter eines individuellen Werks nur in begrenztem Maße bestimmt. Darüber hinaus prägen die meisten Ausstellungsteilnehmer, auch wenn sie in der Steiermark geboren sind, dort studiert oder gelebt haben, heute die Wiener, Berliner oder Brüsseler Kunstszenen mit.

Wenn territoriale Identifikation für sie überhaupt eine Rolle spielt, dann nicht unbedingt die Rückbindung in die Steiermark. Deshalb war die Identifikation mit dem Land oder jegliche Form des Bezugs zu seiner Lokalität nicht der Grund, die Künstler/innen für die Ausstellung auszuwählen. Es ging nicht darum, repräsentative Beispiele jener künstlerischen Trends zu zeigen, die gegenwärtig die steirische Szene dominieren. Im Kontext des gewählten Wettbewerbsformats wären alle derartigen Zugänge höchst problematisch. Über die Auswahl entschied der Wert der einzelnen eingereichten Arbeit im Wahrnehmungsprisma der persönlichen Vorlieben des Kurators.

Die Wettbewerbsausstellung lässt sich daher als Auftritt einer von Gastkurator Jarosław Suchan, Direktor des Muzeum Sztuki, Łódź, erträumten Supergruppe sehen, die The Styrians heißen könnte, deren Mitglieder ihre angestammten Bands verlassen und für einen Augenblick ihre Kräfte vereinen, um ein unvergessliches Konzert zu geben. Repräsentativität oder Typizität ihrer Kunst sind hierbei belanglos, letztendlich zählt einzig und allein die Qualität des individuellen Beitrags – das, was in das gemeinsame Vorhaben eingebracht wird.

Kurator: Jarosław Suchan, Direktor, Muzeum Sztuki, Łódź

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 07.11.2013 um 19 Uhr im Kunsthaus Graz vergibt der Kurator folgende Sponsoren-Preise:

„con-tempus“-Preis: €  5000 : Angelika Loderer
Viktor-Fogarassy-Preis: € 4.000.-: Gregor Schmoll
Humanic-Preis: € 2.000.- : Michael Gumhold

www.museum-joanneum.at

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Nuria Guell  / Displaced Legal Application 1: Fractional Reserve, 2010 / 2011 © Wolfgang Silveri

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Herbst-Ausstellung

Liquid Assets

Nach der Transformation des Kapitals

20/ 09 – 01/12/2013
Ex-Zollamt

Im Rückblick, heißt es, klären sich die Verhältnisse. Was im Moment von der Wucht der Ereignisse überdeckt werde, würde später sichtbar: Ursachen, Gründe, Zusammenhänge, Schuldige. Aber stimmt das auch? Sind wir heute etwa, fünf Jahre nach Ausbruch der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, wirklich schlauer geworden? Haben wir die Pathologien verstanden, die eine Allianz aus Demokratie und Marktwirtschaft zu entfesseln vermag, wie wir sie nach dem Fall der Mauer für naturgegeben und alternativenlos zu halten gelernt haben? Haben wir den financial turn mit all seinen Konsequenzen, seinen verheerenden Folgen für die globale Ökonomie, aber auch für Demokratie und Menschenrechte wirklich begriffen, diese dramatische Verschiebung des Verhältnisses von Real- zu Finanzwirtschaft, in der Werte, konkret wie abstrakt, in Sekundenbruchteilen geschaffen und wieder vernichtet werden? Wissen wir, wie wir da wieder rauskommen? Warum aber ist ein Ende der Misere dann nicht in Sicht? Warum ziehen wir nicht einmal aus der schieren Gewalt, die mit dem globalen Finanzkapitalismus verbunden ist, klare Konsequenzen? Und warum scheinen uns – trotz all der Experten, die uns in Talkshows und an Runden Tischen ständig die Welt erklären – die Worte zu fehlen, wenn wir versuchen, kurz und knapp zu sagen, wie uns geschieht?

Es sind diese Mysterien, die Unsagbarkeiten und Unklarheiten, die Opazitäten und die dunklen Flecken eines Wirtschafts- und Finanzsystems, das sich nicht mehr selbst erklärt, mit denen sich die Arbeiten dieser international ausgerichteten Ausstellung „Liquid Assets“ beschäftigen. Um mit den Mitteln der Kunst die Geheimnisse und Logiken frei fließender globaler Kapitalströme zu erforschen, um vielleicht ein wenig besser zu verstehen, wie Geld und Schuldenmoral zwischenmenschliche Beziehungen zu prägen und deformieren vermögen.

www.steirischerherbst.at

 

 

 

Solidarity with Endangered Westerners © Romuald Hazoumé

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Beninese Solidarity with Endangered Westerners

21/ 09 – 12/01/2014
Kunsthaus Graz

Vielschichtige Migrationsverhältnisse fordern von den multikulturellen Gesellschaften Europas ein komplexes Verständnis des Postkolonialen heraus. Postkolonial meint dabei immer mehr eine grundsätzliche Kritik an der modernen Wissensordnung und am vereinheitlichenden Herrschaftsdiskurs des westlichen Rationalismus. Als Folge dieser postkolonialen Kritik an der Moderne beobachten wir auch die Entstehung einer Kunst, die nicht mehr modern sein will. Stattdessen erhebt sie Anspruch auf globale Zeitgenossenschaft – ohne Grenzen und Geschichte. Die Herkunft eines Künstlers relativiert sich, dafür wird die Frage, wo ein Künstler sein Publikum findet, bestimmend. Mit seiner in Afrika gegründeten NGO „Beninese Solidarity with Endangered Westerners“, die im Mittelpunkt des Projekts im Grazer Kunsthaus steht, verfolgt Romuald Hazoumé das Ziel, verarmten Menschen in Europa zu helfen. Damit kehrt er die gewohnten Verhältnisse unvermittelt um und eröffnet völlig neue Perspektiven auf die Dynamiken postkolonialer Beziehungen.

www.museum-joanneum.at

 

 

 

©  Mathias Poledna

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La Biennale di Venezia 2013

Mathias Poledna (AT)

Austrian Pavilion
01/06 – 24/11/2013
   
In seiner Arbeit beschäftigt sich Poledna mit Verbindungen zwischen Kunst und Unterhaltungskultur, der Moderne in Architektur und Design, der Sprache des Kinos und der Geschichte des Ausstellens. Seine Werke zeichnen sich durch eine rigorose Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Funktion von Bildern in Gegenwart und Vergangenheit aus. In den letzten Jahren haben sie zumeist die Form äußerst konzentrierter, filmischer Installationen mit reichen Bezügen zur Kultur des 20. Jahrhunderts angenommen.

Polednas Arbeiten sind in Österreich in den Beständen des MUMOK, des Belvedere und der Generali Foundation vertreten. International sind sie beispielsweise in den folgenden Sammlungen zu finden: The Museum of Modern Art (MoMA), New York; Whitney Museum of American Art, New York; New Museum, New York; Museum of Contemporary Art Chicago; Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles; Hammer Museum, Los Angeles; Stedelijk Museum, Amsterdam; und Museu d‘Art Contemporani de Barcelona (MACBA).

Mathias Poledna wird von der Galerie Daniel Buchholz, Berlin/Köln, der Galerie Meyer Kainer, Wien, sowie Richard Telles Fine Art, Los Angeles, vertreten.

www.labiennalevenezia.at

 

 

 

Marge Monko (EST)

How to Wear Red

25/10 – 02/02/2014
mumok

The historical change over from communism to capitalism and the associated transformation of social roles lies at the centre of her interest. The artist carefully researches the everyday history of work in its political context and subjects it to a critical and analytical examination from a woman’s perspective. In the process, the propaganda and pathos of communist ideology undergoes revision just as much as the belief in progress embedded in the capitalist striving for profit. The erstwhile promises of communism and its industrial culture of happiness, satisfaction and self-determination are recognised as hollow gestures destined to decay. They now return in changed conditions and new manifestations, in career-oriented, neoliberal elites. Thus as early as 2009, in the video work Shaken Not Stirred, Monko engaged in sketching the ruptures in the life of her female protagonist who, although she conforms to the image of a successful business woman, is revealed as a failure in her private life and leads a deeply frustrating existence in surroundings which exhibit deeper fissures between the different social strata than ever before.

www.mumok.at

 

 

Guido van de Werft (NL)

at war with oneself

23/11 – 19/01/2014
Secession

As the protagonist of his own films, Dutch video and performance artist Guido van der Werve makes great physical demands upon himself. His works chart approaches to the experience of self and the world by staging an existentialist competition with himself. However, he not only documents the realisation of the conceived events; this documentation is also taken as a starting point from which to condense them into complex narratives about physical endurance, struggling with (one’s own) nature, the passage of time, and the uncontrollable dynamics of chance. Van der Werve, who has also completed training as a classical pianist, often anchors his narratives structurally by reference to the biographies of composers such as Rachmaninov or Chopin, as well as using his own musical compositions. In this way he produces works that measure spatial and temporal determinants by means of physical effort, yet also bear witness to a deep melancholy and the need to come to terms with isolation. 

www.secession.at

 

 

and Materials and Money and Crisis

08/11 – 02/02/2014
mumok

and Materials and Money and Crisis is a group exhibition that serves as an experimental proposition towards addressing the matter of capital as it exists in the artwork. The exhibition, curated by New York-based curator Richard Birkett in dialogue with artist Sam Lewitt, brings together the work of eleven artists, including new commissions and existing artworks reconstituted for mumok. In this proposition, matter has a double meaning. On the one hand, flows of material and money – and the crisis inducing slowing of those flows – can serve as subject matter for artwork. On the other hand, the proposition implies the deeper possibility of asking after what relationship the physical matter out of which the artwork is constructed has to the dislocation of capital from production, as realized by contemporary finance.
and Materials and Money and Crisis looks toward the work of artists who conceptualize unexpected ways in which this constellation of terms hang together. The exhibition includes the work of Terry Atkinson, Maria Eichhorn, Melanie Gilligan, Gareth James, Pratchaya Phinthong, Sam Lewitt, Henrik Olesen, R. H. Quaytman, Lucy Raven, Cheyney Thompson, and Emily Wardill.

www.mumok.at

 

 

Beninese Solidarity with Endangered Westerners

21/ 09 – 12/01/2014
Kunsthaus Graz

Complex migration conditions demand a complex understanding of post-colonialism on the part of Europe’s multicultural societies. The lasting impact on the global situation from colonialism, decolonialisation and neo-colonialist tendencies brings to mind in various ways a kind of ‘liaison dangereuse’. The shifting of the term ‘post-colonial’ to a fundamental critique of the modern knowledge system and of the unifying discourse of Western rationalism results in modernity being qualified as a determining element. At present we are observing the emergence of an art that lays claim to global contemporaneity without borders or history – ‘modern’ is exchanged for ‘contemporary’. Given that contemporary art touches on problems that are of relevance worldwide, it has to be described as fundamentally global. The origin of an artist is relativised, and the question that becomes key is where an artist finds his audience.

The African artist Romuald Hazoumè founded the NGO Beninese Solidarity with Endangered Westerners with the aim of helping impoverished people in Europe. In so doing, he intervenes suddenly in this thick web of discourse, opening up an entirely new perspective. The hegemonic, euro-centric cultural claim is thereby cancelled, as are the accompanying political and social dynamics. This notion of reversing conditions, as Romuald Hazoumè plans it in his project at the Kunsthaus Graz, opens up unusual perspectives in the context of post-colonial discourse.

www.museum-joanneum.at

 

 


Liquid Assets

In the Aftermath of the Transformation of Capital

20/ 09 – 01/12/2013
Ex-Zollamt

Things clear up in retrospect, they say. What was eclipsed by the gravity of events becomes visible later: causes, reasons, connections, culprits. But is that really so? Today, for example, five years after the outbreak of the biggest post-war financial and economic crisis, have we really learned anything? Have we understood the pathologies that can be unleashed by an alliance of democracy and market economy that we learned to see as part of the natural order and without alternative after the fall of the Wall? Have we really understood the financial turn, with all its consequences, its devastating effects for the global economy, but also for democracy and human rights, that dramatic shift from real to finance industry, in which assets, concrete and abstract alike, are created and destroyed in fractions of a second? Do we know how to get out of it again?
But then why is no end of the calamity in sight? Why don’t we even draw clear conclusions from the sheer violence that goes hand in hand with finance capitalism? And why – despite all the experts constantly explaining the world to us in talk-shows and at round-table conferences – do we seem to lack words when we try to put what is happening to us in a nutshell?
The international exhibition “Liquid Assets” focuses on these mysteries, the ineffable and the obscure, the opacities and the shady sides of an economic and financial system that no longer can explain itself. In order to explore the secrets and logics of free-flowing global cash flows with the devices of art, in order perhaps to understand a bit better how money and debt morality can define and deform interpersonal relationships.

www.steirischerherbst.at

 

 

Jeff Wall in Munich

07/11 – 09/03/2014
Pinakothek der Moderne

Like virtually no other artist of his generation, the Canadian Jeff Wall
(b. 1946) redefined the possibilities of artistic composition, broaching the subject of the boundaries between the genres painting, photography, sculpture and film, as well as between fiction and reality. From early on, Munich evolved into a centre for Jeff Wall’s works where they were well-received and already being exhibited, collected and published in the early 1980s.
The exhibition, created in close cooperation with the artist, unites works in different collections in Munich for the first time. Largely dating from the 1980s and 1990s, this selection of 20 works provides a precise overview of the most important aspects in Jeff Wall’s work and includes now famous, frequently exhibited works such as »The Thinker« and »Restoration«, as well as less well-known pictures that are seldom shown.

www.pinakotek.de

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Promotion Prize of the Province of Styria

for Contemporary Fine Arts 2013

08/11 – 09/02/2013
Kunsthaus Graz

The award exhibition presents works of art drawn from different aesthetics and artistic philosophies. The only common feature linking the authors is their more or less formal relation with a certain administrative territory—Styria. However, in our globalised artworld, this aspect determines the character of individual artistic expression only to a limited degree. In addition, most of the artists participating in the exhibition—though all were born or studied or lived in Styria once — are now co-creating the artistic scenes of Vienna, Berlin or Brussels. If any territorial identification is important to them, it is not necessarily that of the province of Styria.

Hence, it was not identification with the province or any form of referring to its localness that was the criterion used in selecting artists for the exhibition. The purpose was not to exhibit representative samples of the artistic trends currently dominant on the Styrian stage. In the context of the adopted format of a competition, such approaches would prove highly problematic.The decisive factor in selecting the artists was therefore the value of each individual work, evaluated through the prism of the curator’s personal preferences.

www.museum-joanneum.at

 

 

MATHIAS POLEDNA (AT)

Mathias Poledna deals in his work with connections between art and entertainment, modernism in architecture, fashion and design, the language of film and the history of exhibition-making, often taking the specific historicity of these phenomena as his point of departure. Most recently, he has been producing extremely concentrated cinematic installations that develop complex tensions between their subject matter and the associated references and cultural notions. The artist’s interest in different ways of expressing modernity manifests itself in the special, often highly diverse subjects in his work, ranging from post-punk music to a rain forest in Papua New Guinea, and in the aestheticism and extreme reduction of their formal idiom. Though always new and in many cases created jointly with professional collaborators, they often give the impression of found material, seeming to draw on the visual language of the collective imagination of the past and the present.

www.labiennalevenezia.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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