Innen ist nicht Außen

Ulla von Brandenburg / Die Strasse / 2013 / 11 min. 20 sec.

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Ulla von Brandenburg (DE)
Innen ist nicht Außen

21/09 – 24/11/2013
Secession

Die deutsche Künstlerin Ulla von Brandenburg ergründet in ihren Filmen, Zeichnungen und Installationen die Facetten des Bühnenhaften und Theatralischen, das Verhältnis von ZuschauerInnen und AkteurInnen, die Regelhaftigkeit des Spiels sowie die Schnittstellen von Realität und Illusion.

In ihrer ersten Einzelausstellung in Österreich, Innen ist nicht Außen, zeigt Ulla von Brandenburg als Teil einer spezifisch auf den Hauptraum der Secession zugeschnittenen Bühneninstallation ihren neuen Film Die Straße. Der Schwarz-Weiß-Film Die Straße zeigt einen Mann, der in eine ihm fremde Dorfgemeinschaft kommt und sich mit den dort geltenden Ritualen und Konventionen des sozialen Umgangs konfrontiert sieht. In einer einzigen ungeschnittenen Einstellung verfolgt die Kamera wie eine dritte Person die Aktionen der DarstellerInnen, die von Brandenburg in einer ephemeren Kulissenstadt aus weißen Leinwänden unter freiem Himmel in Szene gesetzt hat.
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Doug Ashford / The Members Library: Tisha Brown / The Peacock: Sarah Browne, Germaine Kruip Sarah Browne / Carpet for the Irish Pavilion at the Venice Biennale, 2009

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Doug Ashford

21/09 – 24/11/2013
Grazer Kunstverein

Doug Ashords Herkunft ist von einer sozial engagierten Kunstpraxis in den 1980er- und 1990er-Jahren als Mitglied des New Yorker Kunstkollektivs „Group Material“ (1982–1996) geprägt. Nach der Auflösung des Kollektivs begann der Künstler ernsthaft zu malen. Die frühen öffentlichen Projekte von Group Material hinterfragten den Begriff der Kunstausstellung selbst im Hinblick auf ihre sozialen und partizipatorischen Zwecke und zweifelten damit auch das Terrain des politischen Lebens an. Ashfords aktuelle Werke fokussieren die tröstende Rolle des Kunstwerks, indem es in erster Linie tragische, aber auch politische Ereignisse in schematisch abstrakten Gemälden abbildet. Die Formen, die sich in diesem Arbeitsprozess manifestieren, beginnen beispielsweise mit Zeitungsausschnitten politischer Kundgebungen, die häufig wegen ihrer Tatsachendarstellung und ihrer imaginistischen Wirkung ausgewählt wurden. Die ProtagonistInnen in diesen Augenblicken starken sozialen Aufruhrs verkörpern eine ästhetische Haltung, während sie auf eine Notsituation reagieren; sie bewegen sich, als hätte sie das Mitgefühl in einen Impuls getragen, der die Katastrophe überwindet. Ashford abstrahiert die Szenarios durch Ausschnitte und farbige Schemata, die ein jedes für sich das Ereignis auf einer eher metaphorischen und formalen Ebene analysieren.

Der Grazer Kunstverein widmet die erste institutionelle Einzelausstellung Doug Ashfords einem Überblick über die Arbeits- und Denkweise des Künstlers und setzt in den späten 1980er-Jahren ein, als Ashford Mitglied des Künstlerkollektivs „Group Material“ war. Die Präsentation reicht bis zu neueren Arbeiten, die in der Mehrzahl aus Gemälden bestehen. Ashford ist außerdem als Gelehrter und Schriftsteller bekannt, was den Grazer Kunstverein eine Publikation in Kollaboration mit Mousse Publishing produzieren ließ, die eine Auswahl seiner Schriften anbietet. Die meisten dieser Aufzeichnungen analysieren und diskutieren das Kollektiv und das Soziale in der Kunst.

www.grazerkunstverein.org

 

 

 

Nuria Guell  / Displaced Legal Application 1: Fractional Reserve, 2010 / 2011 © Wolfgang Silveri

 

Herbst-Ausstellung

Liquid Assets

Nach der Transformation des Kapitals

20/ 09 – 01/12/2013
Ex-Zollamt

Im Rückblick, heißt es, klären sich die Verhältnisse. Was im Moment von der Wucht der Ereignisse überdeckt werde, würde später sichtbar: Ursachen, Gründe, Zusammenhänge, Schuldige. Aber stimmt das auch? Sind wir heute etwa, fünf Jahre nach Ausbruch der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, wirklich schlauer geworden? Haben wir die Pathologien verstanden, die eine Allianz aus Demokratie und Marktwirtschaft zu entfesseln vermag, wie wir sie nach dem Fall der Mauer für naturgegeben und alternativenlos zu halten gelernt haben? Haben wir den financial turn mit all seinen Konsequenzen, seinen verheerenden Folgen für die globale Ökonomie, aber auch für Demokratie und Menschenrechte wirklich begriffen, diese dramatische Verschiebung des Verhältnisses von Real- zu Finanzwirtschaft, in der Werte, konkret wie abstrakt, in Sekundenbruchteilen geschaffen und wieder vernichtet werden? Wissen wir, wie wir da wieder rauskommen?
Warum aber ist ein Ende der Misere dann nicht in Sicht? Warum ziehen wir nicht einmal aus der schieren Gewalt, die mit dem globalen Finanzkapitalismus verbunden ist, klare Konsequenzen? Und warum scheinen uns – trotz all der Experten, die uns in Talkshows und an Runden Tischen ständig die Welt erklären – die Worte zu fehlen, wenn wir versuchen, kurz und knapp zu sagen, wie uns geschieht?
Es sind diese Mysterien, die Unsagbarkeiten und Unklarheiten, die Opazitäten und die dunklen Flecken eines Wirtschafts- und Finanzsystems, das sich nicht mehr selbst erklärt, mit denen sich die Arbeiten dieser international ausgerichteten Ausstellung „Liquid Assets“ beschäftigen. Um mit den Mitteln der Kunst die Geheimnisse und Logiken frei fließender globaler Kapitalströme zu erforschen, um vielleicht ein wenig besser zu verstehen, wie Geld und Schuldenmoral zwischenmenschliche Beziehungen zu prägen und deformieren vermögen.

www.steirischerherbst.at

 

 

 

Unexpected Encounters / Kamen Stoyanov / Future Idea  2013

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Unexpected Encounters

21/ 09 – 17/11/2013
Camera Austria

Anknüpfend an Fragestellungen, die Camera Austria 2012 mit dem Projekt „Art Is Concrete“ angestoßen hat, richtet sich „Unexpected Encounters“ auf Phänomene von Normalisierung nach dem Aufstand und nach gesellschaftlichen Umbrüchen, wenn der kollektive Wunsch nach Normalität neue Mythen von Ordnung, Geschichte und Identität hervorgebracht hat. Eine Reihe von Initiativen und Gruppen aus unterschiedlichen Ländern – deren Revolutionen zum Teil bereits mehr als zwanzig Jahre zurückliegen – sind eingeladen, in Kollaboration mit Camera Austria Formate für einen Transfer zu entwickeln: Wie lassen sich politische Fragestellungen ins Feld kultureller Produktion übertragen, ohne dabei das Politische durch das Kulturelle zu ersetzen und zum Verschwinden zu bringen? Wie kann es künstlerischen Praktiken überhaupt gelingen, die komplexen politischen, institutionellen und sozialen Antagonismen in eine Materialität der Repräsentation zu überführen?

www.camera-austria.at

 

 

 

Solidarity with Endangered Westerners © Romuald Hazoumé

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Beninese Solidarity with Endangered Westerners

21/ 09 – 12/01/2014
Kunsthaus Graz

Vielschichtige Migrationsverhältnisse fordern von den multikulturellen Gesellschaften Europas ein komplexes Verständnis des Postkolonialen heraus. Postkolonial meint dabei immer mehr eine grundsätzliche Kritik an der modernen Wissensordnung und am vereinheitlichenden Herrschaftsdiskurs des westlichen Rationalismus. Als Folge dieser postkolonialen Kritik an der Moderne beobachten wir auch die Entstehung einer Kunst, die nicht mehr modern sein will. Stattdessen erhebt sie Anspruch auf globale Zeitgenossenschaft – ohne Grenzen und Geschichte. Die Herkunft eines Künstlers relativiert sich, dafür wird die Frage, wo ein Künstler sein Publikum findet, bestimmend. Mit seiner in Afrika gegründeten NGO „Beninese Solidarity with Endangered Westerners“, die im Mittelpunkt des Projekts im Grazer Kunsthaus steht, verfolgt Romuald Hazoumé das Ziel, verarmten Menschen in Europa zu helfen. Damit kehrt er die gewohnten Verhältnisse unvermittelt um und eröffnet völlig neue Perspektiven auf die Dynamiken postkolonialer Beziehungen.

www.museum-joanneum.at

 

 

 

 

© Dorian Šilec Petek

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Carmina Slovenica (SI)
Was haben sie gegen Bauern, Gnädige Frau?

“What have you got against peasants, lady?” he had asked, before he obeyed her request.

Memories are the main protagonists, and voices from the past are the ones that lead us to unexpected effects where Time takes initiative for action.

At the foot of the hill where my house sits, I step from my car and open the trunk. I take off the suit and my German shoes, rip the tie off my neck, the shirt off my breast, the buttons popping, and throw the alien clothes into the trunk. I see the stars of my motherland, they are brighter than those in Germany, there’s no smoke between me and the sky.

www.zbor-carmina-slovenica.si

 

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©  Mathias Poledna

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La Biennale di Venezia 2013

Mathias Poledna

Austrian Pavilion
01/06 – 24/11/2013
   
Mathias Poledna (geboren 1965 in Wien) hat an der Universität für angewandte Kunst und der Universität Wien studiert. Er lebt und arbeitet seit 2000 in Los Angeles.

In seiner Arbeit beschäftigt sich Poledna mit Verbindungen zwischen Kunst und Unterhaltungskultur, der Moderne in Architektur und Design, der Sprache des Kinos und der Geschichte des Ausstellens. Seine Werke zeichnen sich durch eine rigorose Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Funktion von Bildern in Gegenwart und Vergangenheit aus. In den letzten Jahren haben sie zumeist die Form äußerst konzentrierter, filmischer Installationen mit reichen Bezügen zur Kultur des 20. Jahrhunderts angenommen.

Polednas Arbeiten sind in Österreich in den Beständen des MUMOK, des Belvedere und der Generali Foundation vertreten. International sind sie beispielsweise in den folgenden Sammlungen zu finden: The Museum of Modern Art (MoMA), New York; Whitney Museum of American Art, New York; New Museum, New York; Museum of Contemporary Art Chicago; Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles; Hammer Museum, Los Angeles; Stedelijk Museum, Amsterdam; und Museu d‘Art Contemporani de Barcelona (MACBA).

Mathias Poledna wird von der Galerie Daniel Buchholz, Berlin/Köln, der Galerie Meyer Kainer, Wien, sowie Richard Telles Fine Art, Los Angeles, vertreten.

www.labiennalevenezia.at

 

 

 

 

 

 

 

ELEVATE
FESTIVAL FOR MUSIC, ARTS  & POLITICAL DISCOURSE

Opening show: 23/10/2013, 20:00
Dom im Berg

The opening show provides an overview of the contents of this year’s festival. Numerous discursive and artistic contributions focus on the „Elevate Open Everything?“ theme. The opening speech is held by the well-known Internet activist and computer security expert Jacob Appelbaum, one of the few hackers who combine intelligence, socio-political commitment and extensive knowledge. Tom Scott, a young comedian from England, addresses the ambivalence of modern technologies in two separate skits. Several contributors to this year’s program, including the Icelandic parliamentarian Birgitta Jónsdóttir and the German media and Internet activist Anne Roth, present a preview of the discourse contents of the coming days. Ann Cotten makes a literary contribution with a short essay on the festival theme. This year’s music programme is introduced as well. The evening is presented by Johannes Grenzfurthner of the art collective monochrom.

www.elevate.at

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steirischer herbst 2013

Liaisons dangereuses: Alliances, misalliances and false friends

20/09 -13/10/2013

“Alliances, misalliances and false friends: Liaisons dangereuses”, the leitmotif of this year’s steirischer herbst looks at the nature of dangerous relationship cocktails, of connections which, for all their fragility, are passionate, explosive and always powerful. A “liaison”, from the French perspective, is much more than a flirt or a love affair: it can be applied to connections, relationships and their transformation –in society, art and culture and in both the private sphere and in politics. While one year ago, steirischer herbst focused on the role of art in society – changing moments, we now proceed to consider the following:

what coalitions and compromises are entered into in order to carry through visions and goals? What relations of dependence open up? What scales and disparities are reflected in old boy networks, “forced marriages” of all kinds? What if the line between coalition and corruption gets thinner and thinner? And, in the end, what are the constellations in which we could finally make headway? As always, it is more the questions than the answers that move us. And, as always, these questions will feature recurrently in the steirischer herbst programme – playful, direct – and often associative.

www.steirischerherbst.at

 

MATHIAS POLEDNA (AT)

Secession

Mathias Poledna deals in his work with connections between art and entertainment, modernism in architecture, fashion and design, the language of film and the history of exhibition-making, often taking the specific historicity of these phenomena as his point of departure. Most recently, he has been producing extremely concentrated cinematic installations that develop complex tensions between their subject matter and the associated references and cultural notions. The artist’s interest in different ways of expressing modernity manifests itself in the special, often highly diverse subjects in his work, ranging from post-punk music to a rain forest in Papua New Guinea, and in the aestheticism and extreme reduction of their formal idiom. Though always new and in many cases created jointly with professional collaborators, they often give the impression of found material, seeming to draw on the visual language of the collective imagination of the past and the present.

www.secession.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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