Judith Barry

Judith Barry Voice off, 1999 Zweikanal-Videoinstallation / Ton, Maße variabel / Edition #4 aus / of 5, 17 min Schenkung Dieter und Gertraud Bogner, 2011  © Judith Barry

 

Judith Barry (US)

Voice off (1999)

mumok
28/11 – 13/01/2013

Voice off ist eine doppelte Projektion auf zwei Seiten einer Wand, die einen Raum in zwei identische Räume unterteilt. Die Projektionen selber bilden die Wand, die den Raum teilt. BesucherInnen sind aufgefordert, durch einen kaum sichtbaren Vorhang, der in den Projetionsflächen versteckt ist, von einer Seite zur anderen zu gehen. Jede der beiden Videoprojektionen präsentiert eine unterschiedliche Erfahrung dessen, wie die Stimme sichtbar werden könnte und erkundet, wie sich Ideen darstellen lassen, die für die Frage nach dem Wesen der Stimme entscheidend sind.

In ihrem Werk verhandelt Judith Barry oft die Interaktion zwischen Medien und Architektur und hinterfragt, wie die Beziehungen zwischen Individuen in unterschiedlichen sozialen Räumen dargestellt werden können. In Voice off sind diese Themen durch Genderfragen, Filmtheorie und Wahrnehmungsprozesse miteinander verbunden. Im Jahr 2000 erhielt die Künstlerin für ihr interdisziplinäres Werk den Österreichischen Friedrich-Kiesler-Preis für Architektur und Kunst.

Voice off ist eine Schenkung aus der Sammlung von Dieter und Gertraud Bogner

www.mumok.at

 

 

© Norbert Miguletz

 

Intoleranz / Normalität

Grazer Kunstverein
29/09 – 24/11

Mo – So 10.30 – 18.00

Rechtsextreme und populistische Politik ist auf dem Vormarsch und mit ihr neue Formen der Intoleranz. Begriffe wie Gutmensch und Politische Korrektheit werden benutzt, um Menschen zu diffamieren, die sich um das Ideal einer offenen Gesellschaft sorgen, während rechtsextreme Parteien überall in Europa salonfähig werden. Doch für die meisten Menschen scheint das kein sonderlicher Anlass zur Besorgnis zu sein – es ist halt so, ist normal, wird zur Normalität.
Ist der Erfolg von Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ normal? Ist die alltägliche Islamophobie in Europa normal? Oder die Tatsache, dass sich der norwegische Massenmörder Anders Breivik in seinem Manifest auf zahlreiche Zitate namhafter Politiker, Journalisten, Theoretiker berufen kann? Was bedeutet es also, wenn das, was als normal erachtet wird, zugleich eine Bedrohung darstellt?
„Intoleranz / Normalität“ lädt Künstlerinnen und Künstler ein, Fallstudien durchzuführen, die sich mit der zunehmenden Normalisierung dieser Atmosphäre öffentlicher Intoleranz auseinandersetzen.

www.grazerkunstverein.org

 

Alejandro Cesarco Methodology, 2011 HD-Video-Installation, Ton, Loop, 7 min © Alejandro Cesarco

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Alejandro Cesarco (UY)

mumok
22/09 – 13/01/2013

Der seit 1998 in New York lebende Künstler Alejandro Cesarco (geb. 1975 in Montevideo, Uruguay) zeigt im mumok drei seiner jüngsten Arbeiten: die Installation The streets were dark with something more than night or the closer I get to the end the more I rewrite the beginning (2011), das Video Methodology (2011) und eine ergänzende Fotoarbeit sowie die für das mumok konzipierte Collage Four Modes of Experiencing Regret (2012). Nach viel beachteten Einzelpräsentationen, etwa in New York, Venedig und Basel (Baloise Kunst-Preis 2011), gibt die Ausstellung im mumok erstmals in Österreich einen Einblick in Alejandro Cesarcos sprachorientierte Kunstpraxis.
Welche Beziehungen bestehen zwischen Worten und Bildern, zwischen Sagbarem und Sichtbarem? Wie erkennen oder erfinden LeserInnen die Bedeutung einer Geschichte? Wie verschränken sich Erinnerung und Geschichte, Fiktion und Fakten? Diesen Fragen widmet sich Alejandro Cesarco, der in seiner künstlerischen Arbeit auf das Vermächtnis der internationalen Konzeptkunst Bezug nimmt: Er knüpft an sprach- und literaturbezogene Gestaltungen von Künstlern wie John Baldessari, Marcel Broodthaers oder Lawrence Weiner, aber auch an Werke von Félix González- Torres oder Louise Lawler an. Seine Textarbeiten, Fotografien, Collagen, Filme, Künstlerbücher und Installationen beinhalten sowohl autobiografische als auch literarische Verweise. Sie reflektieren die Möglichkeiten geschichtlicher Bezugnahme und Übersetzung, wobei die emotionalen Dynamiken zwischenmenschlicher Beziehungen für ihn von besonderer Bedeutung sind.

www.mumok.at

 

VALIE EXPORT Bedrückung, 1972 S/W-Fotografie, Tusche / Foto: mumok © VBK Wien, 2012

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Poesie der Reduktion

Minimal, Concept, Land Art

mumok
17/09 – 05/05/2013

Die Ausstellung stellt parallel zur Präsentation von Dan Flavin dessen Œuvre in einen breiteren zeitgenössischen Zusammenhang. Sie führt anhand einer repräsentativen Auswahl aus den Sammlungs- beständen zur Minimal, Concept und Land Art die zentralen Themen dieser neoavantgardistischen Kunstrichtungen der 1960er- und 1970er-Jahre vor Augen. Die thematische Gliederung der Präsentation spiegelt mit der Abkehr von traditionellen Kunstgattungen den Auf- bruch zu einer neuen raum-, körper- und betrachterbezogenen Kunst wider, die ihre eigenen institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mitreflektiert. Der damit verbundene Wunsch nach Klarheit und analytischer Präzision äußerte sich zumeist in einer konzentrierten und reduzierten Formensprache, die das Sinnliche und Poetische nicht ausschließt, sondern, im Gegenteil, in einem neuen Licht erscheinen lässt.
So bergen auch die nüchternen Formen der Minimal Art, die gegen den Illusionismus der Malerei angetreten war, eindrucksvolle sensuelle und poetische Aspekte. Durch die Reduktion der Formen wird deren Wahrnehmung als subjektiver Akt erfahrbar, in dem das Werk, der Raum und die eigene Körperlichkeit sinnlich miteinander verspannt sind. Gerade die Einfachheit der Mittel erhöht die Komplexität der Werke, wie Donald Judd, einer der Hauptvertreter der Minimal Art, selbst anmerkte.

www.mumok.at

 


Anne Hardy, Incidence, 2009 © Angus Mill

 

Anne Hardy (UK)

Secession
21/10 – 15/11/2012

Die britische Künstlerin Anne Hardy konstruiert lebensgroße, detailreiche Kulissen, für die sie zumeist Fundstücke von der Straße und aus Second-Hand-Läden arrangiert. Das Ergebnis dieser Arbeits-prozesse ist jeweils ein einziges Foto, werden doch die Installationen anschließend wieder demontiert. In ihrer ersten Einzelausstellung in Österreich zeigt Anne Hardy in der Secession zwölf Fotografien aus den letzten fünf Jahren, darunter sechs neue Arbeiten.

Die fotografischen Bilder thematisieren Fragestellungen der Illusion und der Imagination, mithilfe derer BetrachterInnen eine Beziehung zur Welt herstellen. Während in älteren Arbeiten wie Cipher (2007) die Illusion von Räumlichkeit häufig durch bühnenbildartige, abgeschlossene Räume dargestellt wird, erzeugen Arbeiten wie Rift (2011) oder Rehearsal (2010) die räumliche Struktur durch den Einsatz von Spiegeln. Die Spiegel betonen den frontalen Blick während sie zugleich Teile des Raums zeigen, die der Kamera sonst verborgen blieben. Zeichnungen und gemalte Kulissen verleihen diesen Bildern eine weitere illusionistische Ebene. In Script (2012) und The Method / THE DETAILS (2012) geht Anne Hardy hinsichtlich der Schaffung eines Illusionsraums noch einen Schritt weiter. Diese Bilder zeigen Oberflächen, deren Flachheit das bestimmende Merkmal ist, wo jedoch Wörter und handgeschriebene Notizen mehrere Bedeutungsebenen hinzufügen, die gelesen und interpretiert werden wollen.

www.secession.at

 

 

Joseph Beuys, Unbetitelt, 1958 / Hasenblut, Eisenchlorid, Fett, Bleistift © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

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R/EVOLUTION AUF PAPIER

Zeichnungen aus fünf Jahrhunderten − Die Sammlung Klüser

Pinakothek der Moderne
18/10- 20/01/2013

Über mehr als 40 Jahre haben Bernd und Verena Klüser einen Bestand an Zeichnungen, Aquarellen, Holzschnitten und Collagen von Joseph Beuys (1921-1986) in einer Sammlung zusammen getragen, die in ihrer Dichte und Vielfalt weltweit als einzigartig bezeichnet werden kann. Viele der Blätter wurden seit den 1970er Jahren direkt beim Künstler erworben, zu dem die passionierten Münchner Sammler und Galeristen engen Kontakt pflegten. Beuys, der für seine eigene Arbeit jede Art von Notationen auf Papier als Zeichnung definierte, seien es Gesprächserläuterungen, Formeln für politische, physiologische und natur-mythische Zusammenhänge, oder traditionelle graphische Ausdrucksformen, verstand dieses Medium als weitreichendes Experimentierfeld für seine Ideen. Der Ausstellung von rund 150 Werken aus der Sammlung Klüser in der Pinakothek der Moderne ist demzufolge das Ziel übergeordnet, im Kontext der Arbeiten auf Papier den „ganzen“ Beuys zu erfassen. Die unmittelbare Nachbarschaft der Ausstellung zu den Werken von Richard Tuttle und John Cage ermöglicht dem Besucher zudem den Vergleich des unterschiedlichen Umgangs der drei Künstler mit dem Medium Zeichnung.

www.pinakothek.de

 

 

Floor, 2011 © Hilary Lloyd / Courtesy Sadie Coles HQ, London

 

Janice Kerbel (DE) / Hilary Lloyd (GB) / Silke Otto-Knapp (D)

Kölnischer Kunstverein
03/11 –  06/01/2013

Janice Kerbel, Hilary Lloyd und Silke Otto-Knapp sind drei Künstlerinnen, deren jeweiliges Werk in den letzten Jahren erheblich an internationaler Beachtung gewonnen hat. Die britische Künstlerin Hilary Lloyd (*1964) wurde für den Turner Prize 2011 nominiert und zeigte dieses Jahr eine Einzelausstellung im Museum für Gegenwartskunst Basel. Die Kanadierin Janice Kerbel (*1969) präsentierte ihre Werke zuletzt mit Einzelausstellungen u.a. in der Chisenhale Gallery (London) und im Art Now-Programm der Tate Britain. Die in Niedersachsen geborene Künstlerin Silke Otto-Knapp (*1970) stellte in den letzten Jahren u.a. im Berkeley Art Museum (Kalifornien) oder bei greengrassi (London) aus.

Die drei Künstlerinnen werden ihre unterschiedlichen Arbeiten in einer gemeinsam gestalteten Installation miteinander in Bezug setzen und dabei malerische, filmische und konzeptuelle Verfahren zusammenführen. Ein wiederkehrendes Motiv der Ausstellung wird dabei die Auseinandersetzung mit der Beziehung sein, die zwischen den inhaltlichen Referenzen künstlerischer Produktion und den dramaturgischen sowie stilistischen Mitteln ihrer Inszenierung besteht. Es ist charakteristisch für Janice Kerbel, Hilary Lloyd und
Silke Otto-Knapp, dass ihre Werke einen forschenden, erprobenden Zugang gegenüber dem eigenen bildnerischen Material und dessen Dispositionen einnehmen, und diesen zugleich mit einer besonders starken Behauptung und Hinterfragung des Visuellen koppeln. Visualität erscheint in den drei Praktiken als ein assoziatives und emotionales Instrumentarium, das — vielleicht aufgrund seiner besonderen Ambivalenzen und Interpretationsspielräume — zum Umgang mit verschiedenen kulturellen Lebens- und Wissensbereichen besonders geeignet ist.

www.koelnischerkunstverein.net

 

 

Maria Lassnig, Kleines Sciencefiction-Selbstporträt, 1995 / Öl auf Leinwand / Stiftung Kunsthalle Bern © UMJ / N. Lackner

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Maria Lassnig (AT)

Der Ort der Bilder

Neue Galerie Graz
17/11 – 28/04/2013

In Maria Lassnigs Kunst manifestiert sich ein grundsätzliches Thema, dem der Mensch von jeher gegenübersteht. Es ist die Frage nach dem Bild, die Frage nach dem Visuellen auf einer grundsätzlichen Ebene. Dabei ist zu beachten, dass sich die sichtbare Welt nur zum Teil als der Ort des Visuellen definieren lässt. Wesentlicher erscheint bei Lassnig die Erkenntnis, dass der menschliche Körper ein Medium darstellt, das Bilder generiert. „Endogene Bilder“, die aus dem Inneren des Menschen aufsteigen (Erinnerungsbilder, Traumbilder etc.) sind auch Gegenstand der Bildwissenschaft. Unter diesem Aspekt betrachtet, ergeben sich aus dem Werk Maria Lassnigs verblüffende Erkenntnisse. Ihr Werk wird so zur angewandten Bildkritik. Die Frage nach dem Ort der Bilder bzw. des Visuellen wird hier mit Vehemenz gestellt.

Die Ausstellung in der Neuen Galerie Graz präsentiert teils noch nie gezeigte Arbeiten der Künstlerin aus allen Schaffensperioden – ein Werk, das die Entwicklungen vom abstrakten Expressionismus bis zur gegenständlichen Malerei exemplarisch nachzeichnet. Die Personale thematisiert die Vorgänge der Bildwerdung der äußeren Realität sowie der Manifestation innerer Bilder

www.museum-joanneum.at

 

 

Dan Flavin an artificial barrier of blue, red and blue fluorescent light (to Flavin Starbuck Judd), 1968 © Stephen Flavin/VBK Wien, 2012

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Dan Flavin (US)

Lights

mumok
13/10 – 03/02/2013

Der US-amerikanische Künstler Dan Flavin (1933–1996) hat seit den frühen 1960er-Jahren mit handelsüblichen Leuchtstoffröhren in genormten Dimensionen und Farben ein unverwechselbares Œuvre geschaffen. Präzision und Kalkül verbinden sich darin mit sinnlicher Ausstrahlung. Die Wahl der Röhren als Arbeitsmittel signalisiert die Annäherung der Kunst an die Alltags- und Konsumwelt. Ihre Präsentationsweisen folgen den Prinzipien minimalistischer Nüchternheit. Schon die frühe Serie der icons verdeutlicht die Entwicklung vom bild- zum lichtbezogenen Werk und die damit einhergehende Überwindung traditioneller Kunstgattungen und Werkformen. Durch das Anbringen von Leuchtstoffröhren an neuralgischen Stellen des Raumes tilgt Flavin die letzten Reste gängiger Bildvorstellungen: Mit the diagonal of May 25, 1963 (to Constantin Brancusi), 1963, wird erstmals und kompromisslos eine einzelne Röhre zum Mittel luminarer Selbstinszenierung. Ohne jegliches Beiwerk entfaltet sie eine Leuchtkraft, die die üblichen Grenzziehungen zwischen Werk, Raum und BetrachterIn ebenso außer Kraft setzt wie die Trennlinie zwischen rationaler Form und poetischer Erscheinung. Einen Höhepunkt raumbezogener Lichtkunst in der Ausstellung bilden die sogenannten European Couples, deren Röhrenquadrate die Raumecken überblenden und die BetrachterInnen in imaginäre, ineinander verschwimmende Farbräume tauchen lassen. Gemeinsam mit den Lichtarbeiten werden Zeichnungen gezeigt, die zum einen den Prozess der Werkplanung verdeutlichen und zum anderen Flavins bildnerische Sensitivität bezeugen.

www.mumok.at

 

 

 

Cittadellarte (I)

Teilen und verändern

Kunsthaus Graz
29/09 – 03/02/2013

Teilhabe steht im gesamten künstlerischen Werk von Michelangelo Pistoletto, dem großen Vertreter der Arte Povera, im Zentrum – mit der von ihm ins Leben gerufenen Arbeits- und Forschungsgemeinschaft Cittadellarte hat er seinen Überlegungen eine neue Dimension gegeben: ein offenes Netzwerk, das Arbeit, Erziehung, Kommunikation, Kunst, Nahrung, Politik, Spiritualität und Wirtschaft zwar unterteilt, aber dabei gleichzeitig die Produktion und gemeinschaftliche Inspiration ohne rigide Spartentrennung in den Vordergrund stellt. Wie funktionieren künstlerische Eingriffe in weltweite Realitäten und welche Kraft hat das Kollektiv?
„Teilen und verändern“ bringt sehr verschiedene, gesellschaftlich aktive Künstlergruppen in einer organisch verbundenen, urbanen Struktur zusammen, in der künstlerische Partizipation zum Ausgangspunkt einer Untersuchung demokratisch gelebter Zivilgesellschaft wird und die sich bis in den realen Raum der Stadt erstreckt.

www.museum-joanneum.at

 

 

 

 

Maria Lassnig (AT)

The Location of Pictures

Neue Galerie Graz
17/011 – 28/04/2013

Maria Lassnig’s art reveals a basic problem every person is confronted with. It is the question of the picture, of the visual at a fundamental level, although one should note that the visible world can only partially be defined as a location of the visual. More essential in Maria Lassnig’s work seems the awareness that the human body represents a medium that generates pictures.

“Endogenous Pictures”, which arise from within a human (images generated by memory or dreams etc.), are also the subject of visual studies. When seen from this angle, remarkable insights are won from Maria Lassnig’s work. Her work thus turns into an applied critique of the image. The question of the location of the pictures or of the visual is posed here with especial urgency.

The exhibition in the Neue Galerie Graz presents works by the artist – some of them not yet shown – from all creative periods, an œuvre that traces the developments from Abstract Expressionism to representational painting in exemplary fashion. The solo show takes as its theme the processes of turning external reality into images, as well as the manifestation of inner pictures.

www.museum-joanneum.at

Alejandro Cesarco

mumok
22/09 – 13/01/2013

The artist Alejandro Cesarco, who was born in 1975 in Montevideo, Uruguay and has been living in New York since 1998, will be showing three of his most recent works starting on 22 September 2012: the installation The streets were dark with something more than night or the closer I get to the end the more I rewrite the beginning (2011), the video, Methodology (2011), and a supplementary photo work plus a collage, Four Modes of Experiencing Regret (2012), specially created for the mumok. After much-acclaimed solo presentations in, amongst others, New York, Venice and Basel (Baloise Art Prize 2011) the exhibition Alejandro Cesarco will allow insight into his linguistically-oriented praxis.
What is the relationship between words and images, between the ‘sayable’ and the visible? How do readers recognise, or invent, the meaning of a story? How do memory and history, fact and fiction, interlock? Alejandro Cesarco devotes himself to these questions in his art works which make references to the legacy of international conceptual art: he makes linkages with language and literature-based designs by artists such as John Baldessari, Marcel Broodthaers and Lawrence Weiner but also with works by Félix González-Torres and Louise Lawler. His textual works, photographs, collages, films, artist books and installations all contain autobiographical as well as literary references. They reflect on the possibilities of making and translating historical references. During this process the emotional dynamics of interpersonal relationships is of special importance to him.

www.mumok.at

 

Poetry of Reduction

Minimal, Concept, Land Art 17.09.12–05.05.13

The exhibition – which is running in parallel to the presentation of Dan Flavin’s œuvre and will put it in a wider contemporary context— shows the central subjects of this neo-avantgarde art movement from the 1960s and 1970s using a representative selection of Minimal, Conceptual and Land Art from the collection holdings. The thematic structure of the presentation not only reflects the rejection of tradi- tional art genres, but the turn towards the new forms of art relating to space, the body and the viewer that reflect on their own institutional and social conditions. The intentional quest for clarity and analytical precision associated with these concerns is usually visible in a reduced formal language though this does not exclude sensuality or poetics. On the contrary, it presents them in a new light.
Thus the sober forms of Minimal Art, which locked horns with the illusionism of painting, contain impressive sensual and poetic aspects. The reduction of forms allows the subjective act of perceiving them to be experienced as a tensile relationship between the work, the room and one’s own physicality. As Donald Judd himself remarked, the complexity of the work is heightened precisely because of the simplicity of means.

www.mumok.at

 

R/EVOLUTION ON PAPER. DRAWINGS FROM FIVE CENTURIES –

THE KLÜSER COLLECTION

Pinakothek der Moderne
18/10/ – 20/01/2013

In terms of its compactness and diversity, the collection of drawings, watercolours, woodcuts and collages by Joseph Beuys (1921-1986), held in the private collection of Bernd and Verena Klüser can rightly be described as unique in the world. Many of the sheets were acquired from the 1970s onwards directly from the artist, with whom the passionate Munich collectors and gallery owners enjoyed close personal ties.

When it came to his own work, any form of notation on paper constituted a drawing for Beuys, be it the commentary to a conversation, formulas for relationships involving political, physiological and mystical phenomena, or traditional graphic forms. In all of this Beuys always saw the graphic medium as the testing ground for his ideas. The exhibition at the Pinakothek der Moderne of some 150 works from the Klüser collection aims to capture the essence of Beuys in his „entirety“ as seen in the context of his works on paper.

Concurrent to the show, the Alte Pinakothek is presenting a selection of around 200 sheets from the Klüser collection, which opens up a unique panorama of the art of fine drawing from the 16th to the 21st century.

www.pinakothek.de

 

Dan Flavin (US)

Lights

13/10/2012 – 03/02/2013

In the early 1960s, US artist Dan Flavin (1933–1996) began using commercially available fluorescent tubes in standard sizes and colours to create an unmistakable œuvre. Precision and careful calculation are bound together with a sensual aura. By choosing the tubes as the material for his works, Flavin signalised the increasing proximity of art with everyday life and the consumer world. The ways in which they are presented are derived from principles of minimalist sobriety. Even the early series of icons illustrates the development from pictures to light-related work and the associated transcendence of traditional genres and forms of art. By affixing fluorescent tubes at critical points in the room Flavin erases the remnants of current notions of how a picture is defined: In the diagonal of May 25, 1963 (to Constantin Brancusi), 1963, the tubes appear for the first time as uncompromising objects in a luminary self-staging. Stripped of anything extraneous, the work develops a luminous power that not only suspends the usual boundaries between work, room and viewer, but also the dividing line between rational form and poetic appearance. One of the high points of this spatially-oriented light art in the exhibition is represented by the so-called European Couples in which the fluorescent tube squares dissolve the corners of the room and immerse viewers in an imaginary, intermingled, blurred colour space. Drawings will be presented together with the light works. These document both Flavin’s process of planning for the works and his artistic sensitivity.

www.mumok.at

 

Cittadellarte (I)

Divide and change

Kunsthaus Graz
29/09 – 03/02/2013

Participation is the focal point in all of the artistic works of Michelangelo Pistoletto, the great exponent of Arte Povera, and he has given his ideas a new dimension in the form of the work and research group “Cittadellarte” created by him: an open network that, while dividing work, education, communication, art, food, politics, spirituality and economy, at the same time focuses on production and communal inspiration without rigidly dividing the various spheres. How do artistic interventions in global realities work, and what is the power of the collective?
“Divide and change” brings together very different socially active artist groups in an organically connected, urban structure, in which artistic participation becomes the starting point for an examination of democratically lived civil society, extending into real urban space.

 

Intolerance / Normality

Grazer Kunstverein
29/09 – 24/11

Extreme right-wing and populist politics are gaining ground, bringing with them new forms of intolerance. Terms such as do-gooder and political correctness are used to defame people concerned with the ideal of an open society, while extreme right-wing parties are becoming acceptable everywhere in Europe. But for most people, this does not seem to be a particular cause for concern – that’s just the way it is, it’s normal, it’s becoming a normality.
Is the success of Thilo Sarrazin’s book “Deutschland schafft sich ab” normal? Is everyday Islamophobia in Europe normal? Or the fact that the Norwegian mass murderer Anders Breivik can draw on numerous quotes of renowned politicians, journalists and theorists in his manifesto? So what does it mean when what is considered normal at the same time poses a threat?
“Intolerance / Normality” invites artists to carry out case studies on the increasing normalisation of this atmosphere of public intolerance.

www.grazerkunstverein.org

 


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