Kultur:Stadt

Detroit SOUP / Monatliches Abendessen zur Aufbringung von finanziellen Mitteln für kreative Projekte in Detroit © David Lewinski

 

Kultur:Stadt

Kulturbauten von Bilbao bis Zeche Zollverein

Kunsthaus Graz
18/06 – 13/10/2013

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin

Zehn Jahre nach Fertigstellung des eigenen Hauses widmet sich das Kunsthaus Graz dem wachsenden Phänomen des Kulturbaues als Eingriff in den städtischen Zusammenhang. In der Übernahme der mit allen Sinnen erfahrbaren wie auch wissenschaftlich aufschlussreichen Ausstellung Kultur:Stadt aus der Akademie der Künste in Berlin wird einerseits dem Phänomen des „Bilbao-Effekts“ nachgegangen; vor allem aber werden anhand von 37 verschiedenen Beispielen – das Kunsthaus Graz ist eines davon – unterschiedliche Strategien der Stadtentwicklung durch Kulturinitiativen und -bauten untersucht. Kulturelle Angebote und deren Manifestation in baulicher Substanz sind Motor und Inhalt innovativer Stadtgestaltung und -planung. An die Stelle von Kirchen und Schlössern treten heute Museen und Opernhäuser, Bibliotheken und Stadien und setzen ein Zeichen für das Selbstverständnis der Städte und ihrer Bewohner/innen. Sie übernehmen zunehmend die Funktionen von Orten der Bildung, der freien Meinungsäußerung und der kritischen Intervention und werden so zu entscheidenden Impulsgebern urbaner Entwicklung. Die von Matthias Sauerbruch kuratierte Ausstellung Kultur:Stadt widmet sich diesem Phänomen und durchleuchtet das Verhältnis von Architektur und lebensweltlicher Wirklichkeit.
jk

 

 

 

Kim Dotcom’s villa in Coatesville, 30 km northwest of Auckland, is raided by the New Zealand police in January 2012 © The New Zealand Herald

 

Simon Denny (NZ)

The Personal Effects of Kim Dotcom

mumok
05/07 – 13/10/2013

Das Unternehmen Megaupload des gebürtigen Deutschen Kim Dotcom war einer der beliebtesten Filesharing – Services im Internet. Das Gerichtsverfahren rund um seine Schließung hatte beispiellose Folgen für den grenzüberschreitenden Datenaustausch, die internationale Rechtslage und auch für die lokale Medienlandschaft Neuseelands. Megaupload und Megavideo wurden im Januar 2012 nach Ermittlungen des FBI sowie einer Klage eines US Gerichts geschlossen. Begründet wurde dieser Schritt von den Behörden mit der Notwendigkeit, „einer weltweit operierenden kriminellen Organisation Einhalt zu gebieten, deren Mitglieder Urheberrechtsverletzungen gewaltigen Ausmaßes und die Geldwäsche ungeheurer Summen betrieben, wodurch ein Gesamtschaden von mehr als 500 Millionen US Dollar entstand“. Bei der Razzia im Januar 2012 auf Dotcoms Anwesenin Coatesville, im Zuge derer Dotcom festgenommen und seine Websites geschlossen wurden, beschlagnahmte die neuseeländische Polizei zahlreiche Gegenstände. Diese umfassten 175 Millionen US Dollar Bargeld, 60 Dell Server, 22 Luxusautos sowie eine Vielzahl an Bildschirmen und Kunstwerken. Obwohl die Rechtmäßigkeit dieser Polizeiaktion in der Folge bestritten wurde, gab es allein angesichts der Delikte, derer Dotcom beschuldigt wurde, eine weltweite Diskussion über Eigentumsrechte und den Austausch von Daten.

Simon Denny (geb. 1982 in Auckland, Neuseeland) arrangiert im mumok alle 110 Objekte der Beschlagnahmungsliste zu einer raumgreifenden Installation, die Bilder, Dateien, Firmendaten und private Gegenstände umfasst. Von einer lebensgroßen Predator Statue über drei Kubikmeter Bargeld bis zu einem exquisiten „Arbeitsbett“ und verschiedenen Kunstwerken. Das Ergebnis bezeichnet Denny als „Anhäufung von Kopien, Plagiaten und Imitaten des ‚echten‘ Diebe sguts“. Diese „lässt mit Händen greifen, worum es in der derzeit wichtigsten juristischen Diskussion geht; es geht um Grenzen, Gesetze, Unterhaltung und die Definition dessen, was Diebstahl, Überwachung und Eigentum heute bedeuten“.

www. mumok.at

 

 

 

Albert Oehlen / Ohne Titel, 1983 / Mischtechnik, Collage auf Leinwand,  40 x 50 cm / Courtesy of the artist / Photo: Lothar Schnepf © 2013 Albert Oehlen

 

Albert Oehlen.

Malerei

mumok
07/06 – 20/10/2013
jk
Die Ausstellung Albert Oehlen. Malerei zeigt erstmals in Österreich einen umfassenden Überblick über Oehlens Werk von den frühen 1980er – Jahren bis in die Gegenwart und enthält Schlüsselwerke aller Schaffensphasen. Mit über 80 Gemälden, Collagen, Computerdrucken, Zeichnungen und einer Installation aus dem Jahr 2005 handelt es sich um die bisher umfangreichste Darstellung von Albert Oehlens breit gefächertem Werk. „Dies ist die erste Gelegenheit, Oehlens Malerei in diesem Umfang an einem Ort sehen zu können“, so Direktorin Karola Kraus. Der Ausstellungsrundgang stellt unterschiedliche Werkgruppen einander gegenüber, die sich in einem ständigen „Widerstreit der Ideen“ (Albert Oehlen) befinden. Sie laden sich gegenseitig suggestiv auf, kommentieren einander und stellen sich infrage. Zudem wird erstmals ein neuer Werkzyklus gezeigt, in dem Oehlen Collagetechnik und aktionistische Fingermalerei programmatisch aufeinander bezieht.
 jk
Albert Oehlen (geb. 1954 in Krefeld) ist nicht nur einer der einflussreichsten, sondern auch streitbarsten Maler der Gegenwart. Sein Projekt einer Aktualisierung der Malerei besteht nicht zuletzt darin, das althergebrachte Medium sowohl gegen seine Kritiker wie auch gegen seine unbedarften Verteidiger in Stellung zu bringen. Ganz gezielt setzt Oehlen die Malerei an mehreren Fronten einer Konfrontation aus: mit ihrer eigenen Geschichte, mit ihren Klischees ebenso wie mit ihren verpassten Gelegenheiten; und auch mit der Übermacht der Images von Werbe – und Popindustrie. Er versucht, der totgesagten Malerei ihre Frische und Komplexität zurückzugeben, indem er die Angriffe und Polemiken auf ihre Tradition nicht beiseiteschiebt, sondern das Bild zu ihrem lebendigen Austragungsort werden lässt.
 jk
„Es ist, als würde Oehlen die Malerei beständig überlisten: Die inneren und äußeren Feinde der Malerei – Avantgarde und neue Technologien – werden ins Bild geholt und Klischees wie Schönheit oder Virtuosität trickreich eingeschmuggelt“, beschreibt Kurator Achim Hochdörfer Oehlens malerische Strategie.
jk
j
jkk
hjh
jk
j
klk
© Gabriele Basilico
 

La Biennale di Venezia 2013

Mathias Poledna

Austrian Pavilion
01/06 – 24/11/2013
   
Mathias Poledna (geboren 1965 in Wien) hat an der Universität für angewandte Kunst und der Universität Wien studiert. Er lebt und arbeitet seit 2000 in Los Angeles.

In seiner Arbeit beschäftigt sich Poledna mit Verbindungen zwischen Kunst und Unterhaltungskultur, der Moderne in Architektur und Design, der Sprache des Kinos und der Geschichte des Ausstellens. Seine Werke zeichnen sich durch eine rigorose Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Funktion von Bildern in Gegenwart und Vergangenheit aus. In den letzten Jahren haben sie zumeist die Form äußerst konzentrierter, filmischer Installationen mit reichen Bezügen zur Kultur des 20. Jahrhunderts angenommen.

Polednas Arbeiten sind in Österreich in den Beständen des MUMOK, des Belvedere und der Generali Foundation vertreten. International sind sie beispielsweise in den folgenden Sammlungen zu finden: The Museum of Modern Art (MoMA), New York; Whitney Museum of American Art, New York; New Museum, New York; Museum of Contemporary Art Chicago; Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles; Hammer Museum, Los Angeles; Stedelijk Museum, Amsterdam; und Museu d‘Art Contemporani de Barcelona (MACBA).

Mathias Poledna wird von der Galerie Daniel Buchholz, Berlin/Köln, der Galerie Meyer Kainer, Wien, sowie Richard Telles Fine Art, Los Angeles, vertreten.

www.labiennalevenezia.at

 

 

 

Wilhelm Thöny, New York – Brooklyn Bridge, um 1935, Öl/Leinwand, 42,5 x 59 cm, Neue Galerie Graz, UMJ, Leihgabe Steiermärkische Sparkasse, Foto: UMJ/N. Lackner, © Galerie Welz Ges.m.b.H. Salzburg


Wilhelm Thöny (AT)

Im Sog der Moderne

Neue Galerie Graz
24/05 – 22/09/2013

Wilhelm Thöny (1888–1949) gilt heute als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der nach neueren Erkenntnissen in eine Reihe mit so bekannten Malern wie Oskar Kokoschka, Herbert Boeckl oder die Maler des Nötscher Kreises wie Anton Kolig, Franz Wiegele und Anton Faistauer gestellt werden kann. Während diesenKünstlern in den letzten Jahren umfangreiche Publikationen und Ausstellungen auf Basis aktueller Forschungen gewidmet worden sind, steht eine umfassendere Aufarbeitung des Werks Thönys noch aus.
 kl
Die Neue Galerie hat ein eigenes Wilhelm-Thöny-Archiv aufgebaut, welches persönliche Papiere (Briefe, Tagebücher, Fotografien, Verzeichnisse etc.) aus dem Besitz Thea Thönys bewahrt und bis heute sukzessive durch Zukäufe erweitert worden ist. Bislang wurde dieses Archiv im Rahmen von Ausstellungen zu österreichischen Kunst der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts nur partiell wissenschaftlich ausgewertet. Dabei haben sich zahlreiche Anhaltspunkte ergeben, die in ihrer Vernetzung ein neues Bild auf das Leben und Werk Thönys werfen.
 kl
Das geplante Forschungsvorhaben mit anschließen der Ausstellung versucht die teils großen Lücken in der Biographie des Künstlers zu schließen und weiters das Werk, das bisher nur ausschnitthaft präsentiert und publiziert worden ist, zusammenzufassen. Da Thöny gebürtiger Grazer ist und nicht nur einen Teil seines Lebens in dieser Stadt verbracht und persönliche Beziehungen hier gepflogen hat, sondern auch wesentliche kulturpolitische Initiativen gesetzt hat (Gründung der Grazer Sezession, 1923) ist es für die Neue Galerie Graz ein besonderes Anliegen, die Forschungslage zum Menschen und Künstler Wilhelm Thöny auf den neuesten Stand zu bringen. Mit dieser umfassenden Ausstellung und dem sie begleitenden Catalogue raisonné wird ein seit langem gehegtes Desideratum der Neuen Galerie und der Öffentlichkeit erfüllt und ein österreichischer Pionier der Moderne dem Publikum wieder näher gebracht.
jk

 

 

 

 

Culture:City

Cultural Buildings from Bilbao to Zeche Zollverein

Kunsthaus Graz
18/06 – 13/09/2013

Cultural range and its physical manifestation in the form of buildings are the driving force and content of innovative city development and planning. The exhibition Culture:City curated by Matthias Sauerbruch devotes itself to this phenomenon, shedding light on the relations between architecture and daily reality – without, however, restricting itself to the paradigm of the ‘Bilbao effect’ nor losing sight of it.

www.museum-joanneum.at

 

Albert Oehlen

Malerei

jk
mumok 
07/06 – 20/10/2013
jk
The exhibition Albert Oehlen. Malerei will present the first comprehensive overview in Austria of Oehlen’s work from the early 1980s to the present, including key works from all phases of the artist’s career. With more than 80 paintings, collages, computer prints, drawings, and an installation from 2005, this is the hitherto largest presentation of Oehlen’s highly diverse oeuvre. “This is the first opportunity to see such a large range of Oehlen’s work in one place,” says director Karola Kraus. The exhibition design compares and contrasts different groups of works, which are involved in a permanent “dispute of ideas” (Albert Oehlen). These various groups will transfer energy to and from, commenting on and questioning each other. The exhibition will also show for the first specially painted cycle, in which Oehlen programmatically refers collage techniques and actionist finger painting to each other.
jk
It is as if Oehlen were continually out – tricking painting. The intrinsic and extrinsic enemies of painting — avantgarde and new technologies — are brought into the picture, and clichés like beauty or virtuosity are smuggled in cunningly,” says curator Achim Hochdörfer about Oehlen’s painterly strategy.
jk

 

 

Wilhelm Thöny (AT)

Under the Spell of Modernism

Neue Galerie Graz
24/05 – 20/09/2013

The planned research project with accompanying exhibition attempts to fill the partially large gaps in the artist’s biography; moreover, it seeks to consolidate the work, which up to now has only been presented and published in portions.

As Thöny was born in Graz, and not only spent a part of his life in the city, cultivating personal contacts here, but set in motion key cultural-political initiatives (founding the Grazer Secession in 1923), it is of particular importance for the Neue Galerie Graz that the research into the man and artist that was Wilhelm Thöny be made as up to date as possible.

With this comprehensive exhibition and the catalogue raisonné that accompanies it, a long-held wish on the part of the Neue Galerie Graz and the public is finally realised, enabling an Austrian pioneer of Modernism once again to be brought closer to a wider audience.

www.museum-joanneum.at

 

 

MATHIAS POLEDNA (AT)

Secession

Mathias Poledna deals in his work with connections between art and entertainment, modernism in architecture, fashion and design, the language of film and the history of exhibition-making, often taking the specific historicity of these phenomena as his point of departure. Most recently, he has been producing extremely concentrated cinematic installations that develop complex tensions between their subject matter and the associated references and cultural notions. The artist’s interest in different ways of expressing modernity manifests itself in the special, often highly diverse subjects in his work, ranging from post-punk music to a rain forest in Papua New Guinea, and in the aestheticism and extreme reduction of their formal idiom. Though always new and in many cases created jointly with professional collaborators, they often give the impression of found material, seeming to draw on the visual language of the collective imagination of the past and the present.

www.secession.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Beitrag kommentieren

Möchten Sie HTML in Ihrem Kommentar verwenden?

Trackback URL http://www.con-tempus.eu/kulturstadt/trackback/