Martin Beck

Martin Beck, Flowers (set 1, Detail), 2015 © Martin Beck, Courtesy Martin Beck and 47 Canal

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Martin Beck

rumors and murmurs 

06/05 – 03/09/2017 mumok

In Martin Becks Arbeiten, die sich von Anfang an durch konzeptuelle Strenge und Sparsamkeit der Mittel ausgezeichnet haben, spielen in jüngerer Zeit Körperlichkeit und Emotionalität eine immer gewichtigere Rolle. Im Mittelpunkt seines Projekts Last Night (ab 2013) steht die letzte Nacht der legendären Dance-Party The Loft in der New Yorker Prince Street von 1984. Den ersten Teil von Last Night bildet ein Buch, das detaillierte Angaben zur Musik während der 13-stündigen Party liefert. Last Night überlagert Struktur mit Leidenschaft (und umgekehrt) und verweist auf einen zeitlich und räumlich ephemeren Ort der Gemeinschaft und Emotion. Einen weiteren Teil dieses Werkkomplexes bildet ein über dreizehn Stunden langer gleichnamiger Film, der in unterschiedlichen Einstellungen wiedergibt, wie die im bei der Party gespielten Schallplatten in einem privaten Setting auf einem Plattenspieler aus der Zeit abgespielt werden.

Zudem werden in rumors and murmurs Serien aus einer jüngeren Werkgruppe Becks namens Flowers (2015) gezeigt werden: Fotografien, die eine ältere Floristin dabei zeigen, wie sie einen eindrucksvollen Blumenstrauß zusammenstellt und auseinandernimmt. Für die ursprüngliche Präsentation dieser Arbeiten in New York kombinierte Beck die Fotografien aus Flowers mit 183 x 113 (2014), einer Skulptur aus rostfreiem Stahl, und all that is left (2015), einer Wandskulptur mit blauem Farbverlauf, sowie der Videoarbeit Strategy Notebook (2015). Gemeinsam bildeten diese verschiedenen Elemente eine Umgebung, die unternehmerische Atmosphärenbildung mit elegischer Vanitas konfrontierte.

www.mumok.at

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Rosa Barba, The Color Out of Space, Ausstellungsansicht MIT List Visual Arts Center, 2015, Foto: Peter Harris @ Rosa Barba

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Rosa Barba

Spacelength Thought

06/04 – 18/06/2017  Secession

Das Werk der deutsch-italienischen Künstlerin Rosa Barba lässt sich vor dem Hintergrund eines erweiterten Skulpturbegriffs lesen. Neben Fragen nach der Komposition, der Körperlichkeit und der Plastizität von Form, spielt die zeitliche Dimension eine zentrale Rolle. Der Aspekt der Zeitlichkeit sowie mit ihrem Interesse, wie Film Raum artikuliert, setzt sie Werk und Betrachter in ein neues Verhältnis, was sich auch im Inhalt ihrer Filme widerspiegelt. Jeder Film ist eine topografische Studie des „modernen Unbewussten“. Es sind Räume der Erinnerung und der Ungewissheit, die trotz der instabilen Realität, die sie darstellen, als versichernder Mythos zu lesen sind. Barbas filmische Arbeiten bewegen sich zwischen experimentellem Dokumentarfilm und fiktionaler Erzählung und sind zeitlich nicht eindeutig festgelegt. Sie fokussieren häufig Naturlandschaften und vom Menschen verursachte Eingriffe in die Umwelt, sie  untersuchen das Verhältnis zwischen historischer Aufzeichnung, persönlicher Anekdote und filmischer Darstellung.

www.secession.at

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Hans Schabus Cafe Hansi, 2015 / Box (verschiedene Materialien) und Schild 700 x 300 x 290 cm / 70,5 x 130 x 20 cm © Hans Schabus / Bildrecht Wien, 2017 Photo: Stefan Lux / Galerie Kerstin Engholm

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Hans Schabus

Cafe Hansi

Ab 17. März 2017 steht vor dem mumok kino eine neue Bar. Aus Mitteln des mumok Board konnte das Cafe Hansi von Hans Schabus angekauft werden. Die fantastisch-verrückte Bar vor dem mumok kino funktioniert innerhalb des Museums völlig autonom, selbst eine kleine Küche und ein WC sind in den Raum integriert. Im Inneren ist sie bis ins kleinste Detail gestaltet – sogar die Becher entwarf Schabus selbst.

Die Ummantelung des kleinen Raums steht in krudem Gegensatz zur hochgradig konzeptuellen Innenausstattung. Die aus einfachen Holzplatten zusammengeschraubten Außenwände der Skulptur wirken beinahe lieblos, die Abwasserrohre der Toilette sind für alle sichtbar an die Kanalisation des mumok angeschlossen. An den Außenwänden stellt Schabus in einem heiteren Durcheinander seine über mehr als 15 Jahre zusammengetragene Sammlung an verschiedenen Objekten zur Schau – vom Konzertplakat von Hansi Hinterseer über ausgestopfte Kanarienvögel bis zur Hansaplastrolle. Allen ist gemeinsam, dass sie den Vornamen des Künstlers enthalten.

Schabus greift mit dem Cafe Hansi die schwierige Unterscheidung zwischen Innen und Außen, zwischen inszenierter Künstlerperson und authentischer Person auf. Erst nach dem Betreten zeigt sich das äußerlich funktional gehaltene, raue Kunstwerk von seiner Schauseite.

www.mumok.at

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Jean-Luc Moulène / Il Nodo di Livorno / installation view at Carico Massimo, Livorno, Italy. Courtesy the artist & Galería Desiré Saint Phalle / Mexico, Photo: Juan Pablo Macías

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Jean-Luc Moulène

The Secession Knot (5.1)

06/04 – 18/06/2017  Secession

Seit über dreißig Jahren erkundet Jean-Luc Moulène in seinem thematisch und medial breit gefächertem Œuvre das Wesen künstlerischer Arbeit und was es bedeutet, Autor eines Kunstwerk zu sein. Er arbeitet mit einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien – von industriell hergestellten bis zu organischen oder vorgefundenen – und in Medien wie Fotografie, Film, Malerei, Skulptur und Installation. Interdisziplinäre Kollaborationen schätzt Moulène vor allem bei Arbeiten, die sich an der Schnittstelle von Kunst und Industriedesign bewegen. Grundsätzlich zieht sich das Bewusstsein über das Verhältnis von Kunstwerken als Ware und als Teil der Warenzirkulation durch das Werk des Künstlers. Die Definition seiner Skulpturen als Objekte und die Bezeichnung seiner Werke als Produkte verweist auf die diesbezügliche Sensibilität des Künstlers. Genau wie für Moulène Fotografie zwischen Medium und Kunst oszilliert, sieht er seine Objekte im Status zwischen Skulptur und Produkt, seine Fotografien wiederum als post-fotografische Dokumente.

www.secession.at

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© Antoinette Zwirchmayr

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Festivaltrailer’17

JEAN LUC NANCY von Antoinette Zwirchmayr

Was ist Kino? Zum Nachdenken über diese Frage soll der enigmatisch-pulsierende Trailer der Diagonale’17 einladen: „Der Vollmond am schwarzen Nachthimmel, ein schwingendes Pendel, Sternenbilder, drei weibliche Rückenfiguren, ein Ensemble aus funkelnden Kristallen, halbtransparente Streifen in Bewegung, Lichtspiele in Schwarz-Weiß und Farbe. Miteinander in Beziehung gesetzte Bilder, Perspektiven, Körper, Räume, Welten. Oder anders gesagt: Kino. Konkret wie abstrakt, sinnlich wie theoretisch durchdenkt und erspürt JEAN LUC NANCY das vielschichtige Wesen des Kinos: als Dispositiv, als Medium, als Werkkorpus, als ästhetische Erfahrung und als sinnlicher Ort der Begegnung und der Zärtlichkeit – flüchtig, erhellend, bewegend, berührend“, so die Beschreibung im diesjährigen Festivalkatalog.

www.diagonale.at

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Jakob Lena Knebl / come closer, 2016 /Photo: Christian Benesch © Jakob Lena Knebl / mumok

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Oh…

Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung

16/03 – 22/10/2017  mumok

Auf Schubladendenken lässt sich die Künstlerin Jakob Lena Knebl nicht ein, weder im Leben, noch in der Kunst. Entsprechend frei geht sie auch die Neuaufstellung der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst im mumok an, die sie ab 17. März 2017 auf zwei Ebenen gemeinsam mit eigenen, neu konzipierten Arbeiten und Mut zum Exzentrischen präsentiert.

Unter dem Titel Oh… verweist Knebl auf den Überraschungseffekt, der sich bei einem tiefergehenden, aufmerksamen Blick unter neuen Voraussetzungen einstellt. Die Künstlerin studierte bei Heimo Zobernig an der Akademie der bildenden Künste Wien textuelle Bildhauerei und bei Raf Simons an der Universität für angewandte Kunst Wien Mode. Ihre eigene Arbeit wie auch die Neuaufstellung der mumok Sammlung sind von dieser Verschränkung ihrer Interessensgebiete mit all ihren ästhetischen und theoretischen Implikationen und deren identitätsbildenden Auswirkungen geprägt. Die Ausstellung gestaltet sie als atmosphärische Begehrensräume. In diesen Räumen, die als permanente Herausforderung der Betrachter_innen konzipiert sind, wird eindeutige Zuschreibung erschwert: Momente der Klarheit wechseln sich mit Ungewissheit über Funktion und Zuordnung der präsentierten Objekte ab. Die Felder Kunst, Design und Mode tauschen beständig ihre Positionen. Entsprechend könnte die Erwiderung der Besucher_innen auf Knebls Ausruf „Oh…“ ein erkennendes „Aha!!“ sein

www.mumok.at

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Isabel Nolan / Spare Rug for Marie Lieb’s room / Psychiatrische Klinik Heidelberg, 1894 (a.k.a. Circumstances shape an emptiness), 2012.

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Frühling im Grazer Kunstverein

10/03 – 09/06/2017

Der Frühling im Grazer Kunstverein ist eine Saison, die von der Wirkung der Kunst im Kontext 
eines Erbauens von Welten und einer gelebter Umgebung inspiriert ist. Im Geist der 
österreichischen Café-Kultur und in der irischen Tradition des Pubs beschäftigt sich 
diese Periode damit, wie Kunst unsere Denkprozesse gleichzeitig bereichern und 
verwirren kann, wie am Beispiel vom Werk Isabel Nolans; uns durch die Arbeit Isabella 
Kohlhubers unterstützen, befähigen und stärken kann; und durch eine Reihe von 
Forschungsinitiativen und Kooperationen darüber reflektiert, was es heißt, zusammen 
lebendig zu sein. Außerdem wird ein außergewöhnlich schönes Gedicht Adam Zagajewskis 
unsere diesjährigen Aktivitäten begleiten. Auf Anfrage wird es gerne in Englisch und Deutsch 
vom Team des Grazer Kunstvereins rezitiert.

www.grazerkunstverein.org

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Museum Judenplatz zeigt in neuer Ausstellung Fotografien von Michael Horowitz

© Horowitz

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Horowitz.

50 Jahre Menschenbilder

02/12 – 28/05/2017 Jüdisches Museum Wien

Diese Ausstellung im Museum Judenplatz bietet einen Einblick in die Porträtfotografie von Michael Horowitz. Der 1950 in Wien geborene Fotograf, Journalist und Autor – er verfasste u.a. Biographien über Heimito von Doderer, Egon Erwin Kisch, Karl Kraus sowie Helmut Qualtinger und H.C. Artmann – ist geprägt durch die Geschichte seines Vaters, eines bekannte Theaterfotografen. Die Familie stammte aus Galizien, kam in den 1920er Jahren zu Verwandten nach Wien, die hier eine Textilfirma betrieben und überlebte in Shanghai und Frankreich den 2. Weltkrieg. Michael Horowitz begann mit 16 zu fotografieren und hat später durch seinen Beruf als Journalist und Chefredakteur der „Freizeit“ unzählige der wesentlichen Protagonisten getroffen, sei es aus Politik, Wissenschaft, Kunst oder Kultur. Und: er hat sie alle fotografiert. Seine Art von Fotografie ist dokumentierte Zeitgeschichte.

www.jmw.at

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Tauba Auerbach

Eiserner Vorhang

30/11 – 30/06/2017  Wiener Staatsoper

Die Künstlerin Tauba Auerbach wurde vom museum in progress eingeladen, den Eisernen Vorhang der Wiener Staatsoper für die Opern- und Ballettsaison 2016/2017 zu bespielen. Seitdem das museum in progress die Ausstellungsreihe für den Eisernen Vorhang im Jahr 1998 ins Leben gerufen hat, wurden u. a. Joan Jonas, Maria Lassnig, Jeff Koons und David Hockney eingeladen, die Brandschutzbarriere zu einer zeitgenössischen Ausstellungswand zu transformieren.

Tauba Auerbach setzt sich mit der hybriden Identität des „Eisernen Vorhangs“ auseinander – einerseits suggeriert „Vorhang“ einen weichen Stoff und andererseits handelt es sich hierbei um eine massive Wand aus Eisen. Für ihr Großbild fotografierte die Künstlerin ein Fließband einer Fabrik, das aus einem biegsamen Material aus festen, spiralförmigen Metallteilen besteht. Leicht gehoben, angewinkeltund in leuchtenden Farben präsentiert sich Auerbachs „Eiserner Vorhang“ als porös und beinahe surreal-ornamental.

„Eiserner Vorhang“ ist ein Projekt des museum in progress in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding, 2016 ermöglicht durch Phileas – A Fund for Contemporary Art in Partnerschaft mit Legero Schuhfabrik | con-tempus.eu.

www.mip.at

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Ozan Mermer © 2016

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Kunstvermittlungsprojekt YES, WE’RE OPEN! 

Das interkulturelle Vermittlungsprojekt der Pinakothek der Moderne

Die Welt, in der wir leben, hat sich stark verändert. Flucht und Migration, kulturelle Vielfalt bei gleichzeitiger Radikalisierung, Integration, Globalisierung und Entwurzelung berühren unsere Gesellschaft. Nicht nur in Politik und Wirtschaft, auch in der Kultur findet ein Umdenken statt. Das Museum definiert seine Aufgaben neu. Mit Projekten, die eine Begegnungsplattform für Geflüchtete und Menschen aus Bayern anbieten, reagiert es auf die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Eine neue Perspektive für Europa muss den politischen, den ökonomischen und den kulturellen Blick miteinander in Beziehung setzen.

Die Pinakothek der Moderne hat mit dem Vermittlungsprojekt „YES, WE’RE OPEN!“  Anfang dieses Jahres eine interkulturelle Plattform für Ankommende und Anwesende, für Geflüchtete und Menschen aus Bayern geschaffen. Im Herzen des Museum wurde ein Kunstvermittlungsraum für dieses Programm geschaffen. Ein Novum in der Museumslandschaft. Kinder und ihre Eltern, Jugendliche und Erwachsene finden hier mehrmals wöchentlich offene Türen, um in geschütztem Umfeld die Begegnung mit einer neuen Kultur zu wagen. Mit YES, WE‘ RE OPEN! setzt das Museum ein Zeichen für die Bedeutung der Kunst als Ausdruck menschlicher Kreativität, Toleranz und Offenheit jenseits sprachlicher und kultureller Barrieren. Das Programm ist unbefristet und soll durch eine Vielzahl einzelner, vernetzter Angebote und Projekte stetig weiterentwickelt und ausgebaut werden. Allen Projekten ist der Fokus auf Kommunikation und das Miteinander der Kulturen sowie die Verknüpfung mit Kunstwerken und Objekten aus der Pinakothek der Moderne gemein.

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne E.V.

www.pin-freunde.de

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Eva Leitolf, Überfahrt, Melilla – Almería, Mittelmeer 2009 (aus: „Postcards from Europe“)  

GLOBAL PREKÄR. FLUCHT, TRAUMA UND ERINNERUNG IN DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE

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Politische und gesellschaftliche Konflikte zu dokumentieren gehört seit jeher zu den zentralen Aufgaben von Fotografie. Die neu eingerichtete Präsentation aus den Sammlungsbeständen widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Vertreibung sowie Entwurzelung und Flucht. Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Arbeiten aus der Beschäftigung mit den noch immer nachwirkenden Folgen des 2. Weltkriegs. Sie fokussieren ihren Blick jedoch auch auf die Konflikte zwischen der sogenannten Ersten und der Dritten Welt, sei es entlang des amerikanisch-mexikanischen Grenzzauns oder an den europäischen Außengrenzen. Ihre vielschichtigen visuellen Erzählungen gehen von konkreten Ereignissen aus, deren historische Überlieferung und gesellschaftliche Relevanz sie kritisch reflektieren. Den Bildern der Medien wie den offiziellen Verlautbarungen setzen sie eine andere, aus der persönlichen Perspektive gewonnene Lesart entgegen.

Mit Werken von Roy Arden, John Gossage, Anselm Kiefer, Eva Leitolf, Michael Schmidt, Jeff Wall

www.pinakothek.de

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JMW_Postkarte_final.inddPraterstraße 23, 1902–1908; Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1911. Weitere Adressen: Rathausstraße 13, 1895 –1902; Krugerstraße 8, 1902–1903 aus: The Shabbat Room, 2013

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The Shabbat Room.

Eine Rauminstallation von Maya Zack

Jüdisches Museum Wien

Die permanente Rauminstallation The Shabbat Room von Maya Zack verbindet das erste Jüdische Museum Wiens mit dem heutigen. Die 1976 in Israel geborene Künstlerin rückt mittels künstlerischer Recherche die sogenannte Gute Stube des um 1900 berühmten Malers Isidor Kaufmann wieder ins Bewusstsein. Diese zentrale Museumsinstallation war ein wichtiges Zeugnis von Kaufmanns Suche nach Bildern eines „ursprünglichen“ Judentums bzw. nach dem Background der Wiener Jüdinnen und Juden um 1900. Kaufmann unternahm diese Suche Jahr für Jahr in den nordöstlichen Kronländern. Mit seiner 1899 installierten Guten Stube schenkte er den Wiener Jüdinnen und Juden einen Raum für die Erinnerung an das Familienleben ihrer eigenen Kindheit oder an das ihrer Eltern. Die Installation der Guten Stube wurde 1938 bei der gewaltsamen Schließung des ersten Wiener Jüdischen Museums zerstört.

www.jmw.at

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(c) Nikolaus Gansterer

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THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

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Martin Beck

rumors and murmurs 

06/05 – 03/09/2017 mumok

In Beck’s conceptual works, sensuality and emotions play an increasingly important role. His project Last Night, for example, explores the final night of the legendary dance party The Loft in New York’s Prince Street in 1984. Last Night refers to collective emotional memory and also the points of connection and paradoxes that Beck’s work addresses: moments where the promises of freedom and the exercise of control not only coexist, but are mutually interdependent.

www.mumok.at

 

 

Rosa Barba

Spacelength Thought

06/04 – 18/06/2017  Secession

In her solo exhibition Spacelength Thought at the Secession, Rosa Barba presents a selection of films, which more or less deal with the notion of the archive, as well as some of her sculptural works. With Somnium (2011) and Disseminate and Hold (2016) that are shown in turns at the outset of the exhibition, the artist introduces two significant aspects of her work: on the one hand, the relation to literature as source for and reference in her works, on the other her interest in an open notion of the archive.

www.secession.at

 

 

 

Oh…

Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung

16/03 – 22/10/2017  mumok

Knebl focuses on classical modernism and the 1970s, an epoch of utopias, visions for society, and sexual experiments. The first of the two exhibition levels is devoted to a large installation characteristic of Knebl’s work, addressing constructs of identity, desire, and sensual experience. The artist herself also appears as an avatar in a digital, interactive installation in which artworks become protagonists. Visitors to this exhibition can follow the narrative and also shape it.

www.mumok.at

 

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Horowitz: fifty years of portrait photos

02/12 – 28/05/2017 Jewish Museum Vienna

This exhibition at Museum Judenplatz offers an insight into the portrait photography of Michael Horowitz, photographer, journalist, and author, born in Vienna in 1950. He has written biographies of Heimito von Doderer, Egon Erwin Kisch, Karl Kraus, Helmut Qualtinger, and H.C. Artmann, inspired by his father, a well-known theater photographer. The family came from Galicia to Vienna in the 1920s to join relatives who managed a textile company. Forced to leave Austria, they survived World War II in Shanghai and France. Michael Horowitz started taking pictures at the age of sixteen and through his job as a journalist and editor-in-chief of Freizeit met countless celebrities from the world of politics, science, art, and culture—and photographed them all. His photography is effectively a document of contemporary history.

www.jmw.at

 

 

 

Spring at Grazer Kunstverein

10/03 – 09/06/2017

Spring at the Grazer Kunstverein is a season inspired by the agency of art in the context of world-building and the lived environment. In the spirit of Austrian café-culture, and the Irish tradition of the public-house, the season looks at how art can enrich and confound our thinking processes, as with the work of Isabel Nolan; support, enable and empower, through the work of Isabella Kohlhuber; and reflect on what it means to be alive together, through a series of new research initiatives and collaborations. In addition, a poem of profound beauty, by Adam Zagajewski, will accompany us through our year-long cycle of activities. It will be recited, upon request, in both English and German, by staff of the Grazer Kunstverein.

www.grazerkunstverein.org

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Tauba Auerbach

Safety Curtain

30/11 – 30/06/2016 State Opera House Vienna

Artist Tauba Auerbach was commissioned by museum in progress to design the Safety Curtain for the Vienna State Opera House for its 2016/2017 opera and ballet season. Since the Safety Curtain project was inaugurated in 1998, artists including Cy Twombly, Joan Jonas, Maria Lassnig, Jeff Koons, and David Hockney have been among those invited to transform the curtain into a contemporary exhibition screen. From autumn 2016 until summer 2017, a new work by Auerbach will be on display in the Opera House.

“Safety Curtain” is a project of museum in progress in cooperation with the Vienna State Opera and the Bundes- theater-Holding, made possible in 2016 by Phileas –A Fund for Contemporary Art with its partner Legero The Footware Company | con-tempus.eu.

www.mip.at

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The Shabbat Room. An installation by  Maya Zack

Jewish Museum Vienna

The permanent installation The Shabbat Room by Maya Zack, born in Israel in 1976, offers a link between the first Jewish Museum and the present one. Through her artistic research, she revives the early twentieth-century Gute Stube by the artist Isidor Kaufmann. This installation, which was central to the museum, was the fruit of Kaufmann’s search for a more authentic Judaism and was intended to remind the Jews of the time of their origins. It took the artist from Vienna to the north-eastern crown lands. The installation offered the Jews of Vienna a place where they could reflect on family life during their own childhood or that of their parents. It was destroyed in 1938 when the first Jewish Museum was shut down.
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THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

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Lessin

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