Peter Doig

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© Peter Doig

 

Peter Doig

12.04.–16.06.2019 Secession

Peter Doig malt gegenständliche Bilder, als wären sie abstrakt. Seine Kompositionen bestechen durch flächige Formen, eine ebenso intensive wie nuancierte Farbigkeit und die Präsenz des malerischen Duktus. Oft zeigen die Gemälde Landschaften – spiegelnde Teichoberflächen, schemenhafte Figuren im Schnee oder dicht tropische Wälder. Die Szenen erscheinen traumhaft unwirklich und evozieren zumeist elegisch melancholische Stimmungen. Doig spürt das Verdeckte und Verunsichernde der Landschaften auf, immer wieder thematisiert er dabei die Begegnungen des des Menschen mit der Natur und die Einsamkeit des Individuums. In jüngster Zeit ist zudem ein verstärktes Interesse an der menschlichen Figur zu beobachten.Für seine Bildfindungen verwendet Doig verschiedene fotografische Realitäten als Auslöser, um sie mit Erinnerung an persönliche Erlebnisse sowie Referenzen aus der Kunstgeschichte und Popkultur zu vielschichtigen Erzählungen zu verweben. Die mythisch anmutenden Sujets übersetzt er durch seine differenzierten Darstellungstechniken und den lyrischen Farbauftrag in zeitgenössische Malerei. Dabei ist er ein Virtuose des Unvorhersehbaren. „Ich versuche, etwas zu schaffen, das fragwürdig ist, etwas, das schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, in Worte zu fassen.“
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www.secession.at.

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Fernanda Gomes, ohne Titel, 2019, Ausstellugsansicht Secession 2019, Foto: Peter Nochi, Courtesy Galeria Luisa Strina, Sao Paulo

 

Fernanda Gomes

12.04.–16.06.2019 Secession

Seit den 1980er-Jahren kreiert Fernanda Gomes mit profanen, günstigen Materialien Objekte und Bricolagen (stets ohne Titel), die formal an die Arte Povera, den Minimalismus und Brasilianischen Konstruktivismus anknüpfen. In ihren Ausstellungen sind oft eine Fülle an Objekten über Boden und Wände verteilt, räumlich zusammengefasst oder rhythmisch organisiert. Übrig Gelassenes, Vergessenes, Unbeachtetes ebenso wie Weggeworfenes oder Alltagsgegenstände werden in situ arrangiert, zu fragil-prekären Strukturen zusammengestellt oder gebündelt und geschnürt, um kompaktere Gebilde zu erzeugen. Die einzig verwendete Farbe ist weiß, von der Künstlerin als „empfängliche Farbe“ geschätzt, da es sogar subtile Veränderungen der Lichtfarbe und -intensität sichtbar werden lässt.

www.secession.at

 

 

 

 

 

Martine Syms, Boon, 2019, Ausstelungsansicht Secession 2019, Foto Peter Mochi, Courtesy the artist and Sadie Coles HQ

 

Martine Syms

12.04.–16.06.2019 Secession

Martine Syms untersucht in ihren Videos, Installationen und Performances die vielfältige Repräsentation Schwarzer im Verhältnis zu Populärkultur, feministischen Ansätzen und radikalen Traditionen. Ihre Arbeitsweise basiert auf Recherchen und bezieht theoretische Modelle zu performativen wie den Individuen aufgezwungenen Identitäten, zur Macht der Geste und zu unhinterfragten Annahmen rund um Ungleichheiten der Geschlechter und Rassen ein.

www.secession.at

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Mark Rothko, Self-Portrait, 1936 © 1998 Kate Rothko Prizel and Christopher Rothko/Bildrecht Wien, 2019 

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Mark Rothko

12.03.–30.07.2019 Kunsthistorisches Museum Wien

Zum ersten Mal in Österreich präsentiert das Kunsthistorische Museum eine Ausstellung des großen amerikanischen Künstlers Mark Rothko. Gemeinsam mit seinen Zeitgenossen Jackson Pollock, Barnett Newman und Willem de Kooning wurde er zu einem der Hauptvertreter der „Abstract Expressionists“, deren Arbeiten dafür sorgten, dass New York zum Zentrum moderner Kunst wurde. Im Laufe seines Lebens unternahm Mark Rothko vier ausgedehnte Reisen nach Europa, auf denen er so viele Kirchen, Architekturdenkmäler und Museen wie möglich besuchte. Kunst und Architektur der jüngeren und älteren Vergangenheit schwingen in seinen Arbeiten kraftvoll mit. Unsere Ausstellung präsentiert einen Überblick über Rothkos Karriere: von den frühen figurativen Werken der 1930er Jahre, über die Arbeiten der 1940er Jahre bis zur den klassisch abstrakten Werken der 1950er und 1960er Jahre, mit denen er schließlich berühmt wurde.

www.khm.at

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Sylvia Schedelbauer, Still aus Wunschbrunnen, 2018 © Sylvia Schedelbauer

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Frühling im Grazer Kunstverein

Sylvia Schedelbauer und Triple Candie

08.03.–24.05.2019 Grazer Kunstverein

Sylvia Schedelbauer macht experimentelle Filme, die von autobiografischen Dokumentationen hin zu viszeralen Erkundungen imaginärer Szenarien reichen. Diese Ausstellung präsentiert eine großformatige, umfassende Passage durch Schedelbauers gesamtes Oevre und führt uns von ihrer jüngsten Arbeit, Wunschbrunnen, 2018, zurück zu ihrem ersten Werk Erinnerungen, 2004. Im Laufe der Jahre hat Schedelbauer ihre eigene, einzigartig strukturelle Filmsprache entwickelt mit der sie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität, Erinnerung und Geschichtsschreibung auslotet, und identitäre Fragen der kulturellen Dislokation sowie Transnationalität erkundet.

Im Lauf des Jahres 2018 und zu Beginn von 2019 arbeiteten Triple Candie an einem vielschichtigen Forschungsprojekt, in dem sie die Arbeit und das Erbe des legendären amerikanischen Konzeptkünstlers Michael Asher untersuchten. Asher ist bekannt dafür, temporäre Interventionen in architektonischen Umgebungen zu kreieren, um die verschiedenen, versteckten Systeme und Annahmen ans Licht zu befördern, welche die Kunstbetrachtung erst ermöglichen. Triple Candie erforschten sein Werk, um seinen methodologischen Ansatz für die Produktion von Arbeit zu verstehen und diesen, auf neue und gemäßigt theatralische Weise, in den spezifischen Kontext des Grazer Kunstvereins zu integrieren.

www.grazerkunstverein.org

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Raoul De Keyser, To Walk, 2012 | Oil, gesso and wasco on canvas on wood, 28.2 x 21.2 cm Private collection © Family Raoul De Keyser | SABAM Belgium 2018 | Photo: Jens Ziehe

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RAOUL DE KEYSER – ŒUVRE

Pinakothek der Moderne

Die Ausstellung des belgischen Malers Raoul De Keyser (1930-2012) führt über 100, zum Teil selten oder noch nie gezeigte Gemälde aus allen Phasen seines Schaffens zusammen. Die Werke stammen aus dem Nachlass des Künstlers sowie aus rund 40 öffentlichen und privaten Kunstsammlungen in Europa, China, Japan und den USA. Die Retrospektive in der Pinakothek der Moderne ist die erste Museumsausstellung in Deutschland seit dem Tod des Künstlers im Jahr 2012. Die Leichtigkeit, mit der sich Raoul De Keyser immer wieder über die Konventionen der Kunstgeschichte hinwegsetzt, ist auch ein Grund, weshalb er als ein „Painter‘s Painter“ („Maler-Maler“) geschätzt wird, der nachfolgende Künstlergenerationen bis heute inspiriert.

www.pinakothek.de

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Ausstellungsansicht / Pattern and Decoration. Ornament als Versprechen / Tina Girouard, Walls Wallpaper III(1974), Maintenance III: „Sewing, Washing, Wringing, Rinsing and Folding Solomon’s Lot(1973), Air Space Stage I, II(1972/2019); Robert Zakanitch, Tea Party(1979) Photo: Stephan Wyckoff.j..

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Pattern and Decoration.

Ornament als Versprechen

23.02.–08.09.2019 mumok

Ornament als Versprechen. So könnte das Motto der US-amerikanischen Bewegung Pattern and Decoration lauten, die sich Mitte der 1970er-Jahre formierte. In Abwandlung der bekannten Maxime von Adolf Loos – „Ornament und Verbrechen“ – führt die Ausstellung die reichen Bestände des Sammlerpaares Peter und Irene Ludwig zur größten Präsentation von Pattern and Decoration im deutschsprachigen Raum seit den 1980er-Jahren zusammen. Mit orientalisch anmutenden Mosaiken, monumentalen Textilcollagen, Malereien, Installationen und Performances verfolgten feministisch engagierte Künstler_innen wie Miriam Schapiro, Joyce Kozloff, Valerie Jaudon oder Robert Kushner in den 1970er-Jahren das Ziel, Farbe, Formenvielfalt und Emotion in die Kunst zurückzuholen. Das Dekorative und ihm nahe kunsthandwerkliche Techniken spielten dabei eine große Rolle: Unterschiedliche ornamentale Traditionen – von der islamischen über die nordamerikanisch-indianische bis zur Art déco – fanden Eingang in die Werke und öffneten den Blick über den geografischen und historischen Tellerrand hinaus. Die Nähe zu Folklore und Kitsch wurde dabei nicht nur in Kauf genommen, sondern als Gegenentwurf zum „Purismus“ der Kunst der 1960er-Jahre ausdrücklich gesucht.

www.mumok.at

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© Kurt Klagsbrunn

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Kurt Klagsbrunn

Das Auge Brasiliens

Der Fotograf Kurt Klagsbrunn, geboren 1918 in Wien, hielt von 1939 bis in die 1970er-Jahre das moderne Leben Brasiliens fest. Er fotografierte die Partys der Wohlhabenden ebenso wie die Vergnügungen der kleinen Leute. Seine Modelle waren Prominente wie Orson Welles oder Evita Perón, aber auch Brautstrauß werfende Frischvermählte, Schuhputzer auf den Boulevards oder verträumte Kaffeegenießer. Dabei wollte der Sohn eines Floridsdorfer Kohlenhändlers und Fußballfunktionärs eigentlich Arzt werden, musste jedoch nach der Flucht aus Österreich 1938 den Beruf wechseln, um sich im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Er wählte das Hobby seiner Jugend und stieg rasch vom Autodidakten zum Pionier der Gesellschaftsfotografie auf. Er dokumentierte neben seinen Mode-, Lifestyle und Industriefotografien die Entwicklung Brasiliens und begleitete die Entstehung der neuen Hauptstadt Brasilia. 2005 starb Kurt Klagsbrunn in Rio de Janeiro.

www.jmw.at

 

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Leon Polk Smith, Correspondence Orange Blue, 1965, Oil on canvas, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung seit 1981 © Bildrecht, Wien 2018

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Malerei mit Kalkül

Positionen der Neoavantgarde aus der mumok Sammlung

30.11.–28.04.2019  mumok

Anhand ausgewählter Werke aus seiner Sammlung zeigt das mumok in dieser Ausstellung unterschiedliche Entwicklungslinien der Malerei von den 1950er- bis zu den 1970er-Jahren. Zu sehen sind etwa Werke von Josef Albers, Helen Frankenthaler, Roland Goeschl, Ellsworth Kelly, Richard Kriesche, Karel Malich, Agnes Martin, Kenneth Noland, Ad Reinhardt, Helga Philipp oder Zdeněk Sýkora.
Die Grundlagen der Malerei veränderten sich ab den 1950er-Jahren mit den radikalen Traditionsbrüchen und neuen medienbasierten Kunstformen. Wesentliche Impulse bekam die Malerei von der Minimal Art und der konzeptuellen Kunst. Deren nüchterne Grundsätze spiegeln sich in abstrakt-geometrischen Malereien mit ihren formal reduzierten Kompositionen sowie ihrer Ablehnung erzählerischer und illustionistischer Darstellungen. Zugleich thematisierte die Malerei ihr Verhältnis zum Raum und zur Wahrnehmung. In den Ländern Osteuropas ist ab den 1960er-Jahren eine verstärkte Rezeption der konstruktivistischen Moderne erkennbar – als Gegenbewegung zum Sozialistischen Realismus und im Zuge der poststalinistischen Liberalisierung. Analytische Tendenzen finden sich auch in der zeitgenössischen Malerei in Österreich als Zeichen ihrer internationalen Ausrichtung.

www.mumok.at

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Ernst Caramelle, Untitled, Installation / View at the South London Gallery, 2010 Photo: Andy Stagg Courtesy the artist and Mary Mary, Glasgow

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Ernst Caramelle

Ein Résumé

30.11.–28.04.2019 mumok

Das mumok zeigt die erste umfassende Retrospektive zum Werk des österreichischen Künstlers Ernst Caramelle. Die Präsentation umfasst alle Werkphasen von 1974 bis in die Gegenwart und verschränkt dabei Caramelles unterschiedliche Medien sowie konzeptuelle Verfahrensweisen auf anschauliche Weise.
Nur bedingt chronologisch angelegt, zeigt die Ausstellung das Ineinandergreifen zwischen seinen medialen Werken (Fotos, Videos und Reproduktionen von medialen Bildern), der Wandmalerei, den sogenannten Gesso Pieces und Lichtarbeiten, den Zeichnungen, den Aquarellen und der Druckgrafik. Formal spielen Abstraktion und zeichenhafte Figuration bis zur floralen Formlosigkeit ineinander. Das Format der Miniatur wechselt sich mit großen Wandmalereien ab. Inhaltlich werden – medial breitgefächert –Fragen der Wahrnehmung, der Beschaffenheit des Raumes, der medialen Repräsentation, der künstlerischen Produktivität sowie die Rolle des Künstlers und seine Verflechtung mit dem Markt und dem Museum angesprochen. Für das mumok entwarf Ernst Caramelle zwei Wandmalereien, die mit dem Œuvre der gesamten Ausstellung gedanklich und methodisch verzahnt sind.

www.mumok.at

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Bureau Mirko Borsche, 2018

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Friedrich von Borries

Politics of Design, Design of Politics

Pinakothek der Moderne

„Friedrich von Borries. Politics of Design, Design of Politics“ ist der programmatische Titel der Ausstellung von Friedrich von Borries, die von November 2018 bis September 2019 in der Paternoster-Halle und der ständigen Sammlung gezeigt wird. In einer Reihe von Interaktionen und Interventionen in der Sammlung zeigt der Architekt und Designtheoretiker auf, inwieweit Design ein politisches Moment in sich trägt. Denn Designobjekte sind immer auch in einem politischen Zusammenhang entstanden und vielfach auch aus einer gesellschaftspolitischen Intention heraus entwickelt worden. Diesen „Politics of Design“ wird das „Design of Politics“ gegenübergestellt, ein Projekt, dass die Möglichkeiten der Gestaltung und Veränderung von Politik durch Design untersucht. Welchen Beitrag kann das Design für die soziale und kulturelle Entwicklung einer Gesellschaft leisten? Ergänzt werden beide Teile durch eine subjektive Reflexion des bisherigen Werkes von Friedrich von Borries.

www.pinakothek.de

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Alex Katz, Couple, 1996 Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

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Alex Katz

Alex Katz (geb. 1927 in Brooklyn, New York) wird oft als einer der Vorläufer der Pop Art gefeiert, obwohl seine Ästhetik vielleicht enger mit solchen Dichtern wie Frank O’Hara und John Ashbery verbunden ist als mit anderen Malern seiner Generation. Sein einzigartiges Oeuvre, das sich mittlerweile über 70 Jahre erstreckt, widmet sich ganz der Darstellung des Hier und Jetzt und der Unmittelbarkeit der menschlichen Wahrnehmung – ein Bekenntnis zu dem, was der Künstler oft als „Malerei in der Gegenwartsform“ bezeichnet hat. Wechselweise arbeitet er im Freien, von fotografischen Vorlagen und eigenen Skizzen sowie Vorzeichnungen und hat sich dabei auf Themen aus seinem unmittelbaren Umfeld konzentriert: Porträts von Familie (insbesondere seiner Frau Ada) und Freunden, künstlerischen Mitstreitern, aber auch Szenen des geselligen Miteinanders, Landschaften und Architekturszenen, sowie Blumen. Überall entfaltet sich dabei Katz’ Sensibilität für malerische Oberflächen in produktiver Spannung mit den Formensprachen des Film, der Mode und der Werbung.

www.pinakothek.de

 

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Ozan Mermer © 2016

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Kunstvermittlungsprojekt YES, WE’RE OPEN!

Das interkulturelle Vermittlungsprojekt der Pinakothek der Moderne

Die Welt, in der wir leben, hat sich stark verändert. Flucht und Migration, kulturelle Vielfalt bei gleichzeitiger Radikalisierung, Integration, Globalisierung und Entwurzelung berühren unsere Gesellschaft. Nicht nur in Politik und Wirtschaft, auch in der Kultur findet ein Umdenken statt. Das Museum definiert seine Aufgaben neu. Mit Projekten, die eine Begegnungsplattform für Geflüchtete und Menschen aus Bayern anbieten, reagiert es auf die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Eine neue Perspektive für Europa muss den politischen, den ökonomischen und den kulturellen Blick miteinander in Beziehung setzen.

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne E.V.

www.pin-freunde.de

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JMW_Postkarte_final.inddPraterstraße 23, 1902–1908; Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1911. Weitere Adressen: Rathausstraße 13, 1895 –1902; Krugerstraße 8, 1902–1903 aus: The Shabbat Room, 2013

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The Shabbat Room.

Eine Rauminstallation von Maya Zack

Jüdisches Museum Wien

Die permanente Rauminstallation The Shabbat Room von Maya Zack verbindet das erste Jüdische Museum Wiens mit dem heutigen. Die 1976 in Israel geborene Künstlerin rückt mittels künstlerischer Recherche die sogenannte Gute Stube des um 1900 berühmten Malers Isidor Kaufmann wieder ins Bewusstsein. Diese zentrale Museumsinstallation war ein wichtiges Zeugnis von Kaufmanns Suche nach Bildern eines „ursprünglichen“ Judentums bzw. nach dem Background der Wiener Jüdinnen und Juden um 1900. Kaufmann unternahm diese Suche Jahr für Jahr in den nordöstlichen Kronländern. Mit seiner 1899 installierten Guten Stube schenkte er den Wiener Jüdinnen und Juden einen Raum für die Erinnerung an das Familienleben ihrer eigenen Kindheit oder an das ihrer Eltern. Die Installation der Guten Stube wurde 1938 bei der gewaltsamen Schließung des ersten Wiener Jüdischen Museums zerstört.

www.jmw.at

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(c) Nikolaus Gansterer

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THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

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Peter Doig

12.04.–16.06.2019 Secession

Peter Doig paints representational pictures as though they were abstractions. His spellbinding compositions combine planar forms and a palette that is as bold as it is nuanced with vivid painterly gestures. Many of his works show landscapes—the reflective surface of a pond, shadowy figures trudging through snow, the dense foliage of a tropical forest. Suffused with a sense of dreamy unreality, the scenes often evoke a mood of elegiac melancholy. With a keen eye for the faintly unsettling quality that looms just beneath the surface of his landscapes, Doig insistently probes man’s encounters with nature and the loneliness of the individual. His most recent work shows a growing interest in the human figure.
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RAOUL DE KEYSER – ŒUVRE

Pinakothek der Moderne

The exhibition of works by the Belgian painter Raoul De Keyser (1930–2012) unites more than 100 paintings from all phases of his career, some of which have seldom or never been shown before. The exhibits are from the artist’s estate as well as around forty public and private art collections in Europe, China, Japan and the USA. The retrospective at the Pinakothek der Moderne is the first museum exhibition in Germany since the artist’s death in 2012. The ease with which Raoul De Keyser frequently defies the conventions of art history is one of the reasons he is so highly esteemed as a ‘painters’ painter’ who continues to inspire following generations of artists to this day.

www.pinakothek.de

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Mark Rothko

12.03.–30.07.2019  Kunsthistorisches Museum Wien

Kunsthistorisches Museum presents for the first time in Austria an exhibition dedicated to the great American artist, Mark Rothko. Together with his contemporaries, Jackson Pollock, Barnett Newman, and Willem de Kooning, Rothko was one of the Abstract Expressionists, whose works made New York a centre of modern art. Rothko undertook three extensive trips to Europe, visiting as many churches, architectural monuments, and museums as he could. Art and architecture of the recent and more distant past are a vigorous presence in his work. Our exhibition presents an overview of Rothko’s artistic career from the early figurative works of the 1930s to those of the 1940s, and the classical abstract paintings of the 1950s and 1960s that made him famous.

www.khm.at

 

 

Spring at Grazer Kunstverein

Sylvia Schedelbauer und Triple Candie

08.03.–24.05.2019  Grazer Kunstverein

Sylvia Schedelbauer produces experimental moving image works, that range from auto-biographical documentaries to visceral explorations of imagined scenarios. This exhibition is a largescale immersive passage through Schedelbauer’s entire oeuvre, bringing us from her most recent work Wishing Well, 2018 right back to her first work Memories, 2004. Throughout 2018 and early 2019 Triple Candie (Shelly Bancroft and Peter Nesbett) undertook a multi-layered research project investigating the work and legacy of the legendary American conceptual artist Michael Asher. Asher is well known for creating temporary installations in museum and gallery environments, often foregrounding the various hidden systems and assumptions that make art viewing possible. Triple Candie researched his oeuvre in order to understand and embody his production methodology, and to apply it, in a new and moderately theatrical way, to the specific context of the Grazer Kunstverein.

www.grazerkunstverein.org

 

 

Pattern and Decoration

Ornament as Promise

23.02.–08.09.2019  mumok

Ornament as promise. This could have been a motto for the Pattern and Decoration movement, formed in the mid-1970s in the USA. In this exhibition, with its reference to Adolf Loos’s assertion concerning “ornament and crime,” mumok presents the rich collection of works from this movement of Peter and Irene Ludwig, in the largest presentation of Pattern and Decoration in German-speaking Europe since the 1980s. With oriental-style mosaics, monumental textile collages, paintings, installations, and performances, in the 1970s committed feminist artists like Miriam Schapiro, Joyce Kozloff, Valerie Jaudon, and Robert Kushner aimed to bring color, formal diversity, and emotion back into art. Decoration played a key role, as did the techniques of artisanship associated with it. Various ornamental traditions, from the Islamic world to North American Indians to art deco, were incorporated in their works, opening up a view beyond geographical and historical boundaries. A proximity to folk art was sought as a deliberate counter to the “purism” of the art of the 1960s.

www.mumok.at

 

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The Eye of Brazil. Kurt Klagsbrunn

05.12.–19.05.2019  Jewish Museum Vienna

The photographer Kurt Klagsbrunn, born in Vienna in 1918, captured modern life in Brazil from 1939 until the 1970s. He photographed the parties of the wealthy and the leisure activities of the common people. His subjects were prominent personalities like Orson Welles or Evita Perón, but also freshly married young women throwing away their bridal bouquets, shoeshine boys on the boulevards or dreamy coffee drinkers. This son of a coal merchant and football functionary from Floridsdorf had actually wanted to become a doctor, but had to change careers after fleeing from Austria in 1938 and build a new life in exile. He chose his youthful hobby and quickly evolved from being a self-taught amateur to a pioneer of social photography. Apart from fashion, lifestyle, and industrial photographs, he documented the development of Brazil and recorded the building of the new capital Brasilia. Kurt Klagsbrunn died in Rio de Janeiro in 2005.

www.jmw.at

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Painting with Method

Neoavantgarde Positions from the mumok Collection

30.11.–28.04.2019  mumok

With a selection of works from our collection, this exhibition presents different lines of development in painting from the 1950s to the 1970s. It includes works by Josef Albers, Helen Frankenthaler, Roland Goeschl, Ellsworth Kelly, Richard Kriesche, Karel Malich, Agnes Martin, Kenneth Noland, Ad Reinhardt, Helga Philipp, and Zdeněk Sýkora.
The 1950s saw a radical shift and break with tradition in the fundamentals of painting in favor of new media-based forms of art. Key impulses came from minimal art and conceptual art. Their sober principles are reflected in abstract and geometrical painting with its formally reduced compositions and its rejection of narrative and illusionist representation. At the same time, painting explored its own relationship to space and to perception. In Eastern Europe from the 1960s there was increased reception of constructivist modernism, as a counter to socialist realism and in the course of post-Stalinist liberalization. Analytical trends are seen in contemporary painting in Austria as a sign of its international intentions.

www.mumok.at

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Ernst Caramelle

Ein Résumé

30.11.–28.04.2019  mumok

mumok is presenting the first comprehensive retrospective of the work of the Austrian artist Ernst Caramelle. The exhibition includes all the phases of his work from 1974 to the present and attractively combines the artist’s various media and conceptual approaches. This exhibition does not focus entirely on chronology, but rather on the connections between works in different media (photos, videos, and reproductions of media images), mural painting, the so-called Gesso Pieces and Sun Pieces, drawings, watercolors, and prints.  Caramelle’s work combines both abstraction and emblematic figuration—up to the point of floral formlessness. Formats vary from miniatures to large-scale wall paintings. Thematically, these works in many different media explore perception, the nature of space, media representation, artistic productivity, and the role of the artist and his embroilment in the market and with the museum.

www.mumok.at

 

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Friedrich von Borries. Politics of Design, Design of Politics

Pinakothek der Moderne

„Friedrich von Borries. Politics of Design, Design of Politics“ is the programmatic title of the exhibition by Friedrich von Borries. In a series of interactions with and interventions in the Collection, architect and design theorist von Borries sets out to demonstrate the extent to which there is an intrinsically political side to design and how design can shape and change politics. How can design contribute to society’s social and cultural development? The presentation will be complemented by a subjective reflection on Friedrich von Borries’ own output to date and interactive platforms for the museum visitors.

www.pinakothek.de

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Alex Katz

Alex Katz (born 1927, Brooklyn, New York) is often hailed as one of the precursors to Pop Art, though his aesthetic is perhaps more closely aligned with such poets as Frank O’Hara and John Ashbery than with other painters of his generation. His unique oeuvre, which now spans some 70 years, is utterly devoted to the representation of the here and now and the immediacy of human perception—a commitment to what the artist has often described as “painting in the present tense.” Working variously en plein air, from photographic sources, and from his own sketches and preparatory drawings, he has focused his attention on subject matter from his immediate milieu: portraits of family (in particular his wife Ada) and friends, artistic collaborators and scenes of social interaction, landscapes and architectural scenes, and flowers. Throughout, Katz’s sensitivity for painterly surfaces plays out in productive tension with the formal languages of film, fashion, and advertising.

www.pinakothek.de

 

 

The Shabbat Room. An installation by Maya Zack

Jewish Museum Vienna

The permanent installation The Shabbat Room by Maya Zack, born in Israel in 1976, offers a link between the first Jewish Museum and the present one. Through her artistic research, she revives the early twentieth-century Gute Stube by the artist Isidor Kaufmann. This installation, which was central to the museum, was the fruit of Kaufmann’s search for a more authentic Judaism and was intended to remind the Jews of the time of their origins. It took the artist from Vienna to the north-eastern crown lands. The installation offered the Jews of Vienna a place where they could reflect on family life during their own childhood or that of their parents. It was destroyed in 1938 when the first Jewish Museum was shut down.
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THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

 

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