steirischer herbst 2013

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Liaisons dangereuses:

Alliances, misalliances und falsche Freunde

If you can’t be with the one you love love the one you’re with

Stephen Stills
Das Leitmotiv des diesjährigen steirischen herbst fragt nach dem Wesen von gefährlichen Beziehungscocktails, nach Verbindungen, die in all ihrer Fragilität leidenschaftlich, explosiv, aber immer kraftvoll sind. Liaisons – die Übersetzung aus dem Französischen umfasst weit mehr als Techtelmechtel oder Liebesaffären, geht es doch um Verbindungen, Beziehungen und deren Transformation, in Gesellschaft, Kunst und Kultur, im Privaten wie in der Politik. Ging es vor einem Jahr beim steirischen herbst um die Rolle der Kunst in gesellschaftsverändernden Momenten, so fragen wir uns heuer daran anschließend: Welche Koalitionen und Kompromisse werden geschlossen, um Visionen und Ziele durchzusetzen? Welche Abhängigkeitsverhältnisse tun sich da auf? Welche Maß – und Missverhältnisse bilden sich in Seilschaften, Zwangsehen aller Art ab? Was, wenn der Grat zwischen Koalition und Korruption immer schmäler wird? Und was sind denn letztlich die Konstellationen, in denen nun endlich vorwärtszukommen wäre? Wie immer sind es mehr Fragen als Antworten, die uns bewegen.

www. steirischerherbst.at

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©  J.J.Kucek

kl

Theater im Bahnhof / Gaststubentheater Gößnitz (AT)

Operation Wolfshaut / Eine Rekonstruktion

Do 03/10, 20.15 Gasthof Grabenmühle / Maria Lankowitz

Fr 04/10, 20.15 Gasthasu Steirer / Afling

Fr 11/10, 20.15 Gasthof Acham / Edelschrott

Sa 12/10, 15.00 Gasthaus Neuhäusl / Hirschegg

„Operation Wolfshaut“ ist der Versuch einer theatralen Dorfsoziologie am Beispiel eines gescheiterten Probenprozesses. Zwei Theatermacherinnen kommen aufs Land, um mit Zeitzeugen Interviews über die Nachkriegszeit zu führen. Die Gespräche erinnern sie an den Roman „Die Wolfshaut“, in dem der Autor Hans Lebert die Mechanismen kollektiver Verdrängung im Nachkriegsösterreich beschreibt.  Inspiriert von den Interviews wie von der Atmosphäre des Romans, beginnen sie einen Probenprozess, der aufgrund von Auffassungsunterschieden abgebrochen wird. Der Abend des Theaters im Bahnhof und des Gaststubentheaters Gößnitz ist das Making-of dieses Prozesses.Das Interesse der beiden Theatermacherinnen gilt dem Dorf, dem Spiel zwischen einer Gruppe und Außenstehenden, Männer- und Frauenbildern sowie Hackordnungen und Atmosphären. Es gibt eine Auseinandersetzung mit der Unterschiedlichkeit von vordergründig Gleichem. Das Dorf als Phänomen interessiert die beiden aber auch im Hinblick auf ihr Leben in der Stadt, die in bestimmten Vierteln eine „Verdörferung“ erlebt. Das sogenannte Grazer Annenviertel, ihr Arbeits- und Lebensort, hat dorfähnliche Strukturen, lediglich das Selbstverständnis ist ein anderes. Die Darstellerinnen und Darsteller der ländlichen Gruppe werden von ihnen immer wieder aufgefordert, mit freier Improvisation Motive und Rituale eines Dorfes nachzuvollziehen, dabei kommt man der eigenen Realität oft ein bisschen zu nahe. Unsicherheit entsteht. Die Beschäftigung mit einem Dorf und einem dunklen Geheimnis fördert Mechanismen des Verdrängens und der kollektiven Abwehr zutage, die auch in der Probensituation zunehmend eine Rolle spielen. Die Kultur des Vermeidens erfasst sowohl Gruppe als auch die Theatermacherinnen aus der Stadt, gewisse Kräfte wirken also immer weiter.

www.steirischerherbst.at

 

kl

Patrick Pulsinger / Elisabeth Schimana (AT)

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

musikprotokoll

Do 03/10, 19.30 & 21.30
Dom im Berg

Mit Uraufführungen der Komponistin, Performerin und Radio-Künstlerin Elisabeth Schimana sowie des Musikproduzenten, Remixers und DJs Patrick Pulsinger stellt das RSO Wien zwei experimentelle Ausnahme-projekte vor. Elisabeth Schimana verfolgt mit ihrer „Virus“-Serie eine fürs Erste paradox klingende Konzeption: Die Partitur, nach der die Musikerinnen und Musiker spielen, ist nicht sicht-, sondern hörbar. Ein Flirren der produktiven Ungenauigkeit des Zusammenspiels versetzt die Zuhörenden in ein akustisches Spiegelkabinett.

Auch Pulsinger setzt den Orchesterkörper in Beziehung zu einem externen Anderen. Das Orchester und die Elektronik verwandeln die von einem Rhodes-Piano vorgegebenen „Voicings“ in ein nachhörendes und mitspielendes Ausloten von Klangmöglichkeiten und gewinnen aus der Differenz die Kraft der musikalischen Erzählung.

musikprotokoll

 

 

© Kötter / Seidl

kl

Daniel Kötter / Hannes Seidl (DE)

Kredit

Von der Erwartbarkeit zukünftiger Gegenwarten

Sa 05/10 & So 06/10, 19.30
Orpheum

Der Experimentalfilmer Daniel Kötter und der Komponist Hannes Seidl, die seit 2008 intensiv zusammenarbeiten und dabei avancierte Formen dokumentarischen Erzählens mit Neuer Musik verbinden, haben sich einiges vorgenommen. In den nächsten Jahren wollen sie in ihrer Projektreihe „Ökonomien des Handelns“ mit den Mitteln des Films und der Komposition die grundlegenden Bedingungen sozialen Handelns untersuchen. Um Liebe soll es gehen, um Sicherheit, um Recht. In der ersten Folge wenden sich die beiden einer Ökonomie des Handelns zu, die in den Jahren der globalen Finanzkrise verstärkt ins Blickfeld geraten und dabei überaus suspekt geworden ist – die Ökonomie des Handelns mit Geld, symbolisiert durch den Berufsstand des Bankers.
Kötter und Seidl holen für „Kredit“ Vertreter dieses Standes auf die Bühne. Sie haben sie zuvor in Frankfurt bei der Arbeit, aber auch in der Freizeit und im Kreis ihrer Freunde mit der Kamera begleitet und daraus einen Film geschnitten, dessen Tonspur ausgelöscht wurde. Für die Neu-Vertonung sorgt eine seltsame Gesellschaft live auf der Bühne. Zwei Geräuschemacher sind darunter, die mit dem Sound von Klimaanlagen, dem Hall von Schritten im Gang oder dem Klappern von Computerkeyboards für Atmosphäre unterschiedlicher Filmgenres sorgen, sowie zwei Synchronsprecher, die den Figuren des Films ihre Stimme verleihen. Einzelne Banker aus dem Film sind selbst auf der Bühne und sorgen für den Soundtrack, von feinen bis zu gehörig krachenden Noisetexturen. Dazu singt der Laienchor der Deutschen Bundesbank Credos der Musikgeschichte und zeitgenössische Kommentare, Choräle und Kampflieder. Ein Glaubensbekenntnis wider die Wahrscheinlichkeit, Banker-Doku-Fiktion und Post-Punk-Oratorium in einem Filmsetting zwischen TV-Reportage und Hollywood.

www.steirischerherbst.at

 

 

 

Stephan Friesinger, „Sinsi-Bär“ mit Michaela Löschnigg-Tausz, Albert Schweitzer Klinik, Graz 2013

 

hoelb/hoeb (AT)

Close Link

Eröffnung 26/09 18.00
27/09 – 12/10 Fr – So 14.00 – 21.00
Ex-Zollamt / Halle

Von den außergewöhnlichen Beziehungssystemen und Extremsituationen, die entstehen, wenn sich Menschen aufgrund einer Krankheit in isolierten Bewusstseinslagen befinden, geht die Installation „Close Link“ von hoelb / hoeb aus. Barbara Hoelbling und Mario Hoeber erforschen mittels künstlerischer Versuchsanordnung Räume und Alltagshandlungen, die Nahbeziehungen zu Wachkomapatienten kennzeichnen, zu Menschen, die mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung leben, oder zu demenzkranken Personen, führen dabei aber weniger das andere als das eigene Empfinden vor Augen. „Close Link“ konfrontiert Besucherinnen und Besucher mit ihren eigenen, ganz persönlichen, unerforschten Beziehungswelten und stellt darüber hinaus dringliche Fragen zur aktuellen gesellschaftlichen Befindlichkeit: Was verdrängen wir? Welchen Situationen setzen wir uns aus? Wie sind wir hier hineingeraten?
Konzipiert ist „Close Link“ als vielschichtiger, sich immer wieder verändernder Raum im Spannungsfeld von Kunst, interdisziplinärer Forschung und sozialer Praxis. Eine künstlerisch transformierte Intensivstation gibt Einblicke in sehr spezielles medizinisches Gerät, fragt dabei nach den Grenzen technischer Machbarkeit und dem Verhältnis von Forschung, Ökonomie und Gemeinwohl. Über Filmscreenings, abrufbare Interviews, Bildserien und Objekte sowie den persönlichen Dialog mit wechselnden Experten vor Ort – Ärzte, Wissenschaftler, Künstler verlegen für die Zeit des Festivals ihren Arbeitsplatz hierher – eröffnet „Close Link“ insgesamt ein Setting, das Beziehungssysteme zwischen individuellem Empfinden und gesellschaftlicher Wahrnehmung zeigt und neue Handlungsräume eröffnet.

www.steirischerherbst.at

 

 

 

James Beckett / Voodoo Justice for People of Finance, 2013 © Wolfgang Silveri

 

Herbst-Ausstellung

Liquid Assets

Nach der Transformation des Kapitals

Ex-Zollamt

20/09 – 13/10 Do – Sa 14.00 – 24.00
So 14.00 – 21.00

Im Rückblick, heißt es, klären sich die Verhältnisse. Was im Moment von der Wucht der Ereignisse überdeckt werde, würde später sichtbar: Ursachen, Gründe, Zusammenhänge, Schuldige. Aber stimmt das auch? Sind wir heute etwa, fünf Jahre nach Ausbruch der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, wirklich schlauer geworden? Haben wir die Pathologien verstanden, die eine Allianz aus Demokratie und Marktwirtschaft zu entfesseln vermag, wie wir sie nach dem Fall der Mauer für naturgegeben und alternativenlos zu halten gelernt haben? Haben wir den financial turn mit all seinen Konsequenzen, seinen verheerenden Folgen für die globale Ökonomie, aber auch für Demokratie und Menschenrechte wirklich begriffen, diese dramatische Verschiebung des Verhältnisses von Real- zu Finanzwirtschaft, in der Werte, konkret wie abstrakt, in Sekundenbruchteilen geschaffen und wieder vernichtet werden? Wissen wir, wie wir da wieder rauskommen?
Warum aber ist ein Ende der Misere dann nicht in Sicht? Warum ziehen wir nicht einmal aus der schieren Gewalt, die mit dem globalen Finanzkapitalismus verbunden ist, klare Konsequenzen? Und warum scheinen uns – trotz all der Experten, die uns in Talkshows und an Runden Tischen ständig die Welt erklären – die Worte zu fehlen, wenn wir versuchen, kurz und knapp zu sagen, wie uns geschieht?
Es sind diese Mysterien, die Unsagbarkeiten und Unklarheiten, die Opazitäten und die dunklen Flecken eines Wirtschafts- und Finanzsystems, das sich nicht mehr selbst erklärt, mit denen sich die Arbeiten dieser international ausgerichteten Ausstellung „Liquid Assets“ beschäftigen. Um mit den Mitteln der Kunst die Geheimnisse und Logiken frei fließender globaler Kapitalströme zu erforschen, um vielleicht ein wenig besser zu verstehen, wie Geld und Schuldenmoral zwischenmenschliche Beziehungen zu prägen und deformieren vermögen.

Der Katalog „Liquid Assets“ (Mousse Publishing) mit Texten von Katerina Gregos, Luigi Fassi & Christian Marazzi und Beiträgen aller teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler wird am 20/09 veröffentlicht.

Geführte Rundgänge

 

 

©  Wolfgang Silveri

 

atelier le balto (DE/FR)

Ex-Zollamt

Festivalzentrum steirischer herbst
20/09  – 13/10/2013

Nach der Revolution kommt die Neuorientierung, auf Umbrüche folgen Zeiten, in denen die künftigen Verhältnisse neu verhandelt werden. Es sind fragile Momente, in denen sich entscheidet, ob es zu einer Verständigung kommt, ob neue Ordnungen entstehen. Bis es so weit ist, bleiben die Ereignisse in gefährlicher Schwebe. Das Terrain ist unübersichtlich und die Ausnahme die Regel. Auch das Festivalzentrum des steirischen herbst ist heuer mehr Zone in Bewegung denn starres Zentrum, lagert sich flexibel an das Gelände des ehemaligen Zollamts am Bahnhofgürtel an. Ein Areal, weder wirklich Peripherie noch Zentrum, das an Zeiten erinnert, als die Globalisierung der Märkte weniger schrankenlos und die Verhältnisse sichtbarer begrenzt waren.
Das Jugendkulturzentrum Explosiv markiert in dieser Zone mit Nachtbar, mit Konzerten und mit Sonntagskino eine Seite des Möglichkeits-spektrums, das alte Zollamt eine weitere: Die Installation „Close Link“ macht intime, sonst verborgene Beziehungssysteme sinnlich erlebbar, die herbst-Ausstellung „Liquid Assets“ leuchtet künstlerisch die Opazitäten der globalen Finanzströme aus, während die große Halle zugleich als Tagescafé und herbst-Bar, als Schauplatz unberechenbarer „One Night Stands“ und als sonntäglicher Kreuzungs- und Treffpunkt alternativer Handelswege dient.
Über das gesamte Terrain zwischen Explosiv und Zollamt, über Hof und Garten, setzen die Landschaftsarchitekten des atelier le balto, die bereits die Gärten des Palais de Tokyo in Paris oder der Berliner Kunst-Werke gestaltet haben, eine Gruppe merkwürdig schwebender Häuser. In der Nacht leuchten sie, erinnern an zerbrechliche Garten- oder Glashäuser, stellen Bezüge zur Geschichte des Geländes her und schaffen Orte, die sich zwischen innen und außen, öffentlich und privat, zwischen transparent und verborgen bewegen.

Programm im Ex-Zollamt

 

 

 

© Sebastian Arpesella

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Federico León (AR)
Las Multitudes

Österreichische Erstaufführung
Do 10/10, Fr 11/10 & Sa 12/10, 19.30
Helmut-List-Halle

Ein junger Mann sucht mit seinen Freunden die junge Frau, in die er verliebt ist. Doch sie verehrt einen Älteren, einen Musiker, und der ist ebenfalls vergeben. Szene um Szene und gemeinsam mit 120 Schauspielern entwickelt der argentinische Theater- und Filmemacher Federico León aus dieser einfachen Situation ein außer-gewöhnlich poetisches, ein berührendes, mit feinem Witz durch-wobenes Tableau der Generationen.
Jeweils zwölf weibliche und zwölf männliche Vertreter jeder Generation hat León in Graz für diese Produktion gecastet: Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren. Anfangs treten diese als geschlossene Gruppen auf, nach und nach bilden sich Beziehungen heraus, neue Konstellationen entstehen. Eine Band, ein Schwarm, Seilschaften und Netzwerke, ein Club. Einige entstehen spontan und chaotisch, andere sind wohl organisiert. Manche verflüchtigen sich ebenso schnell, wie sie sich gebildet haben.

León wirft in „Las Multitudes“ Fragen auf, die aktueller nicht sein könnten. Antonio Negri und Michael Hardt, auf die sich León zwar nicht explizit bezieht, haben zuletzt ähnliche Fragen zur globalen Krise der Demokratie gestellt und als neuen Souverän die „Multitude“, die vielfältige Menge, vorgeschlagen. Was aber macht Zugehörigkeit aus? Wie erlangen Gemeinwesen Bestand? Wie konstituieren sich Bündnisse, warum zerfallen sie? Und wie lässt sich bei all der Notwendigkeit, Kompromisse einzugehen und Allianzen zu schmieden, individuelle Freiheit und Verschiedenheit wahren?

www.steirischerherbst.at

 

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© Dorian Šilec Petek

 

Carmina Slovenica (SI)
Was haben sie gegen Bauern, Gnädige Frau?

“What have you got against peasants, lady?” he had asked, before he obeyed her request.

Memories are the main protagonists, and voices from the past are the ones that lead us to unexpected effects where Time takes initiative for action.

At the foot of the hill where my house sits, I step from my car and open the trunk. I take off the suit and my German shoes, rip the tie off my neck, the shirt off my breast, the buttons popping, and throw the alien clothes into the trunk. I see the stars of my motherland, they are brighter than those in Germany, there’s no smoke between me and the sky.

www.zbor-carmina-slovenica.si

 

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©  Mathias Poledna

La Biennale di Venezia 2013

Mathias Poledna

Austrian Pavilion
01/06 – 24/11/2013
   
Mathias Poledna (geboren 1965 in Wien) hat an der Universität für angewandte Kunst und der Universität Wien studiert. Er lebt und arbeitet seit 2000 in Los Angeles.

In seiner Arbeit beschäftigt sich Poledna mit Verbindungen zwischen Kunst und Unterhaltungskultur, der Moderne in Architektur und Design, der Sprache des Kinos und der Geschichte des Ausstellens. Seine Werke zeichnen sich durch eine rigorose Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Funktion von Bildern in Gegenwart und Vergangenheit aus. In den letzten Jahren haben sie zumeist die Form äußerst konzentrierter, filmischer Installationen mit reichen Bezügen zur Kultur des 20. Jahrhunderts angenommen.

Polednas Arbeiten sind in Österreich in den Beständen des MUMOK, des Belvedere und der Generali Foundation vertreten. International sind sie beispielsweise in den folgenden Sammlungen zu finden: The Museum of Modern Art (MoMA), New York; Whitney Museum of American Art, New York; New Museum, New York; Museum of Contemporary Art Chicago; Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles; Hammer Museum, Los Angeles; Stedelijk Museum, Amsterdam; und Museu d‘Art Contemporani de Barcelona (MACBA).

Mathias Poledna wird von der Galerie Daniel Buchholz, Berlin/Köln, der Galerie Meyer Kainer, Wien, sowie Richard Telles Fine Art, Los Angeles, vertreten.

www.labiennalevenezia.at

 

 

 

 

steirischer herbst 2013

Liaisons dangereuses: Alliances, misalliances and false friends

20/09 -13/10/2013

“Alliances, misalliances and false friends: Liaisons dangereuses”, the leitmotif of this year’s steirischer herbst looks at the nature of dangerous relationship cocktails, of connections which, for all their fragility, are passionate, explosive and always powerful. A “liaison”, from the French perspective, is much more than a flirt or a love affair: it can be applied to connections, relationships and their transformation –in society, art and culture and in both the private sphere and in politics. While one year ago, steirischer herbst focused on the role of art in society – changing moments, we now proceed to consider the following:

what coalitions and compromises are entered into in order to carry through visions and goals? What relations of dependence open up? What scales and disparities are reflected in old boy networks, “forced marriages” of all kinds? What if the line between coalition and corruption gets thinner and thinner? And, in the end, what are the constellations in which we could finally make headway? As always, it is more the questions than the answers that move us. And, as always, these questions will feature recurrently in the steirischer herbst programme – playful, direct – and often associative.

www.steirischerherbst.at

 

MATHIAS POLEDNA (AT)

Secession

Mathias Poledna deals in his work with connections between art and entertainment, modernism in architecture, fashion and design, the language of film and the history of exhibition-making, often taking the specific historicity of these phenomena as his point of departure. Most recently, he has been producing extremely concentrated cinematic installations that develop complex tensions between their subject matter and the associated references and cultural notions. The artist’s interest in different ways of expressing modernity manifests itself in the special, often highly diverse subjects in his work, ranging from post-punk music to a rain forest in Papua New Guinea, and in the aestheticism and extreme reduction of their formal idiom. Though always new and in many cases created jointly with professional collaborators, they often give the impression of found material, seeming to draw on the visual language of the collective imagination of the past and the present.

www.secession.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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