steirischer herbst 2013

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Liaisons dangereuses:

Alliances, misalliances und falsche Freunde

If you can’t be with the one you love love the one you’re with

Stephen Stills
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© Wolfgang Silveri

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Dewey Dell (IT)

Marzo

Fr 27/09 & Sa 28/09, 21.30
Orpheum

Der Schauplatz: Ein Raum, weit entfernt von der Wirklichkeit. Ähnlich einem Krater, den ein Meteorit vor Millionen von Jahren schlug. Wie durch ein Mikroskop – oder wie durch ein Teleskop – blicken wir auf die Menschen, die diesen Krater bewohnen. Wie Mikroben bewegen sie sich, oder wie Planeten. Auch wenn wir wissen, dass wir auf eine Szene weit in der Ferne blicken, verstehen wir doch, dass es Ähnlichkeiten zwischen diesen Menschen und uns gibt. Dass sie eine Geschichte durchleben, in der sich die Erschütterung des Raumes von einst zu spiegeln scheint.
Wir blicken auf dieses Drama von der Erde aus, und der gewaltige Raum, der uns von diesem Schauspiel trennt, dehnt auch die Zeit. Wir können die Handlung nicht verorten, sie keiner Epoche zuordnen. Könnten die Menschen aus dem Krater auf uns schauen, sie sähen nur eine prähistorische Erde, bevölkert von Sauriern. Und dann wird es März in dieser Welt. Seit jeher war der März der Monat des Krieges: Der Winter zieht sich zurück, und der Frühling gibt das Signal, aufs Schlachtfeld zurückzukehren.
Seit 2007 entwickelt das italienische Künstlerkollektiv Dewey Dell seine Tanzarbeiten, die durch perfektes Zusammenspiel von Choreografie, Kostümen, Licht und Musik eindringliche, berückende Stimmungen und Räume zu erzeugen vermögen. Für „Marzo“ haben sie sich außerdem mit dem Theatermacher und Dramatiker Kuro Tanino sowie mit dem japanischen Zeichenkünstler Yuichi Yokoyama zusammengetan. Yokoyama, dessen Mangas Coolness mit einer für Comics überraschenden räumlichen wie zeitlichen Tiefe verbinden, zeichnet für die Kostüme verantwortlich.

Inspirationen, Herausforderungen, Zusammenhänge, Hintergründe: Ein kurzes Interview mit Dewey Dell und dem japanischen Theatermacher und Dramatiker Kuro Tanino über den Arbeits- und Rechercheprozess zu „Marzo“.

www.steirischerherbst.at

 

 

© Wolfgang Silveri

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united sorry (AT/NL) & Freunde

the forest project

Do 26/09, Fr 27/09, Sa 28/09 & So 29/09, 16.30
Peggau

„Die Natur ist einfach, die Natur seid ihr.“ Wälder waren einst Orte voller Magie und wilder Energie. Als Tempel der Götter, in denen sich in grauer Vorzeit die Vermählung von Jäger und Tier erfüllte. Als Tummelplatz lüsterner Faune, verzweifelter Nymphen und geheimnisvoller Einhörner. Von all dem ist heute wenig übrig. Wir führen unsere Körper in den Wald spazieren, um Frischluft zu tanken, nicht um unsere geheimsten Dämonen zu konfrontieren. Und doch sehnen wir uns manchmal nach einer urtümlicheren Verbindung zur Natur. Woher kommt diese Lust? Woher überhaupt die Entfremdung?
Das niederländisch-österreichische Performance-Duo united sorry – Robert Steijn und Frans Poelstra – entwickelt für den steirischen herbst seine im Vorjahr begonnenen „green conversations“ weiter. Dieses Mal in enger Zusammenarbeit mit einer Gruppe junger Choreografen, Performer und zwei gefeierten Musikern. Sie dringen gemeinsam mit dem Publikum tief in einen verschwiegenen Wald nahe Graz ein. Ein magischer Trip, eine schamanische Reise zu den Wurzeln, ein später Nachmittag mit Faunen. Um gemeinsam Momente stiller Kontemplation und unbändiger Energie zu durchleben. Um das Unterbewusste und die Herzen zu öffnen. Und um, im Idealfall, gemeinsam einen Zustand grüner Ekstase zu erreichen.

Randnotizen 2013 mit Robert Steijn

www.steirischerherbst.at

 

 

 

© Massimo Furlan

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Massimo Furlan (CH)

Gym Club

Fr 27/09, 19.30, Sa 28/09 & So 29/09, 15.30 & 19.30
Heimatsaal im Volkskundemuseum

Meist sind es ganz schlichte Szenen und Bilder aus der eigenen Kindheit, die den Italo-Schweizer Massimo Furlan zu seinen Arbeiten anregen: das Poster eines Sängers, das im Zimmer seiner Schwester hing; die Vorfreude auf den Eurovision Song Contest in den Siebziger-jahren oder die Erinnerung daran, dass er als Kind allein in seinem Zimmer Fußball spielte, während im Radio ein Spiel der italienischen Serie A lief. Daraus etwa entwickelte Furlan sein legendäres Fußballtheater, in dem er historische Matches minutiös – Schritt für Schritt, Geste um Geste – nachspielt.
Es sind lange Bilder wie dieses, Einstellungen, die Zeit in Anspruch nehmen, die Furlan für seine Erinnerungen findet und an ganz speziellen Orten zur Aufführung bringt. In Fußballstadien, am Flughafen, manchmal auch im Theater. Persönliche Anekdoten werden auf diese Weise zu Erzählungen, die an das kollektive Gedächtnis der Betrachter rühren, dabei so etwas wie eine Gemeinschaft des Erinnerns heraufbeschwören.
Für „Gym Club“ begibt sich Furlan nun auf die Spuren einer anderen Sportikone seiner Kindheit. Die Karriere Arnold Schwarzeneggers, die ihren Anfang in Graz in einer Kraftkammer im Keller des Liebenauer Stadions nahm, dient Furlan als Hintergrund für seine Untersuchung der Kultur des Bodybuildings. Bodybuilding ist für ihn nicht so sehr Kraftsport als vielmehr Körperarbeit, Körpertransformation, deren eigentliches Ziel ein ästhetisches ist. Nicht um die Demonstration physischer Stärke geht es in den Bewerben, vielmehr um Schönheit, um eine Choreografie bis zur Perfektion trainierter Muskeln und Körper. Die Szene in „Gym Club“: In einem Fitnessclub wird Abschied gefeiert. Jahrmarktstimmung, eine burleske Situation. Die Mitglieder sind gekommen, um einen Mann zu feiern, der es auf dem Weg zum Star weiter schaffen wird als sie alle. Eine fieberhafte Jagd nach Schönheit und Macht steht ihm bevor. Ein Traum ohne Grenzen.

www.steirischerherbst.at

 

 

 

Stephan Friesinger, „Sinsi-Bär“ mit Michaela Löschnigg-Tausz, Albert Schweitzer Klinik, Graz 2013

 

hoelb/hoeb (AT)

Close Link

Eröffnung 26/09 18.00
27/09 – 12/10 Fr – So 14.00 – 21.00
Ex-Zollamt / Halle

Von den außergewöhnlichen Beziehungssystemen und Extremsituationen, die entstehen, wenn sich Menschen aufgrund einer Krankheit in isolierten Bewusstseinslagen befinden, geht die Installation „Close Link“ von hoelb / hoeb aus. Barbara Hoelbling und Mario Hoeber erforschen mittels künstlerischer Versuchsanordnung Räume und Alltagshandlungen, die Nahbeziehungen zu Wachkomapatienten kennzeichnen, zu Menschen, die mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung leben, oder zu demenzkranken Personen, führen dabei aber weniger das andere als das eigene Empfinden vor Augen. „Close Link“ konfrontiert Besucherinnen und Besucher mit ihren eigenen, ganz persönlichen, unerforschten Beziehungswelten und stellt darüber hinaus dringliche Fragen zur aktuellen gesellschaftlichen Befindlichkeit: Was verdrängen wir? Welchen Situationen setzen wir uns aus? Wie sind wir hier hineingeraten?
Konzipiert ist „Close Link“ als vielschichtiger, sich immer wieder verändernder Raum im Spannungsfeld von Kunst, interdisziplinärer Forschung und sozialer Praxis. Eine künstlerisch transformierte Intensivstation gibt Einblicke in sehr spezielles medizinisches Gerät, fragt dabei nach den Grenzen technischer Machbarkeit und dem Verhältnis von Forschung, Ökonomie und Gemeinwohl. Über Filmscreenings, abrufbare Interviews, Bildserien und Objekte sowie den persönlichen Dialog mit wechselnden Experten vor Ort – Ärzte, Wissenschaftler, Künstler verlegen für die Zeit des Festivals ihren Arbeitsplatz hierher – eröffnet „Close Link“ insgesamt ein Setting, das Beziehungssysteme zwischen individuellem Empfinden und gesellschaftlicher Wahrnehmung zeigt und neue Handlungsräume eröffnet.

www.steirischerherbst.at

 

 

 

James Beckett / Voodoo Justice for People of Finance, 2013 ©  Wolfgang Silveri

 

Herbst-Ausstellung

Liquid Assets

Nach der Transformation des Kapitals

Ex-Zollamt

20/09 – 13/10 Do – Sa 14.00 – 24.00
So 14.00 – 21.00

Im Rückblick, heißt es, klären sich die Verhältnisse. Was im Moment von der Wucht der Ereignisse überdeckt werde, würde später sichtbar: Ursachen, Gründe, Zusammenhänge, Schuldige. Aber stimmt das auch? Sind wir heute etwa, fünf Jahre nach Ausbruch der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, wirklich schlauer geworden? Haben wir die Pathologien verstanden, die eine Allianz aus Demokratie und Marktwirtschaft zu entfesseln vermag, wie wir sie nach dem Fall der Mauer für naturgegeben und alternativenlos zu halten gelernt haben? Haben wir den financial turn mit all seinen Konsequenzen, seinen verheerenden Folgen für die globale Ökonomie, aber auch für Demokratie und Menschenrechte wirklich begriffen, diese dramatische Verschiebung des Verhältnisses von Real- zu Finanzwirtschaft, in der Werte, konkret wie abstrakt, in Sekundenbruchteilen geschaffen und wieder vernichtet werden? Wissen wir, wie wir da wieder rauskommen?
Warum aber ist ein Ende der Misere dann nicht in Sicht? Warum ziehen wir nicht einmal aus der schieren Gewalt, die mit dem globalen Finanzkapitalismus verbunden ist, klare Konsequenzen? Und warum scheinen uns – trotz all der Experten, die uns in Talkshows und an Runden Tischen ständig die Welt erklären – die Worte zu fehlen, wenn wir versuchen, kurz und knapp zu sagen, wie uns geschieht?
Es sind diese Mysterien, die Unsagbarkeiten und Unklarheiten, die Opazitäten und die dunklen Flecken eines Wirtschafts- und Finanzsystems, das sich nicht mehr selbst erklärt, mit denen sich die Arbeiten dieser international ausgerichteten Ausstellung „Liquid Assets“ beschäftigen. Um mit den Mitteln der Kunst die Geheimnisse und Logiken frei fließender globaler Kapitalströme zu erforschen, um vielleicht ein wenig besser zu verstehen, wie Geld und Schuldenmoral zwischenmenschliche Beziehungen zu prägen und deformieren vermögen.

Der Katalog „Liquid Assets“ (Mousse Publishing) mit Texten von Katerina Gregos, Luigi Fassi & Christian Marazzi und Beiträgen aller teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler wird am 20/09 veröffentlicht.

Geführte Rundgänge

 

 

©  Wolfgang Silveri

 

atelier le balto (DE/FR)

Ex-Zollamt

Festivalzentrum steirischer herbst
20/09  – 13/10/2013

Nach der Revolution kommt die Neuorientierung, auf Umbrüche folgen Zeiten, in denen die künftigen Verhältnisse neu verhandelt werden. Es sind fragile Momente, in denen sich entscheidet, ob es zu einer Verständigung kommt, ob neue Ordnungen entstehen. Bis es so weit ist, bleiben die Ereignisse in gefährlicher Schwebe. Das Terrain ist unübersichtlich und die Ausnahme die Regel. Auch das Festivalzentrum des steirischen herbst ist heuer mehr Zone in Bewegung denn starres Zentrum, lagert sich flexibel an das Gelände des ehemaligen Zollamts am Bahnhofgürtel an. Ein Areal, weder wirklich Peripherie noch Zentrum, das an Zeiten erinnert, als die Globalisierung der Märkte weniger schrankenlos und die Verhältnisse sichtbarer begrenzt waren.
Das Jugendkulturzentrum Explosiv markiert in dieser Zone mit Nachtbar, mit Konzerten und mit Sonntagskino eine Seite des Möglichkeits-spektrums, das alte Zollamt eine weitere: Die Installation „Close Link“ macht intime, sonst verborgene Beziehungssysteme sinnlich erlebbar, die herbst-Ausstellung „Liquid Assets“ leuchtet künstlerisch die Opazitäten der globalen Finanzströme aus, während die große Halle zugleich als Tagescafé und herbst-Bar, als Schauplatz unberechenbarer „One Night Stands“ und als sonntäglicher Kreuzungs- und Treffpunkt alternativer Handelswege dient.
Über das gesamte Terrain zwischen Explosiv und Zollamt, über Hof und Garten, setzen die Landschaftsarchitekten des atelier le balto, die bereits die Gärten des Palais de Tokyo in Paris oder der Berliner Kunst-Werke gestaltet haben, eine Gruppe merkwürdig schwebender Häuser. In der Nacht leuchten sie, erinnern an zerbrechliche Garten- oder Glashäuser, stellen Bezüge zur Geschichte des Geländes her und schaffen Orte, die sich zwischen innen und außen, öffentlich und privat, zwischen transparent und verborgen bewegen.

Programm im Ex-Zollamt

 

 

 

© Sebastian Arpesella

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Federico León (AR)
Las Multitudes

Österreichische Erstaufführung
Do 10/10, Fr 11/10 & Sa 12/10, 19.30
Helmut-List-Halle

Ein junger Mann sucht mit seinen Freunden die junge Frau, in die er verliebt ist. Doch sie verehrt einen Älteren, einen Musiker, und der ist ebenfalls vergeben. Szene um Szene und gemeinsam mit 120 Schauspielern entwickelt der argentinische Theater- und Filmemacher Federico León aus dieser einfachen Situation ein außer-gewöhnlich poetisches, ein berührendes, mit feinem Witz durch-wobenes Tableau der Generationen.
Jeweils zwölf weibliche und zwölf männliche Vertreter jeder Generation hat León in Graz für diese Produktion gecastet: Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren. Anfangs treten diese als geschlossene Gruppen auf, nach und nach bilden sich Beziehungen heraus, neue Konstellationen entstehen. Eine Band, ein Schwarm, Seilschaften und Netzwerke, ein Club. Einige entstehen spontan und chaotisch, andere sind wohl organisiert. Manche verflüchtigen sich ebenso schnell, wie sie sich gebildet haben.

León wirft in „Las Multitudes“ Fragen auf, die aktueller nicht sein könnten. Antonio Negri und Michael Hardt, auf die sich León zwar nicht explizit bezieht, haben zuletzt ähnliche Fragen zur globalen Krise der Demokratie gestellt und als neuen Souverän die „Multitude“, die vielfältige Menge, vorgeschlagen. Was aber macht Zugehörigkeit aus? Wie erlangen Gemeinwesen Bestand? Wie konstituieren sich Bündnisse, warum zerfallen sie? Und wie lässt sich bei all der Notwendigkeit, Kompromisse einzugehen und Allianzen zu schmieden, individuelle Freiheit und Verschiedenheit wahren?

www.steirischerherbst.at

 

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© Dorian Šilec Petek

 

Carmina Slovenica (SI)
Was haben sie gegen Bauern, Gnädige Frau?

Premiere 22/09/2013, Gallus Hall, Cankarjev dom Ljubljana, 7.30 p.m.

“What have you got against peasants, lady?” he had asked, before he obeyed her request.

Memories are the main protagonists, and voices from the past are the ones that lead us to unexpected effects where Time takes initiative for action.

At the foot of the hill where my house sits, I step from my car and open the trunk. I take off the suit and my German shoes, rip the tie off my neck, the shirt off my breast, the buttons popping, and throw the alien clothes into the trunk. I see the stars of my motherland, they are brighter than those in Germany, there’s no smoke between me and the sky.

www.zbor-carmina-slovenica.si

 

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©  Mathias Poledna

La Biennale di Venezia 2013

Mathias Poledna

Austrian Pavilion
01/06 – 24/11/2013
   
Mathias Poledna (geboren 1965 in Wien) hat an der Universität für angewandte Kunst und der Universität Wien studiert. Er lebt und arbeitet seit 2000 in Los Angeles.

In seiner Arbeit beschäftigt sich Poledna mit Verbindungen zwischen Kunst und Unterhaltungskultur, der Moderne in Architektur und Design, der Sprache des Kinos und der Geschichte des Ausstellens. Seine Werke zeichnen sich durch eine rigorose Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Funktion von Bildern in Gegenwart und Vergangenheit aus. In den letzten Jahren haben sie zumeist die Form äußerst konzentrierter, filmischer Installationen mit reichen Bezügen zur Kultur des 20. Jahrhunderts angenommen.

Polednas Arbeiten sind in Österreich in den Beständen des MUMOK, des Belvedere und der Generali Foundation vertreten. International sind sie beispielsweise in den folgenden Sammlungen zu finden: The Museum of Modern Art (MoMA), New York; Whitney Museum of American Art, New York; New Museum, New York; Museum of Contemporary Art Chicago; Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles; Hammer Museum, Los Angeles; Stedelijk Museum, Amsterdam; und Museu d‘Art Contemporani de Barcelona (MACBA).

Mathias Poledna wird von der Galerie Daniel Buchholz, Berlin/Köln, der Galerie Meyer Kainer, Wien, sowie Richard Telles Fine Art, Los Angeles, vertreten.

www.labiennalevenezia.at

 

 

 

steirischer herbst 2013

Liaisons dangereuses: Alliances, misalliances and false friends

20/09 -13/10/2013

“Alliances, misalliances and false friends: Liaisons dangereuses”, the leitmotif of this year’s steirischer herbst looks at the nature of dangerous relationship cocktails, of connections which, for all their fragility, are passionate, explosive and always powerful. A “liaison”, from the French perspective, is much more than a flirt or a love affair: it can be applied to connections, relationships and their transformation –in society, art and culture and in both the private sphere and in politics. While one year ago, steirischer herbst focused on the role of art in society – changing moments, we now proceed to consider the following:

what coalitions and compromises are entered into in order to carry through visions and goals? What relations of dependence open up? What scales and disparities are reflected in old boy networks, “forced marriages” of all kinds? What if the line between coalition and corruption gets thinner and thinner? And, in the end, what are the constellations in which we could finally make headway? As always, it is more the questions than the answers that move us. And, as always, these questions will feature recurrently in the steirischer herbst programme – playful, direct – and often associative.

www.steirischerherbst.at

 

MATHIAS POLEDNA (AT)

Secession

Mathias Poledna deals in his work with connections between art and entertainment, modernism in architecture, fashion and design, the language of film and the history of exhibition-making, often taking the specific historicity of these phenomena as his point of departure. Most recently, he has been producing extremely concentrated cinematic installations that develop complex tensions between their subject matter and the associated references and cultural notions. The artist’s interest in different ways of expressing modernity manifests itself in the special, often highly diverse subjects in his work, ranging from post-punk music to a rain forest in Papua New Guinea, and in the aestheticism and extreme reduction of their formal idiom. Though always new and in many cases created jointly with professional collaborators, they often give the impression of found material, seeming to draw on the visual language of the collective imagination of the past and the present.

www.secession.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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