steirischer herbst

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50 Jahre steirischer herbst

2017 feiert der steirische herbst seine 50. Ausgabe. Keine Institution in Österreich ist so sehr mit dem Begriff der Avantgarde verbunden: Lange bevor die Vernetzung der Künste als Forderung in aller Munde war, integrierte der steirische herbst Kunst, Musik, Performance, Tanz, Theater, Literatur, Architektur, Neue Medien und Theorie. Hervorgegangen aus einem Zusammenschluss verschiedener Institutionen und Veranstaltungsreihen wie der Steirischen Akademie, Trigon oder dem musikprotokoll hat es das „Festival der Produktion und der Prozesse“ immer wieder geschafft, Vernetzung und Kooperation sowohl internationaler wie regionaler Künstlerinnen und Künstler, Szenen und Kontexte zu ermöglichen und erlebbar zu machen.
Das Jubiläum greift der steirische herbst nun als Anlass auf, um sich selbst, den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern und Institutionen grundsätzliche Fragen zu Gesellschaft und Kunst der Gegenwart zu stellen: Wo stehen wir eigentlich? Oder: „Where are we now?“ Der Blick in die Vergangenheit kann dabei hilfreich sein. So scheinen die Worte, mit denen Hanns Koren 1968 den ersten steirischen herbst eröffnete, von nahe
zu unheimlicher Aktualität zu sein: „Wir beginnen ein Fest, wir wissen, wie ernst die Stunde ist, die die Weltenuhr gegenwärtig zeigt (…). Was vermögen wir mit kleinen Kräften im kleinen Bundesland eines kleinen Staates, wenn elementare Mächte entfesselt er Leidenschaft in einem Weltensturm aneinandergeraten ?“

www.steirischerherbst.at.

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to come (extended) © Jens Sethzman

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Mette Ingvartsen (DK)

to come (extended)

herbst-Eröffnung: 22/09/2017, 19:30 Helmut List Halle

Zur Eröffnung des steirischen herbst experimentiert die gefeierte Choreografin Mette Ingvartsen mit sinnlichen, erotischen und sozialen Körpersprachen. Lust- und freudvolle Situationen werden ausgedehnt, bis sie in einem gemeinsamen Fest kulminieren. Eine Choreografie, die gleichzeitig fesselt und stimuliert.

Ständig umgeben uns Bilder sexueller Körper – auf Plakaten und in Magazinen, im Fernsehen und im Internet. Das Intime und Erogene beeinflusst, wie wir leben, was wir kaufen und wie wir uns bewegen. Mit ihrer Performance „to come (extended)“ untersucht die dänische Choreografin Mette Ingvartsen dieses unfreiwillige Ineinandergreifen von Öffentlichkeit und Privatheit. Sie hüllt ihre 15 Tänzerinnen und Tänzer in blaue Ganzkörperanzüge und setzt damit der Bilderflut aus nackter Haut und expliziter Erotik ein abstraktes Bild entgegen.

wwww.steirischerherbst.at

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FUTURO-Häuser an einem Berghang, späte 1960er Jahre. Das Foto wurde mit maßstabgetreuen Modellen des FUTURO aufgenommen © Matti Suuronen, Espoo City Museum, Foto: unbekannt

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FUTURO. A Flying Saucer in Town

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Das FUTURO ist nicht nur das bekannteste und innovativste, sondern auch eines der ersten in Serie produzierten Kunststoffhäuser der Welt. Kein anderes Objekt verkörpert den Glauben an den technologischen Fortschritt und an die Zukunft des Raumfahrtzeitalters der späten 1960er-Jahre besser als das FUTURO. Nicht umsonst sollte es zum Inbegriff des utopischen Designs werden.
Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesehen. Ursprünglich als Skihütte für unwegsames Gelände geplant, konnte es aber auch als Wochenendhaus, Unterrichtsraum oder gar als Bankfiliale dienen. In seiner Form, Ausstattung und durch seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten veranschaulicht das FUTURO exemplarisch die visionären Designideen jener Epoche zwischen Pop und Sozialrevolution, die letztendlich die Idee des Funktionalismus spaltete.

www.pinakothek.de

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Kerstin Brätsch, Machine of Light, „Unisex-Serie“, 2007  

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Kerstin Brätsch. Innovation

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Die in New York lebende Malerin Kerstin Brätsch hat in den vergangenen zehn Jahren mit einem ebenso vielgestaltigen wie konsequenten Werk überzeugt. Ihrem Schaffen liegt ein erweiterter Malerei-Begriff zugrunde – es umfasst neben großformatigen Ölbildern (meist auf Papier), auch Malereien auf Polyesterfolie, Glasbilder, Marmorierungen sowie performative Interventionen. In ihren Bildern greift Brätsch klassische Topoi der Malereigeschichte auf, wie beispielsweise die Portraitmalerei oder Spielarten der Abstraktion. In gleichem Maße spiegelt sich darin aber auch die Infragestellung der Legitimität des Mediums Malerei durch die digitalen Technologien. Ähnlich den digital zirkulierenden sind ihre eigenen Bilder kontinuierlich veränderbar; sie werden durch Performances im Stadtraum oder spezielle Displays gezielt „Stresstests“ unterzogen – sie sind sich also des Drucks, dem die Malerei aktuell ausgesetzt ist, deutlich bewusst. In diesem Spannungsfeld sucht Kerstin Brätsch Wege für einen relevanten und persönlichen künstlerischen Ausdruck. Dabei hält sie an der Malerei und ihrer Geschichte fest und testet ihre Widerstandskraft gegenüber diesen Entwicklungen von innen heraus.

www.pinakothek.de

 

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Ruth E Lyons, Press Image #1, Killeen Bog, Co. Offaly, Teil of WWWW neue Auftragsarbeit für Sommer 2017 © Barra Dinan.

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Sommer im Grazer Kunstverein

24/06 – 09/09/2017

Inspiriert von Ernst Fischers Publikation von 1959 „Von der Notwendigkeit der Kunst“ werden die Neuaufträge und die künstlerische Forschung des Grazer Kunstvereins in der Sommersaison von Fischers Behauptung geleitet, dass Kunst auch aufgrund der ihr innewohnenden Magie notwendig sei und nicht nur, um die Welt zu erkennen und zu verändern. Für Fischer besteht diese Magie eben genau in unserer Fähigkeit, das Mögliche zu visualisieren und diese Kraft zu nutzen, um so unsere natürliche Welt zu formen und zu lenken.

Im Sommer werden im Grazer Kunstverein drei sehr unterschiedliche künstlerische Projekte präsentiert. Jedes davon ist von der Beziehung des Menschen zur Natur inspiriert und erkundet das Thema auf körperliche, performative, poetische und metaphorische Weise.

Ruth E Lyons entwickelt WWWW, eine neue Produktlinie alternativer Arbeitskleidung, die vor allem für den weiblichen Körper entworfen wurde, der in Industrielandschaften arbeitet. Fiston Mwanza Mujila performt Auszüge aus seinem aussagekräftigen Lyrikband Le Fleuvre dans le Ventre [Der Fluss im Bauch]. Darin befasst er sich mit den Themen Einsamkeit und Exil, gestaltet und inspiriert von den fließenden Wassern des Kongos. Edward Clydesdale Thomson stellt einen abstrakten Skulpturengarten rund um die Ideen von Fürsorge und Engagement vor, der schließlich zu einem realen Garten hier im Grazer Kunstverein anwächst.

www.grazerkunstverein.org

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.m Farbverlauf, sowie der Videoarbeit Strategy Notebook (2015). Gemeinsam bildeten diese verschiedenen Elemente eine Umgebung, die unternehmerische Atmosphärenbildung mit elegischer Vanitas konfrontierte

© Adam Reynolds

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Bunker! Architektur des Überlebens

07/06 – 08/10/2017 Jüdisches Museum Wien

Obwohl Bunker schützende Bauwerke darstellen, die Menschen vor direkter Gefahr verschonen sollen, verströmen diese Räume eine Aura der Verstörung. Enge, Kälte, dickes Mauerwerk, Beton, Stahl und die Vorstellung von Lebensgefahr sind das Ingrediens, das unangenehme und irritierende Empfindungen auslöst. In Israel sind Bunker und Schutzräume im ganzen Land Realität, Bedrohung und Ausnahmesituationen gehören dort zum Alltag. Daher wird auch versucht, diesen Schutzräumen einen Anschein von Selbstverständlichkeit überzustülpen. Auch weil der Wohnraum in Israel knapp und teuer ist, nützt man die Orte für andere Zwecke: als Gemeinschaftszentren, Bars, Tanzstudios, Moscheen oder Synagogen. Diesen „anderen“ Alltag hat Adam Reynolds mit der Kamera festgehalten. Seine Fotos von Bunkern zeigen, wie sehr sich die Menschen in Israel bemühen, die Räume, die im Extremfall für das Überleben sorgen, so „normal“ wie möglich zu gestalten. Eine brüchige Normalität.

www.jmw.at

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© Nationalbibliothek

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Kauft bei Juden! Geschichte einer Wiener Geschäftskultur

17/05 – 19/11/2017 Jüdisches Museum Wien

Die Entstehung von Kaufhäusern in Wien war Teil einer gesamteuropäischen Entwicklung des 19. Jahrhunderts. Dass viele der Gründer aus jüdischen Familien stammten, ist heute genauso wenig bekannt wie die einstige Existenz des Textilviertels im ersten Wiener Gemeindebezirk. Prominente Unternehmen wie Gerngross, Zwieback, Jacob Rothberger, Braun & Co, Goldman & Salatsch, Jungmann & Neffe oder Knize und deren Gründerfamilien werden durch die Ausstellung ebenso in das Gedächtnis der Stadt zurückgeholt wie die sogenannten „Vorstadtwarenhäuser“ Wodicka und Dichter. Eindrucksvolle Objekte erzählen nicht nur die Geschichten der Familien, sondern auch von Architektur und Inszenierung, den Designern, der Klientel sowie Verkäufern, Schneidern und Schaufensterdekorateuren.

Durch die Zäsur der Schoa verschwand diese Geschäftskultur fast völlig. Die Entwicklung des Textilviertels nach 1945 verweist auf der anderen Seite, bedingt durch Migration, Rückkehr und Zuwanderung, auf den Wiederaufbau der Wiener jüdischen Gemeinde.

Für den Epilog hat das Jüdische Museum Wien die junge Wiener Künstlerin Kathi Hofer eingeladen, Motive der Ausstellung aufzugreifen und so mittels einer künstlerischen Intervention einen anderen Blick auf das Ausgestellte zu ermöglichen.

www.jmw.at.

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© Antoinette Zwirchmayr

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Festivaltrailer’17

JEAN LUC NANCY von Antoinette Zwirchmayr

Was ist Kino? Zum Nachdenken über diese Frage soll der enigmatisch-pulsierende Trailer der Diagonale’17 einladen: „Der Vollmond am schwarzen Nachthimmel, ein schwingendes Pendel, Sternenbilder, drei weibliche Rückenfiguren, ein Ensemble aus funkelnden Kristallen, halbtransparente Streifen in Bewegung, Lichtspiele in Schwarz-Weiß und Farbe. Miteinander in Beziehung gesetzte Bilder, Perspektiven, Körper, Räume, Welten. Oder anders gesagt: Kino. Konkret wie abstrakt, sinnlich wie theoretisch durchdenkt und erspürt JEAN LUC NANCY das vielschichtige Wesen des Kinos: als Dispositiv, als Medium, als Werkkorpus, als ästhetische Erfahrung und als sinnlicher Ort der Begegnung und der Zärtlichkeit – flüchtig, erhellend, bewegend, berührend“, so die Beschreibung im diesjährigen Festivalkatalog.

www.diagonale.at

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Jakob Lena Knebl / come closer, 2016 /Photo: Christian Benesch © Jakob Lena Knebl / mumok

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Oh…

Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung

16/03 – 22/10/2017  mumok

Auf Schubladendenken lässt sich die Künstlerin Jakob Lena Knebl nicht ein, weder im Leben, noch in der Kunst. Entsprechend frei geht sie auch die Neuaufstellung der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst im mumok an, die sie ab 17. März 2017 auf zwei Ebenen gemeinsam mit eigenen, neu konzipierten Arbeiten und Mut zum Exzentrischen präsentiert.

Unter dem Titel Oh… verweist Knebl auf den Überraschungseffekt, der sich bei einem tiefergehenden, aufmerksamen Blick unter neuen Voraussetzungen einstellt. Die Künstlerin studierte bei Heimo Zobernig an der Akademie der bildenden Künste Wien textuelle Bildhauerei und bei Raf Simons an der Universität für angewandte Kunst Wien Mode. Ihre eigene Arbeit wie auch die Neuaufstellung der mumok Sammlung sind von dieser Verschränkung ihrer Interessensgebiete mit all ihren ästhetischen und theoretischen Implikationen und deren identitätsbildenden Auswirkungen geprägt. Die Ausstellung gestaltet sie als atmosphärische Begehrensräume. In diesen Räumen, die als permanente Herausforderung der Betrachter_innen konzipiert sind, wird eindeutige Zuschreibung erschwert: Momente der Klarheit wechseln sich mit Ungewissheit über Funktion und Zuordnung der präsentierten Objekte ab. Die Felder Kunst, Design und Mode tauschen beständig ihre Positionen. Entsprechend könnte die Erwiderung der Besucher_innen auf Knebls Ausruf „Oh…“ ein erkennendes „Aha!!“ sein

www.mumok.at

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Ozan Mermer © 2016

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Kunstvermittlungsprojekt YES, WE’RE OPEN! 

Das interkulturelle Vermittlungsprojekt der Pinakothek der Moderne

Die Welt, in der wir leben, hat sich stark verändert. Flucht und Migration, kulturelle Vielfalt bei gleichzeitiger Radikalisierung, Integration, Globalisierung und Entwurzelung berühren unsere Gesellschaft. Nicht nur in Politik und Wirtschaft, auch in der Kultur findet ein Umdenken statt. Das Museum definiert seine Aufgaben neu. Mit Projekten, die eine Begegnungsplattform für Geflüchtete und Menschen aus Bayern anbieten, reagiert es auf die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Eine neue Perspektive für Europa muss den politischen, den ökonomischen und den kulturellen Blick miteinander in Beziehung setzen.

Die Pinakothek der Moderne hat mit dem Vermittlungsprojekt „YES, WE’RE OPEN!“  Anfang dieses Jahres eine interkulturelle Plattform für Ankommende und Anwesende, für Geflüchtete und Menschen aus Bayern geschaffen. Im Herzen des Museum wurde ein Kunstvermittlungsraum für dieses Programm geschaffen. Ein Novum in der Museumslandschaft. Kinder und ihre Eltern, Jugendliche und Erwachsene finden hier mehrmals wöchentlich offene Türen, um in geschütztem Umfeld die Begegnung mit einer neuen Kultur zu wagen. Mit YES, WE‘ RE OPEN! setzt das Museum ein Zeichen für die Bedeutung der Kunst als Ausdruck menschlicher Kreativität, Toleranz und Offenheit jenseits sprachlicher und kultureller Barrieren. Das Programm ist unbefristet und soll durch eine Vielzahl einzelner, vernetzter Angebote und Projekte stetig weiterentwickelt und ausgebaut werden. Allen Projekten ist der Fokus auf Kommunikation und das Miteinander der Kulturen sowie die Verknüpfung mit Kunstwerken und Objekten aus der Pinakothek der Moderne gemein.

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne E.V.

www.pin-freunde.de

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Eva Leitolf, Überfahrt, Melilla – Almería, Mittelmeer 2009 (aus: „Postcards from Europe“)  

GLOBAL PREKÄR. FLUCHT, TRAUMA UND ERINNERUNG IN DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE

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Politische und gesellschaftliche Konflikte zu dokumentieren gehört seit jeher zu den zentralen Aufgaben von Fotografie. Die neu eingerichtete Präsentation aus den Sammlungsbeständen widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Vertreibung sowie Entwurzelung und Flucht. Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Arbeiten aus der Beschäftigung mit den noch immer nachwirkenden Folgen des 2. Weltkriegs. Sie fokussieren ihren Blick jedoch auch auf die Konflikte zwischen der sogenannten Ersten und der Dritten Welt, sei es entlang des amerikanisch-mexikanischen Grenzzauns oder an den europäischen Außengrenzen. Ihre vielschichtigen visuellen Erzählungen gehen von konkreten Ereignissen aus, deren historische Überlieferung und gesellschaftliche Relevanz sie kritisch reflektieren. Den Bildern der Medien wie den offiziellen Verlautbarungen setzen sie eine andere, aus der persönlichen Perspektive gewonnene Lesart entgegen.

Mit Werken von Roy Arden, John Gossage, Anselm Kiefer, Eva Leitolf, Michael Schmidt, Jeff Wall

www.pinakothek.de

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JMW_Postkarte_final.inddPraterstraße 23, 1902–1908; Internationale Hygiene-Ausstellung, Dresden 1911. Weitere Adressen: Rathausstraße 13, 1895 –1902; Krugerstraße 8, 1902–1903 aus: The Shabbat Room, 2013

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The Shabbat Room.

Eine Rauminstallation von Maya Zack

Jüdisches Museum Wien

Die permanente Rauminstallation The Shabbat Room von Maya Zack verbindet das erste Jüdische Museum Wiens mit dem heutigen. Die 1976 in Israel geborene Künstlerin rückt mittels künstlerischer Recherche die sogenannte Gute Stube des um 1900 berühmten Malers Isidor Kaufmann wieder ins Bewusstsein. Diese zentrale Museumsinstallation war ein wichtiges Zeugnis von Kaufmanns Suche nach Bildern eines „ursprünglichen“ Judentums bzw. nach dem Background der Wiener Jüdinnen und Juden um 1900. Kaufmann unternahm diese Suche Jahr für Jahr in den nordöstlichen Kronländern. Mit seiner 1899 installierten Guten Stube schenkte er den Wiener Jüdinnen und Juden einen Raum für die Erinnerung an das Familienleben ihrer eigenen Kindheit oder an das ihrer Eltern. Die Installation der Guten Stube wurde 1938 bei der gewaltsamen Schließung des ersten Wiener Jüdischen Museums zerstört.

www.jmw.at

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(c) Nikolaus Gansterer

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THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

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Kerstin Brätsch. Innovation

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Over the past ten years, the painter Kerstin Brätsch has created an impressive oeuvre that is as varied as it is rigorous. Her work proceeds from an expanded definition of painting – in addition to large-scale oil paintings (usually on paper), she has also painted on polyester film, created images on glass, painted using a marbling technique, and delved into performance art. In her work, Kerstin Brätsch engages with themes central to the history of painting, such as portraiture and certain methods of abstraction. At the same time, however, her work reflects on the challenges digital technology poses to the legitimacy of the painting medium. Not unlike the way digital images circulate, Brätsch’s own images are continuously mutable; clearly conscious of the pressures the medium of painting faces today, she submits them to ‘stress tests’ via special types of display or performances in urban spaces.

www.pinakotek.de

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Summer at Grazer Kunstverein

23/06 – 06/09/2017

Inspired by Ernst Fischer’s 1959 publication titled ‘The Necessity of Art – A Marxist Approach’ the summer season of new commissions and artistic research at the Grazer Kunstverein is guided by Fischer’s claim that art is not only necessary in order to recognise and change the world, but that art is also necessary by virtue of the magic inherent within it. For Fischer this magic is located precisely in our ability to visualise potential, and to use this power to shape and control our natural world.

Throughout summer, the Grazer Kunstverein is dedicated to exploring ideas around the transformative potential of art as inspired by our relationship to nature, by presenting three very different projects that engage with the natural world in ways that are physical, performative, poetic and metaphorical.

www.grazerkunstverein.org

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Even though bunkers and shelters are protective buildings, meant to hold off immediate danger from people, these places are surrounded by an aura of distress. Confined space, coldness, thick walls, concrete, steel, and a sense of lives being threatened are the ingredients that trigger unpleasant and irritating sensations.

In Israel bunkers and shelters are a reality throughout the country because threat and exceptional situations are part of everyday life. This is why attempts are being made to give these shelters the appearance of normality. As spaces for living in Israel are expensive and limited, the shelters similarly are used as community centres, bars, dance studios, mosques or synagogues. Adam Reynolds has recorded this ‘other’ normality with his camera. His photos of shelters reveal the efforts of the people in Israel to make these spaces, which guarantee survival in extreme situations, seem as ‘normal’ as possible. It is a fragile normalcy.

www.jmw.at

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Rosa Barba

Spacelength Thought

06/04 – 18/06/2017  Secession

In her solo exhibition Spacelength Thought at the Secession, Rosa Barba presents a selection of films, which more or less deal with the notion of the archive, as well as some of her sculptural works. With Somnium (2011) and Disseminate and Hold (2016) that are shown in turns at the outset of the exhibition, the artist introduces two significant aspects of her work: on the one hand, the relation to literature as source for and reference in her works, on the other her interest in an open notion of the archive.

www.secession.at

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Oh…

Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung

16/03 – 22/10/2017  mumok

Knebl focuses on classical modernism and the 1970s, an epoch of utopias, visions for society, and sexual experiments. The first of the two exhibition levels is devoted to a large installation characteristic of Knebl’s work, addressing constructs of identity, desire, and sensual experience. The artist herself also appears as an avatar in a digital, interactive installation in which artworks become protagonists. Visitors to this exhibition can follow the narrative and also shape it.

www.mumok.at

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The Shabbat Room. An installation by  Maya Zack

Jewish Museum Vienna

The permanent installation The Shabbat Room by Maya Zack, born in Israel in 1976, offers a link between the first Jewish Museum and the present one. Through her artistic research, she revives the early twentieth-century Gute Stube by the artist Isidor Kaufmann. This installation, which was central to the museum, was the fruit of Kaufmann’s search for a more authentic Judaism and was intended to remind the Jews of the time of their origins. It took the artist from Vienna to the north-eastern crown lands. The installation offered the Jews of Vienna a place where they could reflect on family life during their own childhood or that of their parents. It was destroyed in 1938 when the first Jewish Museum was shut down.
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THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

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Lessin

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