steirischer herbst

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Future Perfect

Dystopie und Alternativen: Wofür wir werden gesorgt haben müssen

10/10 – 11/10/2015  herbst Akademie

Nicht jede Zerstörung ist kreativ – die Konferenz des steirischen herbst geht der Frage nach, was es zu bewahren gilt und wofür gekämpft werden muss. Unsere Hinterlassenschaft für die Archäologen der Zukunft reduziert sich zunehmend auf zwei Dinge: unseren Müll und die Cloud. Wir werden die Meere mit Plastik zugeschüttet, die Böden mit Plutonium verseucht und Yottabytes längst unlesbarer Daten gespeichert haben. Grammatikalisch heißt diese Zeit interessanterweise Futurperfekt – „Future Perfect“.
Dass wir die vollendete Zukunft nur noch als Dystopie denken, liegt daran, dass wir uns das Morgen als verlängertes Heute vorstellen. Tatsächlich aber kann die Zukunft ganz anders werden. „Future Perfect“ will dieses Andere imaginieren. Ohne Forderung nach radikalen Brüchen und permanenter (Selbst-)Neuerfindung, sondern mit Blick auf die Zusammenhänge, in denen wir uns befinden. Anders als der Kapitalismus behauptet, ist nämlich nicht jede Zerstörung kreativ. Manchmal ist danach einfach etwas weg – Ressourcen, Lebensformen, Zukunftsoptionen.
In Vorträgen, Künstler-Präsentationen, Diskussionen und einer großen Expedition fragt „Future Perfect“ nach materiellem und immateriellem Erbe, das es zu bewahren, zu entdecken oder endlich zu realisieren gilt. Wofür werden wir gesorgt, wofür gekämpft haben müssen, damit die Zukunft auch jenseits unseres Zeithorizonts wenn schon nicht perfekt, so doch eine gute wird? Welche Rolle spielen kulturelles Gedächtnis, Digitalisierung, Rechtsordnung und Vermögen, aber auch Spekulation, Subversion und künstlerische Praxis dabei? Und wie kommen wir eigentlich darauf, dass für künftige Generationen unsere Werte noch von Belang sind?

www.steirischerherbst.at

 

 

4.Christian-Fennesz_by-Lorenzo-Castore_grid_4© Lorenzo Castore

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Christian Fennesz  / Jorge E. López

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

09/10/2015 Helmut List Halle / Musikprotokoll / steirischer herbst

Das Beste aus zwei Welten – der österreichische Gitarrist und Elektronikmusiker Christian Fennesz überträgt seine Musik auf das RSO, das Radio-Symphonieorchester Wien. Das Beste aus zwei Welten: Von der „unverstellten Schönheit reinen Klangs“ schwärmte ein Kritiker der Berliner Zeitung, als der österreichische Gitarrist und Elektronikmusiker Christian Fennesz im Jahr 2008 sein Soloalbum „Black Sea“ veröffentlichte. Fennesz, ein internationaler Star seines Genres, dessen Musik zwischen Experiment und Pop, zwischen Atmosphärischem und Querstrebendem oszilliert, wird beim musikprotokoll seine musikalische Arbeit erstmals auf ein großes, klassisches Symphonieorchester übertragen.
Basierend auf den Tracks des Albums „Black Sea“ hat er für das RSO Wien ein Stück geschaffen, das die für seine Welt so typisch atmosphärische Klangmagie in den Orchesterkosmos überträgt. Eine überraschende wie ungewöhnliche und eigentlich sensationelle Konstellation. Auch weil eines der besten Orchester Österreichs spielen wird – das ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Außerdem ist ein Soloauftritt von Fennesz im Rahmen dieses Konzerts in der Helmut List Halle geplant. Grandios beendet wird das Gastspiel schließlich von der österreichischen Erstaufführung der groß besetzten „Symphonie fleuve“ des Komponisten Jorge López. Ein Abend zwischen den elegischen Soundwelten von Christian Fennesz und den gigantischen Klangarchitekturen von Jorge López.

www.steirischerherbst.at

 

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1Cuando-vuelva-a-casa-voy-a-ser-otro_by-Beniamin-Boar© Benjamin Boar

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Mariano Pensotti / Grupo Marea

Cuando vuelva a casa voy a ser otro [Wenn ich zurückkomme, bin ich ein anderer]

09/10 – 10/10  Mumuth / steirischer herbst

Der international renommierte argentinische Autor und Regisseur Mariano Pensotti verknüpft in seinem neuen Stück Geschichten von Menschen, die von ihrer Vergangenheit eingeholt werden. Was geschieht, wenn wir plötzlich aus dem Hier und Heute gerissen werden und uns dem stellen müssen, was früher einmal geschehen ist? Der formidable Geschichtenerzähler Mariano Pensotti hat mit „Cuando vuelva a casa voy a ser otro“ ein Stück über Menschen geschrieben, die von ihrer Vergangenheit heimgesucht werden und erkennen müssen, dass sie im Laufe der Zeit jemand anderer geworden sind.
Eine wahre Begebenheit war der Ausgangspunkt: Ende der 70er-Jahre vergräbt ein argentinischer Revolutionär belastende Gegenstände. Nach dem Ende der Militärdiktatur kann er sie nicht mehr wiederfinden, erst Jahre später tauchen sie unerwartet wieder auf und der einstige Revolutionär muss sich seiner Vergangenheit stellen. Vor diesem Hintergrund verknüpft Pensotti drei illustre Lebensgeschichten – ein ehemaliger Theaterdirektor versucht sein einzig erfolgreiches Stück wiederaufzuführen, das Leben einer Musikerin erfährt durch eine politische Kampagne eine Wendung und ein erfolgloser Politiker erfindet sich neu. Um diese Identitätskrisen in Szene zu setzen, nutzt Pensotti Erzähltechniken des Kinos und wartet zudem mit einer ungewöhnlichen Bühnenkonstruktion auf.

www.steirischerherbst.at

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3.Golden-Hours-As-you-like-it-03_by-Anne-Van-Aerschot© Anne Van Aerschot

 

Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas

Golden Hours (As you like it)

16/10 – 17/10/2015 Helmut List Halle

Die Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker ist eine der einflussreichsten Choreografinnen unserer Zeit. Brian Eno und William Shakespeare waren ihr nun Inspiration, das Phänomen der Vergänglichkeit zu erkunden. In den 35 Jahren ihres Schaffens hat Anne Teresa De Keersmaeker mit ihrer Kompanie Rosas immer wieder neue Wege beschritten, um Tanz und Musik in ein spannungsvolles Verhältnis zu setzen. Dabei ist ihre Musikauswahl so präzise wie variantenreich – das Spektrum reicht von früher Musik der Ars Subtilior, wie in „Cesena“, mit der sie den steirischen herbst 2011 eröffnete, bis hin zu Arbeiten, die sich mit Ikonen der Popmusik beschäftigen.
Mit ihrer neuen Arbeit „Golden Hours (As you like it)“ spürt sie nun dem schwer fassbaren Phänomen Zeit und Vergänglichkeit nach. Inspiriert wurde sie von einem Song von Brian Eno, Pionier der Ambient Music. Mit den Worten „The Passage of Time“ wird „Golden Hours“ eröffnet – ein zentraler Song des Albums „Another Green World“ ( 1975 ), der letzten Rockplatte von Eno, bevor er sich zu neuen Ufern aufmachte. Dieser und andere Songs durchziehen leitmotivisch Keersmaekers wundersam-schimmernde, ironisch sanft gebrochene Welt, in der Intensität und Sinnlichkeit herrschen. Eine weitere Inspirationsquelle ist William Shakespeares märchenhafte Komödie „As You Like It“ („Wie es euch gefällt“) – Liebende fliehen vor den Machenschaften des Hofs in die goldene Welt des Waldes von Arden. De Keersmaeker übersetzt die sprach­liche Rhythmik und poetische Bildwelt des englischen Dichters in Tanz und Bewegung. Auf dem schmalen Grat zwischen formaler Abstraktion und konkreter Gestik wandeln elf junge Tänzerinnen und Tänzer durch eine verzauberte Welt, werden durch die Songs von Eno wieder in ein Jetzt geholt und suchen nach der Zeit der goldenen Stunden.

www.steirischerherbst.at

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01Black-Moonshine-01_by-Theater-im-Bahnhof© Theater im Bahnhof

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Theater im Bahnhof

Black Moonshine / Die Essenz der Freiheit

03/10 & 04/10, 16/10 & 17/10 steirischer herbst / Barbarasäle Vordernberg.

Das Grazer Theater im Bahnhof erzählt die Geschichte einer Gemeinde, in der ein Schubhaftzentrum und eine Schnapsbrennerei das Leben der Bewohner verändert. Vor hundert Jahren war eine Wohnung im obersteirischen Vordernberg teurer als eine an der Wiener Ringstraße. Noch vor siebzig Jahren war die Gemeinde eine der reichsten Österreichs. Heute ist das postindustrielle Vordernberg von Abwanderung betroffen. Aber es gibt Menschen, die sich gegen den prognostizierten Niedergang auflehnen.

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1.StephaneBenaHanlyStéphane Béna Hanly, Length of a Legacy (Thomas Midgely), 2015 / Unfired clay, water tank, water © Project Arts Centr

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Hall of Hall-Life

27/09 – 01/11/2015 Festivalzentrum

Wir sind von Zeugnissen der Vergangenheit umgeben. Auf der Folie dieser Hinterlassenschaften zeichnet die herbst-Ausstellung eine Archäologie der Zukunft. Tief in der Erde vergraben, werden atomare Abfälle noch tausende Jahre radioaktive Strahlung abgeben. Werden künftige Generationen die heutigen Atommülllager als solche erkennen? Welche Materialien und Botschaften könnten Bestand haben, selbst wenn sie dem Wandel der Zeit und der Evolution des Lebens unterworfen sind? Heute stellen uns die Zeugnisse der Vergangenheit oft vor ein Rätsel, wobei natürlichen und menschengemachten Objekten sowohl nachgewiesene als auch imaginierte Bedeutungen zukommen, in denen sich die im Wandel begriffenen Erkenntnisse und Ideologien der Menschen widerspiegeln. „Hall of Half-Life“ konfrontiert uns mit einer Entwicklung von Formen, Bedeutung und Sprache und zeigt Kunstwerke im Sog eines sich ändernden Stroms an geologischen und planetarischen Wirkkräften, dessen Wucht im noch jungen Zeitalter des Anthropozäns nur erahnt werden kann. Ein Großteil der gezeigten Arbeiten wurde eigens in Auftrag gegeben, die Künstlerinnen und Künstler haben dafür nach den Knochen der Vergangenheit gegraben, sich die einstigen Korallenriffe imaginiert, auf denen das heutige Graz steht, den Geschichten gelauscht, die mit vermeintlich banalen Alltagsgegenständen verknüpft sind, oder alte Reliquien und sogar Moorleichen inspiziert. „Hall of Half-Life“ erkundet das Terrain jener Markierungen, Bedeutungsträger, Monumente, Ruinen und Brachen, die man als die Inschriften der heutigen Zeit verstehen kann.

www.steirischerherbst.at

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01_cover© orizzontale

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steirischer herbst / Festivalzentrum im GrazMuseum

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Spin-Off

27/09 – 18/10/2015

Das italienische Architekturkollektiv orizzontale greift mit seiner Adaptierung des GrazMuseums als Festivalzentrum nach den Sternen: Unter dem Titel „Spin-Off“ erschaffen sie eine retro-futuristische Raumstation – samt Kommando­zentrale und Bar. Dieser auch als Metapher zu verstehende Eingriff spiegelt das diesjährige Festivalthema „Back to the Future“ und wirft den Blick sowohl in eine ferne Zukunft als auch zurück in eine Zeit, in der der Weltraum noch als Ort unbeschränkter Möglichkeiten galt.

www.steirischerherbst.at

 

 

1.AA-Bronson_Blue KopieAA Bronson und Ryan Brewer, „Blue“ (detail), 2011
Duratrans-Folie in Leuchtbox, 180 x 240 cm
Courtesy: Esther Schipper, Berlin

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AA Bronsons Sacre du Printemps

Eröffnung: 26/09/2015 Grazer Kunstverein

Die fortlaufende Erkundigung des Grazer Kunstvereins in Vorstellungen der sozialen Abstraktion reagiert dieses Jahr auf das neue Leitmotiv des steirischen herbstes 2015, der sich mit dem Begriff der „Hinterlassenschaft‟ beschäftigt, ausgehend von Fragen der Eigentümerschaft, des Wissenstransfers und von unserem Umgang mit kulturellem Erbe.

In Zusammenarbeit mit dem Salzburger Kunstverein hat der Grazer Kunstverein den Künstler und Heiler AA Bronson (1946, Vancouver, CA) eingeladen, ein groß angelegtes Projekt an beiden Veranstaltungsorten gleichzeitig zu entwickeln. AA Bronson operiert bei diesem Hybridprojekt als Künstler und Kurator, als Subjekt und Objekt zugleich, und integriert in die Arbeit seine eigenen Werke, seine Kooperationen mit jüngeren KünstlerInnen und Arbeiten von Freunden. Als begründendes und letztes noch lebendes Mitglied des Künstlerkollektivs General Idea (1969–1994) blickt AA Bronson auf eine lange Geschichte mit politischen und sozialen Themenstellungen in der Kunst und im Verlagswesen wie auch mit der AIDS-Krise zurück. Seit damals hat er mit vielen Generationen von KünstlerInnen über viele Disziplinen hinweg zusammengearbeitet. In den letzten fünfzehn Jahren hat er sich in seinen Kooperationen und in seiner künstlerischen Produktion vor allem mit Spiritualität als zentralem Thema beschäftigt.

Mit AA Bronson sowie Igshaan Adams, Ryan Brewer, Elijah Burgher, Nicolaus Chaffin, Michael Dudeck, K8 Hardy, Matthias Herrmann, Reima Hirvonen, Yeonjune Jung, Mark Jan Krayenhoff van de Leur, Chrysanne Stathacos, Scott Treleaven und JX Williams.

www.grazerkunstverein.org

 

 

1.Fischli_Weiss_SummerprojektionPeter Fischli und David Weiss / Sommer-Projektion 2 (flowers), 1998, Diainstallation (162 Farbdias), Edition 2/4. Erworben 2000 von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. © Fischli/Weiss, Courtesy Sprüth Magers

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A PERFECT MATCH

Die Sammlungen der Pinakothek der Moderne gratulieren PIN. zum 50. Jubiläum

30/07/2015 – 06/03/2016 Pinakothek der Moderne

50 Jahre PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne! Das Jubiläum bietet Anlass, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Museum und seinem größten Freundeskreis anhand wichtiger Erwerbungen zu erzählen. Anlass auch, an entscheidende Wegmarken zu erinnern und Dialoge aufzuzeigen, die im Lauf der Jahrzehnte entstanden sind. Gezeigt werden Arbeiten aus den Bereichen Malerei (Peter Doig, Neo Rauch, Andy Warhol), Skulptur (Elmgreen & Dragset, Wade Guyton, Donald Judd), Medienkunst, Fotografie und Rauminstallationen, darunter »The 4 Seasons of Veronica Read« (2001) von Kutlug Ataman, »Pilze/Funghi« (1997-1998) von Peter Fischli / David Weiss oder die »München Installation« (1991–2005) von Wolfgang Tillmans.

Mit freundlicher Unterstützung von Legero Schuhfabrik GmbH / con-tempus.eu

www.pinakothek.de

 

 

MARK LECKEY + ALESSANDRO RAHO We Transfer Secession, Wien, 2015

Mark Leckey, We Transfer, Installationsansicht Living Within The Ecstasy of Always Bursting Forth, Secession 2015, © Iris Ranzinger

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MARK LECKEY + ALESSANDRO RAHO

We Transfer

11/09 – 01/11/2015 Secession

We Transfer, Mark Leckeys erste Einzelausstellung in Österreich, kreist um die Idee von Verwandlung, Konversion, Transzendenz. Die für die vernetzte, digitale Welt charakteristische Gleichzeitigkeit verschiedener Formen von Existenz (virtuell vs. faktisch-real) und Bewusstseinszuständen ist Ausgangspunkt vieler Arbeiten des britischen Künstlers, den der Guardian kürzlich zum ‚Künstler der YouTube-Generation‘ kürte. Der Annahme, dass wir durch smarte Technologien und ein stets dichter werdendes Raster von Algorithmen als UserInnen zunehmend rationalisiert und in inhumane Cyborgs verwandelt werden, stellt Leckey eine andere Vorstellung entgegen: Für ihn bringen dieses Raster und seine Koordinaten vielmehr etwas chaotisch Irrationales, etwas Unbewusstes hervor. Jedem Menschen sei ein individuelles Rasternetz eigen (ein „autistic grid“, wie der Künstler es nennt), in dem Bilder, Informationen und Erinnerungen abgelegt sind.

www.secession.at

 

 

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RINGSTRASSE. Ein jüdischer Boulevard

25/03 – 31/10/2015  Jüdisches Museum Wien

Als nach der Schleifung der Wiener Stadtmauern rund um die Wiener Innenstadt ein Prachtboulevard entstand, wurde dieser zur ersten Adresse des Adels und des Großbürgertums. Unter den Bauherren der prächtigen Palais‘ entlang der Ringstraße waren auch zahlreiche jüdische Unternehmer und Bankiers, die zum wirtschaftlichen Aufschwung der Gründerjahre beitrugen und als Kunstsammler und Mäzene in Erscheinung traten. Die Kehrseite der glanzvollen Ringstraßenfassaden waren soziale Probleme und eine zunehmende politische Radikalisierung, die im Zuge der massiven ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts auftraten.
Besonders das Kleinbürgertum war als klassischer Modernisierungsverlierer empfänglich für den politisch geschürten Antisemitismus, der sich gleichermaßen der Stereotype des „armen, zerlumpten Ostjuden“, des „sozialistischen, jüdischen Aufwieglers“ oder des „kapitalistischen Wiener Börsejuden“ bediente. Glanz- und Schattenseiten der Ringstraßenära, der gesellschaftliche Aufstieg einer kleinen jüdischen Elite und der alltägliche Überlebenskampf der breiten jüdischen Massen, die politische Instrumentalisierung des Antisemitismus und ihre Folgen sind Thema der Ausstellung im Jüdischen Museum Wien.

www.jmw.at

 

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PinakothekZilla Leutenegger / Bathroom, 2006 / Videoinstallation (Still) © Zilla Leutenegger

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ZILLA LEUTENEGGER

RING MY BELL

26/06 – 04/10/2015 Pinakothek der Moderne

Die Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger (*1968) verbindet in ihren komplexen Installationen Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Projektion und erweitert somit das zweidimensionale Bild in den Raum und die Bewegung. Zwischen 2004 und 2007 entstand die Werkgruppe »Apartment«, sieben Projektionen, die einzelnen Räumen einer Wohnung gewidmet sind wie der Küche, dem Bad, der Bibliothek oder dem Korridor. Bewohnt von dem Alter Ego der Künstlerin, das wir bei unspektakulären, sich wiederholenden Verrichtungen beobachten, entstehen subtile, atmosphärisch dichte Erzählungen über das Sein. Die Gruppe, die mit der großzügigen Schenkung der Mediensammlung Goetz an den Freistaat Bayern übergegangen ist, wird nun erstmals in der Pinakothek der Moderne vorgestellt. Eigens für die Präsentation ergänzt die Künstlerin ihre Arbeiten um neu geschaffene Skulpturen und Prints und entwickelt zugleich die Idee eines lebendigen und sich in der Zeit entwickelnden Kunstwerks weiter.

www.pinakothek.de

 

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(c) Nikolaus Gansterer

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THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

www.jmw.at

 

 

 

steirischer herbst / opening

Johannes Maria Staud / Josef Winkler (AT)

Specter of the Gardenia or the Day Will Come

25/09/2015  Helmut List Halle

steirischer herbst 2015 opens with an installation-based concert performance. Composer Johannes Maria Staud and poet Josef Winkler venture a contemporary music theatre experiment together with Ensemble Modern. The 2015 festival opening is another artistic venture: the composer Johannes Maria Staud meets the writer Josef Winkler. Their joint work, specially developed for steirischer herbst, is a subtle interplay of music and text. Not an 
opera, but an installation-based concert performance. 
A contemporary music theatre experiment.
“Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen” – surrealist Marcel Jean’s sculpture inspired Josef Winkler to create an unusual surrealist monologue. Formally, his text consists of three elements: litany-style invocations of an imaginary vis-à-vis alternate with retrospective views of a Catholic childhood in Carinthia and powerful plaints on contemporary society.

www.steirischerherbst.at

 

AA Bronson’s Sacre du Printemps

Opening: 26/09/2015 Grazer Kunstverein

The Grazer Kunstverein’s continuous investigation into notions of social abstraction is carried further in response to the new ‘Leitmotiv’ of the steirischer herbst 2015, which investigates the notion of ’inheritance’ by starting out from questions of property, transfer of knowledge and our handling of cultural heritage.

Featuring AA Bronson with Igshaan Adams, Keith Boadwee, Ryan Brewer, Elijah Burgher, Nicolaus Chaffin, Michael Dudeck, K8 Hardy, Matthias Herrmann, Reima Hirvonen, Yeonjune Jung, Mark Jan Krayenhoff van de Leur, Chrysanne Stathacos, Scott Treleaven and JX Williams.

www.grazerkunstverein.org

 

A PERFECT MATCH

THE COLLECTIONS AT THE PINAKOTHEK DER MODERNE CONGRATULATE PIN. ON ITS 50TH ANNIVERSARY

30/07/2015 – 06/03/2016  Pinakothek der Moderne

 50 years of PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne! The anniversary is the perfect opportunity to demonstrate the success of the collaboration of the museum with its Friends through important acquisitions, to remember significant milestones and to revisit pertinent discussions on art from over the decades. The show features works from the areas of painting (Peter Doig, Neo Rauch, Andy Warhol), sculpture (Elmgreen & Dragset, Wade Guyton, Donald Judd), new media art, photography and room-sized installations such as ‚The 4 Seasons of Veronica Read‘ (2001) by Kutlug Ataman, ‚Pilze/Funghi‘ (1997–1998) by Peter Fischli and David Weiss, and the ‚Munich Installation‘ (1991–2005) by Wolfgang Tillmans.

With friendly support by Legero Schuhfabrik GmbH / con-tempus.eu

www.pinakothek.de

 

MARK LECKEY + ALESSANDRO RAHO

We Transfer

11/09 – 01/11/2015  Secession

We Transfer, Mark Leckey’s first solo show in Austria, focuses on the notion of transformation, conversion, transcendence. The simultaneity of different modes of existence (virtual vs. real), or of consciousness, that is significant for the present networked digital era is an issue inherent in a number of works by this British artist, whom the Guardian recently labelled ‘the artist of the YouTube generation.’ Leckey counters the view that smart technologies and an ever denser network of algorithms increasingly rationalises us users and transforms us into inhuman cyborgs with an alternative account: the network and its coordinates, he proposes, in fact engender a chaotic irrationalism, an unconscious. Everyone has his or her own individual—and, as the artist puts it, “autistic”—grid in which images, information, and recollections are stored.

www.secession.at

 

Zilla Leutenegger

RING MY BELL

26/06 – 04/10/2015  Pinakothek der Moderne

Combining drawing, photography, sculpture, and projections, the complex installations of Swiss artist Zilla Leutenegger (b. 1968) successfully expand the two-dimensional picture plane into three-dimensional space and set it in motion. Developed between 2004 and 2007, the series Apartment comprises seven projections, each dedicated to a specific area of a dwelling; a kitchen, a bathroom, a library, a hallway, etc. Inhabited by the alter-ego of the artist – who we observe performing quotidian, repetitive acts – subtle, atmospherically charged narratives about existence begin to emerge. The group of works, whose acquisition by the Free State of Bavaria was made possible through a generous donation by the Goetz Collection, is now on display for the first time at the Pinakothek der Moderne. Specifically for this exhibition, the artist is also showing new sculptures and prints, furtherdeveloping the idea of a living artwork that unfolds in time.

www.pinakothek.de

 

THE MEMORY MAP – A Topology of Remembrance

Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

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