Tales of 2 Cities

Vera Undritz

Tales of

Tales of 2 Cities

21/01 – 19/04/2015 Jüdisches Museum Wien

Sechs Künstler aus Russland und Österreich konfrontieren sich mit Objekten des 20. Jahrhunderts aus zwei Sammlungen in Moskau und Wien. Mit Mitteln der künstlerischen Recherche und im Dialog mit den KuratorInnen der Sammlungen identifizieren sie Objekte, die zum Ausgangspunkt für neue künstlerische Projekte bzw. Objekte werden. Die beiden Sammlungen sind Speicher mit Dingen, die von verdrängten oder an den Rand gedrängten Geschichten erzählen.

Das 1988 gegründete Jüdische Museum Wien, in dessen Mittelpunkt die jüdische Geschichte Wiens und Österreichs steht, und die 1990 entstandene Gesellschaft Memorial in Moskau, deren Archiv Dinge zur Geschichte der politischen Repression und der Verletzung der Menschenrechte in der UdSSR sammelt. Ziel der künstlerischen Recherche ist es, Dingen auf den Grund zu gehen, die zwar in ihrer sinnlichen Erscheinung heute einen vielleicht sogar täuschend ähnlichen Eindruck hinterlassen können, deren Geschichte sich aber mit zunehmend genauer Betrachtung stärker zu unterscheiden und widersprechen vermag.
Eine Ausstellung des Jüdischen Museum Wien, des Österreichischen Kulturforum Moskau und Memorial Moskau.

www.jmw.at

 

 

Terry Winters / Dublin 1, 2009 / Photopolymerdruck © Terry Winters, New York

Terry Winters

Terry Winters. Das druckgraphische Werk 1999-2014

18/12/2014 – 01/03/2015  Pinakothek der Moderne

Nach der Münchner Schau der Zeichnungen im Jahr 2003 präsentiert die Ausstellung num mit ca. 150 Blättern das druckgraphische Œuvre von Terry Winters (geb.1949 in New York), wobei ein Catalogue Raisonné den Bestand der vergangenen 15 Jahre dokumentiert. Winters hat neben seinem Rang als Maler auch als einer der bedeutendsten Meister der graphischen Künste seiner Generation zu gelten. In seiner Arbeit verbinden sich Ratio und Intellekt mit dem Intuitiv-Sinnlichen, wobei die graphischen Techniken in allen ihren experimentellen Facetten ausgelotet werden. Neuartige, virtuelle Welten des Computers verbinden sich auf bisher ungeahnte Weise mit Natur und Konstruktion. Gefördert durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.

www.pinakothek.de

 

Jenni Tischer / Making Grid I, 2014 / Courtesy the artist & Krobath Wien | Berlin © Richard Lange

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Jenny Tischer. Pin

18/10 – 01/02/2015 mumok

Tischers Ausstellung Pin im mumok stellt einen installativen Parcours vor, in dem die Formensprache minimalistischer Skulptur auf die Geschichte und Praxis textilen Arbeitens trifft.

Aufgerollten Schriftrollen gleich durchqueren farbige und variabel anpassbare „Stoffsockel“ den Raum. Sie verschränken Wände und Boden miteinander und dienen als Bühne für eine Reihe von Skulpturen: darunter offene Kuben, die wie die Sitzflächen von Thonet-Stühlen mit „Wiener Geflecht“ bespannt sind, sowie Objekte, die in Materialität und Form an Webrahmen oder Nadelkissen erinnern. Anders als in konventionellen Ausstellungssituationen lässt Tischer offen, was Display und was Werk ist; Präsentationselemente wie Sockel oder Rahmen sind Teil der künstlerischen Erzählung.

Pin handelt dabei von grundsätzlichen künstlerischen Fragen: Was ist ein Medium, und welche Informationen kann es vermitteln? Wie schreiben sich Arbeitsprozesse in Materialien und Oberflächen ein? Und warum wird das Textile als Diskurs- und Praxisfeld gerade im digitalen Zeitalter produktiv? Zwischen „pins“ (Nadeln) und PINs (Persönliche Identifikationsnummern) steckt Tischers Ausstellung einen Raum ab, der über Materialien als Speicher und codierte Identitäten gleichermaßen nachdenken lässt.

www.mumok.at

 

 

 

Christian Friedrich / The Stone That the Builder Rejected, 2008 / 10 min 24 sek / Courtesy der Künstler und Wilfried Lentz Rotterdam

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Christian Friedrich

On Something new / Dirt in a hole

06/12 – 15/02/2014 Grazer Kunstverein

Die Show mit dem Titel „On Something New / Dirt in a Hole“ zeigt ein Spektrum von Arbeiten, zu denen auch eine neu produzierte, großformatige Klang- und Licht-Arbeit sowie eine eindringliche, monumentale Videoinstallation und eine Serie früherer Skulpturen gehören. Friedrichs künstlerisches Interesse sind die Struktur, die Manipulation von Subjekt-Objekt-Beziehungen und die Schaffung von bestimmten Gegebenheiten innerhalb dieser, wobei eine jede dieser Konstellationen Anlass zu assoziativen Verwirrungen gibt. Ein durchgängiges Thema im Werk des Künstlers ist die Unterwerfung des menschlichen Körpers, den er regelmäßig als Objekt der Begierde zeigt, bei dem Macht und Unterordnung im Unterbewussten zusammenfallen. Seine früheren Zeichnungen und Skulpturen sind von Ursache-Wirkung-Strategien beeinflusst und untergraben damit verschiedene Traditionen der Konzeptkunst und ihre quasi-rationalen, sowohl strengen wie frivolen Methoden.

www.grazerkunstverein.org

 

 

 

Lina Bo Bardi, ESC Pompéia © Markus Lanz

LINA

Lina Bo Bardi 100.

Brasiliens alternativer Weg in die Moderne

14/11/2014 – 22/02/2014  Pinakothek der Moderne

Die italienisch-brasilianische Architektin Lina Bo Bardi (1914-1992) prägte ab Mitte des 20. Jahrhunderts einen eigenen gestalterischen Weg. Vor allem in der Architektur, aber auch in ihren graphischen Arbeiten, in Entwürfen für Bühnenbild sowie Mode und Möbeldesign nahm sie Impulse der Moderne auf, verarbeitete diese aber ganz individuell. Grundlage ihres Schaffens bildete die reflektierte Auseinandersetzung mit ihrer Wahlheimat Brasilien, d.h. mit der Kultur des Landes und mit seinen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Lina Bo Bardis zum Teil radikale Ansichten zeichnen sich in den architektonischen Aufgaben gleichermaßen ab wie in ihren Entwürfen und Schriften.
Das Architekturmuseum der TU München stellt zentrale Aspekte aus dem Schaffen dieser vielseitigen Architektin und Gestalterin vor, die brasilianische Architekturgeschichte schrieb. Mit rund 100 Originalzeichnungen bedeutet diese Ausstellung die größte Würdigung Lina Bo Bardis außerhalb Brasiliens anlässlich ihres 100. Geburtstages.

www.pinakothek.de

 

 

 

Arnold Odermatt, Buochs, 1965. © Urs Odermatt, Windisch, Switzerland; Courtesy Galerie Springer Berlin © Bildrecht, Wien 2014

Damage Control

Damage Control

Art and Destruction Since 1950

14/11/2014 – 15/02/2015 Kunsthaus Graz

In allen Sparten der Kunst stieg ab der Mitte des 20. Jahrhunderts das Interesse am Begriff der Zerstörung oder der Demontage an. Damage Control untersucht dieses Thema aus historischer Sicht.

Die Kunst hat einer Welt der Gewalt immer wieder den Spiegel vorgehalten: als Reaktion auf die beiden Weltkriege, auf die Atombombe oder auf Bilder der Vernichtung in den Medien. Zerstörung fließt in die Kunstproduktion ein und ist ein Mittel, um emotionale oder kulturelle Bezüge auf Distanz zu halten, Institutionskritik zu üben oder kulturelle Angst auszudrücken.

Damage Control zeigt eine Entwicklung auf, die über die Kunst hinausgeht: Sie zeichnet besonders die von der amerikanischen Medienlandschaft geprägte Nachkriegsgeschichte nach, verweist aber auch auf eine Prägung heutiger Ängste vor Bedrohungen der Gegenwart wie Terrorismus oder Naturkatastrophen – real oder imaginiert.

www.museum-joanneum.at

 

 

 

(c) Nikolaus Gansterer

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THE MEMORY MAP – Eine Topologie des Gedenkens

Jüdisches Museum Wien

Nikolaus Gansterer gestaltete das Original mit Ausschnitten aus faksimilierten Briefen von Überlebenden aus Wien, wobei der Großteil seines Materials aus US-Archiven stammt. Das Jüdische Museum plant, die Schenkung des Vienna Project und des Künstlers Nikolaus Gansterer in die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ aufzunehmen. Das Exponat wird im zweiten Stock ausgestellt, wo es am Beginn der Ausstellung zu einem Stadtplan in Bezug tritt, der die drei jüdischen Gemeinden Wiens vor 1945 zeigt. In der Memory Map steht die dritte jüdische Gemeinde, ehemals die drittgrößte Europas, im Mittelpunkt, die zwischen 1938 und 1945 vernichtet wurde.

Das Kunstwerk wird am 3 November im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Karen Frostig, Nikolaus Gansterer, Danielle Spera and Werner Hanak-Lettner im Palais Eskeles präsentiert.

www.jmw.at

 

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John Baldessari, Color Corrected Studio (with Window), 1972-1973, Color photograph, painted, Photo: mumok © John Baldessari

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Die Gegenwart der Moderne

14/3 – 08/02/2015  mumok

In der Sammlungspräsentation Die Gegenwart der Moderne befragt das mumok das große utopische Projekt der Moderne nach seiner Aktualität und seinem Potenzial für nachfolgende Generationen. In der Neuaufstellung der Sammlung steht eine produktive Auseinandersetzung mit der Moderne zur Diskussion. Ästhetische und formale Übernahmen werden als Transfer des Repertoires der Moderne in neue Fragestellungen begriffen, die weit über die bloße Umwandlung von Moderne in selbstreferenzielle Modernismen hinaus gehen. Ein roter Faden, der sich durch das 20. Jahrhundert zieht, ist in dieser Hinsicht die Duchamp-Rezeption, die im Nouveau Réalisme und Fluxus eine große Rolle spielt. Marcel Duchamp, der die Produktion verweigerte, antworteten diese KünstlerInnen mit einer Überzahl von ihm gewidmeten Werken.

Die Gegenwart der Moderne zeigt die bei unserem Publikum beliebte Sammlung der klassischen Moderne in einer Neuaufstellung, die Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Möbel und Architekturmodelle umfasst. In der Verschränkung der alten mit den neuen Medien kommt der Fotografie eine besondere Aufgabe zu, die in der Ausstellung an Werken von Karl Blossfeldt oder René Magritte besonders deutlich hervortritt.
Erstmals setzt das mumok in einer Sammlungspräsentation auch einen Österreichschwerpunkt: Zu sehen sind Zeichnungen von Josef Hoffmann, Architekturmodelle von Adolf Loos oder Fotografien von Dora Kallmus.

Zentrale Themen sind darüber hinaus Architektur und urbanes Leben sowie Design und Konstruktion. So stellt Runa Islam in ihrem Film Empty the Pond to Get the Fish (2008) die modernistische Architektur des 20er Hauses, wo das mumok 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde, in Bezug zu ausgewählten Werken aus der mumok Sammlung und gibt somit das Ausstellungsthema paradigmatisch vor. In seiner fotografischen Arbeit Color Corrected Studio (with Window) (1972–1973) überträgt John Baldessari die für Mondrian typische Strukturierung von Horizontalen und Vertikalen in sein Atelier. Die Fotoserie konterkariert dessen Funktionalität, indem sie ihm den Spiegel der Moderne vorhält.

www.mumok.at

 

 

 

Jenny Tischer. Pin

18/10 – 01/02/2015 mumok

In Jenni Tischer’s exhibition Pin at mumok the vocabulary of minimalist sculpture comes up against the history and practice of textile work. Pin addresses fundamental questions: What is a medium, and what kind of information can it convey? How are work processes inscribed in materials and surfaces? And why do textiles, as field of discourse and practice, have a momentum in the digital age? In-between “pins” (needles) and PINs (personal identification numbers), Tischer’s exhibition stakes out a realm where questions of the memory of materials and the encoding of identities are equally considered.

www.mumok.at

 

 

Lina Bo Bardi 100.

Brazil´s alternative path to Modernism.

14/11/2014 – 22/02/2014  Pinakothek der Moderne

The Italian-Brazilian architect Lina Bo Bardi (1914-1992) defined her own particular artistic path through outstanding designs starting at the mid-twentieth century. In architecture as well as stage sets, graphic art, fashion and furniture design, she implemented impulses of Modernism, but interpreted them quite individually. The conscious examination of her adopted country, Brazil, its culture, society and politics, provided the base for her creativity. Her partly radical views manifested themselves in her designs, exhibitions and writings.
The Architekturmuseum der TU München focuses on key aspects in the work of this multifaceted designer who made Brazilian architectural history. Featuring about 100 original drawings, this exhibition will provide the most extensive recognition of this famous architect outside Brazil on the occasion of her centennial.

www.pinakothek.de

 

 

Christian Friedrich

On Something new / Dirt in a hole

06/12 – 15/02/2014 Grazer Kunstverein

Following the exhibition at Museum de Hallen in Haarlem (NL), the Grazer Kunstverein presents the first solo show in Austria by artist Christian Friedrich (b. 1977, DE). The exhibition entitled ‘On Something New / Dirt in a Hole’ presents an array of works including a newly produced, large-scale sound and light work, an immersive, monumental video installation and a series of earlier sculptures. Friedrich’s artistic interest lies in the structure, manipulation and conditions of subject-object relationships. A common theme in the artist’s work is the subjugation of the human body, which he regularly presents as an object of desire in which power and submission collapse into the subliminal. His earlier drawings and sculptures are informed by cause-and-effect formulas, mining various conceptual traditions and their quasi-rational methods, both strict and frivolous.

ww.grazerkunstverein.org

 

 

Damage Control

Art and Destruction Since 1950

14/11/2014 – 15/02/2015 Kunsthaus Graz

Since the mid-20th century artists of various disciplines have demonstrated a growing interest in the concept of destruction or dismantling. Damage Control examines this theme from a historical perspective. The art of our time has again and again reflected a world of violence: as a reaction to the two world wars, to the atomic bomb, or to images of annihilation in the media. Destruction pervades art production and has been employed by artists as a means of conveying institutional critique or expressing cultural anxiety while, often, keeping specific emotional or cultural references at a distance.

Damage Control presents a phenomenon that extends beyond art: in particular tracing history from a post war period influenced by American media images, but the exhibition also refers to how today’s fears are determined by current threats such as terrorism and natural disasters – whether real or imagined.

 www.museum-joanneum.at

 

 

THE MEMORY MAP A – Topology of Remembrance

Opening: 03/11/2014 Jewish Museum Vienna

Nikolaus Gansterer designed the original using cut-out extracts from scanned letters of survivors from Vienna, most of which were in US archives. This donation by The Memory Project and the artist Nikolaus Gansterer will be incorporated in the Jewish Museum Vienna permanent exhibition “Our City! Then to Now”. It links up with the city map at the start of the exhibition on the second floor, which shows the three Jewish communities of Vienna before 1945. Memory Map focuses in particular on the third Jewish community, the third-largest in Europe, which was destroyed between 1938 and 1945.

www.jmw.at

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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